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Unholz

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21

Dienstag, 22. August 2017, 20:55

Diese Pressemeldung erweitert noch leicht die Informationen derjenigen von gestern und räumt auch ziemlich mit Optimismus auf: http://www.nordbayern.de/wirtschaft/gesu…hmann-1.6528449
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Ostermayer

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22

Dienstag, 22. August 2017, 23:21

Matthias, ich bin eher der Meinung: fehlender Modellbahnen-Umsatz hat heutzutage wohl eher wenig mit der Qualität an sich zu tun, dies ist eine ganz separate Angelegenheit.

Sondern die Kultur und Struktur hat sich gesellschaftlich betreffend dem Spiel (total) verändert; etwas was viel Platz benötigt, etliche Mühe beim Aufbau bereitet, und dem man über Jahre bis Jahrzehnte treu bleibt, ist nicht mehr so mehrheitsfähig cool, sondern zu einem exklusiven Spezialitäten-Hobby geworden. Kommt dazu, Modellbahn-Loks sind normalerweise kein Wegwerfprodukt, (auch wenn das Symbol seit einigen Jahren bereits auf den Kartons aufgedruckt ist), sondern werden gesammelt. Die lieb gewordenen alten Schätze behalten und gleichzeitig immer fast alle Neuheiten auch noch dazu kaufen, diese Art Wachstum kann unmöglich auf immer und Ewig andauern.

Das Vorbild geht da ganz anderst, sprich rigoros vor: Die SBB behalten bestenfalls einige wenige Loks museal, das Gros einer ausrangierten Baureihe wird verschrottet... So bleibt die Anzahl Loks beim Vorbild über die Jahre immer etwa konstant! Ganz im Gegensatz zu 1:87... (oder nimmt 1:1 sogar markant ab, wenn an deren Stelle Triebzüge verwendet werden). 1:87 wird in der Regel sicher nichts weggeworfen, sondern gekauft... und plötzlich ist nicht der Mitbewerber XY der grösste Konkurrent, sondern vor allem die alte Loks des selben Herstellers, egal welcher Marke...

Zu Mehrfach-Produktionen: was sollen (können) Roco, Märklin, HAG und Co anderes tun? Die goldenen Zeiten sind vorbei, als von der Re 4/4 I ab 1946 bis zur Re 460 mitte 1990-er Jahre einerseits viele Altbau-Loks noch bekannt und vorhanden waren, anderseits z.B. SLM schneller Lok-Neuheiten produzierte, als HAG, Märklin und Co überhaupt in der Lage waren, herzustellen. --> keine neuen Vorbilder, keine neuen Modelle. Ganz so krass stimmts nicht, aber es geht in diese Richtung.

Gruss
Hermann
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Unholz

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23

Mittwoch, 23. August 2017, 09:37

Irgendwie scheint aber bei der Roco-Gruppe doch Nervosität ausgebrochen zu sein - schon wieder eine "beruhigende" Pressemeldung in schwurbeliger Manager-Sprache unter dem Motto "Alles im Griff": http://www.bahnonline.ch/bo/27333/modell…oll-im-plan.htm
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Empedokles

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24

Mittwoch, 23. August 2017, 10:37

... und plötzlich ist nicht der Mitbewerber XY der grösste Konkurrent, sondern vor allem die alte Loks des selben Herstellers, egal welcher Marke...


Ja, exakt so beobachte ich es in meinem eigenen Modellbahnbestand!
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Unholz

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25

Donnerstag, 28. September 2017, 14:09

Raiffeisen will offenbar RoFl übernehmen: https://extrajournal.net/2017/09/25/raif…eischmann-roco/
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