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Rüdiger

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1

Mittwoch, 28. März 2018, 08:33

Uralter Importprospekt - Kruscheckenfund

Werte Gemeinde
Gestern stöberte ich mal wieder nach langer Zeit durch die unergründlichen Tiefen des Lagers meines örtlichen Modellbahnhändlers. Dabei fiel mir ein uralter Faltprospekt der Fa. Schreiber au den Jahren 1963 in die Hände. Der Nürnberger Händler hatte damals wohl nicht nur die Importlizenz für Modelleisenbahnmaterial aus der "sowjetisch besetzten Zone", sondern auch für einen uns wohlbekannten Hersteller aus der Schweiz. Scheinbar gab Schreiber eigenes Prospektmaterial heraus, welches an interessierte Händler abgegeben wurde. In diesem Fall war das ein Händler in Süchteln bei Viersen an der Deutsch-Niederländischen Grenze (eine Gegend, die eher für die Produktion von Modellbahnen in Spurweite TT bekannt ist), der dann auch gleich sein Banneraufkleber auf die erste Seite des Prospekts geklebt hat.

Wie das Ding dann aber über 55 Jahre später nach Aschaffenburg kam - keine Ahnung.
Hier aber nun mal schnell die Scans diese Werbeblattes - inkl. Preisliste:
Viel Spass
»Rüdiger« hat folgende Dateien angehängt:
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Unholz

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2

Mittwoch, 28. März 2018, 09:11

Entschuldige bitte mein Unwissen: Den hübschen Prospekt kenne ich wohl, aber wie lautet die schweizerdeutsche Übersetzung von Kruschecke? :oops: 8| Es ist offensichtlich kein Tippfehler, denn Google kennt das Wort 115 mal...
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Rüdiger

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3

Mittwoch, 28. März 2018, 11:00

Kruschen entspricht dem mehr oder weniger ziellosen Herumsuchen, meist in Verbindung mit einem unordentlichen Sammelsurium. (Berndeutsch "Puff")
Was jetzt nicht heissen soll, dass mein Händler einen unordentlichen Laden hat, aber im Lager gibt es da so eine Ecke mit gebrauchtem Zeugs, welches meist uraltes, stark bespieltes oder Minderwertiges Material beinhaltet.
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Unholz

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4

Mittwoch, 28. März 2018, 11:13

Danke! :idea:
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ginne2

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5

Mittwoch, 28. März 2018, 12:30

In unserer Gegend - nördlicher Teil von Württemberg - nennt man das "kruschteln" (von Kruscht = so was wie unnützer Plunder). Dabei finden sich immer wieder interessante und oft lange vermisste Dinge. Danke Rüdiger, dass Du den Begriff ausgegraben hast. ;) :)
MfG Günther
sUimeA
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Tinu

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6

Mittwoch, 28. März 2018, 21:01

Toll diese Prospekte. Danke für‘s zeigen 8o
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Empedokles

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7

Donnerstag, 29. März 2018, 12:20

Wie das Ding dann aber über 55 Jahre später nach Aschaffenburg kam - keine Ahnung.


Wie es nach A. kam, weiss ich natürlich auch nicht. Bekannt ist immerhin, dass es bis in die 60er Jahre einen recht gut sortierten und überregional bekannten Modellbahnhändler beim Herstallturm gab (Aschaffenburg, Herstallplatz Nordecke Richtung Goldbachstrasse). Diesem Laden wären solche Prospekte ohne weiteres zuzutrauen gewesen.
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Rüdiger

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8

Samstag, 31. März 2018, 13:39

Den kann ich jetzt nicht mehr genau identifizieren. Aus A-Burg kenne ich nur den Berhard (im Müller aufgegangen und nur noch an Weihnachten ein wenig Startset-Material), den Gentil in der Heinsestrasse (könnte der gewesen sein, der Ecke Goldbacher/ Frohsinnstrasse war -der hatte mal Mitte der 80er kurze Zeit eine BLS Ae 8/8 und ein Re 4/4 im Schaufenster - mein erster Kontakt zu HAG), längst geschlossen; und der Spielwaren Köhler im Rossmarkt. Der hat aber 2002 zugemacht. Das wars mit der Modellbahnherrlichkeit in Aschaffenburg, sieht man von einem eher Ramschniveau aufweisenden Grümpelladen in der Altstadt ab, den es jetzt auch nicht mehr gibt. Spielwaren Müller, genannt "Scheese-Müller" im Landing (Scheese ist im Dialekt ein Kinderwagen), hab ich nicht mehr erlebt - Sic Transit Gloria Mundi.
Erst 2015 hat ein Laden in der Karlstrasse aufgemacht, der sich auch dank superfreundlichem Personal und recht breitem Angebot (nunja, eher selten was für meinen doch recht speziellen Bedarf - aus Aschaffenburger Sicht) tapfer hält.
Ein einziger ernstzunehmender Laden in einem Einzugsgebiet von 100 000+ Leuten...naja, so ist das im Zeitalter von Ebay halt. Die Läden in den Nachbarstädten sind teilweise 40-60 km entfernt, grösstenteils nicht zu empfehlen (Personal, Auswahl etc.) - und die Gegend um Frankfurt ist modellbahnerisch eh Diaspora... zumindest einkaufstechnisch.
aber ich schweife schon wieder ab!
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9

Samstag, 31. März 2018, 15:11

Hat der Seidel nun endgültig zugemacht? War ich vor zwei Monaten noch drin.
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Rüdiger

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10

Samstag, 31. März 2018, 22:14

nee, ich glaub, den gibt es noch - zumindest die "Hauptstelle" in Miltenberg. Aber in A-Burg war ich schon etwa 15 Jahre nicht mehr drin. Unfreundlich und fast nur überteuerter Schrott. Den, den ich meine, der war am Dalberg und hielt sich nicht lange...
Immerhin hatte ich mal bei Seide eine HAG Re 4/4 I Pendelzugversion für (im nachhinein völlig überteuerte ) 280 DM (!) erworben, die dann technisch so hinüber war, dass ein komplett neuer Motorblock in Mörschwil geordert werden musste. Ausrede: war Gebrauchtware...
Als HAG-Stammhändler taugte kein Geschäft in Aschaffenburg, ja nichtmal eines im Umkreis von 100-200 Km - weswegen ich meine HAG-Erzeugnisse in der Regel in Thun, Interlaken oder Mörschwil erworben habe...
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Empedokles

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11

Montag, 2. April 2018, 10:35


Als HAG-Stammhändler taugte kein Geschäft in Aschaffenburg


Stimmt. Von all den genannten Adressen käme alleine Fa. Gentil in Betracht.
Meine Erinnerung von ca. 1960-62 bringt den erwähnten Laden allerdings eindeutig mit dem Herstallturm in Verbindung.
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