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1

Samstag, 18. September 2010, 18:01

Unterschiedliche Raddurchmesser der Re 4/4I älterer und neuerer Generationen

Für Michel habe ich eine Radaufpressvorrichtung hergestellt. Als wir bezüglich benötigter Durchmesser der Aufpressbolzen diskutierten stellten wir eine grössere Ungereimtheit fest. Ich wusste durch Ausmessen verschiedener Modelle, eine AC Re 4/4I hat einen Raddurchmesser von 13mm. Michel entgegnete, das kann nicht sein, Re 4/4I, Re 4/4II, Re 6/6 und Bm 4/4 haben alle die gleiche Ersatzteilnummer, ergo also den gleichen Durchmesser. Da er auch jemand ist der es genau wissen will fragte er bei Roger Gahler nach wie das jetzt ist, ja, diese vier Loktypen haben die gleichen Räder, kam die Antwort von der Herstellerseite.

Nun ja, auch ich nehme es ebenfalls genau, das Jeanmaire Buch zu Rate gezogen, Re 4/4I und Bm 4/4, Raddurchmesser 1040mm, macht im Modell 12mm. Re 4/4II und Re 6/6, Raddurchmesser 1260mm, macht im Modell 14.5mm. Bei den Re 4/4II und Re 6/6 ist der Raddurchmesser mit 14.5mm exakt ins Modell umgesetzt. Bei der Re 4/4I und Bm 4/4 ist bei den neuen Modellen mit 14.5 statt 12 der Raddurchmesser doch schon einiges zu gross geraten. Alte DC Modelle haben 12.5mm und die AC Modelle 13mm Durchmesser.

Für HAG ist es sicher punkto Lagerhaltung günstiger weniger verschiedene Raddurchmesser an Lager zu halten, allerdings finde ich es schon schade wenn aus Kostengründen ein Modell an Genauigkeit verliert, Hochbeinigkeit sieht bei einer Lok nicht so toll aus. ;(
Gruss Erwin,

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cebu Pacific« (18. September 2010, 18:25)

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modellbahner

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2

Samstag, 18. September 2010, 18:37

So schlimm kann der optische Unterschied nicht sein, sonst hätte ihn längst jemand bemerkt ;) Zudem: Man kann zu hohe Radsätze auch anderswo wieder kaschieren ;)
Die Lok dürfte also bei 14.5 statt 12mm 1.12mm zu hoch liegen, das ist vermutlich kaum tragisch...
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ginne2

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3

Samstag, 18. September 2010, 18:57

Wenn meine Aufzeichnungen richtig sind, dürften die unterschiedlichen Radsatzdurchmesser bei der Re 4/4 HAG Artikel 220 angefallen sein. Ursprünglicher Raddurchmesser 12,3 mm - später wegen tadellosem Betrieb auf Weichen 14,2 mm.
MfG Günther
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Rüdiger

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4

Samstag, 18. September 2010, 22:57

...erkennbar an den gekröpften Kupplungshaken älterer Re 4/4 I - Modelle!

Ihr werdet es nicht glauben, ich hatte eine alte 230 mit den kleinen (vorbildgerechten) Rädern: ich habe alle Räder gegen die 14-mm-Räder umgetauscht, weil die kleinen Räder bzw. das Drehgestell mit dem Mittelschleifer an der schlanken M*-Kreuzungsweiche gerne mal raugehebelt wurde. Mit den falschen, grösseren Rädern ist das absolut kein Problem!
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5

Sonntag, 19. September 2010, 08:02

Meine blaue Re 4/4I (Nr.232), noch in der kleinen Styropor Verpackung, habe ich noch ausgemessen, selbst diese hat bereits die Räder der Re 4/4II mit 14.5mm Durchmesser. Der Wechsel von den kleinen Rädern auf die der Re 4/4II muss tatsächlich schon vor geraumer Zeit stattgefunden haben. Zum bestimmen der Raddurchmesser habe ich wirklich ein sehr altes Exemplar erwischt.

Bei Dorenbach habe ich regelmässig Modelle mit den kleinen Rädern angetroffen, es ist auffällig wie wenig Abstand die Räder zum Drehgestellboden haben.
Gruss Erwin,

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Richard

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6

Montag, 20. September 2010, 12:27

Hallo zusammen

Meine rote Re 4/4 I HAG 223/ Lok Nr. 10043 (grosse Verpackung, Mot88 ) hat noch kleine Räder.

Da kommt mir doch so eine ketzerische Idee: Wenn sich jemand durch den falschen Durchmesser extrem gestört fühlt, da könnte man ev. Räder gegen solche vom MäTrix-Modell tauschen. Je nach Stromsystem sind die passenden Räder sicher als Ersatzteil verfügbar. Ich habe vor längerer Zeit einmal an einer Börse einen Märklin-12mm-Speichenradsatz für eine Lima Bm 4/4 gekauft, um diese Lok mit den korrekten Rädern umzurüsten. Ich muss einmal nachzählen, ob die Anzahl Speichen stimmt.

Bei meiner roten Re 4/4 I ist die Kupplungshöhe genau richtig. Bei einen Radwechsel mit 1.1mm Höhenunterschied müsste ev. die Kupplungshöhe noch nachgeprüft und korrigiert werden.

Freundliche Grüsse

Richard
Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.
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7

Montag, 20. September 2010, 12:32

da könnte man ev. Räder gegen solche vom MäTrix-Modell tauschen

Hat Märklin nicht einen kleineren Achsdurchmesser als HAG? HAG verwendet 2.5mm, bei Märklin habe ich Modelle mit 2mm angetroffen, weiss aber nicht ob das ein allgemeiner Standard von Märklin ist.
Gruss Erwin,

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Weiser

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8

Montag, 20. September 2010, 16:54

Hallo!

Ich kann das bestätigen, die ersten Re 4/4 I von HAG hatten kleinere Räder.
Neben den Weichen gab es weitere Probleme, z.B. beim Märklinschen (Blech)-Bahnübergang. Hier stiessen/schliffen die Schienenräumer. In der Folge hat nun meine Re 4/4 einen angeschliffenen Schienenräumer sowie der Bahnübergang an der Stelle keine Farbe mehr...
Nach wenigen Jahren hat meine Lok dann grössere Räder bekommen und läuft seither einwandfrei (ohne den typischen Bahnübergang-Clac!). Ein befreundeter Experte hat mir damals die Räder gewechselt, das muss (gefühlt) Anfang-Mitte 80er gewesen sein...

Christian
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9

Montag, 20. September 2010, 19:16

In der Folge hat nun meine Re 4/4 einen angeschliffenen Schienenräumer sowie der Bahnübergang an der Stelle keine Farbe mehr...

Einige Modelle mit den kleinen Rädern die ich bei Dorenbach begutachtete, hatten Schienenräumer die ganzflächig abgeschliffen waren, allerdings mit Absicht, vermutlich wegen dem oben beschriebenen Problem.

Lässt sich das zeitlich eingrenzen wann der Wechsel von den kleinen auf die Re4/4II Räder erfolgte? Zuerst vermutete ich es könnte im Zuge des Wechsels auf den 88er Motor gewesen sein, mein Modell besitzt noch den 66er Motor und bereits die Re4/4II Räder. Gemäss UNUM Datenbank wurden diese Modelle ab 1985 ausgeliefert.
Gruss Erwin,

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Unholz

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10

Montag, 20. September 2010, 19:32


Lässt sich das zeitlich eingrenzen wann der Wechsel von den kleinen auf die Re4/4II Räder erfolgte? Zuerst vermutete ich es könnte im Zuge des Wechsels auf den 88er Motor gewesen sein, mein Modell besitzt noch den 66er Motor und bereits die Re4/4II Räder. Gemäss UNUM Datenbank wurden diese Modelle ab 1985 ausgeliefert.


Jetzt bin ich langsam etwas verwirrt: Nach meinem bisherigen Wissensstand - ich lasse mich aber gerne korrigieren - war überhaupt nur die erste Serie des Modells der Re 4/4 I 10035 (220.01) von diesem Problem betroffen, und zwar in den Jahren 1977/78. Ich stütze mich dabei auf den Keuterman-Sammelkatalog. Er schrieb damals:

"Motorblock wie 160, jedoch nach Vorbild kleinere Räder von 12.3 mm Durchmesser".

Und zum ab 1978 gelieferten Nachfolgemodell 220.02 (gleiche Betriebsnummer) hielt er fest:

"Wie 220/A, jedoch für einen tadellosen Betrieb auf Weichen mussten grössere Speichenräder montiert werden von 14.2 mm Durchmesser."

Mit Forumistengruss, Stefan
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"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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Montag, 20. September 2010, 19:52

Es wird langsam spannend, das Modell von Richard ist gemäss UNUM Datenbank ab 1986 in den Handel gelangt, hat aber trotzdem kleine Räder.

Möglicherweise wieder typisch HAG, es wurde einfach das Material verbaut was gerade verfügbar war oder die DC Modelle wurden weiterhin mit kleinen Rädern ausgeliefert. Wer bringt da Licht ins Dunkel?
Gruss Erwin,

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Unholz

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12

Montag, 20. September 2010, 19:56

Doch, das stimmt meines Erachtens: die DC-Modelle wiesen weiterhin die kleinen Räder (und damit die gekröpften Kupplungshaken) auf. Bis wann weiss ich allerdings nicht.

Mit Forumistengruss, Stefan
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ginne2

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Montag, 20. September 2010, 23:21

Stefan hat recht, bei den AC-Modellen war es m.E. nur die HAG 220, so zumindest mein Lok-Bestand, der bei den älteren Modellen meist etliche Varianten enthält.
MfG Günther
sUimeA
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Rüdiger

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14

Dienstag, 21. September 2010, 18:52

kann ich bestätigen , die (gebraucht gekaufte) 230 war ein DC-Exemplar - die hatte kleinere Räder, welche getauscht werden mussten...
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Unholz

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Dienstag, 21. September 2010, 19:50

...wirft jetzt diese 230 unsere schönen Überlegungen wieder über den Haufen? Sie ist WS, hat aber gekröpfte Kupplungshaken - und damit kleine Räder? ;( :S

http://cgi.ebay.de/Hag-230-E-Lok-Re-4-4-…8#ht_4233wt_934

Mit Forumistengruss, Stefan
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16

Dienstag, 21. September 2010, 20:16

Der äusserst geringe Abstand der Schienenräumer und der Sicherungsmagnete zu den Schienen deutet nach meiner Ansicht auf die kleinen Räder hin.
Gruss Erwin,

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ginne2

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Dienstag, 21. September 2010, 21:13

muss mal meine 230er ansehen, was die für Räder haben. Aber erst morgen früh. Heute ist der Weg auf den Dachboden zu weit . . . ;) :)
MfG Günther
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ginne2

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18

Mittwoch, 22. September 2010, 09:40

Nach einer erholsamen Nacht habe ich heute früh den Weg zum Dachboden (Estrich?) geschafft. Und da zeigte sich, dass die Angelegenheit mit den unterschiedlichen Raddurchmessern anscheinend doch etwas "unübersichtlicher" ist. Bei der 220 sind die ersten beiden meiner Modelle mit kleinen Rädern ausgerüstet, allerdings ohne gekröpfte Kupplungshaken. Bei der 231 hat die (zufällig noch im Hause befindliche) DC-Version kleine Räder und (leicht) gekröpfte Kupplungshaken. Bei den AC-Stücken (230) sind zwei mit kleinen Rädern vorhanden, allerdings mit nicht gekröpften Kupplungshaken und eine (die jüngste) hat Räder mit grösserem Durchmesser.

Sonst fand ich keine Loks (bei den Triebwagen habe ich nicht nachgesehen) mit kleineren Rädern. Es bleibt nun der geschätzten Forumsleitung, evtl. daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen bzw. Angaben in der vorzüglichen UNUM-Datenbank evtl. zu korrigieren. In Mörschwil wird man da sicher nicht werterhelfen können, aber vielleicht beim einen oder anderen Sammler alterer HAG-Loks.

So - und jetzt gehts an den Frühstückstisch . . . ;)
MfG Günther
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