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1

Donnerstag, 9. April 2009, 16:41

Uhlenbrock Decoder 76200 mit Lastregelung f. Allstrommotoren

Hallo,

eigentlich bin ich ein Freund von "ganzen Sachen".

Habe aber eine HAG-Lok mit Allstrommotor, wo ich etwas schwieriger an den Permanentmagneten herankomme.

Hat schon jemand Erfahrung mit diesem Decoder bei HAG oder Märklin-Loks ?

Verlockend wäre es schon, wenn man die technischen Daten des 76200 anschaut (Lastregelung, Programmierung der Motorkennlinie usw.)

Viele Grüße,
Harald
__________________________________________

Mit einer Re 4/4 I TEE fing es an....................
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Lidokork

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2

Donnerstag, 9. April 2009, 21:18

Hallo Harald

bei "gewöhnlichen" HAG-Loks, damit meine ich solche mit dem Motor 64 und dem Motor 88, kommt die Digitalisierung trotz zusätzlichem Permanentmagnet mit einem ESU Lopi V3 günstiger, und die Fahreigenschaften sind über alle Zweifel erhaben (was man bei der Forumslektüre über den Uhlenbrock 76200 nicht sagen kann). Der Magnet ist übrigens auch direkt bei HAG erhältlich.

Wenn Du einen der schwierigen älteren Triebwagen der 150er-Serie mit dem "Sägezahn-Motor" digitalisieren möchtest, gibt's hier im HAG-Forum bereits verschiedene Beiträge. Betr. 76200 siehe auch mal hier.

Viele Grüsse

Peter
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Terry

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3

Donnerstag, 9. April 2009, 22:05

Zitat von »"Lidokork"«

Hallo Harald

...kommt die Digitalisierung trotz zusätzlichem Permanentmagnet mit einem ESU Lopi V3 günstiger, und die Fahreigenschaften sind über alle Zweifel erhaben
Viele Grüsse

Peter


Hoi Peter, ich bin erst seit ca. 2 Wochen hier im Forum und habe festgestellt, dass nahezu alle Autoren den ESU Lopi 3 favorisieren. Ich selbst fahre 2-Leiter DCC und habe fast alle meine Hag Loks mit Lenz-Golddecoder digitalisiert. Von ESU bin ich trotz sehr guter Fahreigenschaften abgekommen wegen der bekannten Nachteile bei Stromunterbrechungen. Nur vereinzelt sind bei mir noch alte ESU Lopi 1 und Vs. 2 in Betrieb, falls es die Stromabnahme zulässt ( Stichwort Alzheimer ). Gibt es denn irgendeinen Grund, bei Hag-Loks ausschliesslich den LOPI 3 einzusetzen oder hängt dies mit Sound-Funktionen zusammen, die für mich allerdings nicht interessant wären. Ich höre den original Hag-Sound nämlich sehr gerne und meine Re 6/6 klingt auch ohne Sound-Modul fast wie das Original. Ich muss dazu sagen, dass ich den Lopi 3 nicht kenne und mir deswegen auch kein Urteil erlauben kann.
Gruss, Michael
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Lidokork

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4

Freitag, 10. April 2009, 00:02

Hallo Michael

dass hier im Forum relativ viele mit ESU-Decoder fahren, dürfte mehrere Gründe haben. Erstens werden - nach der anfänglichen Digitrax-Zeit - die HAG-Loks nun schon seit längerem mit ESU-Decodern ab Werk ausgestattet. Für mich als 3-Leiter-Fahrer gibt es da wohl kaum eine Alternative, obschon auch ich mit DCC fahre. Aber für etwaige Einsätze auf Analoganlagen kommt für mich nur ein Decoder in Frage, der auch WS-analog betrieben werden kann.
Dann hat sich seit den Zeiten des "Alzheimer-Decoders", das war übrigens nur die erste Ausgabe des Lokpilot (also der "Lopi V1"), recht viel getan. Seit dem V2.0 hat der Decoder ein "Gedächtnis", das in CV 124 aktiviert werden kann. Wenn hier die "Speicherung der aktuellen Geschwindigkeit" aktiviert ist, dann kannst Du auf der Anlage den Digitalstrom sogar mehrere Sekunden ausschalten und die Lok fährt bei wieder eingeschaltetem Strom sofort und ohne Beschleunigungszeit mit der vorher aktiven Fahrstufe los (bei mir ist die CV 124 jedoch generell deaktiviert, und wenn eine Lok Kontaktprobleme macht, dann versuche ich, diese direkt an den Radkontakten bzw. am Schleifer zu beheben). Gegenüber Deinen Lenz-Decodern ist einzig der Energiespeicher in Form von zusätzlichen Kondensatoren nicht vom Decoderhersteller käuflich, sondern muss selber gebastelt werden. Da ich selber keinen aktuellen Lenz-Decoder habe (nur ältere Typen wie den LE 900), kann ich allerdings keinen Vergleich zwischen ESU und Lenz machen. Verglichen mit einem Zimo MX63, der mittlerweile in einer Lima-Lok arbeitet, beschleunigt und bremst der ESU geschmeidiger (d.h. man spürt die einzelnen Fahrstufen weniger), dafür kann der Zimo auf Fahrstufe 1 noch langsamer eingestellt werden als der ESU.
Sound hat auch der "Lopi V3.0" nicht, sondern erst die "Loksound"-Decoder (deren Fahrteil ist mit den soundlosen "Lokpiloten" weitgehend identisch).

Wenn Du mit den Lenz-Decodern zufrieden bist und kein Motorola und WS-analog benötigst, sehe ich keinen Grund, auf ESU umzusteigen.

Und noch ein Tipp: ich habe meine wenigen Lopi V1 zu einem grossen Teil in Re 460 eingebaut. Durch den grossen Radstand hat die Lok trotz "Alzheimmer-Decoder" bei mir kaum Kontaktprobleme und fährt damit bestens (besser als z.B. in einer Re 4/4'').

Viele Grüsse

Peter
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Terry

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5

Freitag, 10. April 2009, 09:44

Peter, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort auf meine Frage. Bei 2-Leiter-Betrieb ist ja die Stromabnahme nicht so gut wie bei Deinem System. Deswegen bevorzuge ich den Lenz-Decoder, da ich ihn sehr einfach und preiswert puffern kann. Auch meine Re 460 sind hinsichtlich Stromabnahme nicht die allerbesten, weswegen auch hier der gepufferte Lenz eingesetzt wird. Die Fahreigenschaften des Lopi ( auch Vs. 1 ) sind auch in meinen Augen hervorragend, nur ist es mir noch nicht gelungen, eine wirkungsvolle Pufferung dieses Decoders zu erreichen. Bei Re 6/6 hingegen oder Ae 8/14 sehe ich keinen Grund, den "alten" Lopi auszutauschen, da die Stromabnahme ok ist. Natürlich ist es auch für mich oberstes Gebot, zunächst die Stromabnahme zu optimieren, ich schätze aber auch sehr, dass die Loks durch die Pufferung einen deutlichen Auslauf erhalten, ähnlich dem Einsatz einer Schwungmasse. Denn in meinen Schattenbahnhöfen fahren die Loks bei Erreichen des Ziels in eine Lichtschranke, die dem Gleis die Stromzufuhr komplett entzieht. Diese Schaltung ist noch ein Relikt aus meiner Analogzeit, ich hatte vor ein paar Jahren auf digital umgestellt, aber eben nur den Strecken-Fahrbetrieb. Die Loks halten im SB durch den Kondensator dann nicht schlagartig an sondern sanft. Erst auf Knopfdruck werden sie auf Wunsch wieder mit Digitalspannung versorgt und fahren los. Dass der ESU-Decoder sehr geschmeidig beschleunigt finde ich auch, irgendwie dynamischer als meine paar Zimo MX 64.
Gruss, Michael
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Lidokork

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6

Freitag, 10. April 2009, 13:13

Hallo Michael

betr. Pufferung der ESU-Decoder habe ich hier noch einige Links:
- Lopi V1 (Link ganz unten anklicken)
- Lopi V3.0 (hier ist der Bauvorschlag in der Anleitung zum Decoder etwas unpräzis...)
- Lopi XL, der bereits ab Werk gepuffert ist und auch in einer H0-Lok Platz findet.

Viele Grüsse

Peter
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Terry

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7

Freitag, 10. April 2009, 18:22

Danke Peter für die interessanten Links. Für mich ist die ganze Geschichte natürlich einfacher, da ich ausschliesslich 2-Leiter digital DCC fahre. Ich brauche also auch keine Rücksicht auf allfälligen Analogbetrieb sei es in GS, sei es in WS zu nehmen. Somit bin ich mit meinen Lenz-Decodern bestens bedient. Dass viele Forumisti den Lopi 3 bevorzugen ist mir jetzt klar geworden, in erster Linie wohl wegen der Multiprotokoll-Fähigkeit. Übrigens: Die in einem der Links geäusserte Sorge, dass ein Stützkondensator auslaufen und Schaden anrichten könnte, teile ich nicht grundsätzlich. Bei richtiger Bemessung der Spannungsfestigkeit dürfte eigentlich nichts passieren. Allein das Alter eines Elkos halte ich nicht für grundlegend, ihn auszutauschen. In meinem Besitz befinden sich asbach-uralte Geräte ( Radios, Verstärker etc. ), die mit Elkos versehen sind, welche keinerlei Neigung zum Auslaufen zeigen. Ein einziges Mal habe ich eine "Schweinerei" erlebt, als ich einen Stützkondensator in einem Gepäckwagen bezüglich der Spannungsfestigkeit unterdimensioniert habe ( 16 Volt anstelle mindestens 25 Volt bei Digitalspannung am Gleis von 22 Volt ). Das war aber eindeutig meine eigene Schuld!
Gruss, Michael
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