Dienstag, 22. August 2017, 05:27 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

1

Mittwoch, 9. August 2017, 21:38

Licht gegen Masse und Feldwicklung: Was für einen Decoder muss ich haben?

Hallo zusammen ich brauche einen Tip.
Ich habe eine Lok mit Feldwicklung (Kein Permanentmagnet)
Das Licht ist gegen Masse geschaltet und kann ich auch nicht ändern.

Was könnte ich für einen Decoder einbauen?

Tips wäre ich Dankbar.
  • Zum Seitenanfang

11652

Forumist

Beiträge: 252

Geburtstag: 19. Januar 1972 (45)

Wohnort: Dorneckberg

Beruf: Energietechniker

2

Mittwoch, 9. August 2017, 22:23

Hallo Badger

Du kannst einen Uhlenbrock Decoder nehmen, siehe die Übersichtstabelle hier: http://www.uhlenbrock.com/de_DE/produkte…004.18.I6AA22D1

Dort sind für Allstrommotoren die Typen 75000 und 75200 (kann auch DCC) geeignet. Darüber berichten wenige sehr gut, die meisten jedoch eher nicht (evtl. im Stumme-Forum suchen).

Ich gehe mal einfach davon aus, dass es eine Märklin Lok ist - das kann aber ja auch ganz anders sein... Bitte teile uns doch noch mit, um was es sich für eine Lok handelt.

Angenommen, es ist eine Märklin Lok mit Scheibenkollektormotor, so würde ich entweder gleich einen Motorumbausatz von Märklin nehmen (die Teile passen einfach am Besten) oder dann einen ESU Permanentmagnet einbauen; das ganze dann mit einem Lokpilot 4.0 steuern - dann kommt das sehr gut. Beide Varianten habe ich erst kürzlich an je einer Märklin 81 (inkl. Kupplungswalzer!) und einer alten 44 (3047, hier bin ich noch am Programmieren, am Tender hat diese Lok auch eine Telex-Kupplung) umgesetzt. Die 44 bekam einen Märklin-Umbausatz, die 81 einen ESU Magnet resp. ein ESU-Umbauset, wo Decoder und Magnet enthalten sind - ist preislich interessant (bei Eyro z.B. 44...52.- http://eyro.ch/onlineshop/index.php?cPath=52_59_785_550).

Beide Loks haben das Licht gegen Fahrzeugmasse verdrahtet, was bestens geht (je nach dem flackert das Licht etwas). Die Telex-Kupplungen sind dagegen an U+ und Aux angeschlossen und haben keine Verbindung zur Fahrzeugmasse.

Kosten Märklin/ESU-Lösung: Umbausatz ca. 25.-, Decoder ca. 40.-

Ich baue solche Loks um, da sie sehr robust sind (Nachwuchs) und auch einen gewissen Nostalgiefaktor haben. Ich habe auch kein Problem, sie neben einem hochdetaillierten aktuellen Zug fahren zu lassen - der Zug selbst muss aber stimmig sein ;)
Gruss Christian
-----------------------------------------------------------------------------
Meine Fotos: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zu Ehren der Gotthard IR
  • Zum Seitenanfang

blacknight

Forumist

Beiträge: 370

Geburtstag: 25. August 1965 (51)

Wohnort: CH-7235 Fideris (GR)

Beruf: Büro-Indianer in der Maschinenindustrie

3

Mittwoch, 9. August 2017, 22:26

Hallo,

Du benötigst einen Decoder, der mit "Allstrommotoren" umgehen kann. Ich glaube, von Uhlenbrock und/oder TAMS gabs mal/ gibts sowas..

Hierfindest Du möglicherweise die eine oder andere Informationen...

Gruss Christian
  • Zum Seitenanfang

4

Mittwoch, 9. August 2017, 23:00

Danke für eure Hilfe. Ich möchte den Motor so lassen sie er ist.

@11652 die 44er hat auch einen Rauchsatz, der auch via AUX auf Masse oder einfach permanent an den Schleifer Koppeln?
  • Zum Seitenanfang

11652

Forumist

Beiträge: 252

Geburtstag: 19. Januar 1972 (45)

Wohnort: Dorneckberg

Beruf: Energietechniker

5

Donnerstag, 10. August 2017, 21:19

Hallo Badger

Meiner 44 690 habe ich heute den Rauchsatz ausgebaut... Nein im ernst, ich möchte den nicht drin haben, "versaut" die Loks und zudem war es mit Sicherheit einer für den Analogbetrieb.

Du suchst ja aber nach Antworten, diesen drin zu lassen bzw. einen einzubauen...

Ich habe dir zwei Möglichkeiten, vielleicht gibt es noch weitere:

Direkter Anschluss:

1. Den richtigen Rauchsatz einbauen (z.B. Seuthe Nr. 11 für 16-22 V und 70 mA Stromaufnahme, also geeignet für Digitalbetrieb, http://seuthe-dampf.de/spur-h0/)
2. Die Strombelastbarkeit des Funktionsausgangs prüfen (techn. Daten, Stromaufnahme von Beleuchtung und Rauchsatz zusammenzählen)
3. Wenn der benötigte Strom passt, dann einfach den Decoder an Beleuchtung und Rauchsatz anlöten (sollte bei ESU Lopi 4.0 mit 250 mA Maximalstrom für einen Funktionsausgang gehen: http://www.esu.eu/produkte/lokpilot/lokp…he-daten/#c2326)

Indirekter Anschluss:

1. wie oben, evtl. Seuthe Nr. 12 mit Anschlussdrähten wählen
2. Rauchsatz von der Beleuchtung trennen (bei Märklin Modellen werden Lampe und Rauchsatz ja meist über ein gemeinsames, isoliertes Blech mit Spannung versorgt - dieses müsstest du auftrennen
3. Beleuchtung an F0 legen
4. Rauchsatz über ein Relais anschliessen, "Leistung" vom Schleifer über einen Relaiskontakt (Schliesser) auf den Rauchsatz, von dort auf Masse
5. Relaisspule an einen weiteren Funktionsausgang (z.B. Aux 1) anschliessen

Damit kannst du Beleuchtung und Rauchsatz getrennt schalten (der Rauchsatz wird dann nicht heiss, wenn du nur die Lampen leuchten lassen willst - eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Verbrennungen). Zudem "schonst" du den Decoder - das ganze ist sicherer. Relais bekommst du im Elektronikhandel (z.B. distrelec) oder auch bei ESU: http://www.esu.eu/produkte/zubehoer/miniatur-relais/

Den Rauchsatz nicht einfach direkt anschliessen - der wird dann wirklich zu heiss und immer belastet.

Nochmals die Frage, um was für ein Fahrzeug geht es denn? Ist es auch eine 44, Art Nr. 3047 oder Ähnliche?

Falls Märklin, überlege dir gut, nicht doch den Motor wie in meinem ersten Beitrag beschrieben, umzubauen. Du wirst die Loks nicht wieder erkennen - die fahren dann für ihr Alter wirklich traumhaft. Klar, es ist etwas ganz anderes als heutige Modelle - man hört sie, aber sie fahren sehr "geschmeidig" - meine 44 setzt sich bei FS1 in Bewegung und fährt so ruckfrei weiter...
Gruss Christian
-----------------------------------------------------------------------------
Meine Fotos: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zu Ehren der Gotthard IR
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 328

Wohnort: bei Köln

Beruf: Informatiker

6

Donnerstag, 10. August 2017, 21:30

Sali,

wenn der Rauchsatz zwischen Decoder und Masse angeschlossen ist, dann braucht man Seuthe Nr. 10 (wie für den Analogbetrieb).
Viele Grüsse
Thomas
6 rote Re 4/4 IV - mehr, als die SBB je hatten (hoffentlich habe ich jetzt alle Lackierungsvarianten)
  • Zum Seitenanfang

11652

Forumist

Beiträge: 252

Geburtstag: 19. Januar 1972 (45)

Wohnort: Dorneckberg

Beruf: Energietechniker

7

Donnerstag, 10. August 2017, 21:55

Hallo Pickelbahner

Dann habe ich da wohl etwas falsches geschrieben. Ich weiss einfach, dass es wichtig ist, den richtigen Rauchsatz zu wählen. Dazu findet man im Netz sicher die Antworten - ich wünschte sie mir einfach auf der Seuthe-Website zu finden...

Kannst du das kurz ausführen, warum doch Nr. 10 richtig ist?

Ich werde aber trotzdem keinen Rauchsatz einbauen...
Gruss Christian
-----------------------------------------------------------------------------
Meine Fotos: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zu Ehren der Gotthard IR
  • Zum Seitenanfang

8

Freitag, 11. August 2017, 07:38

Hallo danke für die Antworten. Es ist eine alte 23er von Märklin. Platz für Relais bleibt nicht.
Ich habe mich nun für einen Uhlenbrck Allstromdecoder entschieden (Habe sonst immer nur ESU oder wenns Kleins ein muss Zimo eingebaut). Dieser kann Licht und Rauchsatz gegen Masse schalten. Frage ist nur ob ich den Rauchsatz noch wechseln muss da es einer für Analogbetrieb ist oder belassen kann.
  • Zum Seitenanfang

Rüdiger

Forumist

Beiträge: 1 765

Wohnort: bei Aschaffenburg

Beruf: Bahnbetriebsfachwirt

9

Freitag, 11. August 2017, 08:53

ich habe eine alte Märklin 34131 (SNCF 040TC, ec KPEV T 13) (Fragt bitte nicht, was ein BLS-Freak mit einer alten Dampflok will, die ist mir zugeflogen...), die ich mit einem Rauchgenerator Nr 22 nachgerüstet (meine Kinder LIEBEN dieses stinkende Ding.)
Nr 22 ist ein Steckgenerator mit Anschlusskabeln für 10-16 V, also laut Seuthe Datenblatt nicht Digitaltauglich. Ein Anschluskabel íst mit dem Aux1-Ausgang des eingebauten LoPi V3 verbunden, das andere mit der internen Decoodermasse. Platz für ein zusätzliches Lastrelais gibt es in dieser kleinen Lok nicht. Bisher gibt es keine Probleme, das Ding dampft wie die Hölle - weswegen die Lok auch selten eingesetzt wird, weil das Dampfdestillat sich wirklich überall niederschlägt- und der Decoder zeigt auch keine Wärme- oder Überlastungsprobleme. Wie das aussieht, wenn der Dampferzeuge direkt an Masse angeschlossen wäre, kann ich nicht sagen, dann kriegt er keinen gleichgerichteten Strom, sondern die volle Amplitude ab...

ich würde den Dampferzeuge aber besser NIEMALS leer , also ohne Destillat laufen lassen...
Gediegen reisen: www.extrazug.ch
  • Zum Seitenanfang

Beiträge: 328

Wohnort: bei Köln

Beruf: Informatiker

10

Freitag, 11. August 2017, 19:20

Kannst du das kurz ausführen, warum doch Nr. 10 richtig ist?
Der Decoder-Ausgang ist Minus und Strom fliesst nur, wenn die Schienen Plus führen. Wenn Strom fliesst, liegt die Spannung über 16 V. Aber da nicht die ganze Zeit Strom fliesst, ist trotzdem die Analogversion zu nehmen, weil die effektive Spannung unter 16 V liegt.

Sieht man ja auch bei den Märklin-Loks: Delta (nicht schaltbar) braucht Nr. 11, Digital (Rauschsatz schaltbar) braucht Nr. 10.
Anders sieht es aus, wenn der Rauchsatz zwischen Decoder-Plus und Funktionsausgang geschaltet ist.
Viele Grüsse
Thomas
6 rote Re 4/4 IV - mehr, als die SBB je hatten (hoffentlich habe ich jetzt alle Lackierungsvarianten)
  • Zum Seitenanfang

11

Mittwoch, 16. August 2017, 20:31

Statusupdate: Der Uhlenbrock ist eingebaut und verkabelt. Einwandfrei, passt auf die Halterung des Umschalters. Motor muss nur die Feldwicklungen gekoppelt werden. Licht gegen Masse IO. Beide Ausgänge gekoppelt. Vor und zurück. Der Rauchgenerator übernommen, raucht wie eine 1. Alles Tiptop. Danke für den Tip!
  • Zum Seitenanfang

11652

Forumist

Beiträge: 252

Geburtstag: 19. Januar 1972 (45)

Wohnort: Dorneckberg

Beruf: Energietechniker

12

Mittwoch, 16. August 2017, 21:08

Hallo Badger

Sehr schön! Und danke für dein Feedback, wie der Umbau gelungen ist. Bist du denn auch mit dem Fahrverhalten zufrieden? Interessant wäre auch ein Vergleich mit einem Modell mit Gleichstrommotor...
Gruss Christian
-----------------------------------------------------------------------------
Meine Fotos: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/ - aktuelles Avatarbild zu Ehren der Gotthard IR
  • Zum Seitenanfang

13

Mittwoch, 16. August 2017, 21:11

Das Fahrverhalten ist nicht schlecht. Etwas bockige Anfahrt aber sonst etwa auf den Niveau der Analogversion. Der Sound ist nicht schlecht, erinnert etwas an einen Frequenzumrichterantrieb so alla Stadler Flirt. ;)
  • Zum Seitenanfang