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Sonntag, 20. Mai 2007, 18:35

Facelift für "alte" Hag-Lokomotiven! Ja oder Nein?

Ich möchte hier mal eine "heisse" Diskussion" über "alte" Hag Loks eröffnen.

Wie mir zu Ohren gekommen ist, plant Hag auch die weiteren Loks der alten Generation (Re 4/4'', BLS Re 4/4, Ae 4/4 und Ae 8/8 ) einem Facelift analog Re 4/4' zu unterziehen. Dies beinhaltet wie in meinem Bericht zur Re 4/4' LED-Beleuchtung, Normschacht, Schnittstelle, Führerstand mit Lokführer usw.)

Ich möchte hier mal ausdrücklich meine persönliche Meinung dazu kund tun.

Bei der Re 4/4' finde ich das völlig okay, finde das Gehäuse noch eines der schönsten aller Loks der alten Generation, ebenso auch sehr schön detailliert und absolut stimmig. Hier hätte es sich sogar gelohnt, noch etwas mehr Aufwand zu betreiben.

Aber die SBB Re 4/4'' und die BLS Re 4/4 (immer alte Generation) finde ich von allen doch die mittlerweile "hässlichsten" von allen. Diese sind extrem zu gross, sprich absolut unmasstäblich, können in Sachen Detaillierung auf heutigem Niveau bei weitem nicht mehr mithalten, sind schlicht total veraltet.

Hier also noch Geld in Entwicklung zu investieren finde ich seitens Hag Grund falsch! :!:

Auf der einen Seite beklagt sich ja auch Hag über fehlenden Nachwuchs, man wird in Zukunft viel für die Jugend unternehmen... aber welcher Jugendliche kann sich eine Hag-Lok von CHF 500.-- an aufwärts leisten?? ?(:

Ich bin der Meinung, entweder sollte die Produktion dieser Modelle eingestellt werden oder es sollten daraus günstige "Hag-Einsteiger" Loks entstehen. Ich würde da nur noch das Notwendigste machen. Z.B. Einbau eines günstigen Decoders (muss ja kein Lopi V3 sein), ev. noch eine günstige Schnittstelle, ferner die Modifikationen der Stromabnahme und Einbau des NEM-Schachts für die Kupplung (wurde bei den letzten Serien bereits umgesetzt). Ebenso würde ich die Modellvielfalt stark straffen, sprich einfach eine rote SBB Re 4/4 ohne viel Schnick-Schnack und dafür versuchen, die für einen Ladenpreis von ca. 300.-- abzusetzen. Entwicklungskosten müssen hier bestimmt nicht mehr gerechnet werden. So könnten auch Jugendliche auf den Geschmack von Hag-Loks kommen, würden deren Fahreigenschaften kennenlernen, ebenso wären diese Loks ausgesprochen robust und daher auch absolut für Kinder geeignet. Hier kann ja quasi gar nichts kaputt gehen. Hier liegt eindeutig der Vorteil gegenüber der entsprechenden Lok von Roco. Wenn die mal einen Unfall hat, ist doch einiges defekt, die Hag kann man aus dem Fenster werfen und rein gar nichts ist kaputt! :wink:

Aber ich befürchte mit den neuen Modifikation wird Hag auf die Idee kommen und auch Brutto ca. CHF 550.-- (analog Re 4/4') für diese zu verlangen, was ich jetzt persönlich nie und nimmer bereit wäre dafür zu bezahlen.

Was ich gerne sehen würde, die alte BLS Re 4/4 abgespeckt für ca. 300.-- netto Strassenpreis (Liste ca. 350.--) zu verkaufen (auch als reine Fahrlok) und eine neue BLS Re 4/4 masstäblich zu entwickeln, wo ich dann eben sehr gerne bereit wäre, auch 600.-- dafür zu bezahlen! :wink:

So, nun seid ihr an der Reihe, denke diese Diskussion könnte auch für Hag sehr interessant sein! :wink:
Grüsse Chris..
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Bourret

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2

Sonntag, 20. Mai 2007, 20:31

Hallo Christoph

da hast Du ein sehr interessantes Thema angesprochen.

Aus der Sicht von HAG geht es bei diesen Plänen sicherlich einmal darum, auch weiterhin möglichst viel Umsatz zu generieren. Auf den ersten Blick ist es nachvollziehbar, dass versucht wird mit möglichst wenig finanziellem Aufwand ein vorhandenes Modell "aufzumotzen" und damit wieder vermehrt Käuferschaft zuu finden. Ich kann leider nicht beurteilen inwiefern dies bei der soeben erfolgten "Kampfwertsteigerung" bei der Re 4/4' gelungen ist. Ich frage mich nur: Wer kauft sich eine neue blaue oder lindengrüne Re 4/4' nur weil die erwähnten Verbesserungen/ Modifikationen erfolgt sind, wenn diese Lok in dieser Ausführung bereits auf der Anlage steht?

Du hast die die beiden anderen Grundmodelle der alten Generation angesprochen. Ich für meinen Teil habe hier schon entschieden.

Von der Re 4/4" habe ich mir schon länger kein weiteres Modell mehr gegönnt. Schon als die Sonderlok mit zwei Motoren lanciert wurde, habe ich verzichtet. Auch die verschiedenen BLS Varianten (NINA, grün, rot) konnten mich nicht mehr zu einem Kauf bewegen. Das Modell passt nun wirklich nicht mehr in die heutige Zeit. Da wird auch eine Überarbeitung nichts mehr bringen. Früher oder später werden diese Versionen günstig auf einer Börse oder bei der "Bucht" erscheinen und dann kann ich meinen Sammlertrieb ggf immer noch befriedigen.

Deine Idee einer Spiellok finde ich nicht mal so schlecht. Wobei: Wieviel kann HAG bei dieser Lok einsparen? Genügt dieses Potenzial um einen wirklichen Hammerpreis realisieren zu können?

Die BLS Re 4/4 betrachte nicht so negativ. Klar ist das Modell zu breit. Diese Überbreite kommt aber bei diesem Modell nicht so zur Geltung. Trotzdem hat bereits jemand hier nicht zu unrecht bemerkt, dass der Markt für dieses Modell wahrscheinlich stark ausgereizt ist. Die Unmenge an verschiedenen Wappenversionen der letzten Jahre hat dazugeführt, dass nun sicherlich jeder HAG Bahner, welcher diese Lok wollte mindestens ein Exemplar auf seiner Anlage stehen hat.

Und betrachte mal die Ergenisse die diese loks bei EBAY erreichen. Die Versionen Mund und Krattigen der BLS Re 4/4 musste mehrmals eingestellt werden um überhaupt bei einem einigermassen vernünftigen Preis als ladenneues Modelle einen Käufer zu finden.

Schönen Abend
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3

Sonntag, 20. Mai 2007, 21:37

HAG hat sich da in der Vergangenheit in die Sackgasse begeben indem sie nicht mit der Langlebigkeit ihrer Produkte gerechnet und der Entwicklung im Modellbahnbereich Rechnung getragen hat. Wären die Gehäuse wenigstens massstäblich liesse sich vermutlich noch einiges verbessern lassen um den heutigen Ansprüchen zu genügen. Nun daran lässt sich nichts mehr ändern und es muss den aktuellen Tatsachen Rechnung getragen werden.

Eine Lowcost Lok wäre sicher eine gute Lösung, halte das aber mit dem heutigen Konzept aus meiner Warte für unrealistisch da ich keine Möglichkeit sehe die teuren Teile zum verschwinden bringen.

Als Hauptkostenfaktoren sehe ich folgende Teile:

- Gehäuse
- Lackierung
- Motordrehgestell
- Drehgestellträger
- Montage der Lok

Da ich die Fertigungstiefe bei HAG nicht kenne ist es auch schwierig zu sagen wo Einsparungen gemacht werden können.

Das Gehäuse muss sicher als gegeben angesehen werden. Mit einer einfachen einfarbigen Lackierung liesse sich sicher etwas Geld sparen, bei der Qualität darf es aber nicht sein.

Das Motordrehgestell ist sicher sehr aufwändig da ja auch der Motor aus eigener Produktion stammt, hier müsste wohl eine Neukonstruktion des Ganzen her um die Kosten massiv nach unten zu korrigieren.

Der Drehgestellträger könnten bei kleineren Serien Lasergeschnitten werden, bei grösseren CNC-gestanzt, wobei hier kaum die grossen Einsparungen zu machen sind.

Bei der Montage im elektrischen Bereich eher auf gesteckte statt gelötete Verbindungen gehen. Möglichst viele Komponenten als Module auslegen.

Eine Lowcost Lok lässt sich nach meiner Ansicht nur realisieren wenn der ganze Produktionsablauf Schritt für Schritt auf seine Kosten untersucht wird und eine entsprechende Analyse gemacht wird.

Die von lanker63 erwähnten Modelle gibt es bereits in schönen Modellausführungen von Roco und das auch noch zu deutlich günstigeren Preisen. Da muss man ein Liebhaber von HAG Modellen sein oder andere Gründe haben um deutlich mehr Geld auf den Tisch zu legen.

Eine weitere Konkurrenz ist der immer grösser werdende Occasionshandel. Bei 0815 Modellen liegen die Preise oft unter den Fr.300.

Sowohl Faceliftings wie auch Neuentwicklungen müssen innovativ angegangen werden mit einem möglichst weiten Blick in die Zukunft. Eine herausfordernde aber interessante Aufgabe die HAG angehen sollte oder vielleicht schon hat.

Eine überarbeitete HAG Lok in digital Ausführung würde ich bei einem Preis der sich nahe am Roco Preis bewegt durchaus kaufen, da ich gerne robuste Modelle habe und auch die Geräumigkeit in den Modellen schätze die viel Raum für eigene Basteleien bieten .
Gruss Erwin,

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Mosi

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4

Sonntag, 20. Mai 2007, 23:12

Facelift?

Guten Abend!

Möchte doch auch mal meine Meinung zum Thema darstellen:

Grundsätzlich verstehe ich gut, dass HAG seinen Produktzyklus mit einem Facelift verlängern will. Ich glaube aber, dass genau beobachtet werden muss, bei welchen Modellen sich das lohnt. Hier würde ich aber gerade HAG zutrauen, es am besten beurteilen zu können. Denn nur sie kennen die Verkaufs- und Produktionszahlen.
Alles andere sind doch Wünsche von uns! Aber wir wiederum sind doch die Kunden.... :wink:

Ich persönlich finde auch die Überarbeitung der Re 4/4 I angemessen, weil das Modell trotz der Breite sehr stimmig wirkt. Modelle der Re 4/4 II (erste Serie) haben auch für mich nicht diese Stimmigkeit. Und da werde ich ein solches Modell auch trotz Facelift nicht kaufen. Hier hoffe ich weiterhin auf einen Entschluß von HAG, ein neues Gehäuse zu konstruieren. Dann würde ich sehr wohl gleich mehrere Versionen kaufen.

Ob sich für HAG das Facelift der Re 4/4 II (erste Serie) und der BLS-Modelle lohnt, werden die Käufer entscheiden.

Ein sehr positives Beispiel von Produktpflege ist die überarbeitete Stromaufnahme bei der Ae 6/6, der Re 4/4 (zweite Serie) und der Re 6/6. Hiervon werde ich in der aktuellen Version noch einige Modelle erwerben.

Zum mir sehr wichtigen Thema Licht bleibe ich bei meiner Meinung: Da ich so einige HAG-Modelle mit normalem Licht habe, möchte ich jetzt nicht plötzlich auf gelbe LED umsteigen. Würden diese gelben LED auch bei 460érn, Re 4/4 - 6/6 und Co. eingebaut, würde ich hier keine weiteren Bestellungen mehr vornehmen. Die Trix Re 4/4 I habe ich übrigens deswegen stehen lassen. Vielleicht gibt es dort aber ja auch mal ein Facelift :wink:

So, das waren einige Punkte von mir zum Thema Facelift...

Schönen Abend :!:

(Kann eigentlich auf dem neuen Print der Re 4/4 I von HAG ein Tausch gegen normalweiße LED vorgenommen werden?)
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5

Montag, 21. Mai 2007, 06:36

Noch zur Ergänzung:

Hag plant mit der Zeit sämtliche Loks auf LED umzustellen! Die nächsten sollen die Re 4/4'' und Re 6/6 neue Generation sein. Ebenfalls geplant die Re 460. Hier hätte ich es jedoch fast lieber so wie bisher mit den weissen Glühbirnen, da ja schon mit Wechselbeleuchtung. Ev. plant man aber hier, dass hinten auf eine rote Lampe umgeschaltet werden kann, da ja die 460er praktisch nur noch im Pendelverkehr eingesetzt werden. So wäre es dann tatsächlich wieder eine Verbesserung!

Ev. kann man sich doch noch dazu durchringen, auf weisse LED's umzusteigen! :wink: Auch wenn sie ein paar Cent mehr kosten... :oops:
Grüsse Chris..
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Kurt Reber

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6

Montag, 21. Mai 2007, 17:31

Die Umstellung auf LED ist eine gute Idee.

Jedoch gehören gelbe LED wirklich nur in Modelle die auch im Original mit so einer Funzel-Beleuchtung ausgerüstet waren. Stand der Technik ist nun mal weisse LED. Natürlich spielt irgendo der Preis eine Rolle - wenn ich aber für eine LED einmal unrealistische Fr. 3.-- einsetze, dann verteuert das die Lok um höchstens Fr. 18.-- :!:

Bei einem Preis von über Fr. 500.- sehe ich wirklich keinen Grund diese abscheulich gelbe Beleuchtung bei einem Face Lifting anzuwenden.

Kurt
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Mosi

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7

Montag, 21. Mai 2007, 17:36

Gelbe LED

@ Kurt

Ein perfektes Statement :!: :!: :!: :D

Gruß, Mosi
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8

Montag, 21. Mai 2007, 17:38

Zitat von »"Kurt Reber"«

Natürlich spielt irgendo der Preis eine Rolle - wenn ich aber für eine LED einmal unrealistische Fr. 3.-- einsetze, dann verteuert das die Lok um höchstens Fr. 18.-- :!:


Leider stimmt die Rechnung nicht ganz, es kommt immer noch die Händlermarge dazu und die ist nicht zu vernachlässigen, das kann den Preis schnell einmal verdoppeln, da sie immer vom Endverkaufspreis gerechnet ist.
Gruss Erwin,

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Mosi

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9

Montag, 21. Mai 2007, 17:43

Mehrpreis

@Cebu

Dafür hat Kurt Reber aber einen sehr hohen Preis genannt.
Erstens haben die Hersteller höhere Stückzahlen und zweitens kosten ja auch die gelben Geld. Also geht es nur um die Differenz :wink:

Liebe Grüße, Mosi
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10

Montag, 21. Mai 2007, 17:56

@Mosi

Der Preis einer roten Vishay SMD LED 0603 ist Fr.0.60 bei 25 Stück Abnahme. Diese habe ich für meine Re460 in meinem Avatar verwendet.

Was eine Vergleichbare in Weiss kostet weiss ich nicht, da ich keine gefunden habe, aber ehrlicherweise auch nicht sehr intensiv danach suchte. Vielleicht sind die Fr.3.00 doch nicht so fern ab der Realität.

Als Beispiel, eine weisse 3mm LED Kingbright L-934MWC Ø3mm kostet bei 50 Stück Abnahme Fr.1.40 per Stück.
Gruss Erwin,

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modellbahner

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11

Montag, 21. Mai 2007, 18:11

Also 3 Franken pro Led sind für eine Menge wie Hag benötigen würde fernab von gut und böse... Ein Preis im zweistelligen Rappen-Bereich ist da eher realistisch!
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12

Montag, 21. Mai 2007, 18:49

Re: Mehrpreis

Zitat von »"Mosi"«

Erstens haben die Hersteller höhere Stückzahlen und zweitens kosten ja auch die gelben Geld. Also geht es nur um die Differenz :wink:


1:0 für dich. Habe ich tatsächlich nicht bedacht. Naja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, soll gelegentlich vorkommen. Im Alter werden die Augen auch nicht besser. :D
Gruss Erwin,

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13

Montag, 21. Mai 2007, 18:56

Bausatzlok

Heute im Gespräch über das Facelifting von alten HAG Loks hatte Beat (erwa20) die zündende Idee. Um eine Lok der alten Generation kostengünstig anzubieten, warum diese nicht als Bausatz verkaufen.

Ein grosser Teil der Montagearbeiten würde der Kunde übernehmen, HAG hätte schnell und einfach die Wunschlok für den Käufer bereit.

Eine mögliche Variante wäre folgende:
- Gehäuse komplett montiert
- Motordrehgestelle vormontiert, d.h. wo es Vorrichtungen oder Spezialwerkzeuge braucht wie Lagerbüchsen , Achsen und Räder
- Printe fertig bestückt und verlötet
- Der Kunde würde in erster Linie stecken, schrauben und die Verdrahtung löten

Meine Frage an euch, ist das etwas mit ernst zunehmender Nachfrage oder nicht mehr als eine Schnappsidee von zwei notorischen Bastlern wie Beat und mir? Märklin hatte einmal Bausätze im Programm, das dürfte aber schon sehr lange her sein.

Als weiteren positiven Effekt, der Vater baut mit seinem Sohn oder auch Tochter eine Lok zusammen. Das verbindet, Motorik und Geist wird geschult und als Erfolgserlebnis zieht am Schluss eine Lok ihre Runden.
Gruss Erwin,

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14

Montag, 21. Mai 2007, 19:21

Zitat von »"Cebu Pacific"«

@Mosi

Der Preis einer roten Vishay SMD LED 0603 ist Fr.0.60 bei 25 Stück Abnahme. Diese habe ich für meine Re460 in meinem Avatar verwendet.

Was eine Vergleichbare in Weiss kostet weiss ich nicht, da ich keine gefunden habe, aber ehrlicherweise auch nicht sehr intensiv danach suchte. Vielleicht sind die Fr.3.00 doch nicht so fern ab der Realität.

Als Beispiel, eine weisse 3mm LED Kingbright L-934MWC Ø3mm kostet bei 50 Stück Abnahme Fr.1.40 per Stück.


Wir dürfen hier keinesfalls den Preis rechnen, den wir Privatkunden bei Conrad, Distrelec usw. zahlen müssen.

Im Grosshandel der Elektronikbranche bin ich überzeugt davon, dass eine warmweisse 0603er LED (zB. Hersteller Yoldal) unter 1.- CHF zustehen kommt.

Aber wenn es bei HAG denn schon weisse LEDs sein müssen, dann bitte die warmweissen LEDs und nicht die standartweissen, die bläulich leuchten. Ansonsten würde ich selbst bei den modernsten Loks die gelben LEDs vorziehen. Den gleichen Fehler wie beim DOSTO2000 Steuerwagen bitte nicht noch einmal!!
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erwa20

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15

Montag, 21. Mai 2007, 21:29

Re: Facelift für "alte" Hag-Lokomotiven! Ja oder N

Zitat von »"lanker63"«

I

(......) Aber die SBB Re 4/4'' und die BLS Re 4/4 (immer alte Generation) finde ich von allen doch die mittlerweile "hässlichsten" von allen. Diese sind extrem zu gross, (......)


Im Vergleich mit den HAG Loks der neuen Generation wirken für mich die Modelle der alten Generation so als hätten sie "zugenommen" :)

Trotzdem sind bei mir noch einige HAG Modelle der alten Generation im Einsatz. Neu im Fachhandel würde ich mir aber die Modelle zum aktuellen Preis nicht mehr kaufen, aber an Börsen oder Auktionen, wenns sie nicht viel kosten...

Als Bausätze würden die Modelle tatsächlich meine Bastelwut ansprechen, allerdings glaube ich das dann der Preis doch deutlich tiefer sein muss.

Warum nicht ein solcher Bausatz als Projekt für den Nachwuchs? Damit könnte einiges an "Modellbahnwissen" vermittelt werden. Nach getaner Arbeit hat man dann ein funktionierendes Modell, oder man lernt aus den Fehlern.
Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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16

Montag, 21. Mai 2007, 21:51

Zitat von »"Cebu Pacific"«


Bei der Montage im elektrischen Bereich eher auf gesteckte statt gelötete Verbindungen gehen.


Im Sinne der Qualität würde ich dies bei den gelöteten Verbindungen sein lassen. Steckverbindungen haben nicht die gleichen Qualitäten.
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17

Montag, 21. Mai 2007, 21:52

Re: Facelift?

Zitat von »"Mosi"«

Guten Abend!

Die Trix Re 4/4 I habe ich übrigens deswegen stehen lassen. Vielleicht gibt es dort aber ja auch mal ein Facelift


Hallo Mosi,

ich kann Dich "beruhigen" - in absehbarer Zeit wird dies NICHT geschehen. Der Grund ist ein ganz einfacher (technischer): die dort und in anderen Modellen verwendeten LED Platinen haben gebondete LED's. In warmweisser Ausführung (siehe auch die Bemerkung meines Nachnamensvetter Martin Lutz) habe ich sie noch nirgends gesehen - ist bislang eben noch "exotisch" oder technisch eben zu aufwändig. Die einzige Alternative wäre eine eigene Platine mit diskret montierten LED's dafür zu entwickeln.

Zitat

(Kann eigentlich auf dem neuen Print der Re 4/4 I von HAG ein Tausch gegen normalweiße LED vorgenommen werden?)


IMHO ja, denn die LED's auf der HAG Platine sind diskret montiert. Man braucht somit also nur ein SMD Löteisen und eine ruhige Hand (oder eine ganz liebe Frau die derlei Dinge schon genetisch bedingt wesentlich besser kann). :D
_______________________________________________________________________________
Gruss, Lutz

Märklin und was halt sonst noch einigermassen dazu passt, wie z.B. HAG. :wink:
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erwa20

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18

Montag, 21. Mai 2007, 22:06

Hallo sbb_bls_rm

Erklärst du bitte mal die Unterschiede? Sind Digitalschnittstellen nicht auch gesteckte Kontakte? Wäre es nicht einfacher wenn z.B. die Motoranschlüsse Steckverbindungen wären und man dadurch das ganze Motordrehgestell zu Wartungszwecken ohne Löten ausbauen könnte? Was hälst du von Steckkontakten die in der Industrie z.B. in Maschinensteuerungen zur Anwendung kommen? Auch in Autos und Nutzfahrzeugen finden sich Steckkontakte. Sollte doch auch bei der Modellbahn möglich sein?

Ich habe in meinen HAG Loks bei denen ich die Motoranschlüsse abgelötet habe teilweise Steckkontakte verbaut. Dabe habe ich Stift- und Buchsenleisten verwendet an denen ich einfach die gewünschte Anzahl Kontakte abgeschnitten habe. Hat den Vorteil das es recht kostengünstig ist und der Motor bei falscher Polung einfach umgesteckt werden kann. Bis jetzt hat es funktioniert. Die Idee dazu habe ich von meinem Velo, kein Witz! Nach dem ich das Kabel des Tachogebers abgerissen hatte, habe ich mir eine Steckverbindung wie oben beschrieben eingebaut. Der einzige unterschied: Beim Velo habe ich Schrumpfschläuche mit Heisskleber verwendet. Das ist bei meiner Modellbahn nicht nötig.
Hier ist zu sehen wie ich das beim Velo gemacht habe:
http://www.8703.ch/beat/pdf/brompton_kabel.pdf
Was beim Velo mehrere Jahre funktioniert sollte doch auch in einer HAG-Lok funktionieren.
Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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19

Dienstag, 22. Mai 2007, 05:29

Zitat von »"MartinLutz"«

Wir dürfen hier keinesfalls den Preis rechnen, den wir Privatkunden bei Conrad, Distrelec usw. zahlen müssen.


Andere Quellen habe ich leider nicht zu Verfügung, da ich nichts mit der Elektronik Produktion zu tun habe.

Zitat von »"MartinLutz"«

Im Grosshandel der Elektronikbranche bin ich überzeugt davon, dass eine warmweisse 0603er LED (zB. Hersteller Yoldal) unter 1.- CHF zustehen kommt.


Es wäre sehr hilfreich wenn du einmal herausfinden könntest wie gross der Preisunterschied zwischen einer gelben und einer warmweissen LED ist, das könnte vielleicht endgültig die Mär der viel zu hohen Kosten entkräften.

Mir hast du auf jeden Fall geholfen, ich weiss jetzt wer solche LED's herstellt.

Zitat von »"MartinLutz"«

Aber wenn es bei HAG denn schon weisse LEDs sein müssen, dann bitte die warmweissen LEDs und nicht die standartweissen, die bläulich leuchten. Ansonsten würde ich selbst bei den modernsten Loks die gelben LEDs vorziehen. Den gleichen Fehler wie beim DOSTO2000 Steuerwagen bitte nicht noch einmal!!


Bei aller berichtigter Kritik, es wurde doch oft vorgeschlagen mit einem gelben Glasmalstift oder Farbe die LED einzufärben um den Blaustich weg zu bekommen. Ich zum Beispiel ziehe eine weisse LED den gelben vor, so unterschiedlich sind eben die Geschmäcker.

Ich habe mich entschlossen das Pferd von hinten aufzuzäumen und den umgekehrten Weg zu gehen. Ich werde die SBB in einem Schreiben angehen und sie dazu bewegen in Zukunft Xenon Scheinwerfer in die Loks und Steuerwagen einzubauen und plötzlich sind die kaltweissen LED's absolut Vorbildrichtig. :wink:

Immerhin ist auch bei den Autos der Xenon Scheinwerfer ein Erkennungsmerkmal der Oberklasse und bei der SBB bin ich auch ausnahmslos mit Chauffeur unterwegs, was eigentlich schon der Luxusklasse entspricht. :wink: :lol:
Gruss Erwin,

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Dienstag, 22. Mai 2007, 06:07

Zitat von »"sbb_bls_rm"«

Im Sinne der Qualität würde ich dies bei den gelöteten Verbindungen sein lassen. Steckverbindungen haben nicht die gleichen Qualitäten.


Schau dir einmal den Steuerungsschrank einer CNC-Werkzeugmaschine an, die Printe und Boards sind alle gesteckt, IC's sind in Sockel gesteckt. Die Beanspruchung dort ist sicher um einiges höher und das ist Technik die sich seit mehr als 20 Jahren bewährt hat.

Zuhause habe ich einen Revox Tuner B760 um die 27 Jahre alt. Der ist gefüllt mit Steckverbindungen aller Art. Ich hatte bis heute noch nie einen Ausfall.

Sind Steckverbindungen seriös gemacht sehe ich persönlich keinen Nachteil darin. Bei einem Bausatz bleibt es mir sogar offen, dass ich die Steckverbindungen löten kann falls sie mich nicht überzeugen.
Gruss Erwin,

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