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Rüdiger

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1

Montag, 29. August 2011, 13:27

Altes Bruuneli aufgehübscht

Werte Gemeinde.

Für mich wird es mal wieder Zeit, neben dem üblichen Seich mal was Produktives zu schreiben. Vielleicht interessiert es sogar jemanden, der auch noch ein paar ganz alte BLS-Re 4/4 der HAG-Bestell-Nr. 180/181 sein eigen nennt.

Wir kennen Sie alle, die braunen Re 4/4 der BLS, die von Hag seit gut 40 Jahren hergestellt werden. Sie sind zu breit, weisen die falschen Drehgestellblenden auf (nämlich die mit den ursprünglichen Gummifederungen, die nur die Erstserienloks als Ae 4/4 II 261-265 aufwiesen und die schon 1969 umgebaut wurden). Zudem weist heute noch die Form die ursprünglichen 8 Lüftergitter in den Dachschrägen auf, die Vorbilder haben seit dem Umbau der Lüfter 1976 nur noch 5. Dennoch liebe ich diese Dinger, weil sie eben auch Qualitäten haben, die das Konkurrenzprodukt aus China eben nicht hat: Robustheit, Wartungsfreundlichkeit - und eben Kraft bis zum Abwinken. Deswegen haben sie heute noch Ihre Berechtigung - und HAG hat ja auch im Laufe der Zeit einige Verbesserungen an den Modellen vorgenommen, so dass es durchaus Unterschiede im Aussehen einer Ae 4/4 II von 1970 und einer Re 425 von 2010 gibt.

Da mir vor einiger Zeit eine alte Re 4/4 recht günstig in der Bucht über den Weg lief, kam mir der Gedanke, diese vielleicht mit einfachen Mitteln den anderen, schon vorhandenen braunen Kraftpaketen anzupassen und dabei noch etwas aufzuhübschen. Wenn Interesse besteht, will ich gerne die Fortschritte hier in loser Folge bekanntgeben.

Hier also erst einmal die Ausgangslage, eine Re 4/4 der BLS in Gleichstromausführung mit altem 66er-Motor und noch in der ganz alten Form, also ohne die Verstärkungsstrebe im Motorlüftergitter und mit uraltem Pantho, schlecht passenden Frontfenstern (irgendwie waren die Dinger bei den alten Modellen immer zu klein für die Fensterausschnitte) und nur einem Rücklicht an den Fronten. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein Original-Hag-Lok, sondern um eine durch Swimo oder Hochstrasser (weiss jetzt nicht genau, wer die alte Form als Ausgangslage benutzte, da ich noch eine ebenfalls umgebaute Nr.173 habe, die aber schon die Querstrebe und die zweite Rückleuchte aufweist) umgenummerte BN-Maschine.

Folgendes soll peu a peu geändert werden:

- Ergänzung zweites Rücklicht

- Ergänzung Funkantennen

- Farbliche Verbesserung der Frontschürze und der Aufstiegstritte

- Anbringen der Wappen und Taufnamen

- Ergänzung der Querstrebe im Motorlüftungsgitter

- Ersatz der Dachsicherung durch den HAG-Hauptschalter

- Anbringen von Rückspiegeln

- Umbau von Zweileiter-Stromabnahme auf Mittelleiter inl. Anpassung am Radstand

- Isolieren der Beleuchtung von Fahrzeugmasse und Einbau des Arbeitslichts (hinten rechts)

- Anbau schmalerer Pantho



(...die groben Fehler, wie Drehgestellrahmen oder Dachlüfter sowie der breite Kasten bleiben unberücksichtigt - das ist dann doch zuviel des Guten). Nachdem die benötigten Ersatzteile wie gewohnt schnell und zuverlässig durch HAG geliefert wurden, kann es ja losgehen....



(Forsetzung folgt)
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egos

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2

Montag, 29. August 2011, 20:06

Wenn Interesse besteht, will ich gerne die Fortschritte hier in loser Folge bekanntgeben.

Hallo Rüdiger
selbstverständlich ist es interessant, wie du das machst. Ich habe ein paar alte BLS-Loks (ohne Wappen, ohne Namen, quasi "ohne nichts"). Mich reut es, die urigen Modelle zu verändern. Dabei geht natürlich auch der Charme der Sechzigerjahre etwas weg. Wenn ich heutige Modelle den alten gegenüberstelle, sagt meine Frau immer, die alten würden ihr besser gefallen. So ganz unrecht hat sie dabei nicht, es ist wirklich ein Charme, der von "fast klobigen" Hagmodellen ausgeht. Das war eben auch Stand der Technik. Genau gleich verhält es sich bei Märklinmodellen. Zum Beispiel die Dampflok Katalog-Nr. 3045 (im Verkauf etwa 1965), alle Leitungen am Kessel sind nur erhaben angedeutet, abgesetzte Teile gab es noch nicht, ein "Gussklumpen" also. Aber sie bewährt sich auch nach über 40 Jahren immer noch bestens.
Ich bin gespannt, wie sich dein Modell verändert.
herzliche Grüsse
Oski
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Paperman

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Beruf: Stimmt, da war doch noch was von MO bis FR...

3

Montag, 29. August 2011, 21:40

Hallo Rüdiger

Bitte die Fortschritte unbedingt hier vorstellen! Solche Bau- oder Umbauberichte sind immer sehr interessant.

Gruss, Dani
Ich bin analog, also fahre ich analog! Und es geht mir gut dabei...

Vorsicht: Ich bin ein Spielbahner! Bei mir verkehren nur Personenwagen in 1:100 und 1:93.5. Und es geht mir gut dabei...
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Rüdiger

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4

Dienstag, 30. August 2011, 16:46

OK, also los gehts (Hab ja im Moment abends eh nichts anderes zu tun, weil meine Anlagenplanung gerade in einer kreativen Blockadepause steckt)..:

Die Imitation der fehlenden Querstrebe am Lüftergitter lässt sich herstellen, indem man vorsichtig mit Hilfe eines Stahllineals genau 7,5 mm von oberen Aussenrand des Lüftungsgitters mit einem Meser ein Kerbe einritzt. In diese Kerbe wird nun ein passend abgeschnittenes Stück eines silberfarbenen 0,2mm Federstahldraht eingeklebt. Tipp zum Kleben: das Stück Stahldraht an einem Ende mit eine Pinzette packen und dann in dünnflüssigen Sekundenkleber tauchen (bitte nicht ganz, das von der Pinzette gehaltene Ende muss frei bleiben, sonst gibt es eine Katastrophe...damit man schon von Anfang an sieht, das ich nicht gerade der geborene Bastlergott bin: das Bild zeigt einen gescheiterten Klebeversuch mit einseitig beträufeltem Stahldraht :cursing: )

Anschliessend belegt man die Trittstufen vorsichtig mit etwas silberner Farbe unter Verwendung eines Pinsels der Grösse 0. Ich habe Revell Nr. 99 genommen. (wer allerdings den Zustand ab etwa 2009 darstellen will, lässt die Stufen braun und streicht für revisionsneue Loks auch das Blech des Umlaufs braun - seit wenigen Jahren spart sich die bls hier einen Arbeitsgang :twisted: )

Danach muss das fehlende Schlusslicht nachgerüstet werden. Dazu habe ich ein Plastikröhrchen mit einem Aussendurchmesser von gut 2 mm am hinteren Ende etwa 40 Grad schräg abgeschnitten; die zur Längsachse der Lok zeigende Seite ist etwa 2 mm lang. Dann muss der untere Teil der Lampe noch angeschnitten werden, um einen leichten Schuten-Effekt zu erhalten. Anschliessend kleben wie diese Lampenatrappe genau mittig über die linke Stirnlampe. (fragt mich bitte nicht, warum das Röhrchen rot ist, das war so noch in der Bastelkiste....) Zum Kleben benutze ich einen kleinen (!!!) Tropfen Uhu Sekundenkleber Gel. Natürlich sollte man hier ruhige Hände haben, sonst gibt das Kleberschmierflecken. Man kann auch Uhu Hart nehmen, der hält auch gut - und lässt sich notfalls wieder entfernen......

Nachdem der Kleber getrocknet ist, streicht man die Pufferplatte mit dem passenden Braunton. Hag hat da eine schwarze Blechplatte unter die Puffer geschraubt, an der auch die Kupplergriffe aus einem Stück angebracht sind. Gemischt wurde das Braun bei mir aus Humbrol 100, Revell 80 und Revell 83, versetzt mit einem winzigen Schuss Revell schwarz seidenmatt, Nr. 302. Den richtigen Farbton zu treffen ist nicht ganz einfach, man muss probieren - und ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen, wie das genaue Mischungsverhältnis war. Die Pufferbefestigungen und die Kupplergriffe müssen aber schwarz bleiben. Eigentlich müsste man jetzt noch eine Kupplungsimitation und Bremsschläuche an der Pufferbohle anbringen, aber erstens habe ich das bei meinen anderen Re auch nicht gemacht (und diese hier soll ja den anderen gleichen) und zum anderen hab ich noch keine Idee, wie man die markanten Kupplungsaufnahmen der BLS-Re nachbilden könnte (irgendwas rundes mit Schraubköpfen und Quertraverse.....)

Soweit erstmal der erste Tag. Vielleicht gefällt es jemandem und er hat noch ne alte Re rumliegen und versucht es ebenso....

(Fortsetzung folgt....)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rüdiger« (30. August 2011, 16:51)

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cosyloewe

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5

Dienstag, 30. August 2011, 18:28

Hallo Rüdiger ,
vielen Dank für deinen Umbaubericht.
Wäre es dir möglich etwas größere Fotos von der Lok einzustellen.
So kann man die Details nicht so gut erkennen.
Es grüßt der Töfflibueb aus dem Plauderforum Christoph
Ich liebe es wenn etwas über Jahrzehnte funktioniert deshalb sammle ich HAG und fahre HOREX
Bereits 22 Ae 6/6 davon 15 Grüne und 6 Rote und eine Swiss Express :oops: :oops:
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6

Mittwoch, 31. August 2011, 21:29

Werte Gemeinde.

Für mich wird es mal wieder Zeit, neben dem üblichen Seich mal was Produktives zu schreiben. Vielleicht interessiert es sogar jemanden, der auch noch ein paar ganz alte BLS-Re 4/4 der HAG-Bestell-Nr. 180/181 sein eigen nennt.


Deine überzogene Einschätzung, dass übliche Beiträge im Forum "seich" und Dein Beitrag "produktiv" ist, beruht vermutlich nur auf einer fatalen Selbstüberschätzung. Über ein fiktives Interesse an Deinem Beitrag im Forum möchte ich dennoch nicht urteilen ...
Es bleibt jedoch folgendes festzuhalten:
Die BLS-Lok 180 harmonisiert gut mit HAG-Loks wie 160, 220, 200 und 150 von HAG, selbst das Märklin-Krokodil 3015 passt noch eingeschränkt zu dieser Aufzählung. Aufgrund der Tatsache, dass sich diese viel zu breite Lok nicht schrumpfen lässt, sind Bemühungen, beispielsweise einen digital-animiert winkenden Lokführer, ein Soundmodul mit 30-sprachiger Bahnhofsansprache etc. für den Modellbahner gerade zu lächerlich.
Auch werden die Puristen der "Sammlerfraktion" Deine Ideen zur Verstümmelung ihrer Sammlerobjekte beinahe als Vergewaltigung interpretieren wollen...
in der Hoffnung, dass gutgemeinte Kritik bei Dir entsprechend aufgenommen wird
Freundliche Grüße an ALLE Forumsteilnehmer !
Wolfgang

HAG sammeln - DIGITAL fahren !
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11465

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Geburtstag: 10. Dezember

7

Mittwoch, 31. August 2011, 21:50

Deine überzogene Einschätzung, dass übliche Beiträge im Forum "seich" und Dein Beitrag "produktiv" ist, beruht vermutlich nur auf einer fatalen Selbstüberschätzung.

@Wolfgang,
Ich glaube nun nicht, dass Rüdiger mit 'Seich' die Beiträge anderer gemeint hat, sondern damit augenzwinkernd ausdrücken wollte, dass er nach eigenen eher 'belanglosen' Beiträgen wieder mal ein zünftiges HAG-Kernthema aufwirft. Also keine Spur von Überheblichkeit, sondern spitzbübische Selbsterkenntnis. Jedenfalls habe ich das so aufgefasst ;)
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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Lidokork

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Wohnort: Liestal

8

Mittwoch, 31. August 2011, 23:48

Hallo Wolfgang

Deine überzogene Einschätzung, dass übliche Beiträge im Forum "seich" und Dein Beitrag "produktiv" ist, beruht vermutlich nur auf einer fatalen Selbstüberschätzung.

@Wolfgang,
Ich glaube nun nicht, dass Rüdiger mit 'Seich' die Beiträge anderer gemeint hat, sondern damit augenzwinkernd ausdrücken wollte, dass er nach eigenen eher 'belanglosen' Beiträgen wieder mal ein zünftiges HAG-Kernthema aufwirft. Also keine Spur von Überheblichkeit, sondern spitzbübische Selbsterkenntnis. Jedenfalls habe ich das so aufgefasst ;)

ich stimme Roger völlig zu; auch ich erkenne in Rüdigers Beitrag keine "überzogene Einschätzung", sondern eher einen nicht ganz ernst gemeinten Bezug zu seinen eigenen Beiträgen.
UND: selbst wenn Rüdiger den guten Ton ausnahmsweise mal nicht ganz getroffen hätte, braucht es doch nicht gleich so "dicke Post".

Viele Grüsse
Peter
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Rüdiger

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9

Donnerstag, 1. September 2011, 08:16

Roger und Peter haben recht - ich hoffte, das mit der Einleitung "Für mich" eigentlich klar genug ausgedrückt zu haben (und ich hab ja wirklich schon lange nichts Produktives mehr geschrieben.)...scheinbar war das nicht deutlich genug - geschriebenes Wort und so - ergänzen wir also postskripum im ersten Satz meines ersten Beitrags nach dem Wort "üblichen" die Floskel "von mir", damit dürften dann alle zufrieden sein...... :evil:

Keine Angst, winkende Lf wird es nicht geben, ebenso irgendwelche Sound- oder Lichtorgeleffekte, ich mag sowas nicht. Ich will nur die alte 180.01 den neueren Vorhanden anpassen, damit bei mir auf der Anlage die Loks das gleiche Erscheinungsbild aufweisen. Es werden eben Teile geändert oder ergänzt, die an den ganz alten Modellen eben noch nicht so oder eben anders dargestellt waren. Wie bei allem im Leben wird es auch hier sicher Leute geben, die in Anbetracht der Sammelwürdigkeit des Ursprungsobjektes ihre Bedenken haben. Ist mir aber auch egal, aber vielleicht traut sich dann ein Anderer, der sich über die Unterschiede seiner BLS-Loks etwas ärgert, an diesen Hand anzulegen. Übrigens fahre ich die 180er Re auch neben masstäblichen Fahrzeugen. Solange da keiner eine Lima- oder Rivarossi-Re daneben stellt, ist das nicht wirklich tragisch....

Wegen der Bildergrösse: ich bearbeite diese mit Paint, muss mal sehen, was ich noch rausholen kann, ohne die Grössenbeschränkung der Forumsanhänge zu überschreiten.

Edit: ach, nochwas: Das hier ist kein Hochpräzisions-Bastelbeschreib, sondern eher was für den Küchentisch mit einfachsten Mitteln. Perfekt ist es sicher nicht, aber es macht Spass...)
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Unholz

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Wohnort: Zuhause

10

Donnerstag, 1. September 2011, 08:23

Ich kann bezüglich der Sammelwürdigkeit der 180.01 insofern beruhigend eingreifen, als das wohl eines der meistproduzierten Modelle der alten Generation ist - es wurde 14 Jahre lang nur moderat verändert und zu Tausenden verkauft. Das grosse Geld bei Sotheby's lässt sich damit also nicht machen... ;)

Mit Forumistengruss, Stefan
________________________

"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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modellbahner

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11

Donnerstag, 1. September 2011, 10:07

Wegen der Bildergrösse: ich bearbeite diese mit Paint, muss mal sehen, was ich noch rausholen kann, ohne die Grössenbeschränkung der Forumsanhänge zu überschreiten.


Vielleicht solltest du dir einfach mal ein etwas besseres Programm wie IrfanView (Freeware) zulegen ;) Oder PixResizer falls du das Bild nur kleiner machen willst.
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Rüdiger

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12

Dienstag, 6. September 2011, 12:36

Weiter gehts:

Da ich bei HAG auf den Ersatzteillisten keine einzelne Funkantenne für die 180 gefunden habe (und für diese vermutlich ein Loch ins Gehäusedach zu bohren wäre),fertige ich mir die typischen tropfenförmigen Antenne selbst aus einem Spritzlingsrest selbst an. Die Antenne ist (gemessen an den anderen vorhandenen Loks) 2,7 mm hoch, 2,5 mm lang und an der dicksten Stelle (etwa auf einem Drittel der Länge) 1,5 mm dick. Von oben betrachten hat die Antenne jeweils eine Tropfenform und ist vorne abgerundet, während sie zur Lokmitte hin etwas spitzer ausläuft (ich weiss - eine etwas doofe Beschreibung 8| ) Es heisst also, diese Dinger entsprechend zu feilen und zu lackieren (passend zum silbernen Dach, aber leichte Abweichungen stören nicht.... Die Aufnahme zeigt den "Rohling". Nachdem die Farbe getrocknet ist, werden die Antennen mit einem scharfen Cutter genau 2,7mm waagrecht vom Spritzling abgeschnitten und jeweils mittig über die Führerstände, genau 6,6 mm von der Linse der oberen Stirnlampe entfernt angeklebt. Dazu benutze ich einen winzigen Tropfen normalen Polyurethan-Plastikkleber, der das Plastik der Antenne leicht anlöst und diese recht fest mit dem lackierten Untergrund des Lokdaches verbindet - hier ist sehr sogfältig zu arbeiten, sonst gibt das äusserst unschöne Klebeflecken.



Da ich jetzt erst los muss, und graue Farbe (Humbrol Nr. 74) besorgen muss (meine vorhandene war eingetrocknet - grmbl...) gibts erstmal eine kleine Schaffenspause
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egos

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13

Dienstag, 6. September 2011, 12:52

Von oben betrachten hat die Antenne jeweils eine Tropfenform und ist vorne abgerundet, während sie zur Lokmitte hin etwas spitzer ausläuft (ich weiss - eine etwas doofe Beschreibung

Lieber Rüdiger
das ist nicht doof, sondern sogar sehr genau. Jeder senkrecht zu einer Strömung (hier: Fahrtwind) stehende Zylinder erhält wegen der Ablösung der Grenzschicht pendelnde Seitenkräfte. Mit der Tropfenform wird also der Fahrtwiderstand gemildert und der Ermüdungsbruch verzögert. Diese Form findest du auch beim Einstiegsdom eines U-Bootes, bei der kaminverkleidung von Schnellfahrdampfloks usw.
Ob sich der Aufwand für die Bahn bei der Antennenform allerdings lohnt, ist nicht so sicher. Die grösste Widerstandskraft entsteht wegen der Front und den Wagenübergängen. Ich finde es natürlich super, wenn dein Modell auch in diesem Detail stimmt.
herzliche Grüsse
Oski
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Rüdiger

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14

Dienstag, 6. September 2011, 13:07

Neeeeee, die Form der Antenne ist alles andere als doof - ich meinte meine Beschreibung derselben.....
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egos

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15

Dienstag, 6. September 2011, 17:40

Lieber Rüdiger
auch wenn du es nicht gerne hörst: deine Beschreibung ist nicht doof sondern eben exakt :love: . Den Rest meiner vorherigen Antwort habe ich nur für die "Nichthydrauliker" und "Nichtaerodynamiker" abgefasst. Du weisst das todsicher schon lange.
herzliche Grüsse
Oski
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Rüdiger

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16

Freitag, 9. September 2011, 12:24

Nächter Schritt: (wie man merkt, mache ich das immer nur, wenn ich auch genügend Zeit habe...)

Wenn man sich die braunen Tänzerinnen im Original genauer anschaut, dann stellt man fest, dass im Gegensatz zum HAG-Modell die Seitenschürzen im Bereich der Frontaufstiege unterhalb der Längsträger nicht braun wie der Rest de Kastens , sondern grau gestrichen sind. Nachdem also die Farbe besorgt wurde - übrigens Revell Nr. 74 gun grey, nicht wie vorher behauptet Humbrol - kleben wir vorsichtig genau an der unteren Kante zwischen Lokkasten und zweitem Aufstiegstritt mit einem glatten Klebeband ab - ich benutze generell wiederablösbares Scotch - Klebeband. Dann streichen wir die beiden unteren Stufen grau, ebenso die beiden Platten rechts und links der Puffer (mit dem angedeuteten Knubbel der Heizleitungssteckdose) sowie auch die entsprechenden Innenseiten am Gehäuse - wenn schon, denn schon.



P.S. Die Bilder zeigen einige beim Bemalen entstanden Unsauberheiten - die werden natürlich noch beim Schlussfinish korrigiert :oops: ...

Nachdem die Farbe dort getrocknet ist, wird es Zeit, die neuen Anbauteile anzubringen und die älteren auszumustern. Also wird die Dachsicherung durch den normalen HAG-Hauptschalter ersetzt. Das ist zwar von der Bauart und Position auch nicht ganz vorbildkonform, aber besser als die Urspungs"töpfe", und zudem soll diese Lok ja den anderen vorhandenen Modellen angeglichen werden. Dann tauschen wir noch den alten Pantho, Modell DB-Wippe oversized-atomkriegproofed gegen den doch etwas vorbildgerechteren von HAG, Typ 527, aus. Anschliessend entfernen wir die alten Frontfenster mitsamt den angespritzten Führerstandsseitenfenster und ersetzen diese durch die neuen, passgenaueren aus dem Fenstersatz 180003-90. Dabei ist bei den Seitenfenster auf die auch hier schon öfter angesprochene Form zu achten. Die Fenstereinsätze sind konisch geformt und müssen daher in der richtigen Richtung und möglichst ohne Verkanten von aussen in die Fensteröffnungen gedrückt werden. Am besten das Gehäuse auf ein Tischtuch legen und dann das entsprechende Fenster leicht in die Öffnung bugsieren, darauf achten, dass es nicht schräg aufliegt - und dann mit dem Finger VORSICHTIG drücken. Da ich hier natürlich auch mal nicht aufgepasst habe, hab ich auch gleich eines des der Fenster versemmelt - an einer Ecke splitterte der Kunstoff in den bekannten kreisförmigen "Blasen" :cursing: ....zum Glück hatte ich noch ein pasendes Fenster in der Bastelkiste vom letzten Mal.

Das Bild zeigt auch noch die nächsten Teile, die anzubringen sind. Die Rückspiegel 180024-50. Diese werden bei HAG in der Regel in zwei kleine Bohrungen am Kasten befestigt. Meine alte 180 hat diese Bohrungen natürlich noch nicht - und selber bohren will ich echt nicht, das wird bei mir nix. Also schneiden wir die beiden Befestigungsknubbel oben und unten an der Spiegelhaltestange vorsichtig plan ab und kleben die Spiegel mit wenig Uhu Hart an die in Fahrtrichtung jeweils linken Führerstandsseitenfenster (Bei den BLS-Re 425 sitzt der Lf rechts!), und zwar so, dass der obere Befestigungspunkt genau auf dem oberen Fensterrahmenholm zu liegen kommt. doch davon beim nächsten Mal mehr......
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rüdiger« (9. September 2011, 12:30)

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Pudels Kern

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Wohnort: Basel

17

Freitag, 9. September 2011, 12:56

Sehr interessant dein Bericht! :thumbsup:

Nur noch eine Frage: Was sind denn das für Puffer an der Re 4/4? Die sehen nicht aus wie diejenigen bei meinen Loks, aber gelesen, dass du sie ausgetauscht hast, habe ich ebenfalls nichts...
Gruss Martin
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Rüdiger

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18

Freitag, 9. September 2011, 13:45

Stimmt, bei den Puffern handelt es sich um Federpuffer. Ich habe die Lok aus der Bucht gefischt. Es scheint sich wohl um eine von Swimo oder Hochstrasser umgebaute Lok zu handeln, HAG hatte wohl keine BN-Re 4/4 mit erhabenen Ziffern und ohne Wappen im Programm. Und ich weiss, dass Swimo mal eine Serie von HAG-180ern umnummeriert und verfeinert hatte (muss aber schon in den 70ern gewesen sein.) Scheinbar hat man auch die Standard-HAG-Puffer gegen irgendwelche Messing-Federpuffer ausgetauscht. (die abgeschabten Farbkanten muss ich dann irgendwann auch mal schwarz nachziehen - langsam wird das eine unendliche Geschichte...)
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Rüdiger

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19

Dienstag, 13. September 2011, 22:22

so, nachdem wir die Spiegel entsprechend der oben angegebenen Anleitung angeklebt haben, ist die Verfeinerung des Gehäuses erstmal beendet - zumindest wenn man eine Anlage in der Zeit zwischen 1974 und 1988 betreiben will. Da meine Anlage um etwa 1995 spielt, müssen noch die Wappen angebracht werden, aber das heben wir uns für den Schluss auf, sozusagen als "Taufe"....

Kümmern wir uns also um das Innere der Lok. Eigentlich tausche ich bei älteren Loks den 64er- Motor gegen ein kugelgelagertes 88er-Drehgestell. Der Grund ist zum Einen der leisere und ruhigere (gleichmässigere) Lauf und zum Anderen die Wartungsfreundlichkeit. Da der hier vorgestellte Umbau aber mit möglichst wenig finanziellem Einsatz erfolgen soll (gerupfter Häuslebauer lässt grüssen, und ein Tauschmotor 160075-75P kostet halt seine 147 sFr.), bleibt der alte Motor vorerst - aber irgendwann wird er rausfliegen, schon aus Prinzip! Nichtsdestotrotz wird er zerlegt und gründlich gereinigt, und u.a. mit SR24-Dampföl ausgewaschen. Danach gründlich getrocknet und mindestens 24 Std. stehen gelassen, sonst hält kein Fett und kein Öl. Anschliessend wieder zusammengebaut und am Gleichstromfahrgerät getestet.

Auch das Laufdrehgestell bekommt einen "Umbau light". Die alten isolierten silbernen Walzenräder für Zweileiterbetrieb werden nur auf ca. 14,0mm Innenmass zusammengeschoben. Dann wird der Federkontakt, der zur Verbesserung des Massekontakts dient, um 180 Grad gedreht, so dass der Radkontakt die isolierten Räder berührt. Dabei kommt zwar das Federblech dem Kabel zwischen Schleifer und Lokinnerem ins Gehege, da wir aber zum Löten hochflexible Litze benutzen, stört das nicht.

Anschliessen werden die Räder mit der in diesem Forum schon beschriebenen Methode mit schwarzer Farbe etwas unauffälliger gestaltet. (Ausschneiden einer Schablone aus Klebeband, dann Lackieren der Radsterne). Die elektrischen Arbeiten im Inneren beschreibe ich dann beim nächsten Mal.
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Rüdiger

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20

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 10:39

...Elektrik und so...

...keine Angst, das Projekt exisitiert noch! Allerdings ist es in den letzten Wochen wegen anderer Notwendigkeiten und Aktivitäten in den Hintergrund geraten. Zudem sind jetzt eher langweilige Arbeiten dran: die Innereien müssen hergerichtet werden.

Nach dem also das Getrieb gesäubert wurde und der Motor wieder zusammengebaut, die Zahnräder leicht (!) geölt wurden und das Ganze mit einem Gleichstomtrafo auf leichten, gleichmässigen Lauf getestet wurde, ging es an die Verkabelung. Ich werde jetzt hier nix erzählen, was an anderer Stelle in diesem Forum von kompetenteren Leuten schon weit besser erklärt wurde (siehe diverse Umbauberichte im Digital-Forum), aber nur kurz soviel: Die Frontlampen wurden gegen masseisolierte Teile (HAG-Ersatzteil Nr. 161251-90 ) ausgetauscht. Dabei wurde auch die Haltefeder der alten Glühbirne entfernt. Durch den Lötpunkt dieser Haltefeder wurde nun beidseitig eine kleine LED mit schon fertig konfektionierten Anschlussdrähten gefädelt. (Ja, ich weiss, kann man billiger selber machen - wenn man denn SMD-Bauteile löten will und kann). Die LED wurde mit einem Stück Schrumpfschlauch überzogen, damit das Licht nur vorne austreten kann. Zudem wurde durch einen Klecks orange Farbe das Reinweiss etwas abgemildert. Diese LED wird dann über einen Vorwiderstand an F1 bzw F2 des Decoders angeschlossen, damit lässt sich dann die Parkstellung bzw. das Arbeitslicht (unten rechts hinten an der Lok) separat einschalten. Zur Position der LEDs gegenüber dem Lichtleiter ist noch zu sagen, das man den besten Winkel eigentlich nur durch Ausprobieren rausfinden kann (die untere rechte Lampe soll leuchten, die anderen beiden nicht. Komischerweise ist mir das bei den Re 6/6 und Re 4/4 der neuen Generation besser gelungen, bei der Re 425 strahlen die anderen beiden Lampen mehr oder weniger immer ein wenig mit. 8| Vollständige Abhilfe würde wohl nur das Zersägen des Lichtleiters und Hinterleuchten jeder einzelnen Lampe mit separater LED bringen, aber das wäre dann was für die Elektronik-Freaks.). Nur noch soviel: ich habe einen Lopi V4 benutzt und eine 8-polige Schnittstelle eingebaut, wobei das Kabel für F2 auch mittels Mikrostecker trennbar bleibt.

Ich dnke mal, das Bild zeigt den Zustand ganz gut. Und da ich die Decoderkabel nicht gekürzt habe, scheint es im Inneren der Lok einen regelrechten Kabelwust zu geben - sieht aber schlimmer aus, als es ist, die Kabel verlaufen recht geordnet und ohne Gefahr, irgendwo eingeklemmt zu werden.

Hier noch ein Bild von den Funktionstests auf der Anlage meiner Kinder (der einzig zur Zeit im Haus existierenden...schnüff)



Die Einstellungen am Decoder orientieren sich recht genau an den Herstellerangaben von ESU für HAG-Motore (nur CV 53 ist etwas höher als angegeben), dafür muste die End- und Mittelgeschwindigkeit fast halbiert werden, um zu realistischen und zu den vorhandenen Loks pasenden Verhältnissen zu gelangen.

Der nächste und letzte Teil beschäftigt sich mit dem Anbringen des Wappens für die dargestellten Zeiträume ab 1988.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rüdiger« (20. Oktober 2011, 10:44)

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