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ginne2

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21

Montag, 11. Februar 2019, 13:30

Im Moba-Forum hat Roland Hausin heute einen interessanten Beitrag zur Farbauswahl des Müller-Gleisbau-Modells veröffentlicht . . . ;) :)
MfG Günther
sUimeA
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Beiträge: 130

Geburtstag: 30. Mai 1971 (47)

Wohnort: Wiefelstede/D

22

Montag, 11. Februar 2019, 13:49

Am interessantesten daran finde ich die Frage, warum der Hersteller sowas nicht selbst veröffentlicht, sondern Dritte machen lässt. Damit ließen sich etwaige Diskussionen wunderbar in die richtige Richtung lenken bzw. von vornherein im Keim ersticken.

Beste Grüße
Jens
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dulce_k

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Beiträge: 1 176

Geburtstag: 6. April 1984 (34)

Beruf: BSc Geomatik FHNW

23

Montag, 11. Februar 2019, 14:44

Im Moba-Forum hat Roland Hausin heute einen interessanten Beitrag zur Farbauswahl des Müller-Gleisbau-Modells veröffentlicht . . . ;) :)


Ist schon unglaublich wie der "interforelle" Austausch funktioniert :shock:

Am interessantesten daran finde ich die Frage, warum der Hersteller sowas nicht selbst veröffentlicht, sondern Dritte machen lässt. Damit ließen sich etwaige Diskussionen wunderbar in die richtige Richtung lenken bzw. von vornherein im Keim ersticken.


So kann man sich einfach aus der Verantwortung stehlen...
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 697

Wohnort: Zuhause

24

Montag, 11. Februar 2019, 14:46

Extrem interessanter Beitrag dort... :wacko: :whistling:

Ich zitiere aber sehr gerne, was offenbar New-HAG seinem ollen Pressefritzen Hausin mit dem Auftrag zur Veröffentlichung zugeflüstert hat:

Zitat von »Hintergrundinfo«


- Es ist absolut richtig, dass der jetzige Farbton nicht (oder besser: noch nicht) stimmt.
- Wir wurden informiert, dass die Lok in RAL 5003 saphirblau umlackiert wird ;)
- Wir wurden deshalb angewiesen, die Modelle doch bitte in dieser RAL Farbe zu lackieren.

Also: Der Farbton des soeben ausgelieferten Modells 26051 stimmt eingestandenermassen nicht (das Gegenteil zu behaupten, wäre ja selbst für die "Künstler" in Stansstad schwierig :D ).

Dass die Lok irgendwann in RAL 5003 Saphirblau umlackiert wird (wohl damit sie besser zu den jeweils angehängten Wagen passt), ist im vorliegenden Zusammenhang (Auslieferung von Kat.-Nr. 26051) völlig unwesentlich, da das Vorbild dannzumal eben nicht mehr die früheren M-RAIL-Anschriften und seitlich das grosse M-Logo tragen wird.

Und wow: :shock: HAG lässt sich also von jemandem "anweisen", ein Produkt klar falsch zu lackieren und zu beschriften und so die Endkunden zu ver... - ähmm (zwecks Wahrung des gebührenden Anstands ;) ) "veräppeln" -, die das Modell im Vertrauen auf eine stimmige Wiedergabe vorbestellt haben. Unglaublich! :shock:

Da kann man wirklich nur noch konstatieren, dass New-HAG nicht nur qualitativ, sondern auch in Bezug auf blöde Schutzbehauptungen einen neuen Tiefpunkt erreicht hat. :thumbdown:

PS. Und wer hat denn HAG die Anweisung gegeben, das "M" auf der Seitenwand zu hoch zu drucken - vielleicht Papst Franziskus himself? :P
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ginne2

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Beiträge: 5 467

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25

Montag, 11. Februar 2019, 15:19

Und wer hat denn HAG die Anweisung gegeben, das "M" auf der Seitenwand zu hoch zu drucken - vielleicht Papst Franziskus himself? :P

Na ja - viel schlimmer geht's nimmer . . . :rolleyes: :rolleyes:
MfG Günther
sUimeA
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 697

Wohnort: Zuhause

26

Montag, 11. Februar 2019, 15:27

Herrlich mitzulesen, wie Hausin (ausnahmsweise luzide Selbsterkenntnis: "Ich weiss aber dazu nichts Näheres" ;) ) - im anderen Forum von @modellbahner mit Fakten konfrontiert - wieder mal herumeiert und zurückrudert. :lol: :lol:

Hier ein tolles Bild von Georg Trüb, welches den zurzeit noch bestehenden Farbunterschied zwischen Lok und Wagenmaterial schön dokumentiert: http://www.railpictures.net/photo/671207/
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27

Montag, 11. Februar 2019, 15:45

Hey Guys

Habt ihr alle keine Probleme ?

Jeder soll von der Lok das halten was er möchte, ich denke es bringt niemandem etwas wenn wir uns hier darüber streiten.
Entweder gefällt die Lok und wird gekauft oder dann eben nicht.

Slow down and take it easy.

Gruess Luca
Quo vadis HAG Forum ??
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Ostermayer

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Beruf: Traktorfahrer

28

Freitag, 15. Februar 2019, 23:55

HAG 26051 Re 456 Müller Gleisbau

einfach mal ein paar Fotos zu dieser Lok:
... teilweise in`s Extreme vergrössert. Nikon 105 mm Makro auf Minimaldistanz. Der nächste Schritt wäre dann jedes Pixel einzeln oder Mikroskop...
Was soll an dieser Lok Anlass zu dermassen Kritik geben? Ich denke eher, es sei mal ein Lob an HAG Stansstad angebracht! :thumbsup:
Einziges kleines Manko als kleines Haar in der Suppe welches mir aufgefallen ist: 1 von 4 Pufferteller könnte ein wenig gerader ausgerichtet sein.

Ein begehrtes HAG Modell, an dem die Käufer Freude haben!

Gruss
Hermann
»Ostermayer« hat folgende Bilder angehängt:
  • HAG M Rail Lok.jpg
  • HAG M Lok Front.jpg
  • HAG M Lok Dach.jpg
  • HAG M Lok Nr.jpg
  • HAG M Lok Mikro Schrift.jpg
  • HAG M Lok v unten.jpg
  • HAG M Lok Datum.jpg
  • HAG M Lok Leistungsdaten.jpg
  • HAG Mueller grosses M.jpg
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29

Samstag, 16. Februar 2019, 00:25

Hermann;

Thank you for the detailed pictures. I remain puzzled that this locomotive was chosen to model, other than it was simple. There are many other 456 versions that could have been chosen such as Rhomberg Sersa, Morgarten, SZU 25 year and others. I am glad I am saving for something more interesting.

Note I do not find the finish impressive. I find my recent purchase of the Cendres 456 much better.

thank you
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Empedokles

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30

Samstag, 16. Februar 2019, 04:03

luzide Selbsterkenntnis: "Ich weiss aber dazu nichts Näheres"


Habt ihr alle keine Probleme ?


1 von 4 Pufferteller könnte ein wenig gerader ausgerichtet sein.


Werte Freunde!
Hyperluzidität gilt als wichtiges, wenn auch gottseidank nicht immer schwerwiegendes psychiatrisches Symptom.
Wenn Ihr also normalspurig oder sonstwie noch bei Trost seid, dann schaltet doch bitte mal eine Fahrstufe zurück.
So wie früher, als Ihr noch ein wenig leichter zu ertragen wart.
Mit Dank und Gruss! Empedokles fidelicus
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Ostermayer

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Beruf: Traktorfahrer

31

Samstag, 16. Februar 2019, 09:57

@icrtrains
how ever someone like. There is no God how say you must like this train model (ore any other) or hat it. I show just some pictures in extrem Makro, that every person how want, can see, it is a wonderfull new HAG Re 456. ( ;) it`s enyway better then my english)

@ empodokles
äh, was ist denn jetzt (mit Dir) passiert?
1. HAG brachte eine neue Variante der Müller Lok heraus.
2. Stefan Unholz kritisierte die Lok etwas gar heftig, fast schon rufschädigend.
3. dementsprechend gab es Diskussionen.

4. ich habe Fotos der Lok hier veröffentlicht. Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wobei anzumerken ist: Jedes Modell von JEDEM Hersteller kommt an seine Grenzen, wenn man es so fotografiert. Das soll eben zeigen, wie gut HAG dieses Modell bedruckt hat! In der Regel sind die Modelle eh besser bedruckt, als die Augen der Käufer scharf sind, jedenfalls bei mir leider zutreffend. Die Hersteller werden immer wie besser und wir Kunden älter... ist halt so.

Gruss
Hermann

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lehcim

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Geburtstag: 24. Oktober 1991 (27)

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Beruf: Lokführer Kat. B

32

Samstag, 16. Februar 2019, 13:24

Hallo Hermann

Besten Dank für deine Bilder. So sehr ich dein Fachwissen und deine Beiträge mag, sei es hier oder im Nachbarforum, finde ich es schade, dass dieses Modell mit einer Art „Rosaroten Brille“ angeschaut wird.

Wie kann ein Druck perfekt sein, wenn Trennkanten verschwommen sind, der Tech Block massiv zu gross ist und gewisse Teile gänzlich weggelassen wurden?

Würde dies bei andern Firmen der Fall sein, deren Loks nur die hälfte Kosten wäre der Aufschrei riessengross. Wahre grösse wäre hier, wenn man als Firma hinsteht und auf gut Schweizerdeutsch sagt: Mir händ scheisse baue, tuet üs Leid.

Im Übrigen darf auch ein Sammler/Fan durchaus mal negativkritisch sein wenn es angebracht ist, da geht keine Welt unter. ;)
Bahnsinnige Grüsse aus dem schönen Kanton Schwyz
Michel

Bahnbilder Michel
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Ostermayer

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Beruf: Traktorfahrer

33

Samstag, 16. Februar 2019, 21:07

Hallo Lehcim,
Foto: gerne. Es freut mich auch, dass Dir meine Beiträge (meistens) gefallen.

Bei HAG haben wir offensichtlich unterschiedliche Auffassungen. Ich sehe es nicht als eine rosarote Brille Situation an, sondern schlicht als Pragmatismus. Natürlich darf und soll man konstruktiv kritisieren, sonst kommt die betreffende Firma nicht weiter. Doch wenn der Besitzer findet, jetzt ist genug Heu unten, so nach dem Motto ich will nicht mehr... Niemand muss eine HAG Lok kaufen, aber auch niemand muss gegen seinen Willen HAG Besitzer sein! Ich habe keine Information diesbezüglich, sondern erinnere mich einfach an mein eigenes Geschäft (Dorenbach) zurück...

Der Firma HAG wünsche ich den selben Goodwill, welcher z.B. Dorenbach 1989 erfahren durfte. Wir haben uns voll und ganz mit allen Kräften für das Auktionshaus eingesetzt, aber aus heutiger Distanz gesehen, war nur schon das Vorwort zu oft schlicht eine Zumutung an die Kundschaft. Ich kann niemand dafür zur Verantwortung ziehen, es war höchst ich selber, welcher so unprofessionell wirkte, viel zu emotional geschrieben. Es war reines Glück, dass diese Vorwörter geschäftlich nicht geschadet haben. Es hätte auch anderst ausgehen können. Dieses "getragen werden" über Stock und Stein, nicht nur bei "Schönwetterlagen", sprich hervorragendem Auktionsangebot, auch dann wenn es z.B. etwas langweilige Angebote hatte, kamen die Kunden trotzdem. Dies wünsche ich auch der Firma HAG, auch meinen Nachfolgern weiterhin, eigentlich jedem sinnvollen Geschäft / Hersteller.

Gruss
Hermann
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lehcim

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Beiträge: 515

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Wohnort: Schweiz

Beruf: Lokführer Kat. B

34

Sonntag, 17. Februar 2019, 18:25

Hallo Hermann
Mir gefallen auch kritische Beiträge, dies regt die Diskussion an ;)

Ich schaue dies nicht unbedingt auf HAG bezogen an, für mich zählt das Modell, ob dies nun von Roco, HAG oder Lima kommt ist egal, die Kritikpunkte wären die selben. Dem ist so, kaufen muss niemand, nur schade wenn man so Kunden verliert, aus meinem Umfeld bin ich nicht der Einzige der dankend auf die Lok verzichtet und sich nach anderen Möglichkeiten der Realisierung umsieht.

Dem ist so, ich denke jedoch seit 1989 ist das Geschäft härter geworden und man muss mehr Leisten um die Kunden bei sich zu behalten. Man wird sehen, für HAG hoffe ich natürlich auf ein weiteres langes überleben. Ich für meinen Teil kann gut auf die Fahrzeuge verzichten die mir nicht gefallen, ob ich nun die vier Fahrzeuge (2x Ae 6/6, 1x Re 456 und 1x Re 420 MBC) habe oder nicht spielt mir nicht so eine Rolle.
Bahnsinnige Grüsse aus dem schönen Kanton Schwyz
Michel

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gnumolo

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35

Sonntag, 17. Februar 2019, 19:14

Wir haben uns voll und ganz mit allen Kräften für das Auktionshaus eingesetzt, aber aus heutiger Distanz gesehen, war nur schon das Vorwort zu oft schlicht eine Zumutung an die Kundschaft. Ich kann niemand dafür zur Verantwortung ziehen, es war höchst ich selber, welcher so unprofessionell wirkte, viel zu emotional geschrieben. Es war reines Glück, dass diese Vorwörter geschäftlich nicht geschadet haben. Es hätte auch anderst ausgehen können.

Lieber Hermann
Hast du die unprofessionellen, emotionalen, fast geschäftsschädigenden Dorenbach-Vorwörter noch? Würde mich echt interessieren, was du früher so geschrieben hast. ;)
Beste Grüsse
Stephan
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Richard

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Beruf: Dipl. Ing. HTL Stehkessel-Modelldampfmaschinenheizer Grossstadtneurotiker

36

Sonntag, 17. Februar 2019, 19:30

ich denke jedoch seit 1989 ist das Geschäft härter geworden


Wie kommst Du gerade auf diese Jahr?
Die Angebotspalette wechselte nicht so häufig wie heute, es wurden nicht dauernd nur noch Einmalauflagen produziert. Je nachdem, welches Budget zur Verfügung stand, konnte man so eine Zugsgarnitur damals locker über ein paar Jahre verteilt beschaffen.

Gruss Richd
Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.
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Empedokles

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37

Sonntag, 17. Februar 2019, 21:55

unprofessionell


Schau, schau! Heute lese ich zum allerersten Mal, dass das Auktionshaus Dorenbach unprofessionell gewirkt haben könnte.
Falls es denn, worst case, wirklich so war: Grossartig, keiner hat es gemerkt!
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Ostermayer

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38

Montag, 18. Februar 2019, 00:36

@ lehcim
das wäre noch spannend, die Situation der CH Modell Herstellung zu analysieren, ohne besonders auf HAG Stansstad "einzudreschen", sondern breiter aufgestellt. Angenommen total erfunden, der aktuelle HAG Chef würde "alles falsch machen", dann müsste ja vorher alles rund gelaufen sein? Dem ist und war aber nicht so! Generell ist die CH Modellbahn Herstellung ein wenig speziell. Bereits vor gut 100 Jahren, in der Zeit um- und nach dem 1. Weltkrieg, gab es die 1. CH Modellbahn-Diskussion: der Händler benötigte einen Hersteller und der Hersteller benötigte genau so jemanden, welcher sich um den Verkauf seiner Produkte kümmerte, es geht um die Marke Löwenstein - Zürrer von Zürich, tätig in der Spur I, ab ca. 1918. (Ausführlich beschrieben im Goldacher CH Klassiker "Die Schweizerischen Spielzeugeisenbahnen" So weit so gut, nur warfen sich beide gegenseitig vor, zu Lasten des anderen zuviel zu verdienen. Der Handel verlangte "ständig" Neuheiten, welche besser und gleichzeitig günstiger sein sollten(!)... Der Hersteller wiederum soll gesagt haben, der Handel hätte keine Ahnung vom Herstellungsaufwand und würde immer nur fordern. Dieser Streit um Modellbahnen fand in Zürich 1918 statt, nicht etwa 2018.

@ Richard
Handel: Ich bin sehr überzeugt, dass Geld verdienen, seit seiner Erfindung, niemals wirklich einfach war. Lediglich die Schwerpunkte und Herausforderungen wechseln alle paar Jahre. Es ist immer irgendwo einen Haken, wo man an (s)eine Grenze gelangt.

Und doch bin ich mit Deiner Bemerkung einverstanden, insbesondere was Modellbahnen anbelangt. Es gab kein Überangebot. Paradiesisch war es trotzdem nicht: was man hatte, - wenn seriös angeboten - konnte problemlos und ohne jedwelche Rabatt Zugeständnisse versteigert werden. Aber es war nicht leicht, an die Waren heran zu kommen. Viele Leute dachten, es würde noch teurer werden, was für eine gewisse Zeitspanne ja auch zugetroffen ist.
Nachteil bei einem "Käufermarkt": ohne dass geschieden oder gestorben wurde, - beides wünscht man ausdrücklich niemandem(!), gab es eher selten attraktive Sammlungen. Zum Glück war es ausdrücklich nicht immer so, aber der Hauptsächliche Anteil war schon durch Nachlässe herein gekommen. Das Auktionshaus war und ist die ideale Einrichtung für so etwas, da fair und gerecht für sämtliche Beteiligten. In der Regel wollen lebenden Sammler lieber ihre 3000-erli abgeben, nicht ihr bestes Stück. Ich bin da auch keine Ausnahme: z.B. die HAG Ae 6/6 TEE Lok, viel später nachträglich aus dem HAG Archiv gekauft, mit erheblichem Sammlerzuschlag... das wird kaum die 1. Lok sein, welche ich verkaufen würde. Keine Ahnung, ich habe seit dem 31.12.2007 nie mehr eine Lok verkauft, sondern einige Jahre Haie gesucht und dann als Kunde Eisenbahnen für mich als privater Sammler eingekauft, als gäbe es morgen keine Bahnen mehr... Heute müssen das andere Sammler tun, ich habe weitgehend meine Sammlung zusammen.

Von wegen früheren Zeiten: Märklin hatte als Eigenwerbung 1963 ausdrücklich darauf hingewiesen, nur schon bis 1963 bereits über 1 Mio Stück Tenderlok BR-89 Kat. Nr. 3000 verkauft zu haben. Die Lok gab es seit 1953, anfang als CM 800 beschriftet. Somit haben die Göppinger pro Jahr 100`000 Dreitausenderli BR-89 verkauft, das macht pro Tag 278 Stk. Und das Märklin Programm bestand ja aus viel mehr als nur aus diesem Anfänger-Lökeli. Das teure 3015 Krokodil am anderen Ende der Preisskala ist gar nicht berücksichtigt, es geht einzig und allein nur um die BR-89 alias Kat. Nr. 3000. Da können sich moderne aktuelle Modellbahn Hersteller noch so bemühen, an solche Zahlen kommen sie nicht mehr heran.

@ Stephan
Loslassen ist so eine Sache: 2008 befreit von all dem "Ballast", habe ich im Laufe der letzten Jahre alle Dorenbach Kataloge wieder gesucht. 2017 fand ich das letzte mir noch fehlende Exemplar.
Wenn man heute diese sehr einfache gehaltenen Katalögli meist ohne jedes Foto, anschaut, ist es fast ein Wunder, wie gut dieses Geschäftsprinzip funktioniert hat. Mit Herz und Seele gab ich und das ganze Team alles, damit es funktionierte. Wurde es zeitlich eng, habe ich (nur ich, nicht mein Team) auf dem Teppich zwischen hunderten Modellbahnen geschlafen, damit der Katalog doch noch rechtzeitig zu den Leuten kam.

Inhaltlich u. fachlich stehe ich damals wie heute dazu, aber es hatte viel zu viele Rechtschreibefehler. Einmal kam ein freundlicher Herr aus den USA, ich meinte sein Name sei Christoph Umbricht, der Sprach irgend etwas von einer HAG Datenbank. Ich verstand nur Bahnhof, ja was habe sein Wunsch mit dem Auktionshaus zu tun? Er bat mich alle HAG zusammen zu nehmen, nicht über den ganzen Katalog verteilt. Und systematischer zu beschreiben. Wir wurden uns nicht wirklich einig. Ich antwortete ihm, das sei unmöglich, weil nicht an Hand der Firmen der Katalog entsteht, sondern an Hand der Einlieferer. Je nach dem was die sammelten, hat es viel HAG, wenig HAG oder meistens durchmischt. Anfänglich war überhaupt kein Komputer vorhanden(!) das ganze Geschäft funktionierte handgemacht, es ging auch so erstaunlich effizient. Später kam ein Komputer zum Einsatz, aber es vergingen immer noch weitere 10-15 Jahre, bis es so etwas wie Suchfunktionen gab. Er fragte mich, wohin wir die "Resten" / Rückläufe verkaufen würden? Das empfand ich fast schon als Beleidigung. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen, die Retouren eine ganzen Auktion hatten in einer einzigen Bananenschachtel platz. in der Regel waren Retouren auch nicht Eisenbahnen, sondern Puppen, Teddybären und ältere Modellbahn-Zeitschriften, oder ganz wenige viel zu teuer bewertete antike Märklin Bahnen von Dr. Bommer, bis ich intervenierte und mein Veto durchsetze. Er war nicht nur ein versierter Kenner der Materie sondern vor allem ein Geschäftsmann der extremeren Sorte. Gott sei Dank legte ich das Prestige nicht all zu hoch, so hatten die "einfacheren" Kunden keine Schwellenängste und die guten teuren Objekte kamen mit der Zeit von fair agierenden anderen vermögenden Kunden. Letztendlich ist niemand unersetzlich.

Stephan, ;) Du meinst nicht im Ernst, ich würde hier in voller Länge gewisse Vorwörter mitteilen. Es soll keine negative Rückkopplung mit dem bestehenden Auktionshaus zum Dorenbach geben, der dortige Stefan spricht seine Kundschaft korrekt an. Nur ein paar Müsterli, welcher Auktionator betitelt seine Kundschaft als "Hornochsen", oder schreibt: manche von Euch seid rechte Nervensägen, aber gern habe ich Euch trotzdem. Die mündliche Reaktion war dementsprechend. Um dies auszugleichen, wurde mit dem nächsten Katalog die Kunschaft so angesprochen, wie es ein Spielzeug Fachgeschäft von 1912 tat: Euer Hochwohlgeboren, das kam überhaupt nicht gut an. Die lustigste Reaktion mit Basler Humor war: liefert dem Dorenbach genügend und gute Waren ein, dann hat er kein Platz mehr für lange Vorwörter.

Gruss
Hermann
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lehcim

Forumist

Beiträge: 515

Geburtstag: 24. Oktober 1991 (27)

Wohnort: Schweiz

Beruf: Lokführer Kat. B

39

Montag, 18. Februar 2019, 12:05

@Richard
Wie kommst Du gerade auf diese Jahr?

Dies bezog sich auf den Text von Hermann, in welchem es genau um dieses Jahr 1989 ging.

@Hermann deinem Post ist so nichts mehr hinzuzufügen :)
Bahnsinnige Grüsse aus dem schönen Kanton Schwyz
Michel

Bahnbilder Michel
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