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Weiser

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1

Sonntag, 24. März 2013, 21:09

Schlanke C-Gleis-Weichen und HAG-Modelle

Hallo. Seit Samstag bin ich am Testaufbau der 2. Etage der Anlage und habe mir aus optischen Gründen 4 schlanke C-Gleis-Weichen zugelegt (zum Gleiswechsel also 2x links, 2x rechts).
Dank schlechtem Wetter bereits eine paar Stunden Probefahrten gemacht. Leider musste ich etwas ernüchternd Folgendes feststellen:

Beim HAG BDe 4/4 gab es Kurzschlüsse beim Ueberfahren der Weichenverbindung in abzweigender Stellung. Dies konnte durch Justierung des Schleifers behoben werden (der war etwas schief drauf). :rolleyes:

Schlimmer aber beim HAG GTW 2/6:
Bei langsamer Fahrt über die Verbindungen in abweichender Stellung gibt es in geschätzten 98% der Fälle Kurschlüsse beim Schleifer (2x) bzw. beim Kraftklotz. Das Phänomen tritt beim Gleiswechsel von rechts nach links oder umgekehrt auf, unabhängig von Fahrrichtung oder Fahrzeugposition.

Massnahmen:
- Da mir das Phänomen besonders bei den rechts-Weichen auffiel, habe ich diese Gleiselemente mal ausgetauscht. Keine Besserung (es handelt sich ja wie gesagt um fabrikneue Produkte - allerdings: Ich hatte schon mal Kontaktprobleme bei einer anderen Weiche mit Rocos ICN. Optisch nichts erkennbar, Weiche getauscht - danach alles bestens.)
- Die Schleifer des GTW sind gerade drauf (da gibts nix zu justieren).
- Die hervorstehenden Flächen im Achsenbereich des Kraftwürfels habe ich mal testhalber mit etwas Scotch abgeklebt, um den beobachteten Funkensprung zu vermeiden. Scotchband darum, weils isoliert aber nicht dick aufträgt. Das half deutlich. Der Motorwürfel bleibt nur noch in 50% aller Fälle hängen! :thumbdown:
- Das Umdrehen des Fahrzeugs brachte eine leichte Verbesserung bei den Rechtsweichen (dafür - wie zu erwarten - eine Verschlechterung bei den Linksweichen).

Diagnose:
- Offensichtlich gibt es ab und zu einen Ueberschlag (Funken) zwischen den höhergelegenen Pukos im Weichenübergang und den Zahnrädern (!) des Antriebsdrehgestelles.
- Wieso die Schleifer in 80% der Fälle ebenfalls einen Kurzschluss verursachen, ist mir ein Rätsel.
- Die Tendenz des in Fahrtrichtung vorderen Drehgestells, die Schienen "hochzufahren" ist augenfällig. Ähnliches betrifft sogar den Kraftwürfel, der sich - an anderen Stellen der Anlage - mit einem vernehmbaren "Clack" wieder in die Schienen begibt.

Insgesamt hat der Triebzug vergleichsweise unruhige Fahreigenschaften (die Preiserlein werden wohl bald vor dem Klo Schlange stehen ;( ) - z.B. im direkten Vergleich mit dem BDe 4/4 welcher das Modell mit den besten Fahreigenschaften all meiner Modelle darstellt). :thumbup:

Ich habe den GTW dann noch mehrmals über eine Dreiwegweiche mit - bei Abzweigung - anschliessender DKW fahren lassen, ohne irgend eines der beschriebenen Phänomene zu erkennen.

Mit höherer Geschwindigkeit rödelt der Zug über die schlanken Weichen hinweg (die Preiserlein haben sich dann alle vollzählig in den Toilettenraum geflüchtet :mrgreen: ) aber ein Flackern der Beleuchtung und das Aussetzen des Motors ist schon auszumachen.

Bin ich der Einzige / Erste, der solche Probleme diagnostiziert? Ob es noch weitere solcher Problemkombinationen von Weichen und Modellen gibt? Ist das ein GTW-spezifisches Problem?

Chris

P.S: War mir nicht schlüssig, ob der Beitrag unter Anlagenbau oder Hag Modell gehört, habe mich für Anlagenbau entschieden, da ggf. mehrere / andere Modell auch betroffen sein könnten.
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 515

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2

Sonntag, 24. März 2013, 21:24

RE: Schlanke C-Gleis-Weichen und HAG-Modelle

Ähnliches betrifft sogar den Kraftwürfel, der sich - an anderen Stellen der Anlage - mit einem vernehmbaren "Clack" wieder in die Schienen begibt.


Oh, dieser "Klack" kommt mir aber seeehr bekannt vor. :whistling: Hast du im Forum schon mit dem Stichwort "Radsatzinnenmass" und GTW gesucht? Schau mal hier:

Radsatzinnenmass-Korrektur beim HAG-GTW 2/6 (und weitere Service-Tipps) und GTW von Hag

Mit Forumistengruss, Stefan
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"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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Weiser

Forumist

Beiträge: 249

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3

Sonntag, 24. März 2013, 22:13

Ich habe nun auf die Schnelle einige andere Modelle, die gerade "greifbar" waren getestet:

HAG Re 4/4 I - OK (die ursprünglich zu kleinen Räder wurden von einem Freund ausgetauscht)
HAG Re 4/4 II (alte Gen.) - NOK - Kurzschluss
HAG Re 4/4 II (neue Gen.) - NOK - Kurzschluss
HAG Re 6/6 (neue Gen.) - NOK - Kurzschluss

Märklin 3000 - OK
Märklin Re 4/4 IV - OK (ein Stillstand aber ohne Kurzschluss)
Märklin Re 460 - OK
Märklin Br 482 - OK

Fazit:
Es scheint ein generelles HAG-Problem mit dem Radsatz-Innenmass zu sein!? Offenbar liegt es nicht - wie zuerst vermutet - am Schleifer, sondern am Abstand zwischen dem Punktkontakt und den Rad (ich werde das mal fotografieren), das einen Kurzschluss erzeugt und sofort die Mobile Station (hier für den Test verwendet) zur Abschaltung bringt.

Das Phänomen tritt allerdings nur bei einer Weiche auf (wie gesagt, ich habe diese heute nachmittag mit der anderen, baugleichen ausgetauscht). Es tritt in der Konstellation auf: R2-Bogen (nach links) - Schlanke Weiche in Stellung Abzweigung rechts. ?( Es tritt vor allem dann auf, wenn die Lok vorwärts fährt (Schleifer vorne, motor hinten). In der Gegenrichtung oder bei den anderen Weichen tritt es kaum/selten auf.

Chris
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11465

Forumist

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4

Sonntag, 24. März 2013, 22:46

Chris, gleich nach den ersten paar Zeilen deines ersten Beitrags dachte ich: oho... wieder mal das bekannte Problem mit dem falschen Radsatzinnenmasses... :rolleyes:
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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Weiser

Forumist

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5

Montag, 25. März 2013, 07:53

Tja aber grad bei allen geprueften Hag-Loks? :shock:

Chris
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Beiträge: 12 182

Geburtstag: 14. Januar 1962 (56)

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Beruf: Meister meines Fachgebietes

6

Montag, 25. März 2013, 08:38

Chris,

Hast du einen Messschieber zur Hand? Zwischen den Radscheiben soll bei AC Achsen der Abstand 14mm sein. Alternativ gibt es noch Lehren für das Radsatz Innenmass.
Gruss Erwin,

100. Mitglied G1MRA Schweiz.
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 515

Wohnort: Zuhause

7

Montag, 25. März 2013, 08:52

...über die Kurzschluss-Schleifer habe ich mich übrigens auch schon vor mehr als drei Jahren geärgert, siehe hier: HAG GTW: Digitalbetrieb, Beleuchtung usw.

Mit Forumistengruss, Stefan
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Mike Cee

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Beiträge: 1 806

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8

Montag, 25. März 2013, 18:33

Die HAG Rädern sind leicht breiter als denen von Maerklin. Bei Weichen passiert es häufig dass die Laufflache des Rads wird mit einem Mittelpunkt in Kontakt kommen. Bei Fahrgeschwindigkeit wird es ein Blitz geben, bei Langsamfahrt wird es ein Kurzschluss geben.

Die einfachste Lösungen sind die Radsatz revidieren und die Mittelpunkte neben die Gleise leicht verschieben oder trimmen.

MfG

Mike C
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SBBsuechtig

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Beiträge: 160

Geburtstag: 16. Dezember

9

Dienstag, 26. März 2013, 12:13

Bei mir ist das Problem eher bei den Roco-Loks zu finden. Ich habe dazu die Pukos einfach ein wenig von der Schiene weggebogen, nur ganz leicht, und seitdem läuft alles wieder normal. Trotzdem fabriziert ein Roco EW II B mit AC-Achsen ab und zu einen Kurzschluss, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Bei dem werde ich wohl mal die Achsen tauschen müssen. Keine Ahnung warum, DC-Achsen laufen bei EW II irgendwie besser. ?(
Falls in obenstehendem Beitrag bereits eine Grussformel enthalten ist, sind die folgenden Zeilen nicht zu beachten.
---------
Grüsse,
David
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Weiser

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Beiträge: 249

Wohnort: Aargau

10

Dienstag, 26. März 2013, 15:04

Ich habe dazu die Pukos einfach ein wenig von der Schiene weggebogen, nur ganz leicht, und seitdem läuft alles wieder normal.


Dieser Variante werde ich auch den Vorzug geben, bevor ich Hand anlege an meine Hag-Loks. Vielleicht habe ich mal Zeit über Ostern...

Chris
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looker

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Beruf: Elektroniker / Informatik Ing FH

11

Dienstag, 26. März 2013, 17:04

Ich habe mich wie "SBBsuechtig" bei den schlanken C-Gleis Weichen auch ans Puko verbiegen gemacht, bitte beachte einfach es ist ein schmaler Grat zwischen (Hag-) Räder berühren Puko nicht mehr und Schleifer berührt nun die Schiene :D

viel spass beim Ausprobieren wünscht
Stefan
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Weiser

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Beiträge: 249

Wohnort: Aargau

12

Dienstag, 26. März 2013, 20:03

Ich habe mir noch überlegt, die Pukos seitlich abzuisolieren, z.b. mit etwas Schrumpfschlauch oder so. Hat das schon mal jemand probiert? Die Isolierung dürfte natürlich nicht über den Puko hinausstehen, ggf. ein 1/10 mm kürzer wie der Puko (wenn sich das machen lässt?)

Chris
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Rüdiger

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Beiträge: 1 817

Wohnort: bei Aschaffenburg

Beruf: Bahnbetriebsfachwirt

13

Dienstag, 26. März 2013, 22:15

Das gleiche Problem hat ein bekannter von mir mit einem PIKO-Taurus aus der Hobby-Serie. erst nachdem wir die letzten drei Pukos , die wirklich recht nahe an der Schiene stehen, wenige Zehntel-Milimeter weggebogen haben, gabs keine Probleme mehr.

Allerdings sollte man da vorsichtig sein und eben sehr bedächtig und vor allem empirisch vorgehen.
Gediegen reisen: www.extrazug.ch
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