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Freitag, 5. Juni 2009, 22:10

Motorumbau Märklin Eb 3/5 Habersack - SB Modellbau

Märklin Eb 3/5 Habersack
Umbau mit SB-Modellbau Motorumbausatz:

Da mein Märklin Habersack recht laut lief, habe ich ihm einen SB-Modellbau Umbausatz eingebaut. Hier ein kurzer Überblick über die notwendigen Arbeiten:


Hier das Fahrgestell mit Märklin Motor: Grundlegende Mängel am Märklin Modell werden durch den Umbau natürlich nicht beseitigt. Das Fahrgestell ist eigentlich völlig das Falsche (Die Achsabstände sind z.B. völlig falsch).





Demontage: Alle abnehmbaren Teile wurden ausgebaut. Beim Gestänge ist Vorsicht geboten, dass nichts verloren geht. Auf der mittleren Achse sind zwei kleine Distanzringe vorhanden, welche mir zuerst gar nicht aufgefallen sind...




Achsen demontieren: Mangels Abzugwerkzeug hat mir dies freundlicher Weise mein Händler abgenommen.



Zum oben abgebildeten Maxxon Motor mit Schneckengetriebe von SB-Modellbau gibt noch was zu erwähnen: Der gelieferte Antrieb hatte das Zahnrad auf der falschen Seite. Dieser Fehler hat mein Händler mit dem Radabzug-Werkzeug zwar leicht beheben können, trotzdem dürfte sowas bei einem solchen Produkt eigentlich nicht passieren. :roll:


Fräsarbeiten: Leider habe ich vergessen, das fertig gefräste Fahrwerk zu photographieren, daher muss es hier ein Handy-Pic tun.



Dem Umbausatz liegt eine "Zeichnung" bei, welche aufzeigen soll, wie gefräst werden soll. Die Zeichnung stimmt nicht ganz, die Nut in Längsrichtung wäre eigentlich nicht nötig (Ich denke, dies stammt daher, dass mal Motoren mit grösserem Durchmesser verwendet wurden).

Die Achsen hat wieder mein Händler in Olten aufgepresst.


Einbau des Motors: Der Umbausatz habe ich mittels Zweikomponentenkleber auf dem Fahrgestell befestigt.



Einbau der Elektrik: Den Decoder (ESU LoPi V3) habe ich, wie oben zu erkennen, auf dem Motor angebracht. Die Beleuchtung habe erstmals so gelassen, wie sie war.

Die Masse vom Gehäuse muss nun anders abgenommen werden als zuvor, da ja der Motor ja nicht mehr mit dem Fahrwerk verschraubt ist. Dazu habe ich nun die zentrale Befestigung des Gestänges verwendet.

Den Decoder habe ich noch nicht programmiert, aber in Werkseinstellung des Decoders fährt die Lok bereits viel besser als mit der lauten Originalmotorisierung. Über die Zugkraft kann ich noch nichts sagen, da meine Anlage momentan im Umbau ist.

Fazit: Ich kann den Umbau wirklich empfehlen. Die Lok läuft erheblich ruhiger und leiser. Die Langsamfahreigenschaften sind ebenfalls vorzüglich. Mit Zugang zu einer Fräsmaschine (und dem Wissen um deren Gebrauch) sollte sich dieser Umbau leicht durchführen lassen.

Für den Preis von knapp 140 Franken ist die Lok doch erheblich aufgewertet, und die Arbeit hat mir auch Spass gemacht. :D :D


Gruss, Patrik
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2

Freitag, 5. Juni 2009, 23:11

Patrik,

Der Umbau ist gut gelungen. :D Was mir persönlich an den SB Antrieben nicht gefällt ist der geklebte Motor und die ebenfalls geklebte Halterung. In dieser Beziehung bin ich konservativ und bevorzuge eine klassische Schraubverbindung, die lässt sich jederzeit wieder lösen und justieren.

Du hast es sehr sauber ausgerichtet und geklebt. :D

Ich habe aber schon mehr als einmal Modelle gesehen die am Schluss schlechtere Fahreigenschaften hatten als zuvor, da die ausführende Person schlicht und einfach mit der Montage und dem Kleben heillos überfordert war.
Gruss Erwin,

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3

Freitag, 5. Juni 2009, 23:29

Hallo Erwin.

Ich habe mir zuerst auch überlegt, ob ich den Antrieb verschrauben soll. Dies wäre eigentlich problemlos möglich. In das Fahrgestell müssten zwei Stufenbohrungen, in das Messingprofil des Antriebs Gewinde geschnitten werden. Allerdings hat mich der Aufwand davon abgehalten. :wink:

Nun klebt der Antrieb auf dem Fahrgestell. Ob sich dieser wieder ohne Schäden lösen lässt, wage ich zu bezweifeln. :roll: Zur Montage muss man sich halt Zeit nehmen. "Husch husch" geht da natürlich nicht.

Für die Fräsarbeiten habe ich übrigens ca. 45 Minuten gebraucht (inkl. Maschiene einrichten und Werkstück aufspannen).


Gruss, Patrik
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4

Freitag, 5. Juni 2009, 23:38

Patrik,

Im Unterschied zu vielen anderen hast du Zugriff auf sehr gute Maschinen, kannst damit umgehen und hast gelernt vorgegebene Masse einzuhalten.

Hier scheitern bereits viele andere an Selbstüberschätzung und sind nachher vom Ergebnis enttäuscht.

Übrigens, ich weiss schon, Kleben ist keine schlechte Sache wenn es fachmännisch ausgeführt ist, mit Schrauben ist man einfach etwas flexibler, bedeutet aber leider wie du bereits beschrieben hast mehr Aufwand.
Gruss Erwin,

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Lidokork

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5

Samstag, 6. Juni 2009, 00:42

Hallo Patrik

Der Umbau ist Dir gut gelungen, Dein Habersack-Gestell sieht wirklich sehr gut aus. Für die Decoder-Einstellung: in CV 54 würde ich einen Wert von 10 - 11 nehmen, den Wert in CV 55 dann mit Fahrtests entsprechend anpassen.

Für all diejenigen, die wie ich nicht selber fräsen können: Einen ähnlichen Antrieb kann man dem Habersack auch bei mtr verbauen lassen. Herr Renfer nannte mir dafür einen Preis von ca. 300 Franken, was etwa den Kosten von sb gleichkommt, wenn man die Lok für die Fräsarbeiten einsendet.

Viele Grüsse

Peter
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6

Samstag, 6. Juni 2009, 07:21

Zitat von »"Lidokork"«

Für all diejenigen, die wie ich nicht selber fräsen können: Einen ähnlichen Antrieb kann man dem Habersack auch bei mtr verbauen lassen. Herr Renfer nannte mir dafür einen Preis von ca. 300 Franken, was etwa den Kosten von sb gleichkommt, wenn man die Lok für die Fräsarbeiten einsendet.


Das entspricht schon fast dem Neupreis der Eb 3/5. :shock:

Hat man die Möglichkeiten von Patrik müssen nur der Motor, die Schnecke und die Zahnräder beschafft werden. Den Rest kann man gut selber machen. Die Kosten dürften dann vermutlich noch etwa Fr.60 bis 70 betragen.
Gruss Erwin,

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7

Samstag, 6. Juni 2009, 14:10

Den Decoder habe ich heute programmieren lassen. Die Lok hat für mein Empfinden eine etwas niedrige Höchstgeschwindigkeit. Diese lässt sich leider nicht erhöhen (Ansonsten hat die Regelung keinen Spielraum mehr).

Ich sollte mir nun wirklich mal eine anständige Digitalzentrale zulegen.. :wink:


Gruss, Patrik


Edit: Die Zugkraft ist akkzeptabel.
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8

Samstag, 6. Juni 2009, 14:23

Entschuldigt bitte, wenn ich hier den Advocatus diaboli spiele, aber ...

Patrik, absolut kein Wort gegen deine und die Arbeit deiner Händlers.
Auch kein Wort gegen die nunmehr besseren Fahreigenschaften.

Mir gefällt einfach genau das nicht: In der Mitte der Lok, oberhalb des Fahrgestells mit den Triebachsen und also da wo der Kessel oben drüber ist, hat es viel leeren Raum. Der neue Motor "lampet" genau so wie vorher der Märklin-HLA hinten raus und in den Raum der Kabine. Was soll das? So ein Motor könnte doch wahrhaftig in den Kessel gebannt werden.

Wäre ich am Abwägen gewesen, ob ich so einen Umbau durchführen sollte, würde ich jetzt ein dickes, fettes NEIN zum finanziellen als auch handwerklichen Aufwand sagen.
Ich habe aber keine solche Lok (mehr), es kann mir also egal sein.
Trotzdem natürlich danke für die Beschreibung und die Bilder.
Gruss
Peter

"Stay calm, have courage and wait for signs" (Walt Longmire)
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9

Samstag, 6. Juni 2009, 14:38

Zitat von »"PapaTongo"«

Der neue Motor "lampet" genau so wie vorher der Märklin-HLA hinten raus und in den Raum der Kabine. Was soll das? So ein Motor könnte doch wahrhaftig in den Kessel gebannt werden.


Hast du schon mal so ein Gehäuse von innen betrachet? Der Kessel ist sehr eng, da hat der Motor kein Platz (Ich habe es getestet, ob der Motor "rückwärts" in der Lok Platz hat, da das Zahnrad am Motor zuerst auf der Falschen Seite war)


Zitat

Trotzdem natürlich danke für die Beschreibung und die Bilder.

Merci.


Gruss, Patrik
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