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fmodell

Forumist

Beiträge: 93

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1

Samstag, 21. Februar 2009, 09:12

Tagblatt Artikel über Hag

Heute war folgender Artikel über Hag im Tagblatt:

Mörschwil. Zwei Wochen ist es her, seit der traditionsreiche Modellbahnbauer Märklin Insolvenz anmeldete. Seither schlägt dem schwäbischen Unternehmen eine Sympathiewelle entgegen, wie auch Ostschweizer Händler bestätigen: «Das Geschäft mit Märklin läuft momentan gut. Märklin ist ein Mythos, den viele am Leben erhalten wollen», begründet zum Beispiel der Romanshorner Händler Peter Rechsteiner.

Der einzige industrielle Modellbahnhersteller der Schweiz, die Hag Modelleisenbahnen AG, ist in Mörschwil beheimatet. Um die Firma ranken sich bereits seit längerem Gerüchte, dass auch sie kurz vor der Insolvenz stehe. «Wenn Hag bis im März keinen Investor findet, dann muss die Firma ihre Bilanz deponieren», sagt ein Händler aus dem Kanton Zürich. Auch Rechsteiner hat gehört, dass Hag mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfe.

Gerüchte stimmen teilweise
«Es stimmt, wir haben finanzielle Probleme», kommentiert Werner Gahler, Geschäftsführer der Hag Modelleisenbahnen AG, auf Anfrage die Gerüchte. «Das ist aber nichts Neues, daher erstaunen mich die Gerüchte auch nicht. Wir kämpfen seit Jahren ums Überleben.» Doch wie ernst ist es wirklich? Steht die Hag Modelleisenbahnen AG tatsächlich kurz vor dem Konkurs, wie aus Modellbähnlerkreisen zu hören ist? «Ganz so schlimm ist es nicht, Konkurs müssen wir nicht anmelden», sagt Gahler.

Finanziell auf Rosen gebettet ist das Mörschwiler Unternehmen seit Jahren nicht mehr. In den vergangenen Jahren ging der Umsatz stetig zurück. Auch die Zahl der Mitarbeiter musste reduziert werden. Meist geschah dies durch natürliche Abgänge, doch «Ende Januar mussten wir auch acht Personen entlassen», bestätigt Gahler, der die Leitung der Firma 1979 von seinem Vater Alwin übernommen hatte. Damit sind in Mörschwil derzeit noch 23 Mitarbeiter beschäftigt.

Kleine trifft es härter
Händler und Sammler bemängeln, dass die Hag AG schlicht zu lange brauche, um ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. Zudem habe sie strukturelle Probleme. Werner Gahler bestreitet das vehement. Er macht vielmehr fehlenden Sammlernachwuchs sowie die allgemein spürbare Krise in der gesamten Branche für die Schwierigkeiten verantwortlich: «Die Jugend spielt nicht mehr mit Modelleisenbahnen. Und wenn schon der grosse Märklin Probleme hat, dann trifft es uns Kleine umso härter.»

Im Sommer kommt der Thurbo
Dass die Hag AG für ihre Produkte höhere Preise verlangt als die ausländische Konkurrenz, bestreitet Gahler nicht. Wer in der Schweiz produziere, habe höhere Kosten. «Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt, doch wir betreiben einen hohen Aufwand dafür. Darum sind wir teurer.»

Auch wenn die Lage schwierig ist, will Gahler auf keinen Fall aufgeben. Er ist sogar zuversichtlich, dass es bald wieder aufwärts geht. «Wenn alles nach Plan läuft, bringen wir im Sommer eine Neuheit auf den Markt – einen Thurbo des Typs GTW.»

Ähnliche Solidaritätswelle?
Sollte sich in den nächsten Monaten ein Investor oder gar ein Käufer melden, dann ist Gahler zu Verhandlungen bereit. An jeden verkaufen würde er allerdings nicht. «Es muss jemand mit Herzblut sein. Wir sind der Mercedes unter den Modelleisenbahnen und haben eine grosse Fangemeinde.» Vielleicht zeigen diese Anhänger mit der Hag AG ja eine ähnliche Solidarität, wie sie Märklin erfahren durfte. Dann könnte das Unternehmen den Anschluss wieder schaffen.
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2

Samstag, 21. Februar 2009, 09:21

Hier der [url=http://www.tagblatt.ch/aktuell/ostschweiz/tb-os/Auch-Hag-vor-dem-Aus-;art138,1266473]Link[/url] zum erwähnten Beitrag im Tagblatt.
Gruss Erwin,

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modellbahner

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3

Samstag, 21. Februar 2009, 09:52

Also nichts neues ;)
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4

Samstag, 21. Februar 2009, 09:58

" Gerüchte Küche pur ?? "

Hat jemand konkret eine Ahnung wie hoch die Beträge sind, um welche es sich bei den "finanziellen Schierigkeiten" handelt ? Sind die jetzigen Schwierigkeiten nur kurzfristig ? Ist damit zu rechnen, wenn der GTW ausgeliefert werden kann, dass dann wieder Land in Sicht ist ? Bei einem tragbaren Betrag, gäbe es die Möglichkeit einer erneuten Aktienzeichnung für HAG-Freunde ? In Verbundenheit mit HAG San-Gottardo
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5

Samstag, 21. Februar 2009, 10:16

@San-Gottardo

meiner Meinung nach reicht da eine Million nicht mehr, da brauchts bedeutend mehr!

es grüsst
Kari
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6

Samstag, 21. Februar 2009, 10:22

Eine Bitte an alle, startet hier bitte nicht auch noch solche Spekulationsbeiträge um HAG, was zu tun, was zu lassen, was zu ändern ist und ich habe es schon immer gesagt.

Von unserer Seite können wir sehr wenig bis nichts zu einer Veränderung beitragen, schon gar nicht in Unkenntnis der wirklichen aktuellen Lage von HAG.

Besten Dank.
Gruss Erwin,

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7

Samstag, 21. Februar 2009, 10:28

Hallo zusammen,

interessanter Artikel, über den eigentlichen Inhalt bin ich nicht wirklich erstaunt, über die Aussagen von Herrn Gahler dafür umso mehr.

Da wird über fehlenden "Sammlernachwuchs" lamentiert, anscheinend hat man bei HAG noch nicht kapiert dass Modelle mit solch astronomischen Preisen wie sie bei einem HAG-Modell vorherrschen vom Grossteil der Modellbahn-Gemeinde schlicht und einfach nicht gesammelt werden kann.
Unter Nachwuchs verstehe ich Hobbykollegen >25 Jahren (also auch ich), in diesem Alter hat eine Person selten einen so gut bezahlten Job dass er sich HAG-Loks nach belieben kaufen kann, die logische Folge davon ist dass der Nachwuchs entweder sein ganzes Taschengeld/Lohn auf eine einzige Lok hin sparen muss oder dann auf günstigere Produkte ausweicht, und von denen gibts genug.

Ein Beispiel:
Letzthin wollte ich zwecks Erweiterung meines Inland-Güterzuges einen Schiebewandwagen des Typs Habils kaufen. Diesen Wagen gibts in HO von HAG sowie Rivarossi, da ich mit den HAG Rungenwagen die ich besitze recht zufrieden bin favorisierte ich den HAG-Wagen.
Als ich dann im Internet mal zwecks Vergleich nach beiden Wagen bzw. deren preis gesucht habe traf mich fast der Schlag, oder mind. fast der Preis-Hammer. ;-)
Über 100.- für den HAG-Habils, teilweise sogar deutlich über der 100.- Grenze, währenddem ein Rivarossi-Wagen je nach Händler zwischen 40-50.- liegt und m.E. sogar noch schöner ausgeführt ist (kleinere Details) als sein HAG-Pendant.
Nach dieser Feststellung war der HAG-Wagen für mich gestorben, und ich habe mir einen Rivarossi Habils bestellt. Letzteren gibts zwar momentan nur in der Epoche IV-Version, aber diesen kompromiss nehme ich für den moment in kauf, und hoffe dass von Rivarossi mal noch ein Habils in Epoche V erscheint. (Oder gabs das bereits einmal??)

Dieses Beispiel ist sicherlich kein Einzelfall, und soll aufzeigen dass modellbahner der jüngeren Generation eben nicht nur darauf achten ob das Gehäuse aus Metall ist oder ob das Modell in der Schweiz hergestellt wurde, sondern eben auch auf den Preis und vor allem auf das Preis/Leistungsverhältnis

Vielleicht sollte sich HAG da mal Gedanken darüber machen. (Wenn hier überhaupt jemand von HAG mitliest)

Gruss
Daniel
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litra_eg

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8

Samstag, 21. Februar 2009, 11:18

Moin Daniel,

auch, wenn das Geld nicht mehr wird: ich habe in den letzten Monaten meine Chinaloks verkauft, und mir dafür weniger, aber Hag und Roco, zugelegt.

Warum?

Hornbyrossi mag billig sein, und fein detailliert. Aber die Materialien, der verwendete Kunststoff, überzeugen mich nicht, da ist der von Roco und GFN imho deutlich weniger spröde. Kleben kann man das Chinazeug mit "normalem" Plastikkleber auch nicht, da versaut man sich das Modell mit. Und bei Chinaloks- und -wagen fällt immer mal gerne was ab... :wink:

Von meiner - ohne jemandes Zutun - zersplitterten (!!!) Hornbyrossi-E402A will ich mal lieber schweigen... :(

China hält sich nicht immer an die Spezifikationen - wer jemals versucht hat, eine Fleischmann-KK in einen Hornbylima-Wagen reinzuwürgen, der weiß, was ich meine.

Am allerschlimmsten: Ersatzteile. Bei allfälligen Rangierunfällen kann ich bei Hag oder größtenteils Roco die Teile bestellen, und habe sie. Bei Acme, Railtop, und am allerübelsten Hornby kann ich auf bestellte Teile warten, bis der Papst aus dem Talmud predigt (so ich sie überhaupt bestellen kann). Wenn mir also eine solche - sehr schöne und nicht immer billige - Lok kaputtgeht, dann hab ich entweder teuren Schrott auf den Anlage stehen, oder ich muß mir, frickel-frackel - selber was stricken.

Von der qualitativen Streuung sind die Chinasachen auch bisweilen "a box of chocolates - you never know what you´re going to get" (Forrest Gump).

Von daher sind die Preise durchaus hoch (gebraucht dann nicht mehr so), aber man bekommt auch einen entsprechenden Gegenwert dafür.
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9

Samstag, 21. Februar 2009, 11:30

Zitat von »"|Daniel|"«

Da wird über fehlenden "Sammlernachwuchs" lamentiert, anscheinend hat man bei HAG noch nicht kapiert dass Modelle mit solch astronomischen Preisen wie sie bei einem HAG-Modell vorherrschen vom Grossteil der Modellbahn-Gemeinde schlicht und einfach nicht gesammelt werden kann.
Unter Nachwuchs verstehe ich Hobbykollegen >25 Jahren (also auch ich), in diesem Alter hat eine Person selten einen so gut bezahlten Job dass er sich HAG-Loks nach belieben kaufen kann, die logische Folge davon ist dass der Nachwuchs entweder sein ganzes Taschengeld/Lohn auf eine einzige Lok hin sparen muss oder dann auf günstigere Produkte ausweicht, und von denen gibts genug.


Daniel,

Deine Argumentation trifft sicher auf dich und bestimmt noch viele andere zu, aber eben nicht auf alle. :!:

Egal welche Art Produkt, du findest nahezu alles in billig Ausführung, höher preisig und in Luxus Ausführung. Hat ein Anbieter davon nicht das richtige Preis/Leistungsverhältnis verschwindet er wieder vom Markt.

Das dein obiges Beispiel nicht für alle zutrifft kann ich ganz einfach mit meiner Person belegen. Während der Lehre habe ich mir Kleinserien Modelle in Spur N geleistet, habe dafür aber auf das Autofahren verzichtet. Direkt nach der Lehre habe ich mir mit meinem ersten Lohn ein Messingmodell in H0 geleistet. Diesen Modellen bin ich bis etwa 2003 mit wenigsten Ausnahmen ausschliesslich treu geblieben.

Du siehst von sich auf andere zu schliessen passt meistens nur angenähert.

Deswegen denke ich hat HAG bis zum heutigen Tag seine Daseinsberechtigung, als günstiges Produkt gilt HAG schon seit langer Zeit nicht mehr. Hochwertige Modelle von Märklin, Roco, Fleischmann und Brawa sind auch kaum günstiger.
Gruss Erwin,

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10

Samstag, 21. Februar 2009, 11:50

@litra_eg

Bei den Alternativen rede ich weniger von "China-Modellen" oder "Hornbyrossi", sondern eher von Roco/Fleischmann, Liliput oder gar Mätrix. (Klar, auch diese lassen ihre Produkte teilweise in China fertigen)

Dass bei diesen Modellen im Gegensatz zu HAG-Loks gerne mal was abfällt liegt wohl nicht unbedingt an der Qualität der Modelle sondern auch daran inwiefern kleine Details nachgebildet wurden und vor allem wie umfangreich diese vorhanden sind. Bei irgend einer älteren Stangenlok sind in der Regel mehr feine Details vorhanden (welche abfallen können) als z.B. bei einer HAG Re 4/4 II, dies sollte nicht ausser Acht gelassen werden.

Bei einer HAG 460er sind mir auch schon die Scheibenwischer abgefallen, trotzdem ziehe ich dieses Modell hier nicht gleich durch den Dreck.

Für mich hat eben ein Metallgehäuse absolut keine Priorität, im Gegenteil, eigentlich habe ich sogar lieber ein Kunststoffgehäuse, denn dieses kann erstens feiner Ausgeführt werden (Gravuren, Wandstärken), und zweitens eignet sich ein Kunststoffgehäuse - aus meiner Sicht - auch besser für Umbauten usw.

@Cebu

Einverstanden, aber was genau verstehst du unter "hochwertige" Modelle welche sich angeblich in ähnlichen Preisgruppen wie HAG-Modelle bewegen?
Ist für dich z.B. eine Roco Re 6/6 kein hochwertiges Modell ? (Kostet weniger als die Hälfte als der HAG-Pendant)

Deine Aussage zum Preis/Leistungsverhältnis passt recht gut in diesen Thread, denn ich werde das Gefühl nicht los dass HAG langsam aber sicher genau mit diesem Problem zu kämpfen hat.
Bestes Beispiel ist der GTW, am angeblichen "Handmuster" (http://www.aebi-modellbahnen.ch/pictures…1_GTW_2_6_2.jpg) müsste noch so einiges geändert bzw. verbessert werden damit hier das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. (Ist jetzt meine Meinung, aber ich denke da gehst du mit mir weitgehend einig)
Klar, abschliessend beurteilen kann man das Modell erst wenn es ausgeliefert wurde und beim Händler steht. Aber grundsätzlich unterstütze ich deine Theorie dass dieses "Handmuster" bereits mehr oder weniger die endgültige Ausführung des GTW zeigt, sollte dies so sein warte ich gespannt auf die ersten objektiven Testberichte, spätestens dann kommt aus ob HAG hier der grosse Wurf gelungen ist um wieder zum Aufwärtstrend zu finden...
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11

Samstag, 21. Februar 2009, 12:00

Zitat von »"|Daniel|"«

Einverstanden, aber was genau verstehst du unter "hochwertige" Modelle welche sich angeblich in ähnlichen Preisgruppen wie HAG-Modelle bewegen?
Ist für dich z.B. eine Roco Re 6/6 kein hochwertiges Modell ? (Kostet weniger als die Hälfte als der HAG-Pendant)


Die Roco Ae 6/6 ist zum Teil sehr schön gemacht. Persönlich stören mich an vielen Roco Modellen die hellen und teils durchscheinenden Kunststoffteile, z.B. Puffer und Drehgestelle, das trifft auf viele Ae 6/6 von Roco zu.

Welches Modell hochwertiger ist muss jeder für sich selbst ausmachen. Meine Ansprüche werden sehr gut durch die HAG Modelle abgedeckt. Dafür zahle ich auch gerne etwas mehr. Bei den Ae 6/6, Re 6/6 und Re 460 Modellen ist für mich HAG klar die Beste Wahl trotz des viel höheren Preises im Vergleich zu Roco.
Gruss Erwin,

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litra_eg

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12

Samstag, 21. Februar 2009, 12:17

Zitat von »"|Daniel|"«



Bei einer HAG 460er sind mir auch schon die Scheibenwischer abgefallen, trotzdem ziehe ich dieses Modell hier nicht gleich durch den Dreck.

Für mich hat eben ein Metallgehäuse absolut keine Priorität, im Gegenteil, eigentlich habe ich sogar lieber ein Kunststoffgehäuse, denn dieses kann erstens feiner Ausgeführt werden (Gravuren, Wandstärken), und zweitens eignet sich ein Kunststoffgehäuse - aus meiner Sicht - auch besser für Umbauten usw.


- 460: klar können die abfallen, und wenn Du den Schebenwischer nicht wiederfindest, genügt ein Fax nach Mörschwil, und Du bekommst einen Ersatzwischer. Versuch das mal bei Rivarossi...

- Metall: mir ist, wie ich immer wieder (offenbar immer noch nicht oft genug) geschrieben habe, das Material egal, solange ein gutes Modell dabei herauskommt. Deswegen vergleichen wir ruhig mal zwei sehr gut detaillierte Dampfloks: eine Rivarossi-58 und eine Gützold 18.0. Beide Lokomotiven hatte/habe ich, deswegen kann ich mir ein Urteil erlauben. Gützold: Made in Germany, wunderschöne Fahreigenschaften, größtenteils aus Kunststoff, Ersatzteilservice ist bei Gützold vorbildlich, und man erzählt Dir auch am Telefon Schritt für Schritt, in welcher Reihenfolge die Lok zerlegt und zusammengesetzt wird. Mit Messingätz- und Metallteilen verfeinert. Laufeigenschaften aller-allererste Sahne. Kostet Geld. Rivarossi 58: Made in China, diverse Umsatzungsfehler (Bahnräumer, Treibachse falsch montiert), kann aufgrund des spröden Materials nicht zerlegt werden (ist wohl auch nicht vorgesehen), nur der Tender kann w/ Digitalisierung geöffnet werden, Ersatzteile gibt es wohl auf dem Papier, in Echt eher nicht, läuft rauh, kann aber zum Abschmieren nicht zerlegt werden. Sehr schön anzusehen, läuft rauh und taumelt leicht (weswegen meine zum Händler zurück ist, der sagte, daß alle Modelle, die er hatte, das so haben).

Gützold:



Link zur Rivarossi:
EK-Forum

Von welcher hat Du mehr, von der teureren, die auch vom Hersteller "supportet" wird und die so konstruiert ist, daß sie länger hält, oder von der billigen, die nach meinen und den Erfahrungen meines Händlers gerade von zwölf bis Mittag hält, dafür aber billig-billig ist?

Der Geizige zahlt zweimal.
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13

Samstag, 21. Februar 2009, 12:33

@Cebu

Ich rede von der Roco Re 6/6, nicht Ae 6/6 ;-)

Bei den Ae 6/6 sowie Re 6/6 legst du demnach keinen grossen Wert auf die kleinen Details, dann mag die HAG-Lok ganz ok sein. Die HAG Re 460 ist in der Tat sehr schön ausgeführt, von der Besitze ich auch die einte oder andere Variante welche mir gut gefällt aber von Roco nicht produziert wurde. (Bzw. nicht produziert werden durfte weil sich HAG die Exklusivrechte gesichert hat, das ist übrigens ein Punkt mit dem sich HAG bei mir viele Sympathiepunkte verspielt hat)

Was mich an HAG-Loks noch stört und mal gesagt werden muss sind die Federpuffer an den Loks, was genau bringen diese ausser höhere Preise? Erstens machen diese optisch einen bedeutend schlechteren Eindruck als die fein gravierten Puffer von Roco & co., und zweitens neigen sie zu folgendem: http://www.suter-meggen.ch/HO%20Netto/HA…ilder/11033.jpg

Bei den HAG-Loks die ich besitze sind die Puffer verglichen zu den Federpuffern an den Liliput Kieswagen zudem noch relativ schwergängig, so dass sie betriebstechnisch überhaupt nichts bringen.
Federpuffer sind etwa so geniale "Specials" wie die neu angekündigten funktionsfähigen Teleskophaubenwagen von Roco, ich wette ausser mir hat die GANZE Modellbahnwelt sehnsüchtig auf diese Neuheit gewartet *lol* ;-)
(Ihr seht also, ich sage nicht einfach alles was Roco macht ist gut...)


@litra_eg

Nochmals, in Sachen Lokmodelle ist Rivarossi & co. für mich KEINE Alternative zu HAG, Roco usw. hingegen schon, und dort hatte ich bis auf eine Ausnahme noch nie irgendwelche Probleme mit neuen Modellen ab Werk.
Bei meiner weissen Crossrail-185er von Roco war die Platine defekt, ich konnte die Lok dann dem Händler zurücksenden und er hat sie zu Roco zwecks Reparatur eingeschickt. Genau 19 Tage nachdem ich die Lok zur Post gebracht habe konnte ich sie wieder vom Postboten in Empfang nehmen, wohlgemerkt obwohl sie 2 mal über meinen Händler geschickt wurde und nicht etwa von mir direkt an Roco. Ob das bei einer defekten HAG-Lok wirklich viel schneller gehen würde?!

Mit Roco-Ersatzteilen hatte ich bis jetzt noch nie Probleme, habe das gewünschte immer erhalten, teils innerhalb einer Woche, teils halt erst nach einigen Wochen, aber die Zeit habe ich...

Wie das mit den Ersatzteilen bei Hornby, Rivarossi und co. aussieht kann ich nicht beurteilen, da ich von diesen Herstellern keine Loks besitze und demnach auch noch nie auf deren Ersatzteile angewiesen war.
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litra_eg

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14

Samstag, 21. Februar 2009, 13:04

Zitat von »"litra_eg"«

...ich habe in den letzten Monaten meine Chinaloks verkauft, und mir dafür weniger, aber Hag und Roco, zugelegt....Bei allfälligen Rangierunfällen kann ich bei Hag oder größtenteils Roco die Teile bestellen, und habe sie...


Daniel,

sei so nett und lies Dir das oben, extra für Dich, aufgeführte Zitat bitte nochmal durch. Vielleicht auch den Ursprungspost? Merci. :roll:

So denn. In Deinem ersten Post stellst Du schweizer Waggons von Hag der Chinaware von Hornby-Rivarossi entgegen. Jetzt dreht es sich auf einmal nicht mehr um Güterwagen von Rivarossi, sondern um Re6/6er von Roco. Was genau ist denn nun Dein Anliegen, außer, daß Dir Hag zu teuer ist?

Ich habe einmal eine Roco-Re 6/6 gehabt, und sie mit Aufpreiszahlung gegen eine Hag getauscht. Die Roco-Lok hat imho mehr Details, das ist schon richtig. Sie ist auch nicht schlecht, aber bei diesem Modell hat mich zum einen die miese Beleuchtung an sich (sehr dunkel) gestört, und dann noch, daß diese durch das Gehäuse durchschien. Außerdem brachte (wieder imho) die Hag-Maschine den Eindruck der Re6/6 besser rüber; die Lackierung, das verchromte Kreuz, die schöneren Räder... aber das muß jeder für sich entscheiden.

Roco und Qualität halte ich jedoch - leider! - in letzter Zeit für ein Gerücht. Mein Händler mußte wegen diverser Mängel (an fast jeder Lok ein anderer) eine komplette Lieferung SBB 482er zurückgehen lassen. Als ich mir vor ca. 1 1/2 Jahren meine 146er gekauft habe, war eine aus fünfen gut. Wenn Du bislang von sowas verschont geblieben bist, freut mich das - aber Roco im Versand, nach dem, was ich beim Händler mitbekomme? Caveat emptor! Wenn man ein "gutes" Modell erwischt hat, ist Roco wirklich toll, aber zur Zeit scheinen sie dort unanständige Qualitätsprobleme zu haben, wie man auch anderswo lesen kann.
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15

Samstag, 21. Februar 2009, 19:45

Zitat von »"|Daniel|"«

Die HAG Re 460 ist in der Tat sehr schön ausgeführt, von der Besitze ich auch die einte oder andere Variante welche mir gut gefällt aber von Roco nicht produziert wurde. (Bzw. nicht produziert werden durfte weil sich HAG die Exklusivrechte gesichert hat, das ist übrigens ein Punkt mit dem sich HAG bei mir viele Sympathiepunkte verspielt hat)


Die Märklin Re 460 Werbeloks der Swiss Collection Serie durften auch nur von Märklin produziert werden, hat Märklin deswegen auch deine Sympathie verspielt? :wink:

Das man sich mit Exklusivrechten einen Marktvorteil verschaffen will ist für mich nichts anstössiges, egal welcher Hersteller es macht.
Gruss Erwin,

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litra_eg

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16

Samstag, 21. Februar 2009, 21:10

Erwin, Daniel,

Roco macht das mit diversen ÖBB-Taurus-Modellen genauso: die Semmering zum Beispiel, die Kyoto und die Licht im Dunkel wirst Du von anderen Herstellern ebensowenig finden, wie die verkehrsrote 103.1 der DBAG.

Daniel, hat Roco jetzt auch Sympathien bei Dir verspielt? :roll:
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Unholz

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17

Samstag, 21. Februar 2009, 21:36

Re: Tagblatt Artikel über Hag

Zitat von »"fmodell"«

«Wenn Hag bis im März keinen Investor findet, dann muss die Firma ihre Bilanz deponieren», sagt ein Händler aus dem Kanton Zürich.


Ich habe bisher ganz bewusst (auch auf meiner Homepage) solchen Stuss nicht weiterverbreitet, weil das HAG-Forum nicht auf das Niveau von zwei etwas nördlicher betriebenen Gerüchteküchen absinken sollte, wo ja in den letzten drei Wochen Hunderte von "Experten" ihre Meinung zur Märklin-Insolvenz abgegeben haben.

Deshalb nur kurz dies: Es ist ziemlich klar, aus welchem Zürcher Laden der obige Satz stammt... :evil: Und bei solchen "qualifizierten" Aussagen sollte man sich halt immer vor Augen halten, dass es auch Leute gibt, die aus persönlichen Gründen bzw. wegen gewisser Beziehungen zu Ex-Mitarbeitern ein Ende von HAG geradezu erhoffen.

Wie heissen doch gleich diese grossen, aasfressenden Greifvögel, die in grosser Höhe segelnd nach Kadavern und ähnlichem Ausschau halten...? :(

Mit Forumistengruss, Stefan
________________________

"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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18

Samstag, 21. Februar 2009, 21:42

Re: Tagblatt Artikel über Hag

Zitat von »"Unholz"«

Wie heissen doch gleich diese grossen, aasfressenden Greifvögel, die in grosser Höhe segelnd nach Kadavern und ähnlichem Ausschau halten...? :(


Geier ?(: :wink: :lol:


Gruss, Patrik
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Unholz

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19

Samstag, 21. Februar 2009, 22:30

@OL10: Ach ja, klar - die meinte ich doch... :lol:

Mit Forumistengruss, Stefan
________________________

"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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20

Sonntag, 22. Februar 2009, 00:00

Re: Tagblatt Artikel über Hag

Zitat von »"Unholz"«


Ich habe bisher ganz bewusst (auch auf meiner Homepage) solchen Stuss nicht weiterverbreitet, weil das HAG-Forum nicht auf das Niveau von zwei etwas nördlicher betriebenen Gerüchteküchen absinken sollte, wo ja in den letzten drei Wochen Hunderte von "Experten" ihre Meinung zur Märklin-Insolvenz abgegeben haben.

Stefan,

es ist eine Sache ob sich ein Händler (aus seiner Sicht) zur Situation bei HAG äussert oder ob dies Herr Gahler selbst tut. Seine zitierten Aussagen hören sich jedenfalls nicht unbedingt beruhigend an und sind ebensowenig neu. Das ist es was mich viel mehr "beschäftigt". Es dürfte auch hinreichend bekannt sein dass HAG jahrelang keinen Konstrukteur hatte und wie man sieht reicht eine Handvoll speziell lackierter Sondermodelle auch bei weitem nicht aus um die Gehälter der Mitarbeiter bezahlen können.

An HAG Sammlern mangelt es hier im Forum sicher nicht; die Krux ist doch ob und wie man Andere dazu motiviert es einem gleichzutun.
_______________________________________________________________________________
Gruss, Lutz

Märklin und was halt sonst noch einigermassen dazu passt, wie z.B. HAG. :wink:
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