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11465

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1

Mittwoch, 12. Januar 2011, 19:03

Roter Doppeltriebwagen auf Basis Kleinbahn

Geschätzte Forumisti,

Wie ihr euch erinnern könnt habe ich vor ein paar Tagen auf Ricardo mehr oder weniger freiwillig einen roten Doppeltriebwagen auf Kleinbahnbasis ersteigert. Heute ist der Triebwagen nun angekommen. Es bleiben natürlich Fragen. Aber eins vorweg: Der Zug ist eine positive Überraschung: Das Gehäuse ist perfekt lackiert (man könnte fast meinen, dass es rot durchgefärbter Kunststoff ist) und die wenigen Aufdrucke sind lupenrein. Gemäss Verkaufstext handelt es sich um ein Umbau durch 'Swimo'. Diesen Artikel schreibe ich ohne jede Recherche (kommt erst nachher ;) ). Vielleicht kann ja ein Forumist anhand der nachfolgenden Bilder bereits einige Angaben machen:


Die Nummer 741 deutet auf den blau/cremen BLS bzw. SEZ-Doppeltriebwagen hin. Die Schrift ist erhaben und daher denke ich, dass alle Kleinbahn-Derivate diese Nummer tragen


Perfekt aufgedruckter SBB-CFF-Schriftzug


Die Verbindung der beiden Wagenhälften erfolgt durch eine märklinahnliche Relex-Kupplung. Der relativ starre, sauber verlegte und gebündelte Kabelstrang verhindert jedoch die Kupplung der Kupplung.


Eine Wagenhälfte in der Ansicht


Das hübsche Gesicht: vollendete Farbtrennkanten


Ein Sommerfeldt-Panto, breite Version. Wozu dient das sichtbare Loch? Fehlt dort ein Isolator? Oder soll dort im Original das Anschlusskabel für O-Betrieb durch?


Die HAG-Drehgestelle wurden mit einer Messing-Adapterplatte auf die Unterseite des Kleinbahn-Chassis geklebt. Leider hielt der Leim der Zeit nicht stand: Was hier so rostig aussieht sind lediglich ausgetrocknete Leimresten. Ich werde mich der Reinigung annehmen und die Messingplattte neu ankleben.


Der Schleifer ist am motorlosen Drehgestell angebracht, der Motor befindet sich in der anderen Wagenhälfte


Während auf der einen Hälfte ein sorgfältig ausgeschnittener Aufkleber mit der Nummer 711 aufgeklebt ist...


...prangt auf dem anderen Teil die Nummer 711a
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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11465

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2

Mittwoch, 12. Januar 2011, 19:07

Und das 11. Bild hier:


Nochmals die Kabelführung von unten: Für die Führung mussten Löcher in den Boden gebohrt werden.

Eine Probefahrt fand noch nicht statt. Ebensowenig wurde das Modell bis dato auseinandergenommen. Ich kann also über die Motorisierung oder Funktionstüchigkeit noch keine Angaben machen. Aber farblich passt der ABDe 4/8 perfekt in meine 'Rote Vitrine'. Ich bereue den voreiligen bzw unbeabsichtigten Knopfdruck nicht im geringsten :thumbsup:
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3

Mittwoch, 12. Januar 2011, 20:01

Die Verbindung der beiden Wagenhälften erfolgt durch eine märklinahnliche Relex-Kupplung. Der relativ starre, sauber verlegte und gebündelte Kabelstrang verhindert jedoch die Kupplung der Kupplung.

... was auf den Haken links im Bild zurückzuführen ist. In meinen Augen sollte der nicht so "nach oben" schauen und an die Kabel anstossen. Dann klappt's auch mit dem Nachbarn ähhh mit dem Kuppeln :D :D :D
Schön, dass du mit deinem "Schnellschuss" zufrieden bist. :thumbsup:
Gruss
Peter

"Stay calm, have courage and wait for signs" (Walt Longmire)
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ginne2

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4

Mittwoch, 12. Januar 2011, 20:16

Schön, dass du mit deinem "Schnellschuss" zufrieden bist.

Das Glück ist immer mit den Tüchtigen . . . ;) :) :)
MfG Günther
sUimeA
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Thurbo

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5

Mittwoch, 12. Januar 2011, 20:24

Hallo Roger

Da fällt mir ja ein Stein vom Herzen, wenn Du mit Deinem durch mich "erzwungenen" Kauf zufrieden bist. Sonst hätte ich noch jahrelang Schuldgefühle in mir mitgeschleppt :-). Als Anhang einige Bilder des Original - Kleinbahn - Modells. Ab Werk hatte der Triebwagen keine Kupplungen
an den Frontseiten. Wie Du richtig vermutet hast, ist das "Loch im Dach" zur Umstellung von Unter- auf Oberleitungsbetrieb. Am braunen Isolator, welcher von einem Loch ins andere umgesteckt werden kann, ist das notwendige Kabel befestigt. Die Kupplung der beiden Hälften erfolgt mit der äusserst einfachen "Haken- / Bügelkupplung". Frontbeleuchtung hat nur der motorisierte Teil. Der Stromabnehmer hat das kleinbahntypische, kupferfarbene Doppel-Schleifstück. Gemäss Kleinbahnkatalog kostete das Modell in den 60er-Jahren ganze Fr. 52.00 - das waren noch Zeiten!

Ich wünsche Dir viel Freude mit Deiner Super - Ausführung. Gruss THURBO
»Thurbo« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSC03810.JPG
  • DSC03804.JPG
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  • DSC03807.JPG
  • DSC03808.JPG
  • DSC03809.JPG
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11465

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6

Mittwoch, 12. Januar 2011, 20:54

... was auf den Haken links im Bild zurückzuführen ist. In meinen Augen sollte der nicht so "nach oben" schauen und an die Kabel anstossen.

Nicht nur: Da die Drehgestelle durch den brüchigen Leim teilweise locker sind kippte der genannte Bügel nach oben. Nach dem Foto klappte ich die Kupplung in ihre richtige Stellung, aber das Zusammenhängen konnte dennoch nicht erfolgen, da der Kabelstrang etwas länger ist - und stabiler, so dass die beiden Triebwagenhälften durch ihn, in dem von ihm vorgegebenen Abstand zusammenhalten (aber die Demontage beginnt sicherlich bald)

@Thurbo,

Vielen Dank für deine Originalbilder! Ich bin ja wirklich ahnungslos in Sachen Kleinbahn. So wie ich nun erkenne, handelt es sich bei der roten Farbgebung und der Beschriftung um eine originale Kleinbahnversion (und nicht um eine nachträgliche Umlackierung). Lediglich die technischen Komponenten wurden später umgebaut. Ist das korrekt?

An meinem Modell sehe ich folgende Unterschiede: Neben dem bereits erwähnten Sommerfeldt-Pantografen, wurde das Kabel für die Umschaltung auf Ober-oder Unterleitung entfernt. in beiden 'Schaltpositionen' sind andere Isolatoren eingesetzt. Der Bastler brachte über dem 1. Klass-Abteil den bekannten gelben Streifen an, allgemein wurde der Wagenkasten, bzw. das silberne Dach an meinem Exemplar deckender und sauberer gespritzt, als am Modell von Thurbo (insbesondere im Bereich der Dachausrüstung), die Beschriftung ist perfekt erhalten (nicht abgegriffen) :thumbup: - dafür weisen die beiden Wagenhälften unterschiedliche Drehgestelle auf :wacko: (wird noch vereinheitlicht).... so wie ich nun erkenne, fängt der Umbau erst an (aber ich bin ja seit dem AGRU-Pfeil abgehärtet - ausserdem werde ich durch die Fantasie-Umsetzung nicht in ein allzu enges Korsett gezwungen. :thumbup: ) Aber etwas einheitlicher und professioneller sollte das Chassis schon noch werden.

Kurz gesagt: Gehäuse top, (umgebautes) Chassis....mmh.... verbesserungsfähig. :huh:
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Empedokles

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Beruf: Arzt

7

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:08

"Die Verbindung der beiden Wagenhälften erfolgt durch eine märklinähnliche Relex-Kupplung. Der relativ starre, sauber verlegte und gebündelte Kabelstrang verhindert jedoch die Kupplung der Kupplung."

Eine Gleichstromvariante, die ich später einmal an einen anderen Forumisten veräussert habe, besass dieses hindernde Kabel nicht, weil die Stromaufnahme durch den Motorwagen erfolgte (vgl. Zu verkaufen: GBS ABFe 2/8).
Die Originalkupplung kuppelte erstaunlich eng, sodass man einen KK-Mechanismus überhaupt nicht vermisste.
Die originalen Kleinbahn-Achsen liefen nicht leicht; die hatte ich daraufhin durch (spitzengelagerte) Fleischmann-Achsen ersetzt, was dem Triebzug einen sehr angenehm leichten Lauf verschaffte.

Werner

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Empedokles« (12. Januar 2011, 21:17)

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mad

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8

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:17

Das Glück ist immer mit den Tüchtigen . . . ;) :) :)
Auch ein blindes Huhn findet mal ein Ei :mrgreen:

Gruss
Mario
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treepalms

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Wohnort: oftringen

Beruf: hauswart

9

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:34


Das Glück ist immer mit den Tüchtigen . . . ;) :) :)
Auch ein blindes Huhn findet mal ein Ei :mrgreen:

Gruss
Mario
Ja Mario,

Das ist so 8)

Gruss Andi
BLS Fan mit Wurzeln im Wallis

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11465

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10

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:55

Inzwischen wurde das Gehäuse demontiert. Dabei kam folgendes Innenleben zum Vorschein:

Der Motorwagen wurde mit HAG-Triebwagenkomponenten bestückt. Dabei kam natürlich ein Sägeblattmotor-Antriebsdrehgestell zum Einsatz. Dieses ist - vermutlich wie der Kleinbahn-Originalmotor - am Ende des Metallrahmens mittels Schraube von unten angeschraubt. Die Konstruktion und Lage des Gegengewindes gleicht jener der HAG-Triebwagen, so dass dieses augenscheinlich 1 zu 1 montiert werden konnte. Das führerseitige Drehgestell wurde ebenfalls vom HAG-Triebwagen übernommen und auf gleiche weise wie beim Mörschwiler Produkt von innen mit einer Schraube befestig. Einwandfreie, stabile Konstruktion. Diese Seite ist beleuchtet. Möglicherweise wurden zur Lichtabdeckung dort kleine Kartonstücke auf das Chassis geklebt. Sieht etwas hilflos aus. Bevor ich jedoch etwas verändere, möchte ich herausfinden, welche Funktion den Pappblöckchen zugedacht wurde. Die Verkabelung werde ich ersetzen: viel zu dickes schwarzes Kabel und die Lötstellen wurden augenscheinlich mit einem Bügeleisen angebraten.

Beim motorlosen Teil wurden Drehgestelle des HAG-Steuerwagens aus derselben Epoche wie der Triebwagen verwendet. Dessen Drehgestellblenden sind von jenen des Motorwagens verschieden (analog HAG-Triebwagen und Steuerwagen) Zur Befestigung der Drehgestelle wurden, wie auf einem der oberen Bilder ersichtlich, Messingplatten mit Loch von unten an den Kunststoffboden des Originals geklebt. Durch das Loch ragt der HAG-Drehzapfen, welcher mittels Federring gehalten wird. Da das geklebte Messingplättchen nicht mehr hält, fiel das führerstandsseitige Drehgestell dieser Wagenhälfte ganz ab, das andere löst sich ebenfalls. Die Kabel - immerhin 5(!) Stück - die zwischen den beiden Wagenhälften geführt werden führen einerseits zum zeitgenössischen Fahrtrichtungsumschalter und zum Schleifer. Hier werde ich mit den Verbesserungen einhaken: Es sollte eigentlich zu schaffen sein, den Schleifer auf die Motorseite zu holen (wie beim HAG-Triebwagen). So wie ich gesehen habe wurde noch ein Massekabel gezogen. Unnötig. Und drei Kabel führen zum Umschalter. Diese müssen wohl sein, aber auch dafür könnten dünnere Litzen verwendet werden. Man wird sehen...
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Thurbo

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11

Donnerstag, 13. Januar 2011, 11:24

Ich sehe es auch so, dass die Version von Roger die Original - Farbe von Kleinbahn trägt und dass der Triebwagen lediglich technisch umgebaut wurde. Als Anhang noch ein Ausschnitt aus dem damaligen Kleinbahn - Katalog.



Gruss THURBO
»Thurbo« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSC03815.JPG
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11465

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12

Donnerstag, 13. Januar 2011, 16:37

Danke für das Katalogbild. :thumbup:
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13

Sonntag, 23. Januar 2011, 10:17

Wenn ich mich nicht irre, hatte die Firma SWIMO diesen Kleinbahn-Triebwagen mit HAG-Antrieb seinerzeit im Angebot. Ob dein Modell auch aus dem Hause SWIMO stammt oder ob das irgend ein Bastler umgebaut hat, entzieht sich natürlich meinen Kenntnissen.

Die in anderen Beiträgen geäusserte Feststellung, dass Fleischmann-Achsen perfekt in Kleinbahn-Modelle passen, kann ich nur bestätigen (gilt übrigens auch für Klein Modellbahn - besonders wichtig, wenn man AC-Achsen wünscht).

Beste Grüsse

ETR
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11465

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14

Sonntag, 23. Januar 2011, 10:40

Ob dein Modell auch aus dem Hause SWIMO stammt oder ob das irgend ein Bastler umgebaut hat, entzieht sich natürlich meinen Kenntnissen.

Meinen auch, da die OVP fehlt. Grundsätzlich muss ich feststellen, dass ziemlich sauber gearbetet wurde: Das grosse Loch, das beim 'Steuerwagen'-Teil die originale Achse aufnahm, war für den kleindurchmessenden Drehzapfen des HAG-Drehgestells viel zu gross. Daher wurde eine Messingplatte mit genau passendem Loch unter das Gehäuse geklebt (siehe Foto meines 1. Beitrags).
Ich habe nun von HAG zwei Alt-BDe-Drehgestelle erworben. Ich werde diese unter diesen Wagenteil montieren und ersetze damit die abweichenden Drehgestelle, wie sie am Bt und an den alten Personenwagen montiert wurden. So erreiche ich, dass beide Wagenhälften durchgehend mit den selben Drehgestellen ausgerüstet sind. Da ein Ersatzdrehgestell als ET immerhin 32 Franken kostete, verteuerte sich das Fantasiemodell um satte 64 Franken. Ich werde demnächst mit dem Umbau, bzw. Restauration der vorgenannten Radaufhänung und der Neuverkabelung beginnen (nachdem ich soeben mit ein anderes Moba-Projekt zu Ende gebracht habe) ;)
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11465

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15

Sonntag, 30. Januar 2011, 20:10

Wie gesagt: ich hätte lediglich die beiden Messingplättchen wieder neu aufkleben können und der Doppeltriebwagen wäre fahrbereit gewesen - ABER:

Das Modell bietet wiederum ein interessantes Umbauprojekt, an dem einige Verbesserungen vorgenommen werden können. Da ist erst mal die Sache mit den verschiedenen Drehgestellen. Passt mir nicht. Und dann der Kabelverhau im Wagenübergangsbereich. Passt mir nicht. Die nicht funktionierende und in dieser Weise unnötige Relex-Kupplung. Passt mir nicht. Der quietschentengelbe Inneneinrichtung-Spritzling. Passt mir nicht. Der Spitzenbeleuchtungswitz: eine Glühbirne die just die zwei unteren Lichter (und vermutlich den halben Wagenkasten) beleuchtet. Das obere Spitzenlicht bleibt unbeleuchtet - und das Ganze nur auf einer Seite: Passt mir nicht. Also, ran an die Arbeit.

Als Erstes überdachte ich die Anordung der Komponenten: Im Motorteil, welcher ein Gusschassis aufweist, ist ausser dem Motor nichts mehr eingebaut: der elektromechanische Umschalter sitzt im Nebenwagen. Ebenso ist der Schleifer am motorlosen Teil angebracht. Daher die vielen Kabel, die zwischen den beiden Wagenhälften verlaufen. Dies schrieb ich ja glaub bereits. Wenn ich also alle Komponenten in den Triebwagenteil umgruppieren könnte, fielen sämtliche Kabel weg. Mit dem alten elektromechanischen Umschalter ist dies aufgrund des Platzproblems nicht zu machen - es sei denn, man verzichte auf die Inneneinrichtung. Dies wollte ich natürlich nicht. Die Lösung: ein flacher elektronischer Umschalter. Obwohl das für mich als Undigit eine Herausforderung bedeutet, schaffte ich mir so eine Schaltung an. Diese könnte ich an der Stelle des platzraubenden Ober-/Unterleitungsschalters, der wegen Unnötigkeit rausfliegt, anbringen. Dabei könnte die Position, stehend direkt vor dem Motor beibehalten werden. Der Schleifer wandert an das vordere Drehgestell des Maschinenwagens. Zwar wäre das möglichst mittige Anbringen des Schleifers wegen den Stoppstellen im Gleis praktischer. Daher bin ich mir diesbeszüglich noch nicht ganz sicher. Es sind ja mittlerweile sehr dünne Kabel erhältlich. So könnte ich das eine oder andere Kabel versteckt innerhalb der noch selbst anzufertigenden Kuppelstange anbringen, ohne dass man sie sieht.... Aber der Reihe nach:

Als erstes nahm ich mir das Chassis der motorlosen Wagenhälfte vor. Dort waren ja die Drehgestelle auszuwechseln. Nachdem ich das riesige Loch über dem Drehzapfen mittels eines geeigneten Mittels aus dem Flugzeugmodellbau ausgegossen hatte, bohrte ich an der selben Stelle wieder ein kleineres Loch, durch diese ich eine gekürzte M3-Schaube steckte, die in das Gewinde des HAG-Drehgestells passte. Dies gab deutlich mehr Arbeit, als es hier in kurzen Worten geschildert wird. Bei einer anschliessenden Stellprobe mit den beiden Wagenhälften kam mir aber das Grausen: Das eben neu angebrachte Drehgestell reichte hinten fast über den Wagenkasten aus. Im Gegensatz zum umverschiebbar positionierten Motordrehgestell, welches fast wieder das andere Extrem darstellte und ziemlich weit im Wagenkasten innern angebracht war. Wie gesagt: Durch das Gusschassis des Motorwagens konnte ich die Drehgestellpositionen an diesem Wagenteil nicht varieren. Dort war die Lage der Gestelle fix vorgegeben. Um eine annähernde Symetrie der beiden Wagenhälften zu erhalten, war ich genötigt, das eben erst neu montierte Drehgestell des motorlosen Teils um über einen Zentimeter nach innen zu versetzen. Dazu musste ich lediglich ein neues Loch in das Chassis bohren. Die aufwendige Verstopfung der vorgenannt beschriebenen Oeffnung wäre somit nicht nötig gewesen. Die Lage des führerstandseitigen Drehgestells konnte beibehalten werden. Dort verzichtete ich auf die aufwendige Füllung des Lochs, sondern schmolz ich mit der Hitze meines Lötkolbens eine Unterlagsscheibe in das Loch, bis sie plan mit der Chassisunterkante eingeschmolzen war. Der Durchmesser des Innenlochs der Unterlagsscheibe mass zufälligerweise genau soviel, dass eine M3-Schraube (Drehzapfen) durchpasste, also genau wie gewünscht. Ideen muss man haben... Nach Beendigen dieser Arbeiten fand die Fahrprobe des Chassis statt. Dabei landete ich vor der nächsten Hürde: Die neuen Triebwagendrehgestelle weisen einen um ein paar Millimeter längeren Radstand auf, als die zuvor verwendeten Pw-Drehgestelle. Möglicherweise aus diesem Grund konnten sie nun in den Kurven nicht mehr genug ausschwenken, um vernünftige Radien zu befahren. Da es sich beim Modell um ein Spielzeug und kein authentisches Meistervitrinenmodell handelt, sollte ich schon durch einen 42cm-Radius fahren können.... Das Seltsame daran war, dass ich mit diesem Problem nie im Leben gerechnet hatte, da ja der (gleich lange) Motorwagen schon immer mit diesen Drehgestellen ausgestattet war und keine Probleme mit den anvisierten Radien bekundete. Eine Fehleranalyse ergab, dass die Einstiege und damit die darunterliegenden Treppenstufen der Gehäuse an den beiden Wagenhälften nicht gleich angeordnet waren. Natürlich behinderte genau diese Stufe, dass das innere Drehgestell (schon wieder dieses) nicht schön ausschwenken konnte. Mittels feiner Säge, schnitt ich oben einen zwei Millimeter breiten Streifen der Drehgestellblende ab (Erfahrungen hatte ich ja damit bereits mit dem BLS-AGRU-ABDe 4/8 gewonnen). So coupiert konnte ich endlich den angestrebten Radius befahren. Das Chassis des motorlosen Teils war also erfolgreich mit den gewünschten Radblenden/Drehgestellen ausgestattet. Punkt Eins des Umbaus ist somit abgehakt! :thumbsup:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »11465« (30. Januar 2011, 20:31)

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11465

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16

Sonntag, 30. Januar 2011, 20:27

Durch die Möglichkeiten, der mir der elektronische Umschalter technisch anbietet, kam ich zum Schluss, dass auch der motorlose Wagen eine Beleuchtung erhalten müsse. Gleichzeitig musste natürlich auch die vorhandene Teil-Beleuchtung (nur untere zwei Lichter) mittels Glühbirne weichen, wie sie am Motorwagen Original war. Warmweisse LED sollen diese Aufgabe übernehmen. Dazu mass ich von Aussen die Höhenposition der Lichter aus und bohrte im gelben Plastikinnenteil, der neben den Sitzen auch einen vereinfachten Führerstand darstellt an der richtigen Stelle 3mm Löcher ein, in die ich nachher die LED hineinstecke, wo sie hoffentlich hinter die Linsen der Lampen zu liegen kommen. Damit ausser wo es soll, kein Licht durch die dünne Kunststoffgehäuse schimmert, malte ich sie innen im betreffenden Bereich schwarz an. Soweit bin ich jetzt. Und nach langem Blabla, kann ich endlich auch mal ein Bild davon zeigen:


Die Glühbirne (hinten abgedunkelt, damit sie nur nach vorne scheint) fliegt raus. Die liederlich grau bemalte Innenseite des Gehäuses wurde soeben mit satter schwarzer Farbe (hoffentlich) Lichtundurchlässig gemacht...


Der motorlose Wagen hatte original gar keine Beleuchtung. Das Umrüsten auf LED-Spitzenlicht wird dadurch aber fast noch einfacher: Da wegen der fehlenden Glühlampe die Nachbildung des Führerstandes vollständiger nachgebildet wurde, besteht dort frontseitig eine Stehwand, die genau an der richtigen Stelle durchbohrt werden kann, um die LED einzustecken. Natürlich wurde selbst dieser pissgelbe Einsatz dort schwarz bepinselt. Sicher ist sicher. Das Plastikteil wird übrigens noch weitere farbliche Änderungen erhalten, da ich bei der SBB noch nie gelbe Sitze, Böden und Führertische gesehen habe. Doch dies erst später...
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17

Dienstag, 1. Februar 2011, 08:54

Kleinbahn BLS Triebwagen

Es handelt sich um eine Farb-Variante des Kleinbahn BLS Triebwagens.

Hier das Orginal, das ich mir 1964 als 13-jähriger Schüler kaufte, das aber bereits wenige Jahre später wieder verkauft wurde. Denn mit dem Vorbild hat das Fahrzeug nur bedingt etwas zu tun. Leider nur s/w, Farbe weiß (und nicht beige!) / blau.



Die Aufschrift in der Mitte ist ein Schiebebild. Damit gab es die Möglichkeit, die anderen Farbvarianten mit SBB und was auch immer zu beschriften, denn die hatten alle erst recht kein Vorbild.

Es gab den Zug nämlich ausserdem in rot und in weiß-grün.

Der Antrieb erfolgte mit Kleinbahn-Motor auf ein Drehgestell, relativ leise. Ob es einen Zugewinn bringt, dort teuer einen HAG-Antrieb eingebaut zu haben, wage ich zu bezweifeln. Zumal es in dem 1:100 Fahrzeug sehr eng zugeht, ich würde deshalb schnell einmal die tatsächliche Kurvengängigkeit prüfen. Schon damals entsprach das Fahrzeug optisch nur sehr bedingt modellbahnerischen Ansprüchen.
Muni271
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ginne2

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18

Dienstag, 1. Februar 2011, 11:02

der Doppeltriebwagen wäre fahrbereit gewesen - ABER:

Unser Roger wird auch aus diesem Gefährt einen Augen- und Fahrschmauss (oder wie man es sonst nennen möchte) zaubern. Da bin ich mir sicher. Auch wird er sich durch kleinere Probleme (teilweise von ihm schon beschrieben) keineswegs abhalten lassen. Wir freuen uns auf Bilder des (fahr-)fertigen Triebzuges. ;) :)
MfG Günther
sUimeA
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11465

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19

Dienstag, 1. Februar 2011, 19:40

RE: Kleinbahn BLS Triebwagen

Es handelt sich um eine Farb-Variante des Kleinbahn BLS Triebwagens. .... die anderen Farbvarianten mit SBB und was auch immer zu beschriften, denn die hatten alle erst recht kein Vorbild.

Es gab den Zug nämlich ausserdem in rot und in weiß-grün.

Der Antrieb erfolgte mit Kleinbahn-Motor auf ein Drehgestell, relativ leise. Ob es einen Zugewinn bringt, dort teuer einen HAG-Antrieb eingebaut zu haben, wage ich zu bezweifeln. Zumal es in dem 1:100 Fahrzeug sehr eng zugeht, ich würde deshalb schnell einmal die tatsächliche Kurvengängigkeit prüfen. Schon damals entsprach das Fahrzeug optisch nur sehr bedingt modellbahnerischen Ansprüchen.

@Muni,

Dass der Zug vorbildfrei ist, war mir natürlich schon klar (damit unterscheidet er sich kein bisschen von HAGs BDe4/4 ;) ) Und trotz allen Mängeln üben beide genannten Modelle eine ungebrochene Faszination auf mich aus. Trotz fehlendem Original sehen beide Fahrzeuge einfach 'schweizerisch' aus. Das Auswechseln der Kleinbahnkomponenten durch HAG-Antrieb ist auf jeden Fall ein Gewinn, denn dadurch ist das Befahren meiner Anlage mittels Wechselstrom möglich. Und enger als in vergleichbaren Fahrzeugen geht es auch nicht zu. Und wie gesagt: Den platzfressenden Umschalter habe ich bereits ausgebaut. Ich bin nun daran, die Beleuchtung zu vervollkommnen. Bei den unteren beiden Lampen war das eine Fingerübung. Die obere Stirnlampe ist schon schwieriger zu bewerkstelligen, da ich die LED etwas umständlich im Dach einbauen muss. Aber die Herausforderung macht mir Spass (wenn ich nach Feierabend nur nicht immer so müde und ausgelutscht wäre - ich würde gleich mit Basteln beginnen).

Wie mir der liebe Günther grosszügigerweise unterstellt: Ich möchte aus dem Doppeltriebwagen ein Schmuckstück fabrizieren, das Äussere aber in der original Kleinbahn-Optik belassen. Nur die gelbe Inneneinrichtung wird gesupert. Bilder folgen, sobald es was zu sehen gibt.
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erwa20

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20

Dienstag, 1. Februar 2011, 20:11

RE: Kleinbahn BLS Triebwagen

Es gab den Zug nämlich ausserdem in rot und in weiß-grün.

Der Antrieb erfolgte mit Kleinbahn-Motor auf ein Drehgestell, relativ leise. Ob es einen Zugewinn bringt, dort teuer einen HAG-Antrieb eingebaut zu haben, wage ich zu bezweifeln.
Es gab auch noch eine rot-weisse Ausführung.

Der Kleinbahn Antrieb zu jener Zeit war ein einfachster 3 Poliger Motor aus hauseigener Fertigung. Das Schneckengetriebe ist deswegen bemerkenswert weil die Schnecke auf der Motorwelle aus einem entsprechend gewickeltem Draht bestand. Das Schneckenrad war aus Kunststoff gefertigt. Leider ist sowohl der Motor wie auch das Getriebe nicht sehr langlebig. Die Motorlager liefen schnell aus wenn diese nicht regelmässig mit Schmierstoff versorgt wurden, das Schneckenrad aus Kunststoff neigte zum verspröden und bekam Risse wodurch viele Modelle zu "hinken" begannen. Möglicherweise lag es auch an jenem Oel das von Kleinbahn angeboten wurde (ob es heute noch das Selbe ist?) welches sich nicht mit dem Kunststoff vertragen mochte. Somit machte es durchaus Sinn den Antrieb durch etwas "langlebiges" zu ersetzen.
Seit einigen Jahren verbaut Kleinbahn nicht mehr die eigenen Motoren sondern kauft diese zu (Bühler?) Die Schnecke ist nun aus Messing gefertigt, natürlich wurde auch das Schneckenrad angepasst. Dieser Antrieb ist recht leise und verleiht den Kleinbahn-Modellen ordentliche Fahreigenschaften (man sollte das im Verhältnis zum Preis der Modelle sehen).
Interessant ist das der heutige Antrieb auch in Modelle vergangener Zeiten passt, so auch in den hier beschriebenen Doppeltriebwagen. Bei Kleinbahn sind die benötigten Teile erhältlich, ich habe so z.B. einen defekten roten Pfeil und eine Be4/4 wieder zum fahren gebracht.
Wie schon erwähnt ist der Kleinbahn Doppeltriebwagen ein Modell ohne Vorbild aber eben mit typisch Schweizerischem aussehen. Das gilt auch für die anderen Modelle die Schweizer Fahrzeuge zum Vorbild hatten. Damals gab es nur wenige Alternativen dazu die meist ein Vielfaches kosteten.
Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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