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Unholz

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1

Mittwoch, 3. Januar 2007, 10:35

Weniger Haftreifen - wirklich das Gelbe vom Ei?

Achtung, böses Posting - empfindliche User bitte Sicherheitsgurten anlegen!

Im Bahnforum Schweiz hat ein User gerade folgendes über seine neue HAG-Re 4/4 II mit nur noch zwei Haftreifen berichtet:

Zitat

Mit der HAG Re 4/4 II 11172 hatte ich ein wenig Probleme, sie blieb ein paar mal stecken im Tunnel weil sie durchdrehte. Dann haben wir mal probiert den Zug zu schieben, sprich die Lok am stossen und siehe da es war kein Problem mehr für die Lok. Jetzt fährt der Dispopendel mit der 11172 geschoben umher sieht echt hammer aus.


Damit ist genau das eingetreten, was ich befürchtet hatte: wegen einer Handvoll Anti-Haftreifen-Aktivisten und Kontaktproblem-Betroffenen tauchen nun just in dem Bereich Nachteile auf, wo HAG bisher einen Trumpf ausspielen konnte, nämlich starke, zugkräftige Loks.

Wirklich schade, ja sogar ärgerlich! :evil:
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modellbahner

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2

Mittwoch, 3. Januar 2007, 10:39

Ich habs im Bahnforum auch schon geschrieben... Das Problem der schleudernden Hag Loks gibt es auch mit 4 Haftreifen. Und zwar immer dann wenn das Motordrehgestell führend ist!

Aus meiner Sicht also kein Grund zur Beunruhigung!
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Unholz

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3

Mittwoch, 3. Januar 2007, 10:49

Zitat von »"modellbahner"«

Aus meiner Sicht also kein Grund zur Beunruhigung!


...aus meiner leider schon. Eines der Hauptverkaufsargumente von HAG in den letzten 60 Jahren oder so war doch die Anlagentauglichkeit und hohe Zugkraft der Loks. Wenn man nun aus lauter Angst vor "Kontaktproblemen" (von denen halt ausser jemandem in Chur hauptsächlich Gleichströmler betroffen sind, sorry!) alle anderen mit einem Haftreifenentzug bestraft, dann ist das möglicherweise sehr unklug. Die Konkurrenz wird jedenfalls grinsen.

Ich stelle mich ab sofort als Gründungsmitglied der AFMHH (Aktion für mehr HAG-Haftreifen) zur Verfügung... :wink:
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Paperman

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Beruf: Stimmt, da war doch noch was von MO bis FR...

4

Mittwoch, 3. Januar 2007, 11:11

Zitat von »"Unholz"«

Ich stelle mich ab sofort als Gründungsmitglied der AFMHH (Aktion für mehr HAG-Haftreifen) zur Verfügung... :wink:


Tolle Idee! Wie wäre es mit Haftreifen auf den Lauf-Drehgestellen? Das würde doch im Fahrbetrieb sicher weniger Lärm verursachen! Gummi auf Metall macht weniger Lärm als Metall auf Metall! :lol:

Wobei ich Modellbahner grundsätzlich Recht geben muss: Wenn man zu blöde ist, um die Lok richtig auf die Schienen zu stellen, dann nützen alle Haftreifen nichts. HAG macht es ja mit dem Lokführer eigentlich sogar noch einfach, der arme Kerl will ja nicht rückwärts fahren...
Ich bin analog, also fahre ich analog! Und es geht mir gut dabei...

Vorsicht: Ich bin ein Spielbahner! Bei mir verkehren nur Personenwagen in 1:100 und 1:93.5. Und es geht mir gut dabei...
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5

Mittwoch, 3. Januar 2007, 13:35

hm nur noch 2 haftreifen ist das nicht zuwenig
ich hab mit meinen hag loks kein problem
ich habe halt keine steigung und auch nicht so lange züge
max 8 personenwagen
oder max 20 güterwagen
meine lösung alle lokomotiven mit allradantrieb das man ne besere zugkraft hat wie es die schmalspur loks haben
:D
iam love wechselstrom es gibt nicht besseres
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gian

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6

Mittwoch, 3. Januar 2007, 13:58

Anti-Haftreifen ;)

Hallo,

Ich oute mich als Haftreifenhasser ;).

2 Haftreifen genügen vollkommen, wenn eine Anlage keine Phantasiesteigungen und Gefälle hat (>=3%). Haftreifen haben einen ganz schlechten Nebeneffekt, sie verschmutzen die Gleise unnötig! Ich überlege mir viel eher, bei meinen HAG- und anderen Loks in H0 die Haftreifenräder durch solche ohne Haftreifen zu ersetzen, da ich auf meiner H0-Museumsbahn sowieso keine Gefälle und Steigungen habe. Dieses Feature habe ich meiner Hauptbahn H0m vorbehalten.

Bemo verordnet seinen Loks glücklicherweise seit langem gar keine Haftreifen mehr und trotzdem haben sie sehr gute "Steigfähigkeiten" bis max. 3% (soviel mache ich nur, wenn es nicht anders geht). Bei Bemo wurde scheinbar in der Physik aufgepasst, da sie Wagen leicht und Loks schwer produzieren und nicht umgekehrt. Auch die Piko-Billigloks haben(hatten) keine Haftreifen und zogen in der Ebene auch die längsten Züge problemlos.

Mein Vorschlag zur Güte:
HAG-AC Loks bekommen mindestens 8 Gummis ;),
HAG-DC Loks bleiben bei 2 Gummis und in die Schachtel werden noch 2 gummilose Räder beigepackt zum auswechseln :).

mit freundlichen Grüssen

Gian
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gian

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7

Mittwoch, 3. Januar 2007, 14:00

Hallo Matthias,

Zitat von »"matthiaskarrer"«

meine lösen los mit allradantrieb für die schwachen gleichströmler

Kannst Du diesen Satz noch verständlich übersetzen ?(:

Besten Dank!

mit freundlichen Grüssen

Gian
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8

Mittwoch, 3. Januar 2007, 14:53

Re: Anti-Haftreifen ;)

Hallo Gian,

Zitat von »"gian"«

Auch die Piko-Billigloks haben(hatten) keine Haftreifen und zogen in der Ebene auch die längsten Züge problemlos.


In der Ebene, vielleicht. Ich konnte selbst sehen, wie das dann in einem Wendel geht. Da konnte die Piko keinen Wagen hochziehen. Sie hatte mit sich selber Mühe. Konnte das selbst mal testen, mit einer Lok unseres Ex-Mitglied der Churer Modellbahner.

Zitat von »"gian"«


Mein Vorschlag zur Güte:
HAG-AC Loks bekommen mindestens 8 Gummis ;), .

Dann müsste HAg bei diesen Loks noch Batterien einbauen, mit der Stromaufnahme vom Gleis ist da nix mehr.
:wink:
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9

Mittwoch, 3. Januar 2007, 15:15

Hallo

Ich persönlich habe Loks mit Haftreifen lieber.
Aber lieber auf 2 Haftreifen verzichten,anstatt,dass die Lok über die Anlage zittert.
Gruss
Markus
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Wohnort: Wettingen CH

10

Mittwoch, 3. Januar 2007, 16:53

Anfänglich habe ich mich eigentlich gegen den Abbau der Haftreifen wegen dem zu erwartenden Zugkraftverlust ausgesprochen.

Im Moment glaube ich allerdings, dass es schon richtig ist, dass HAG die Zweileiterloks nur noch mit zwei Haftreifen ausrüstet. Die meisten User brauchen nämlich gar nicht so zugkräftige Loks. Ihnen ist mehr gedient, wenn die Stromabnahme einwandfrei ist. Sollte jemand gleichwohl eine höhere Zugkraft brauchen, so kann man ja noch immer eine haftreifenlose Achse gegen eine mit Haftreifen bestückte Achse austauschen (lassen).

Von daher würde ich die Suppe mal noch nicht heisser kochen…

---

Wo sich die Industrie aber noch ein bisschen anstrengen könnte, wäre bei der Entwicklung eines multiprotokollfähigen Decoders mit Stützkondensator. (Ich sage es gewiss nicht zum ersten Mal!!!)

Damit könnte man nämlich den ärgerlichen Stromunterbrüchen nachhaltig entgegenwirken – und gleichwohl bliebe die volle Zugkraft (unter Beibehaltung sämtlicher Haftreifen) erhalten.

Ich bin mal gespannt, was ESU im neuen Prospekt ankündigt.

Vielleicht geschehen ja tatsächlich noch „Zeichen und Wunder“.

SB
Zweileiter DCC, Lenz, TrainController Gold 7.0
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chriesi356

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Beruf: Automatiker

11

Mittwoch, 3. Januar 2007, 17:05

Hallo zusammen

habe heute gerade die Re 4/4 I von Trix abgeholt und diese besitzt nur 1 Haftreifen und zieht und schiebt auch problemlos einen 6 Wagen LS und EW I +ABt pendel über unsere 4% Steigungen fahren
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BERNMOBILer

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12

Mittwoch, 3. Januar 2007, 17:49

Re: Anti-Haftreifen ;)

Zitat von »"gian"«

Hallo,
2 Haftreifen genügen vollkommen, wenn eine Anlage keine Phantasiesteigungen und Gefälle hat (>=3%).

Nanana, die Fantasie beginnt doch dort wo die Realität aufhört ;)
Wenn ich hier die Kommentare lese, entsteht schon der Eindruck, die Geschäftspolitik von HAG deckt sich aktuell sehr wenig mit den Kundenbedürfnissen.
(Damals noch kein) HAG-Berater, August 2013
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Dany

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13

Mittwoch, 3. Januar 2007, 18:14

Und wieso sollte HAG nicht einfach die Loks so ausliefern, wie sie eine Mehrheit der Kunden haben möchte, und dann noch für die anderen eine Achse mit Haftreifen auf Lager hält. Oder man kann die Lok wahlweise mit 2 oder 4 Haftreifen haben.

HAG geht ja auf die Bedürfnisse seiner Kunden im machbaren Rahmen ein, also wieso nicht auch so?
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gian

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Beruf: :)

14

Mittwoch, 3. Januar 2007, 20:53

Hallo,

Zitat von »"Stefan Burkhard"«

Im Moment glaube ich allerdings, dass es schon richtig ist, dass HAG die Zweileiterloks nur noch mit zwei Haftreifen ausrüstet. Die meisten User brauchen nämlich gar nicht so zugkräftige Loks. Ihnen ist mehr gedient, wenn die Stromabnahme einwandfrei ist.

Was auch zutrifft, z.B. meine rote Re 4/4I läuft jetzt mit nur noch 2 Haftreifen und neuem 88er Motor ebenfalls bestens (+ allen anderen Verbesserungsmassnahmen). Stromaufnahme auf nur einem Drehgestell war einfach zu wenig, trotz polarisierter Herzstücke und sauberen Gleisen.

mit freundlichen Grüssen

Gian
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Hannes

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15

Mittwoch, 3. Januar 2007, 22:40

Also ich habe alle meine vierachsigen HAG-Lokis alle zu 50% "skalpiert" und damit gute Erfahrungen gemacht. Alle meine Ae 4/4's und Re 4/4's kommen mit zwei Haftreifen aus. Zusätzlich habe ich noch etwas Gewicht hineingepackt und die Stromabnahme verbessert, was besonders im Digitalbetrieb was bringt. Den Ae 6/6 habe ich vier (statt 6) Haftreifen belassen. Bei Re 6/6 und Ae 8/8 wurden die Haftreifen belassen, aber alle anderen Achsen an der Stromabnahme beteiligt. Den AC-Fahrern gönne ich die 4 Gummis, die tun sich ja stromabnahmemäßig doch leichter ( :roll: ). Für DC bevorzuge ich die 2 reifigen. Ich habe auch insofern experimentiert, indem ich die Haftreifen auf verschiedenen Rädern belassen habe - 1.Treibachse / diagonal / 2.Treibachse. Die besten Erfahrungen machte ich mit Haftreifen an der innenliegenden Treibachse; die Zugkraftunterschiede (Antrieb "vorne" oder "hinten") sind dadurch minimal und eigentlich zu vernachlässigen. Die Steigungen auf unserer Clubanlage betragen 3-4%. Auffällig war, dass - bedingt durch das höhere Gewicht - die vierachsigen Lokis der aG zugkräftiger sind als jene der nG. :D
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16

Donnerstag, 4. Januar 2007, 09:10

Hallo zusammen

Haftreifen sind meiner Meinung nach zwingend notwendig, spätestens wenn ein Gleiswendel erklommen werden soll.

Ob eine, zwei oder vier Haftreifen hängt von der Lok selber ab. Was nützen z.B. zwei Haftreifen, wenn das meiste Gewicht der Lok auf den Rädern ohne Haftreifen liegt? Es hängt also auch mit der Konstruktion und der Anordnung der Achsen/Haftreifen ab.

Ich habe einmal die beiden Re 482 Piko (ohne Haftreifen) und Märklin verglichen. (Siehe hier).
Ohne Haftreifen kann die Piko praktisch nur ohne Steigungen eingesetzt werden. Mittlerweile hat sie zwei Haftreifen bekommen und ist jetzt voll Anlagen tauglich.

Gruss
Rainer
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bonne-eau

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17

Donnerstag, 4. Januar 2007, 09:54

Haftreifen

gratuliere Rainer für diese umfassende Gegenüberstellung - solchen ausgewogenen und professionell gestalteten Artikeln kann ich selbst als Zaungast (2L-fixiert) einiges abgewinnen - eine gelungene Entgegnung auf Auswüchse in hochstilisierten Graubenskriegen :idea:

Grüsse von Carlo
CH-Modelle H0 DC, Reportagen 1:1, iTrain 3.xx - http://h0-schublade.bonne-eau.ch/
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Hannes

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18

Donnerstag, 4. Januar 2007, 09:58

Also ich habe einen Piko-Taurus ohne Haftreifen ( welcher mit Deiner Lok vergleichbar ist) zusätzlichen Gewichten versehen, seitdem befährt er anstandslos die 3-4%Steigungen - auch in der Wendel - und schiebt den LUX-Staubsauger und den Verbeck-Rotaclean ohne Probleme. Auch ein 6-7 Wagenzug (Roco Vierachser) werden bewältigt :lol:
Bei den HAG-Maschinen wird das Zusatzgewicht (natürlich) möglichst nahe dem Triebgestell placiert.
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19

Donnerstag, 4. Januar 2007, 15:44

Auch bei mir reicht die Zugkraft mit den reduzierten Haftreifen der Hag Loks vollkommen aus! Lieber 2 Stk. weniger und dafür eine gute Stromabnahme.

Kompromiss wäre, wenn Hag die WS Loks mit 4 und die GL mit 2 ausliefern würde. Aus GL-sicht ist der Entscheid von Hag vollkommen richtig und wurde von uns ja auch so gefordert. :wink:
Grüsse Chris..
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Hannes

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20

Donnerstag, 4. Januar 2007, 15:52

:D Auch ich kann dem "Vorschreiber" nur zustimmen :D und die neue GL-politik von HAG auch befürworten. Sollte der Zug tatsächlich zu schwer/lang werden oder sein: Doppeltraktion ist doch auch was Schönes :lol:
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