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41

Freitag, 8. Dezember 2006, 18:03

Zitat von »"11465"«

Fischbauch....und meine Werkstatt, oder auch 'Wohnzimmer' - manchmal - zeigt den Zustand nach Arbeitsende, also aufgeräumt, soweit nötig. :oops:


Hoffentlich erleidest du nie einen Arbeitsunfall beim Basteln. :wink:

Zitat von »"11465"«

Und zur zweiten Frage: Kein Bausatz, alles selber konstruiert aus Profilen. Ungefähres Vorbild ist die Sittertal-Brücke.


Du scheinst in dieser Beziehung ein richtiges Talent zu sein. Hattest du original Zeichnungen? Die Sittertobelbrücke ist eine meiner Lieblingsbrücken.

Auf jeden Fall, Respekt und Hut ab vor deiner Leistung.

Zitat von »"11465"«

Und der richtige Thread ist 'Andere Hersteller'. Das bin ich ja, also auch dies nicht allzu OT :wink:


Hoffentlich sieht der Admin das auch so, sonst bekommen wir gelegentlich eins auf den Deckel.
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42

Freitag, 8. Dezember 2006, 19:02

Wir diskutieren ja in diesem Thread Dinge, die überhaupt nichts mehr mit dem eigentlichen Titel zu tun haben. Aber damit man nicht ganz den Faden verliert, will ich nochmals an dem Punkt anknüpfen, wo es um die Re 4/4 I von Märklin ging. (Welche mit dem Titel ebenfalls nichts zu tun hat.)


Zitat von »"Stefan Burkhard"«

Zitat von »"11465"«

Als Wechselstrombahner fiel mir der für Märklin ungewöhnliche Antrieb auf: Zentraler Motor mit Antrieb auf alle vier Achsen (Macht jedenfalls von Aussen den Anschein, dass es sich um diese Motorkonzeption handelt). Irgendwie kann ich mich mit dieser Antriebsart nicht anfreunden, da die Fahrt irgendwie 'ruppiger' wirkt, als beim gewohnten Drehgestellmotor. (Dies ist selbstverständlich nur meine eigene Meinung -(bitte deswegen hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen :D )


Eine Grundsatzdiskussion soll es nicht sein; eher eine Information: Märklin baut in die Re 4/4I den kleinen Sinus (=Drehstrommotor) ein. Das Problem an diesem Motörchen ist nicht, dass es ein Drehstrommotor ist (das wäre schon gut), sondern dass das Teil so klein und auch relativ billig gemacht ist, dass die systembedingten Vorteile duch diese (billige) Art der Ausführung wieder verloren gehen. Märklin möchte diesen kleinen Motor jedoch, weil er praktisch überall reinpasst und wohl auch in künftigen Lokomotiven mehr und mehr auftaucht. Erschwerend kommt dann vielleicht noch hinzu, dass auch der Kardanantrieb zu den beiden Drehgestellen nicht ganz ruckfrei läuft. (Das alte Stirnradgetriebe hat eben doch auch seine Vorteile.) Vielleicht kann ich bei Gelegenheit noch in Bildchen der Innereien machen, obwohl ich ja nicht Märklin-Kunde bin.


An dieser Stelle folgen also die Bilder der Innereien der Märklin Re 4/4 I:



Unten, da wo die Zahl 642 sichtbar ist, ist der kleine Sinusmotor, welche über zwei Kardanwellen mit den Drehgestellen verbunden ist.
Direkt über dem Motor folgt (von unten nach oben) der Lokdecoder, der wiederum mit Hilfe einer 21-poligen mtc-Schnittstelle in eine grosse Platine eingesteckt wurde, die den Treiber für den Motor bildet. Der Motor selber wird dann über den braunen Flexprint in den Stecker auf dieser Platine eingesteckt und so angesteuert. Das schwarze, runde Teil rechts ist der Lautsprecher, auf der linken Seite unter der grossen Platine dürfte die Soundelektronik ihren Platz finden. (Zumindest interpretiere ich das mal so.)


Hier sieht man es noch etwas mehr aus der Nähe: Gut sichtbar ist der Schnittstellenstecker und der braune Flexprint.


Da sieht man noch, wie der Kardanantrieb dann im Drehgestell endet und über ein (hier nur teilweise sichtbares) Getriebe die Kraft zu den Achsen leitet. (Die Lichter sind LED)


Gut ist aus meiner Sicht, dass hier ein Drehstrommotor verbaut wurde. Schlecht ist, dass es kein wirklich guter, hochwertiger Motor ist. Auf den ersten Blick mag man auch vom Kardanantrieb angetan sein; ich allerdings bin es nicht. Das Spiel zum Drehgestell, das der Kardanantrieb irgendwie gerade auch noch ausgleichen muss, kann nämlich zusätzliche Probleme machen und einem runden, feinen Lauf im Wege stehen.

Trotzdem gefällt mir die Lok; vor allem der Gesamteindruck des Gehäuses überzeugt mich.
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43

Freitag, 8. Dezember 2006, 19:20

Zitat von »"Stefan Burkhard"«

Gut ist aus meiner Sicht, dass hier ein Drehstrommotor verbaut wurde. Schlecht ist, dass es kein wirklich guter, hochwertiger Motor ist.


Aus welchem Grund kommst du zum Schluss, dass der Motor weder hochwertig noch gut ist?
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44

Freitag, 8. Dezember 2006, 19:57

Weil ich ihn schon kenne...

Ein Problem ist mitunter die Wärmeabführung. Auf der Seite (also da, wo die Wellen austreten) ist der Motor zwar durch Kugellager gelagert, aber diese stecken wiederum in einer Plastikform, welche bei zu starker Bestromung zu stark erwärmt werden können. Man kann dem Problem natürlich beikommen, indem man die Strommenge begrenzt; allerdings hat das den Schönheitsfehler, dass der Motor dann eben nicht mehr so stark ist, wie er sein könnte. (Ich könnte dir sogar den Hersteller dieses Motors nennen; aber ich lass es an dieser Stelle besser bleiben.)

Glaube mir, der Drehstrommotor ist vom Grundsatz her gut, da er keine Kommutierungselemente hat; aber da auch ein Drehstrommotor im Prinzip eine "Kette" darstellt, ist er nur so stark wie das jeweils schwächste "Glied". Das Plastik gehört da nicht hin! Schliesslich wird das Drehmoment mit Magnetspulen aufgebaut, welche warm werden und diese Wärme in genügendem Mass wegführen müssen. (Ich will allerdings sagen, dass diese Wärmeabfuhr zumindest bei der Re 4/4 I mit dem grossen "Bodenklotz" womöglich noch ganz gut gelöst wurde.) Das ändert aber nichts an meiner Kritik am Motor selber.

Märklin hat diesen Motor aus meiner Sicht vor allem gewählt, weil der Motor klein ist (und somit überall eingebaut werden kann) und nicht viel kostet. Das mag zwar für Märklin gut sein, aber ob es gut für die Lokomotiven ist, wird sich zeigen.
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45

Freitag, 8. Dezember 2006, 20:04

Stefan, vielen Dank für die Fotos.

Was mich noch interessieren würde, liegen der Lok auch Zurüstteile bei, damit eine Front mit Bremsschläuchen und Modellkupplung veredelt werden kann? Gibts auch Bohrungen beim Gehäuse? Bisher hat das jeweils Märklin so halbwegs hingekriegt. Wäre toll, wenns so wäre...

Vielen Dank.
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46

Freitag, 8. Dezember 2006, 20:08

Zitat von »"Stefan Burkhard"«

Weil ich ihn schon kenne...

Ein Problem ist mitunter die Wärmeabführung. Auf der Seite (also da, wo die Wellen austreten) ist der Motor zwar durch Kugellager gelagert, aber diese stecken wiederum in einer Plastikform, welche bei zu starker Bestromung zu stark erwärmt werden können. Man kann dem Problem natürlich beikommen, indem man die Strommenge begrenzt; allerdings hat das den Schönheitsfehler, dass der Motor dann eben nicht mehr so stark ist, wie er sein könnte. (Ich könnte dir sogar den Hersteller dieses Motors nennen; aber ich lass es an dieser Stelle besser bleiben.)

Glaube mir, der Drehstrommotor ist vom Grundsatz her gut, da er keine Kommutierungselemente hat; aber da auch ein Drehstrommotor im Prinzip eine "Kette" darstellt, ist er nur so stark wie das jeweils schwächste "Glied". Das Plastik gehört da nicht hin! Schliesslich wird das Drehmoment mit Magnetspulen aufgebaut, welche warm werden und diese Wärme in genügendem Mass wegführen müssen. (Ich will allerdings sagen, dass diese Wärmeabfuhr zumindest bei der Re 4/4 I mit dem grossen "Bodenklotz" womöglich noch ganz gut gelöst wurde.) Das ändert aber nichts an meiner Kritik am Motor selber.

Märklin hat diesen Motor aus meiner Sicht vor allem gewählt, weil der Motor klein ist (und somit überall eingebaut werden kann) und nicht viel kostet. Das mag zwar für Märklin gut sein, aber ob es gut für die Lokomotiven ist, wird sich zeigen.


Ist dir bei normalem Betrieb schon ein solcher Motor kaputt gegangen?

Grosse Wärmeentwicklung gepaart mit Kunststoff muss nicht generell schlecht sein solange alles richtig dimensioniert und eingesetzt ist. Entscheidend ist ob der Motor in seinen zulässigen Grenzen betrieben wird.

Warum möchtest du den Hersteller nicht nennen? Mich würde das sehr interessieren und es spricht auch für Märklin diesen einzukaufen und nicht selber herzustellen, da es ein typisches Kaufteil ist.
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47

Freitag, 8. Dezember 2006, 20:15

Zu Lanker:

Ja, es gibt Bremsschläuche, die man einstecken kann.

Zu Cebu:

Schau, im neuesten Märklin-Katalog ist ein Bild des kleinen Sinus sichtbar. Da sieht man auch die Plastikteile gut. Ebenfalls wird erkennbar, warum die genau dieses Motörchen genommen haben: Weil es kleiner als eine Münze ist.


Und damit man mich nicht falsch versteht: Ich bin sehr für Drehstrommotoren. Aber wenn schon, dann soll man es auch gleich richtig machen!
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48

Freitag, 8. Dezember 2006, 20:23

Stefan,

Was ich vermisse sind klare Fakten warum der Motor nicht gut ist, sorry ich bin nur so lästig weil es mich wirklich interessiert.

An einem kleinen Motor kann ich nicht grundsätzlich etwas schlechtes finden, wenn ich dich richtig verstehe ist das einer deiner Kritikpunkte.

Ich würde es sehr begrüssen wenn du Fakten oder schlechte Erfahrungen aufzählen könntest, was an diesem Motor nicht gut ist.

Übrigens auch Maxon Motoren haben meistens Kunststoffendteile und die sind alles andere als billig.

Nachtrag, ich habe noch ein wenig bei Maxon gestöbert und bei diesen Motoren, ich weiss nicht ob man das mit dem von Märklin vergleichen darf, ist eine Wicklungstemperatur von 85°C zulässig.

http://test.maxonmotor.com/docsx/Downloa…_dc_24_25_d.pdf
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49

Freitag, 8. Dezember 2006, 21:29

Schau, Cebu, damit wir nicht lange aneinander vorbei reden:

Ich bedaure, dass Märklin einen so kleinen Drehstrommotor eingebaut hat, das hast du richtig gespürt. Ich finde es schade, wenn man in eine Lokomotive ein solches Billigteil einbaut, weil für mich eine Lokomotive eben gerade kein Billigteil ist. Für mich hat eine Lokomotive eine Seele. Und der Motor und der Antrieb sind quasi das Zentrum dieser Seele.

Fassen wir es doch so zusammen: Ich hätte gerne einen grösseren und eben auch drehmomentstärkeren Drehstrommotor gehabt. Ich bin der Meinung, dass mit der Drehstromtechnologie mehr möglich gewesen wäre. Der kleine Motor mag zwar (für sich selbst betrachtet) auch gut sein, gleichwohl ist er schwächer, als ein prinzipiell gleich aufgebauter, grösserer Motor. Der grössere Motor wird bei gleicher Belastung weniger gefordert, ergo erwärmt er sich weniger und kommt weniger schnell an seine Grenzen.

Das ist, was ich an diesem kleinen Sinus bemängle und im Gesamtkonzept „Lokomotive“ als nicht „gut und hochwertig“ erachte.

Um diese beiden Adjektive ging es ja.
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gian

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Freitag, 8. Dezember 2006, 22:38

Hallo,

Wenn tatsächlich ein kleiner C-Sinus Motor auch in der Trixlok eingebaut ist, bis jetzt waren es immer sehr gute Maxxon-Motoren!, bin ich dann auf dessen Laufeigenschaften sehr gespannt. Sind sie auch nur unwesentlich schlechter als die guten Roco- und Maxxonmotoren, aber auch der HAG-Motoren, war dies dann meine letzt Trix-Lok!

Übrigens, so wie Märklin PC-gesteuert die Schlusskontrolle nach der Montage macht, fährt kein Modellbahner mit seinen Zügen, allenfalls noch Kinder, die die MOBA mit der Carrerabahn verwechseln ;). Wie die Loks dann beim Kunden unter echten MOBA-Bedingungen gefahren werden (langsam und gleichmässig), wird da leider nicht getestet.

Mit gemischten Gefühlen auf die Auslieferung achtend

Gian
Spur: H0 / H0m, Rocoline ohne Bettung, Bemo/Peco
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blanco

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51

Samstag, 9. Dezember 2006, 11:45

Hallo Stefan B.,
ich bin zwar erst 14 Jahre alt und habe nicht so viel Erfahrung wie du, aber meine Lokomotiven mit Märklin Sinus Motor fahren genau gleich gut wie die von HAG mit ihren riesen Motoren :wink: .
gruss blanco
Meine Nationalität ist Mensch.


Gruss Matthias
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52

Samstag, 9. Dezember 2006, 13:01

Das freut mich für dich!

Möglicherweise hast du auch Lokomotiven, die den etwas älteren, „grossen“ Sinusmotor von Märklin haben.

Dieser sieht so aus, wie auf diesem Link:
http://www.mk-welt.de/modellbahn/grundlagen/images/m7b.jpg

Oder hier kannst du ihn auch sehen:
http://images.google.com/imgres?imgurl=http://www.x-train.de/images/Grund/sinus/sinusmot.jpg&imgrefurl=http://www.x-train.de/grund/csmotor.htm&h=328&w=500&sz=105&hl=de&start=2&tbnid=tcOyODMZlTmi-M:&tbnh=85&tbnw=130&prev=/images%3Fq%3D%2Bsite:www.x-train.de%2BC-Sinus%26ndsp%3D20%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D%26rls%3DSUNA,SUNA:2005-51,SUNA:de

Dieser Motor war wirklich gut!
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blanco

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53

Samstag, 9. Dezember 2006, 20:19

Hallo Stefan B.,
du hast recht, zwei sind mit dem "älteren" Sinus Motor, eine mit dem neuen.
Gruss blanco
Meine Nationalität ist Mensch.


Gruss Matthias
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11465

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54

Montag, 11. Dezember 2006, 10:45

Liebe Forumisti,
Ich stelle fest, dass übers Wochenende heftig über die neue Re 4/4' von Märklin diskutiert wurde....hier in diesem Thread. Auch ich habe einen kleinen Testbericht verfasst, jetzt eben. Aber hier: 'Artikel anderer Hersteller, Fragen zur Re 4/4 I von Märklin'

Hab nachgeschaut. Wir sind hier im Thread 'Kleinbahn = WS' (Darum habe ich ja hier auch meinen Brückenbau beschrieben :D ) :roll: :roll:
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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