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Ostermayer

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1

Freitag, 13. Dezember 2013, 14:33

Fleischmann Loks mit mangelhaft gefertigten Motoren!?

Danke für die Erläuterungen zu der Fleischmann 1330 SBB Ee 3/3. Ja, die Gedanken habe ich mir gar noch nicht gemacht, dass es beim Vorbild, egal ob Ee 3/3 oder Ee 922 diese Art Lok kaum mehr braucht. Betreffend den Fahreigenschaften: Zumindest die Die FLM 1330 läuft eigentlich noch ganz passabel. Kein Strirngetriebe, sondern im Aufbau sehr ähnlich wie die HAG Ae 6/6 Typ 1, oder wie im HAG Te Traktor: ein vertikales Schneckengetriebe mit Selbsthemmung. Aber immerhin, der Motor läuft ganz gut, was man allgemein von Fleischmann-Motoren in der Zeit um 1963 - 1978 nicht behaupten kann.

Ich meine nicht die üblichen Verdächtigungen wie verharztes Oel im Getriebe, Oel an den Kohlen anstatt an den Achslagern, beschädigte Zahnräder, falsche Fahrspannung/Stromart etc. das eine schliesst das andere nicht aus, aber diese Art Mängel sind nicht Firmen spezifisch und würden z.B. eine HAG Lok genau so zum Stillstand zwingen. Es muss etwas sein, was allein Fleischmann-Motoren betrifft und zwar ausschliesslich mit Bj. etwa 1963 - 1978. Die älteren Motoren aus den 1950-er Jahren sind davon NICHT betroffen(!), Motoren ab ca. 1980 und erst recht neuer auch nicht.

Es muss irgend ein Konstruktionsfehler in der Abstimmung zugrunde liegen. Das Magnetfeld zu schwach / zu stark bezogen auf die Motorenwicklung? Motorenwicklung perse ungleichmässig? Ungeeignete Kollektorscheiben? Schlecht isolierte Wicklungsdrähte? Bei gleicher Trafospannung läuft die Lok zu Beginn sehr langsam, später bevor sie fast Feuer fängt, sinkt vorübergehend der el.-Widerstand und die Lok rast und stinkt davon(!), bis sie brennt, oder für immer steht. FLM Loks sind leise heisst es, letztendlich zu leise... Die Konstruktiv äusserst ähnlichen, aber viel billiger aufgebauten Motoren von Lima und Hornby weisen diesen Fehler nicht auf!? Dass FLM in den 196o/1970-er schlechte Motoren verbaute, darüber ist weder früher noch heute kaum was zu lesen, obwohl es hunderte bis tausene Modelle betroffen haben muss!? An Alterung allein kann es nicht liegen, denn die älten Motoren aus den 1950-er Jahren betrifft es nicht. Ebenso wundert mich, dass FLM über 10 Jahre benötigte, um diesem Übel beizukommen und dass dies die Kundschaft so kleinlaut akzeptierte. Schade um die eigentlich sehr gelungen wuchtigen wie auch sehr fein ausgearbeiteten Modelle von attraktiven Vorbildern.

- die 1330 FLM SBB Ee 3/3 sind nicht betroffen!
- die 4340 FLM SBB Re 4/4 II sind selten betroffen
- die 4345 FLM SBB Ae 3/6 I läuft einwandfrei und ist davon in keiner Weise betroffen!
- die 4370 FLM SBB Ae 6/6, vor allem die späteren Varianten, haben diesen defekt.
- die 1337 / 1338 DB E-10 und E-112 ein damaliger Kassenschlager und Erfolgsmodell, da haben annähernd 100% , d.h. ALLE (?) diesen Motorendefekt!
- auch 1364 Dampflok DB BR-41 und 1368 FS BR-685 haben diese mangelhaften Motoren. Und vermutlich noch viele hier nicht erwähnten Modelle mehr?

Weiss jemand von Euch, um was es sich konkret handelt? Bekommt man den Orginalmotor wieder so hin, so dass er befriedigend läuft? Vermutlich eh eine rethorische Frage, die meisten würden wohl den Motor durch einen modernen Typ tauschen und digitalisieren. Dies macht Sinn und wäre logisch. Ich hätte lieber einen gut laufenden Originalmotor. (Gemäss PKw-Oldtimer, dass man nur mit dem Originalmotor fahren darf) Oder aber die Lok kommt als nicht mehr fahrbar aufs Abstellgleis. Zu Fuss müssen die Figürchen nicht gehen, dann zieht halt eine HAG Lok den Zug, die läuft!
Grüsse

Hermann
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Empedokles

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2

Freitag, 13. Dezember 2013, 14:47

Ich würde bei der Klärung gerne behilflich sein, kann aber nicht: Bei meinen ca. 140 Fleischmann-H0-Triebfahrzeugen der Jahre 1954-2009, die regelmässig gewartet und betrieben werden, kommt dieses beschriebene Problem nicht vor.
Zu den Problemen, die das Schneckengetriebe der Ee 3/3 verschiedentlich bereitet, habe ich mich vor Jahren (ca. 2007-2010) ausführlich geäussert, finde die Stelle aber derzeit nicht im Archiv.

Werner


P.S.: Ich würde mal das Ankerlager öffnen und die Kollektoren vom Kohlenstaub reinigen.
Verölter Kohlenstaub auf den Kollektoren, der nach dem Aufstarten verbrennt, wäre mir nach eingehender Kenntnis dieser Maschinen eine taugliche Erklärung für die beschriebene Beobachtung.
Übungshalber am besten mit einer kleinen Maschine, z.B. E 69, diese Wartung beginnen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Empedokles« (13. Dezember 2013, 15:07)

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Ostermayer

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3

Freitag, 13. Dezember 2013, 16:47

Danke Werner für Deine Erfahrung und Gratulation, dass Du nur gute FLM-Fahreigenschaften kennst :thumbsup: Wenn 100% ALLE Fleischmann Loks nicht funktionieren würden, so wären wohl bereits damals gehäufte Reklamationen unvermeidlich.

Anderseits, derzeit (2013) habe ich etwa 30 FLM-Loks in meiner Sammlung, ab mitte 1970-er Jahre 4 x FLM-Loks gekauft, 1984-1989 persönlich für die HamWA sämtliche Repraturen ausgeführt, so ich dazu die Ursache fand und von 1989-2007 viele tausende(!) Loks (auf freiwilliger Basis) auf Funktion überprüft, um den Kunden Gewissheit geben zu können und mir kein Zeitverlust durch versuchte Reklamationen. Meine Schilderung betraf /betrifft von sehr stark beanspruchten Modelle, über leicht gebrauchte bis ungefahrene völlig fabrikneue Loks aus dieser Zeit. Da muss schon mehr dahinter sein. Vielleicht gab es Serien mit guten Motoren und andere?

Gruss
Hermann
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Empedokles

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4

Freitag, 13. Dezember 2013, 18:53

Serien mit guten Motoren und andere?


Zugegeben, in meinem Kopf gibt es auch die Abteilung "Böse Phantasien", die sogar von unseren Forum-Admins manchmal gut genährt wird.

Meine böse Phantasie über Fleischmann, die von schweizerischen Forumisten und Nichtforumisten gestützt wird, besteht darin, dass die Objekte zweiter Wahl, die es bei Fleischmann offiziell überhaupt nicht gab, an einen süddeutschen Händler (ab 1980?) und an einen schweizerischen Importeur (vor 1980) verkauft wurden. Das würde für die Zeiträume, von denen oben die Rede war, nämlich ungefähr so passen.
Die Endabnahme von Lokomotiven erfolgte zumindest in Fleischmanns Spätzeit nach übereinstimmenden inoffiziellen Berichten durch den Chef H.F.; ob in früheren Zeiten (1959+) die Fabrikstempel am Fahrgestell die Endkontrolleurin (nur Frauen!) oder nur die Vor-Endkontrolleurin bezeichnen, entzieht sich leider meiner Nachprüfung.
Weiters die Verhältnisse zu Beginn des neuen Jahrtausends könnte womöglich ein zeitweiliger ehemaliger HAG-Mitarbeiter erhellen; das hat er mir gegenüber aber nicht getan, ich bin ja bekanntermassen kein Eidgenosse.

W.
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Ostermayer

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5

Samstag, 14. Dezember 2013, 00:25

Das hat eigentlich nichts mit Fantasien zu tun, weder mit bösen noch mit lieben. Und was heisst schon ... nur Frauen? ist deren Arbeit weniger wert? Mir ist gleich wer was zusammenbaut, hauptsache gut! Ebenso ist mir eigentlich egal, ob Deutsche oder Basler oder gar der FCB (das ist der Fussball Club Brunnen! im Kanton Schwyz) ein Spiel gewinnt. Ich versuche mit ALLEN Menschen auszukommen! Und wenn wir 2 nicht mehr weiter kommen, immerhin ist jetzt 00.12 Uhr, so hilft die Statistik!

Wir 2 sind hoffentlich nicht ganz die einzigen 2, welche FLM-Loks haben und auch damit fahren. Wenn alle anderen mit diesen Loks aus den 1960 bis 1970-er zufrieden sind, (aber nicht nur in der Vitrine, sondern auch auf der Anlage!) dann ist ja mehr wie alles bestens! Wenn nicht, so bin ich nicht der Einzige, der eine Lösung danach sucht. Vor Jahren hat mir mal ein Sachverständiger gesagt, die Magnete seien zu schwach magnetisiert? Und im Forum alte Eisenbahnen habe ich vor Jahren auch mal was gelesen. (aber finde es nicht mehr). Da im HAG Forum derart viel Wissen existiert, habe ich gedacht, vielleicht sei hier auch dieses Problem bekannt. Aber höchstwahrscheinlich interessiert es eh fast keiner mehr, wie gut eine knapp 50 jährige Fleischmann 1337 Rheingold E-10 läuft, darüber müssen wir 2 uns im klaren sein... Darum sind ja diese schönen Loks derart billig zu haben, dass viele davon nicht gut laufen, ist in Wirklichkeit das viel kleine "Problem".

(ich bin ganz zufrieden im HAG Forum, aber viel zu langsam, um parallel in mehreren Foren gleichzietig aktiv zu sein, daher versuchte ich hier eine Antwort darauf zu erhalten :whistling: Sonst ist der Tag "weg" bevor man nicht nur im Forum lebt, sondern auch und vorallem "in der richtigen Welt" lebt. Ich wünsche Dir und allen anderen, Fleichschmann hin Fleischmann her, ein ganz schönes Wochenende :)

Beste Grüsse
Hermann
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