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oschgi

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1

Freitag, 21. Juni 2013, 13:56

Gleisplan

Hallo zusammen

Ich bin gerade dabei einen neuen Gleisplan für eine Anlage eines Kollegen zu entwerfen. Die Anlage wird komplett mit Märklin K-Gleise realisiert und soll ein Durchgangsbahnhof an einer Hauptstrecke darstellen. Als Vorbild dienen Motive der BLS und SBB.

http://www.sunnet.ch/Gleisplan.jpg

Mich würde eure Meinung zu diesem Gleisplan interessieren. Die Schattenbahnhöfe befinden sich unter der Anlage und werden über Gleiswendel erschlossen.
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Mattioli

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2

Freitag, 21. Juni 2013, 14:15

Hallo Oschgi

Eine Frage ist der Gleisplan nach einem bestimmten Vorbild gebaut? Sieht für mich sehr realitätsnah aus.

Ich finde den Gleisplan sehr gut unter der Berücksichtigung der Platzverhältnisse. Da können sicher lange Züge fahren. Da denke ich möchte man ja am wenigsten Kompromisse machen.

Wie gross werden die Schattenbahnhöfe, wievielen Zügen bieten sie Platz? Wie hoch sind die Wendel (Steigung) und viele Umdrehungen? Hast du evtl. davon auch noch Zeichnungen?
Es grüsst Mattioli

"Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert" (Albert Einstein)
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oschgi

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3

Freitag, 21. Juni 2013, 14:33

Hallo

Nein. Der Gleisplan entspricht keinen konkreten Vorbild. Ich hab gewisse Ideen aus den Gleisplänen von Spiez, Visp und Kandersteg verwendet. Das Stumpengleis oben wird für den BLS Autoverlad benutzt.

Es wird zwei Schattenbahnhöfe geben mit je zwischen 10 bis 12 Gleisen. Die Nutzlänge der Gleise in den beiden Schattenbahnhöfen sollte jeweils zwischen 2.5m und 3.5m betragen. Die Gleiswendel werden mit R4 und R5 Radien implementiert und den dazu gehörenden Steigungen. Ich denke aber, dass ich nicht grössere Steigungen als 27 Promille haben werde.

Die Schattenbahnhöfe muss ich zuerst noch fertig planen und dort ein bis zwei kleine Modifikationen vornehmen.
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Rüdiger

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4

Freitag, 21. Juni 2013, 14:35

Frage: was will der Erbauer der Anlage bezwecken? Woruf beruht sein Hauptinteresensgebiet?
Der vorliegende Plan sieht auf der ersten Blick zwar recht gut aus, aber als "Mann vom Fach" (Angebermodus aus :D ) stellen sich mir ein paar Fragen: Wozu gibt es 5 lange Perrongleise, wenn es nichtmal eine abzweigende Nebenstrecke gibt (evt. gedacht ausserhalb des Anlagengebiets a´la St. Maurice?). Oder ist das ein Systemendbahnhof für bestimmte Reisezüge - dann fehlen aber die genügend langen Abstellgleise hinter den Perrons (also links oder rechts - ein genügend langes Ausziehgleis gibt es auch nicht).
Ideal wäre der Bahnhof als kleine Güteranlage zum Umsetzen und Neubilden von Regionalgüterzügen. Aber auch hier fehlt ein Ausziehgleis- und ich vermisse dafür auch ein reines langes Güterzugüberhol- bzw. Einfahr und Ausfahrgleisgleis (Gleis 6 ist etwa gerademal 170 cm lang - das reicht für 10 Tonerdewagen ohne Lok, nur mal so als Beispiel).
Vielleicht erklärst du mal, wozu die einzelnen Gleise gedacht sind und welche Betriebsabläufe in diesem Bahnhof durchgeführt werden sollen , dann würde ich gerne ein paar Tipps geben. einer schon voraus: auch wenn man beim Modell nicht so auf Fahrdynamik achten muss: die DKW ganz unten links muss bei Fahrten im durchgehenden Hauptgleis jedesmal im abzweigen Strang befahren werden, was bei Standard-Engländern Vmax 40 bedeutet. Vielleicht kriegst du das auch noch anders hin, wenn die direkte Verbindung von diesem kleinen Ausziehgleis in alle Bahnhofsgleise bleiben soll...
Schön finde ich die geschwungenen Bahnhofsgleise, das gibt der ganzen Anlage eine gewisse Eleganz.
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5

Freitag, 21. Juni 2013, 14:40

Ciao Oschgi

Da hast wirklich einen schönen Gleisplan gestaltet. Ich habe kurz drübergeschaut und gebe Dir gerne meinen Senf dazu, ohne das Recht haben zu wollen es besser zu wissen:

- Ich hätte bei den Einfahrten jeweils einen zusätzlichen Gleiswechsel eingebaut
- bei einen Rangiergeleise würde ich eine Weiche weglassen
- die nutzbare Perronlängen sind wesentlich länger als die Güterzuggeleise (falls diese für Güterzüge vorgesehen sind). Rein vom Vorbild her, würde ich eher längere Abstellgeleise für Güterzüge bevorzugen und die Personenzüge kürzer halten

Siehe auch meine Markierungen mit meiner Klauenschrift in der angefügten PDF Datei.

Gleisplan.pdf
Gruss Peter
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oschgi

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6

Freitag, 21. Juni 2013, 15:00

Hallo Rüdiger

Danke für dein Feedback. Die Anlage ist eigentlich geplant an einer Transitstrecke. Ich möchte im Bahnhof Wendezüge wenden und wieder in den anderen Schattenbahnhof zurück fahren. Aus diesem Grund sind die Gleisanlagen ein wenig grosszügiger geplant.

Die Gütergleise werden benutzt um Transitgüterzüge zu parkieren und eventuell einen Lokomotivwechsel vorzunehmen oder die Überholung durch Personenzüge abzuwarten.

Ursprünglich war die Idee im Bahnhof ein Anschluss auf die MGB Bahn zu implementieren. Jedoch hab ich keinen guten Weg gefunden, wie ich hier mindestens ein Schattenbahnhof einbauen kann und einiger massen eine interessante Streckenführung hin bekommen.

Hast du eine gute Idee, wie ich längere Ziehgleise in diese Anlage einbinden kann?

Gruss
Daniel
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Rüdiger

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7

Freitag, 21. Juni 2013, 15:32

Das Problem ist zum einen die recht beschränkte Geometrie der Märklin-Gleise. Zum Anderen kosten 5 Perrongleise nun mal jede Menge Platz. Platz, der hier zu Lasten der Güterzugsüberholgleise geht. Inwieweit will der Kollege denn Rangierverkehr mit Güterwagenzustellung zu einzelnen Ladestellen betreiben?

ich hab mal einen schmutzigen Entwurf gepinselt, ohne Rücksicht auf exakte Weichenwinkel o.ä.:


Zur Erklärung:
Gleis 1 und 2 sind die durchgehenden Hauptgleise, Gleis 3 ist ein sogenanntes Taschengleis für endende Pendelzüge (bis ca 4-5 Ew I/II Länge), Gleis 4 das Überholgleis für Reise-, aber auch für Güterzüge, die Gleise 5 und 6 sind Güterzugüberholgleise, 7 ist das Verkehrs- und Umsetzgleis, Gleis8 die Ortsgüteranlage mit Freiladegleisen. A ist das Ausziehgleis, P ein Post- oder Personenzugabstellgleis, welches aber nur mit Sägefahrten bedient werden kann (macht die Sache interessanter). Vielleicht ist es auch ein Privatanschluss, der damals halt so und nicht andes gebaut wurde oder ein Baudienstlager etc...

Das Ganze ist jetzt in 5 min entstanden und muss natürlich noch in eine exakte Planung umgesetzt werden...
Nachteil: die Überholgleise liegen alle auf einer Seite, was dazu führt, dass in einer Richtung immer das Hauptgleis der Gegenrichtung gekreuzt werden muss. Das ist aber durchaus vorbildgerecht (siehe Erstfeld) und spart Weichen und Weichenstrassenlängen.
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oschgi

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8

Samstag, 22. Juni 2013, 22:30

Hallo Rüdiger

Danke für deine Inputs. Ja die Güterzugsgleise sind schon relativ kurz geraten. Vor allem wenn ich schlanke Weichen verwende ist der Platzbedarf relativ gross. Ich bin am Überlegen, die Weichenstrasse bereits in der Kurve mit Bogenweichen zu starten. Dazu müsste ich wahrscheinlich auf die Weichen von Weichenwalter zurück greifen, da die Märklin Bogenweichen einen R1 Radius besitzen und ich diese nicht einplanen will.

Ich werde auch noch versuchen die Ziehgleise ein wenig zu verlängern um hier das Rangieren zu verbessern. Jedoch mit einer Länge von nur 5 Meter wird das nicht unbedingt einfach ;-).
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oschgi

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9

Montag, 24. Juni 2013, 09:59

So jetzt habe ich einige Änderungen am Gleisplan vorgenommen. Durch den Einsatz von Bogenweichen (Weichenwalter) kann ich die Güterzugsgleise etwas verlängern. Zudem hab ich die Zieh- und Abstellgleise ein wenig verlängert.

http://www.sunnet.ch/gleisplan2.jpg
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Rüdiger

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10

Montag, 24. Juni 2013, 11:20

Das gefällt mir schonmal besser - gut, die reinen Güterzuggleise sind immer noch recht kurz, aber es spricht ja nichts dagegen, dass auch in den Perrongleisen Güterzüge stehen - wird in SP ja auch so gemacht, zudem ist ja auch keine Ortsgüteranlage erkennbar (zumindest jetzt nicht für mich), so dass der Rangierbetrieb sich wohl eher auf Reisezüge bzw. Lokwechsel und den Autoverlad konzentriert - ein grösseres Depot ist ja vorhanden. Die für die Grösse des Bahnhofs notwendige und damit das Verkehrsaufkommen rechtfertigende Strckenverzweigung (warum sonst bräuchte man 5 Perronkanten) muss man sich halt ausserhalb des sichtbaren Anlagenthemas denken.
Weichen-Walter ist eine gute Wahl (ich rede da aus kürzlich gemachter Erfahrung). Zumindest können dadurch die schmerzlichen Lücken im Märklin-Programm geschlossen werden.
Eine Frage noch: Was beabsichtigt der Kollege gestalterisch mit dem Platz über der rechten unteren Gleiswendel?
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oschgi

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11

Montag, 24. Juni 2013, 11:41

Hallo Rüediger

Ja die Bogenweichen von Weichenwalter sind die einzige Möglichkeit einigermassen anständige Gleisfelder mit dem Märklin K-Gleis zu planen. Ich merke aber, dass für einen schönen Bahnhof ein Platz von 5m eher bescheiden ist. ;-).

Der Platz beim unteren Gleiswendel werden wir wahrscheinlich mit einem See oder einen kleinen Wald gestalten. Für mich stellt sich aber die Frage, ob ich das Gelände als ein Ebene oder leicht abfallend plane. Falls ich eine Ebene mache, muss ich Stützmauer einplanen und das Geleise zu schützen und einiger massen ein anständiges Erscheinungsbild zu erhalten.

Was würdest du mit diesem Bereich machen? Für gute Ideen bin ich immer offen ;-)
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Rüdiger

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12

Montag, 24. Juni 2013, 12:48

Hmmm...wenn du mich fragst...ich würde dort eher keine wilde Landschaftsgestaltung planen, sondern eher ein Wohnquartier - einmal, um den Bahnhof zu rechtfertigen, und zum anderen, um durch die Bebauung die Gleisschleife zu tarnen - der Durchblick zwischen den Häusern auf die fahrenden Züge ist zudem noch ganz reizvoll. Vielleicht noch einen Gewerbebetrieb, der mit einem Stumpengleis von Gleis 1 her angeschlossen ist (oder ein Baudienstgebäude, wie das am Lötschbergplatz:-) )
Mit Landschaft würde ich mich hinter dem Bahnhof austoben, mit einer leicht ansteigenden hügeligen Gestaltung.
Ein See in der Gleisscheife müsste so tief liegen, dass die Gleisebenen immer höher als sein Ufer wären. Alles Andere wäre eher unnatürlich. Das führt zu einem Loch und einem Kratereffekt.
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oschgi

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13

Dienstag, 25. Juni 2013, 16:28

Hallo Rüdiger

Ja du hast recht. Ich werde hier wahrscheinlich ein kleines Wohnquartier vorsehen mit Hotels und Wohnhäuser. Die ganze Anlage soll ein wenig einen Alpinen Eindruck vermitteln.

Hinter dem Bahnhof werde ich die Jägerdorfer Gondelbahn auf den Hügel einplanen. Dort sollte ich genügend Platz haben um eine Seilbahn bis zu 2.5m Länge zu bauen. Über dem linken Tunnel versuche ich ein Bergmassiv einzuplanen oder zu mindestens an zu deuten.

Ich muss mir hier aber noch einige Gedanken machen.
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oschgi

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14

Dienstag, 2. Juli 2013, 11:47

Ich hab noch eine kleine Frage. Welche Lichtsignale (SBB Typ L) würdet ihr für die Signalisation in diesen Bahnhof verwenden? Ich kenne mich in diesem Bereich leider überhaupt nicht aus. Danke für eure Feedback.


Gruss
Daniel
»oschgi« hat folgende Datei angehängt:
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Rüdiger

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15

Freitag, 12. Juli 2013, 14:17

Versuch einer Antwort:
Da aus fast allen Gleisen irgendwann abzweigend über eine englische DKW abzweigend ausgefahren werden muss, reichen eigentlich Lichtsignale mit drei Optiken, die Fahrt 2 anzeigen können. Nur aus den durchgehenden Hauptgleisen 3 und 4 kann auch Fahrt 1 signalisiert werden.
Aus Gleis 1,3 und 4 sowie aus Gleis 7 nach rechts könnte man zur Abwechslung auch Fahrt3 signaliseren, wenn der Fahrweg nur über einfach Weichen führt (sind dann halt simulierte 500er...), was dann aber Ausfahrtsignale mit 4 Optiken bedingt, da ja auch Fahrwege über die DKW gestellt werden könnte.
Evt könte man bei den Gleisen 6 und 7 sowei bei den Autozuggleisen mit Gruppensignalen arbeiten (ein Signal für mehrere Gleise), um die Kosten etwas zu senken.
Wichtig für den positiven Gesamteindruck bei einer solchen Bahnhofsgrösse wären aber die Sicherung der Teilfahrstrassen und Rangierwege. Entweder durch das Aufstellen von Zwergsignalen in entsprechender Menge - vor einmündenden Gleisen, an der Weichenspitze, bei den Standorten der Hauptsignalen etc - bei "moderneren Stellwerken" wie ESTW oder Do67 / 55aufgebohrt, oder durch Rangiersignale und Sagböcke bei älteren Stellwerken (Do55/S48/SE43/ EMech etc.)
MicroScale ist da eine gute (wenn auch teure) Adresse...
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