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1

Montag, 11. September 2017, 10:12

Zentrale: Notabschaltung durch ZIMO Decoder

Ich bin derzeit gerade meinen Decoderpark am modernisieren und stehe vor einem bislang nicht durchschauten Problem.

Stein des Anstosses sind ZIMO Decoder, Typ MX630, wie sie heute in vielen Roco Fahrzeugen ab Werk eingebaut werden. Diese sind z.B. in den aktuellen Re 4/4 II verbaut und funktionieren dort auch klaglos. Da der Modellbahner nun versucht ist, eine Doppeltraktion mit 1. Serie und 2. Serie BoBos zusammenzustellen und die Loks aus Mitte der 2000er Jahre teilweise noch über alte Uhlenbrockdecoder verfügen, lag der Schluss nahe, dort ebenfalls einen ZIMO MX630 zu verbauen.

Die Loks sind betreffend Getriebe und Motor identisch, kurz gesagt das gesamte Chassis bis auf die Platine ist das gleiche.
Beide Decoder verfügen über den Softwarestand 31.15, einmal mit PLUX16, das andere mal mit der 8-poligen NEM-Schnittstelle. Die Programmierung der Decoder ist identisch.

Die 2. Seriemaschine mit Plux Schnittstelle fährt wie gesagt klaglos. Bei der 1. Seriemaschine kommt es nach wenigen Metern bei Höchstgeschwindigkeit zu einer Notabschaltung der Zentrale, in meinem Fall einer Märklin MS2.
Der Fehler kann nicht bei der Zentrale liegen, bei mir bleiben auch Roco Re 485 und Re 486 mit dem gleichen Decodertyp bei Maximalgeschwindigkeit nach wenigen Metern stehen.

Bislang habe ich das mit je vier 8-poligen und vier PLUX16 ZIMO MX630 ausprobiert. Die 8-poler führen bei sämtlichen Loks (drei Re 4/4 II, eine Re 485 und eine Re 486) innert Kürze zu einer Zentralenabschaltung, bei den PLUX funktionierts. Die Drosseln vor dem Motor und der Kondensator (110 nF) sind identisch, daran kanns auch nicht liegen.

Hat sonst evtl noch jemand eine Idee?

Ach ja, mit ESU LP4 funktioneren alle Loks problemlos. Obwohl ich die Fahreigenschaften von Zimo eigentlich sehr schätze, ist man schon versucht den ganzen Plunder zu entsorgen. Als AC Bahner kommt man inzwischen leider nicht mehr um die Decoder rum und jedesmal den Sound für fast CHF 100.- mitkaufen und dann den Decoder entsorgen - ich weiss nicht...
1000. Mitglied des HAG Forums

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Olympioniker« (11. September 2017, 10:19)

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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 033

Wohnort: Zuhause

2

Montag, 11. September 2017, 10:35

Ich habe leider keine Idee, aber irgendwie erinnert mich dein Problem an das, was ich hier vor längerer Zeit geschildert habe: https://www.forum.hag-info.ch/index.php?…d&threadID=7380 ?(
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3

Montag, 11. September 2017, 11:21

Mangels alternativer Ideen habe ich jetzt trotzdem mal den Brückenkondensator zwischen den beiden Motorklemmen ausgelötet. Und siehe da, die beiden 1. Serienmaschinen laufen jetzt mt dem Zimo Decoder seit einer halben Stunde unter Volllast, d.h. kurz vor dem Schleudern auf der Teststrecke.

Unerklärbar bleibt für mich weiterhin, dass genau der gleiche Kondensator in der 2. Seriemaschine nichts bewirkt. Evtl. ist dort sonst noch was auf der Platine (auf die Schnelle habe ich nichts gefunden) oder der Kondensator hat sonst irgendwelche andere Eigenschaften (Spannungsfestigkeit, etc.), welche ich ihm von aussen nicht ansehe.
1000. Mitglied des HAG Forums
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Pudels Kern

Forumist

Beiträge: 805

Wohnort: Basel

4

Montag, 11. September 2017, 22:57

Hallo Ueli

Bevor Du die Zimo-Decoder entsorgst, ich wäre da dankbarer Abnehmer ;-)

Übrigens, das Kurzschluss-Problem mit Zimo-Decodern hatte ich auch mal: https://www.forum.hag-info.ch/index.php?…70688#post70688 und folgende. Allerdings war damals der Decoder dann hin, HAG bzw. Zimo hatte ihn aber anstandslos ausgetauscht.

Meine Fehlerbeschreibung zuhanden Zimo war damals folgende:
"Auf dem Rollenprüfstand, angesteuert mittels DCC-Signal, funktionierte der Decoder noch einwandfrei. Auf der Anlage (Motorola-Format, angesteuert mit Märklin 6021) jedoch, bockte die Lok in eine Richtung ziemlich, und fuhr nur sporadisch an, um dann auch wieder stehenzubleiben. Die andere Fahrtrichtung funktionierte einwandfrei. Ein Test des Decoders in einer anderen Hag-Lok brachte dasselbe Ergebnis.
Nach kurzer Zeit (5 min) auf der Anlage roch der Decoder dann komisch. Von diesem Zeitpunkt an konnte der Decoder auch auf dem Prüfstand nicht mehr korrekt mittels DCC gefahren werden. Mittlerweile verursacht der Decoder nur noch einen Kurzschluss und funktioniert gar nicht mehr."
Gruss Martin
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5

Dienstag, 12. September 2017, 13:48

Unterdessen ist ein Langzeitversuch erfolgt. Bei den Re 4/4 II 1. Serie und den Re 485 / 486 habe ich die Motorentstördrosseln und den Kondensator entfernt und direkt überbrückt.
Die Loks drehen dann auch vier Stunden am Stück anstandslos ihre Runden, fahren in Vielfachtraktion und ziehen schwere Züge. Gleichzeitig wurden CV10 und CV113 auf null gesetzt, die ab Roco-Werk alle möglichen Einstellungen enthalten können und in gegenseitiger Kombination ziemlich Unheil anrichten.

Das Problem lässt sich offenbar so definitiv in den Griff kriegen. :) Zimo weist auf diesen Umtand auf der Website bei Piko Loks hin, bei welchen diese Elemente ebenfalls entfernt werden müssen. Meine Rem 487 will mit einem MX630P trotzdem nicht so richtig Freude bereiten, die Lok zickt rum und bleibt mal wahllos stehen inkl. Lichtorgelkonzert... Ein ESU LP4 Plux22 konnte dann auch dieses Problem lösen.
Bei den neuen Re 6/6 und Re 4/4 II mit Zimo Decoder ab Werk (MX 630 / 645) besteht das Problem offenbar nicht. Die Entstörglieder sind wie bereits geschrieben zumindest von den Eckeigenschaften identisch. Wieso die Decoder dort funktionieren, keine Ahnung.

Sofern jemand nicht an seinen Loks mit dem Lötkolben Hand anlegen will, empfehle ich hier jetzt ganz klar ESU. Die Zimos bieten ein paar ganz tolle Möglichkeiten und die Fahreigenschaften dünken mich in Kombination mit Roco Loks noch eine Spur besser. Der ESU hingegen funktioniert aus der Verpackung einfach wie er soll, was für viele ein starkes Argument sein dürfte.
1000. Mitglied des HAG Forums
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Knobel

Forumist

Beiträge: 95

Wohnort: Frauenfeld

6

Donnerstag, 21. September 2017, 17:27

Zimo-Decoder mit Märklin-Bremsstrecke

Ein weiteres Problem der Zimo-Decoder ist, dass es Zimo immer noch nicht geschafft hat, dass seine Decoder mit der Märklin-Bremsstrecke zuverlässig funktionieren.
http://www.zimo.at/web2010/newsitems/probs.htm
Das Problem ist seit September 2013 bekannt und sollte durch Software-update gelöst werden. Gemäss aktuellen Angaben der Zimo-Liste ist dies noch nicht erfolgt. Mit einer früheren Software-Version fuhren die Decoder bei der Märklin-Bremsstrecke nicht mehr los. Jetzt erkennen sie diese nicht mehr!!
Traditionell hat Zimo die Märklin-Bahner stiefmütterlich behandelt und vor allem auf sein eigenes Digitalsystem (früher) und heute auf DCC gesetzt. Das ist eben auch ein Unterschied zu ESU, wo man von Beginn weg auch die 3-Leiter-Fahrer gleichberechtigt behandelt hat.
Gruss Paul
AC motorola und mfx

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knobel« (21. September 2017, 17:50)

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Knobel

Forumist

Beiträge: 95

Wohnort: Frauenfeld

7

Donnerstag, 21. September 2017, 17:35

Zimo-Decoder

Der Fortschritt, den Zimo bei den Sound-Decodern gemacht hat, ist beachtlich. Leider kann man sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass Zimo selbst wegen den vielen Decoder-Varianten und Software-Versionen manchmal die Übersicht über seine Produkte verliert.
Gruss Paul
AC motorola und mfx
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