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sbb-freak

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Birthday: Sep 18th 1972 (46)

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1

Thursday, June 19th 2008, 12:35am

Umbau Märklin Hobby Loks

Hallo zusammen,

Lidokork erwähnte, dass in seiner Hobbylok ein Maxonmotor läuft, kann jemand dazu mehr berichten, wie sich der Umbau gestaltet eventuell mit Typangabe für den Motor.

Vielen Dank.
3-Leiter Fahrer mit Motorola II, c90, ESU inkl. Loksound, viel Märklin (Metall) auch Hag
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2

Thursday, June 19th 2008, 12:16pm

Hallo,

I type this in English, because of my poor German language skills :oops: . You can answer in German, I can read it reasonably well ;)

I think I can add something to this topic. I refitted a Marklin hobbylok last year with a Maxonmotor and also added Krois MK2 automatic couplings, new ledlighting from x-train, a Roco 'flusterschleifer' and a Zimo MX64H DCC decoder.

A lot of pictures here I made during the refitting.









































































If there are any specific questions. Feel free to ask :)

With kind regards,
Menno
(The Netherlands)
Grüße aus die Niederlande :)
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sbb-freak

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Birthday: Sep 18th 1972 (46)

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3

Thursday, June 19th 2008, 3:52pm

Toll!

Ein schöner Bericht, vielen Dank. Ich hätte noch eine Frage zum Motor: passen die Kardanschalen und die Schwungmasse "des alten" Motors?

Danke für die Mühe.
3-Leiter Fahrer mit Motorola II, c90, ESU inkl. Loksound, viel Märklin (Metall) auch Hag
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Lidokork

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4

Thursday, June 19th 2008, 4:01pm

Hallo Sven + Menno

für den Umbau meiner Re 482 habe ich einen Maxon "A-max 19"-Motor verwendet (Art.-Nummer 249996). Etwas später hat die Lok einen Loksound-Decoder erhalten (es ist die einzige Soundlok bei mir...). Noch hängig ist ein Beleuchtungsumbau auf warmweisse LED's sowie weitere Lichtfunktionen. Deshalb sieht meine 482er innen noch sehr chaotisch aus.

Menno's Umbau ist dafür toll ausgeführt, und seine Bilder sprechen für sich. Ein kleiner Tipp will ich trotzdem geben:

Menno hat einen Maxon Re-max 17-Motor eingebaut, der etwas kleiner und kürzer baut als der A-max 19. Dafür haben beim 17er-Motor die Motorwellen einen Durchmesser von 1,5 mm (Original = 2 mm). Man kann deshalb die Original-Kardanschalen und Schwungmasse nicht direkt weiterverwenden, sondern es braucht min. ein Zwischenstück, das den unterschiedlichen Durchmesser ausgleicht (auf Bild 13 + 16 gut zu erkennen). Der 19er-Motor braucht etwas mehr Platz, hat dafür 2 mm-Wellen und ein etwas höheres Drehmoment.

Auf Bild 16 ist sehr schön zu sehen, wie man eine zu kurze Kardanwelle verlängern kann: Kardanwelle teilen und mit einer passenden Hülse, z.B. von einer Kugelschreiber-Mine, wieder in passender Länge zusammensetzen.

Die Maxon-bestückte Re 482 hat deutlich mehr Kraft als mit dem Original-Motor, die mangelnde Kraft war der eigentliche Grund, dass ich den Motor gewechselt habe (nun zieht sie eine Dummy-482er sowie 14 beladene 4-achsige Containerwagen wieder problemlos und schneller als mit nur 60-80 Modell-km/h). Zudem läuft sie äusserst leise, deshalb habe ich sie mit einem Sound-Decoder nachgerüstet. Mein Sohn stellt die Lok nun häufig im Bahnhof ab und benutzt den "Schaffnerpfiff", um bei Reisezügen die Abfahrtsbereitschaft anzuzeigen...

Übrigens eignet sich der Maxon A-max 19 sehr gut als Ersatz-Motor für Lima-Modelle und Roco-Loks mit dem grossen Motor. Hier passt er häufig in die Original-Motormulde, und er baut lediglich 1 mm höher als der Lima- bzw. 1,5 mm als der Roco-Motor. Mein RAe-TEE-Zug läuft damit bestens.

Viele Grüsse

Peter
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5

Thursday, June 19th 2008, 5:21pm

sbb-freak and Peter,

The Maxon motor I used is indeed an Re-max 17 motor (21V, 4.5W). I chose it, so it fits in the frame without major modifications. I don't own machinery to extensively modify the frame :(
The mayor disadvantage of the Re-max 17 series is indeed the 1,5mm motoraxle (motorwelle). I bought a piece of brass (messing) tube. And forced it over the motoraxle of the Re-max 17 series motor. Then the original 'swungmasse' fits to the new motor.

The Zimo DCC decoder in combination with the Maxon motor allows for superslow movement of the loco when using all 128 speedsteps of the decoder.

There exists a motorset from SB Modellbau you can use to refit your Marklin hobbylok. It fits in the existing frame without modifications. It's not cheap, but a good solution if you don't want to (or can't) do major modifications yourself. Link to the SB Modellbau motorset

Good luck.

With kind regards,
Menno
Grüße aus die Niederlande :)
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Posts: 20

Location: Niederlande

6

Sunday, August 3rd 2008, 11:57pm

Sie finden hier meine version von umbau. (Leider tekst in Niederlandisch). Ich muste viel Fräsen um die Motor pass zu machen aber das ist für mir kein problem, Ich bin (CNC) Fräser von beruf.

Mfg, Johan de Reuver (NL)
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Cairns

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Posts: 2

Location: sonniger Süden

7

Wednesday, April 15th 2009, 5:52pm

@ Lidokork

Hallo Peter,

Deine Version des Umbaus einer RE 482 mit dem stärkeren Maxon-Motor interessiert mich sehr. Außerdem passen die Wellen ja besser.

Wie aufwändig ist der Einbau in der Lok selbst?

Sind Fräsarbeiten (die ich nicht selber machen kann) notwendig?

Viele Grüsse

Harald
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Lidokork

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8

Wednesday, April 15th 2009, 11:53pm

Hallo Harald

Der Einbau des Maxonmotors "A-max 19 GB" Art. 249996 ist eigentlich nicht besonders aufwändig. Es muss etwas Platz im Chassis geschaffen werden, was aber ohne Fräsarbeiten geht.



Auf dem Bild von Menno sieht man im Bereich des Motors zwei Querstreben. Die dünnere links habe ich vollständig entfernt (geht mit Säge und Zange, da der Guss relativ spröde ist), diejenige rechts kann belassen werden und dient als Anschlag für den Motor.

Am Motor selbst ist die längere der beiden Motorwellen auf etwa 8-9 mm zu kürzen (mit Säge, unbedingt Motor an der Welle selbst und nicht am Gehäuse fixieren!). Die beiden Lötfahnen habe ich auf ca. 2 mm gekürzt und nach dem Anlöten der Kabel mit Klebband isoliert. Schwungmasse und Kardanschale habe ich vom alten Motor weiterverwendet. Die Länge der Kardanwellen muss ggf. angepasst werden, was aber relativ einfach gemacht werden kann: Teilen mit Zange oder Schere, dann
- zum verlängern mit Schrumpfschlauch auf benötigte Länge zusammenfügen und anschliessend Schrumpfschlauch schrumpfen
- zum kürzen zusätzlich die Kardanteile nochmals verkleinern und dann ebenfalls mit Schrumpfschlauch zusammenfügen
Die Kardanwelle links bei der Schwungmasse ist gekürzt, diejenige rechts verlängert.

Die alte Decoderplatine kann nicht mehr befestigt werden, da der Maxonmotor höher ist. Bei meiner Lok liegen die beiden Decoder (1 x Loksound und 1 x Funktionsdecoder) auf den beiden Kardangelenken.

Hier noch Bilder der Lok:


Links der Funktionsdecoder im weissen Schrumpfschlauch, rechts der Loksound.


Unterseite mit aufgeklebtem 20 mm-Lautsprecher


Selbstgestrickte LED-Beleuchtung mit (von aussen nach innen) roten LED für das Schlusslicht, Golden White für das Abblendlicht (und die Lampe in der Mitte) und Sunny White für das Fernlicht.


Vorwiderstände für die LED


kleine Schrumpfschlauch-Stücke vermindern das Überstrahlen auf die benachbarte Lampe


Verdrahtungsplan mit Widerstandswerten der Beleuchtung.


Aktiviertes Abblend- und Fernlicht, daneben eine HAG Re 460 (habe die Lok bisher noch nicht mit den beiden roten Schlusslichtern fotografiert)

Zusätzlich hat die Lok noch Führerstandsbeleuchtungen (je 1 Sunny White-LED mit einem 1 kΩ-Vorwiderstand pro FS).

Viele Grüsse

Peter
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Cairns

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Posts: 2

Location: sonniger Süden

9

Sunday, April 19th 2009, 2:48am

Hallo Peter,

vielen Dank für die detaillierten Informationen.

Ich habe eine BR232 (Ludmilla) von Märklin, der ich diese Aufrüstung zukommen lassen will, da sie ohnehin wesentlich hochwertigere Fahrgestelle als die anderen Hobbyloks hat (z.B. Metallzahnräder). Die Lok ist sehr schwer und soll natürlich anschließend mindestens genauso gut oder besser ziehen.

Wie ist denn die Zugkraft der Faulhaber-Motoren?

Bei dem von SB-Modellbau angebotenen teuren Set mit einem 1319 (glaube ich) habe ich schon öfters gelesen, dass dieser Motor eigentlich zu schwach ist, ständig am Limit läuft und daher wohl nicht sehr langlebig sein wird.
Aus Deinen Postings geht hervor, dass Du Dich mt den Motoren (speziell den Maxons?) wohl ganz gut auskennst, deshalb wäre ich für Informationen dazu dankbar.

Ist der A-max nur wegen der 2mm-Welle besser oder hat er noch andere Vorteile gegenüber dem Re-Max?

Wie hast Du den Motor fixiert? Heißkleber?

Wie gut hält die Kardanwelle/Kugelschreibermine-Methode? Wird hier nur gesteckt oder auch geklebt? Wie verhält sich die Verbindung bei hoher Belastung, z.B. Anfahren mit schwerem Zug?

Viele Grüße

Harald
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Lidokork

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10

Sunday, April 19th 2009, 3:10pm

Hallo Harald

ja, ich habe mich schon etwas intensiver mit den verschiedenen Glockenankermotoren auseinandergesetzt. Angefangen hat es mit Fahr- und Belastungstests, die ich mit dem A-max 19 im Motorwagen des Lima-Vierstrom-TEE-Zuges gemacht habe.

Das Getriebe des TEE-Zugs ist etwas länger übersetzt als das der Märklin Re 482 (bei einer Drehzahl von 7'000 U/Min erreicht die Re 482 ihre Modell-Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h, der Lima-Motorwagen ist mit 7'000 U/Min schon mit etwas über 180 km/h "unterwegs"). Deshalb habe ich mit dem Motorwagen einen Testzug mit einer Dummy-Re 460 und 16 beladenen Container-Wagen gezogen und dabei den Strom gemessen, dem der Motor zieht. Dieser war bis ca. 215 km/h = 8'000 U/Min unter 400 mA, was dem Dauerbelastungsstrom des Motors entspricht. Der Vorteil des A-max gegenüber dem Re-max ist dabei nicht nur die 2 mm-Welle, sondern auch das höhere Dauer-Drehmoment von 4,42 mNm, das er abgeben kann. Der Motor ist auch kräftiger (innerhalb der zulässigen 400 mA) als der serienmässige Märklin-Hobby-Motor.

Aus meiner Sicht spricht viel für diesen Motor, insbesondere auch noch die Graphitkommuttierung, die gegenüber der Edelmetall-Kommuttierung des Re-max, aber auch der meisten anderen "Glockis" deutlich weniger empfindlich gegenüber kurzen Überlastungen ist als die feinen Silber- oder Gold-Bürstchen, die bei Überlast verbrennen können.

Noch zum Faulhaber 1319: das ist ein kleiner Motor, der schon dadurch nur eine begrenzte Belastbarkeit hat. Ich habe eine Lok und einen Triebwagen (> Roter Pfeil) mit diesem Motor. Im Roten Pfeil ist das kein Problem, da dieser höchstens einen Wagen angehängt bekommt.

Die Lok ist eine Ae 3/6''' von Morep. Sie hat ein hochwertiges Getriebe (für mich sind die morep-/mtr-Loks diejenigen mit den besten Antrieben überhaupt), aber mit dem Faulhaber 1319 kann sie bei der empfohlenen Belastungsgrenze des Motors eigentlich keinen Zug ziehen... (Faulhaber und Maxon empfehlen für den sog. "Reverse- und Ein-/Ausschaltbetrieb", edelmetall-kommuttuierte Motoren nur bis zur Hälfte des zulässigen Dauerstroms zu belasten; bei Graphitkommuttierten Motoren lautet die Empfehlung ca. 70 - 80 %). Für mich ist der Faulhaber 1319 für eine Streckenlok völlig ungeeignet (auch wenn sb diesen in mehreren Umrüstsets anbietet).

Da der A-max 19 in einer Hobbylok eigentlich gut Platz finden sollte, würde ich diesen einbauen. Ich habe ihn übrigens nur mit doppelseitigem Klebband befestigt.

Die Kardanwellen, welche ich zerschnitten und mit Schrupfschlauch auf die benötigte Länge angepasst habe, sind zwar beweglich, aber im Betrieb völlig unkritisch und laufen problemlos. Die Kraft auf der Kardanwelle ist ja auch nicht riesig, da das Getriebe erst nach der Kardanwelle folgt.

Viele Grüsse

Peter
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