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rufer

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1

Sonntag, 24. Juni 2012, 21:14

Rufers Anlagenprojekt

Hallo zusammen

Hier stelle ich euch das Anlagenprojekt vor, wo ich mit wirke. Das ganze ist auch auf meiner Homepage dokumentiert:

Idee/Vorbild
Die Idee von meinem Vater wer es, den Bahnhof Burgdorf in den Grundzügen nach zu bauen. Mit dem vorhanden Platz ist in der Länge keine originalgetreue Nachbildung möglich. Daher wurde der Bahnhof etwas vereinfacht und verkürzt, wobei wir versucht haben die typischen Punkte nach zu bilden:
  • Alte SBB Linie Bern-Zürich mit Doppelspur
  • BLS Linie nach Konolfingen-Thun
  • BLS Linie nach Solothurn
  • Doppelte Gleisverbindung in der Bahnhofseinfahrt
Um dieses Grundkonzpet herum entstand die Idee der zweistöckigen Anlage mit Schattenbahnhof.

Plan
Der Plan wurde mit der freien Software SCARM (Simple Computer Aided Railway Modeller) erstellt.


Unterbau
Die Anlage ist in Rahmenbauweise auf zwei Etagen aufgebaut. Wir haben dafür überwiegend 3x6cm Holzprofile und 9mm Sperrholzplatten verwendet. Die Rahmenkonstruktion ist an der Wand befestigt und wird vorne mit Füssen abgestützt. Aufgrund der Dachschräge sind bei der Höhe der Anlage klare Grenzen gesetzt.

Gleiswendel
Die Gleiswendel sind mit doppellagig verleimten Trapezen aus 2x 5mm Sperrholz gefertigt und bilden ein Sechseck. Gestützt werden sie von 12x M8 Gewindestangen. Die Idee des Gleiswendels aus Trapezen stammt von der Webseite von Rainer Lüssi. Wir haben allerdings die Abstützungen so gemacht, dass sie parallel und nicht versetzt stehen.

Gleissystem
Nach ein paar Versuchen mit 2.5mm Gleissystemen, trafen wir den Entschluss, ein aktuelles 2.1mm (Code 83) Gleissystem zu verwenden, das mit sicher 85% von unserem Rollmaterial funktioniert. Zwei Gleissysteme kamen in die engere Auswahl: Roco Line und Tillig Elite. Roco Line ist robust, bewährt, mit einfacher Geometrie und es gibt vielfältige Standardelemente wie Bögen und moderate 15° Weichen. Nur fehlte uns für die doppelte Gleisverbindung die typische Doppelkreuzungsweiche mit innenliegenden Zungen ("Engländer"). Nach einem positiven Test der sehr filigran gebauten Tillig DKW, entschieden wir uns, den Bahnhof komplett aus Tillig Elite Gleis zu bauen. Die Strecke, der unsichtbare Teil und der Schattenbahnhof wird mit Roco Line realisiert.
Bei den Weichenantrieben haben wir uns im unsichtbaren Bereich für den Roco Doppelspulen Antrieb entschieden. Im sichtbaren Bereich des Bahnhofs werden Tortoise Unterflurantriebe verwendet. Die Tortoise Antriebe sind kräftig, sehr präzise, einfach zu justieren, verbrauchen wenig Strom und sind auch noch flüsterleise.

Steuerung
Heute gibt es eigentlich nur noch Digitalsteuerungen, welche einen Decoder in jedem Fahrzeug erfordern. Angesichts des vorhandenen Fuhrparks kam für uns aber keine reine Digitalsteuerung in Frage. Schliesslich sollte auf der Anlage auch mal ein Messingmodell oder ein Oldtimer eine Testfahrt absolvieren dürfen.
Auf der Suche nach einer passenden Steuerung sind wir auf Driving Railway gestossen. Grob gesagt ist Driving Railway eine computergestützte Blocksteuerung. Driving Railway erkennt über den elektrischen Widerstand eine Lok oder einen Wagen mit entsprechendem Radsatz und verfolgt den Zug über die Anlage. Das Programm steuert auch die Weichen und (optional) die Signale. Durch die Blocksteuerung ist ein sicherer Betrieb wie beim Vorbild gewährleistet.
Mich überzeugte an Driving Railway, dass es mit Standard PC Hardware läuft und zudem die Möglichkeit bietet, die Anlage über ein Bussystem ein bisschen weniger aufwändig zu verkabeln. Freundlicherweise durften wir die Anlage des GRC (Gruyère Rail Club) besichtigen, die mit Driving Railway gesteuert wird. Schliesslich waren wir von der Lösung überzeugt und bestellten eine erste Tranche der Steuerung... und warten immer noch drauf, das ganze wird wirklich "just in time" gefertigt.
Trotz des Bussystems ist der Aufwand der Verkabelung nicht zu unterschätzen. Die Anlage wird in Blöcke aufgeteilt und jeder einzelne Block wird über vier Kabel mit der Steuerung verbunden. Neu bietet Driving Railway auch die Möglichkeit, Digitalfunktionen zu nutzen, auch im Mischbetrieb.

Fotos
Rahmenbau:


Gleiswendel rechts:


Schattenbahnhof mit einem typischen NPZ Bauzug (nichts passt zusammen) :)


Gleiswendel links, verleimen eines Elements:


to be continued...

Grüsse
Rufer
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2

Sonntag, 24. Juni 2012, 22:21

Schönes Projekt, gerne mehr davon :love:

Frage: Was sind auf deinem Gleisplan die gelben und grünen Gleise, haben diese eine spezielle Bedeutung ?
Was sich evtl. noch gut machen würde, ist ein vollwertiger Spurwechsel bei der linken Bahnhofseinfahrt, wobei ich da nicht weiss in wie weit das machbar oder dem Original gerecht ist.
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rufer

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3

Sonntag, 24. Juni 2012, 22:41

Ja die Gleisfarben haben schon ihre Bedeutung :) Die grünen Gleise sind Abstellgleise, diese werden in der Steuerung ev. nicht sofort realisiert. Die gelben Gleise sind die beiden Kehrgleise der Hauptstrecke, eins für jede Richtung. Grau sind die Nebenstrecken.
Spurwechsel: Ja das wollten wir zuerst auch. Leider ist es schwer zu realisieren, mit 15° Weichen hatte ein doppelter Spurwechsel keinen Platz und mit Bogenweichen wollte ich es nicht realisieren. Nun hab ich halt einen einfachen Gleiswechsel gemacht, so dass man von der linken Seite in den unteren Bahnhofsteil einfahren kann. Vom oberen Bahnhofsteil links ausfahren geht halt nicht (respektive muss man dann auf dem rechten Gleis bis in den Schattenbahnhof fahren, was die Steuerung erlaubt). Ist aber auch nicht unbedingt vorgesehen, die Züge der BLS Nebenstrecke fahren eigentlich grundsätzlich rechts aus.
Auch beim Schattenbahnhof haben wir nur ein minimum an Querverbindungen gemacht. Dort wärs möglich gewesen, auf der linken Seite einen doppelten Spurwechsel ein zu bauen. Weils schlecht zugänglich ist, haben wirs sein lassen (der untere teil ist ja schon gebaut).

Grüsse
Rufer
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4

Montag, 25. Juni 2012, 08:44

@rufer: Ich setze mit meinem Vater ebenfalls schon lange Roco Line ein. Das Gleis ist meiner Meinung nach wirklich ziemlich problemlos. Auch die Bogenweichen (R5/6, R9/10) sind absolut unproblematisch. Nur die engen Bogenweichen (R2/3) sind unbedingt zu meiden. Technisch würde meiner Meinung nach nichts gegen einen zusätzlichen Spurwechsel sprechen, zumal ich Spurwechsel in Bögen ziemlich cool finde. Aber natürlich sei die Entscheidung euch überlassen. ;)

Ein weiterer Tipp: Das einzige Teil welches uns ab und zu im Stich lässt sind die an und für sich zuverlässigen und einfachen Doppelspulenantriebe. In diesen ist der Federdraht, welcher die Weichenzunge stellt, mittels vier dünner Plastiknasen auf der Kunststoffwippe befestigt. Diese Nasen brechen ab und zu. Hier hilft dann ein Tropfen Schnellkleber auf die beiden Befestigungspunkte. Und da dies natürlich immer bei den Weichen passiert welche am schlechtesten erreichbar sind, würde ich dies eventuel schon im Voraus bei einigen Weichen machen.

MfG XaS
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rufer

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5

Montag, 25. Juni 2012, 17:54

OK, machen wir noch mal einen Versuch mit Bogenweichen. Ich hatte den Eindruck, dass es nicht richtige Bogenweichen sind und der äussere Radius einen "Knick" drin hat. Mir gefiel das nicht so. Habe ja dort wo das Kehrgleis zurück in die Strecke mündet eine eingeplant (R5/R6), auf der Hauptsrecke wird aber nur der innere Radius befahren.
Übrigens sehe ich grad, dass auf dem Plan keine Radien drauf sind. Der kleinste Radius ist Roco Line R4.

Merci für den Tip mit den Roco Weichenantrieben. Wir haben im Schattenbahnhof knapp 30 Stück verbaut und davon sicher schon 5 ausgetauscht!! Wenige gingen gar nicht, aber was oft Probleme macht ist die Polarisierung. Manchmal geht's manchmal nicht, manchmal mit widerstand. Da haben wir wohl eine Montagslieferung erwischt :( Haben deshalb alles steckbar gemacht, Weichenantrieb austauschen ist kein grosses Problem.

Grüsse
Rufer
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rufer

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6

Montag, 25. Juni 2012, 19:45

So würde es gehen mit dem Spurwechsel. Wie gesagt, mir gefällt das kurze gerade Stück im Aussenbogen der Roco Bogenweichen nicht besonders:


Grüsse
Rufer
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egos

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7

Montag, 25. Juni 2012, 20:11

Lieber Rufer
eine spannende Sache, die du vorstellst. Ich suche immer noch nach einer Möglichkeit, selber etwas in der Steuerung beizutragen. Darum habe ich den Link zu Driving Railway etwas untersucht. Ist man diesen Programmierern nicht vollständig ausgeliefert? Zudem ist die Hotline wahrscheinlich französisch. Ich habe zum Beispiel keine PC's mehr im Büro, die eine RS232C Schnittstelle besitzen. Wenn ich eine bräuchte, müsste eine separate Schnittstellekarte eingebaut werden. Und USB ist ja nicht einfach USB. Ein weiteres Fragezeichen habe ich beim Erkennen eines Zuges. Zuerst sagt die Werbung, es seien keinerlei Umbauten an den Loks nötig. Nachher soll das System jede Lok erkennen und über die Anlage im Betrieb verfolgen können. Gibt es da Erkenntnisse, die solche Bedenken zerstreuen? Am liebsten würde ich digital schalten und steuern, aber analog fahren. Kann dieses Programm solche Fälle auch "lösen"?
herzliche Grüsse
Oski
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rufer

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8

Montag, 25. Juni 2012, 20:53

Also ich hab sie ja noch nicht, die Steuerung :)
Eine serielle Schnittstelle brauchst du definitiv nicht (mehr), sondern nur einen USB Port (keine speziellen Anforderungen). Der Rest ist bei den neueren Varianten der Steuerung fix eingebaut.
Mit den neuen Modulen ist ein Mischbetrieb digital / analog effektiv möglich. Natürlich nur so weit wie technisch möglich, 1 Block ist immer 1 System!! So kann man z.B. die digitalen Funktionen wie Licht, Sound, etc verwenden, aber konventionell mit Blocksteuerung steuern. Obs in der Praxis gut funktioniert weiss ich nicht - hab auch keine digitalen Loks.
Das ganze mit dem "erkennen" der Loks ist etwas werbewirksam formuliert. Das System erkennt, wenn "etwas" auf den Schienen steht (Lok/Steuerwagen/Wagen mit Widerstandsachsen)aber per se nicht "was", das muss man einmal selber fest legen. Weil das System durch das Gleisbild und die Rückmeldung weiss wohin der Zug fährt, kann es ihn über die ganze Anlage verfolgen. Es merkt sich beim ausschalten wo die Züge waren.
Und mach dir nichts vor, das ganze funktioniert (ausser für Spur G) mit Impulssteuerung. Die neuen Module beherrschen nun auch Glockenanker kompatible Frequenzen.

Es gibt meinerseits noch ein paar Unbekannte: Wie wird sich die Steuerung in der Praxis bewähren?? Dreckige Schienen??
Auch ein Punkt von all diesen modernen Steuerungen: Ich ging von einer ganz normalen Blocksteuerung aus (Stellwerk Sicht), wo man pro Bahnhof ein Stellpult hat und dort Gleise ein/aus schaltet und weichen stellt. Zwischen den Bahnhöfen greift die Blocksteuerung.
Aber eigentlich sind alle Steuerungen heute mehr oder weniger aus Lokführer sicht aufgebaut. Man steuert also nicht einen oder mehrere Blöcke, sondern eigentlich einen Zug, der durch Weichen stellen etc ungeleitet werden kann. Bin mir noch nicht sicher, ob das wirklich praktisch ist im Betrieb.

Ja der Hersteller ist aus Frankreich. Die Dokumentation ist recht gut übersetzt und es ist im vergleich zu anderen Steuerungen auch gut dokumentiert. Ich spreche fliessend Französisch, also war mir das ziemlich egal. Nach Studium der französischen Dokumentation stelle ich fest, dass diese aktueller aber nicht unbedingt umfangreicher ist.
Ausgeliefert ist man dem Hersteller (2 pers Firma) gewissermassen schon. Der Code ist proprietär, nicht offen gelegt. Immerhin hat das ganze eine gewisse Verbreitung, da kann man hoffen dass es einen Moment weiter entwickelt wird.

Mein Tip: Handbücher lesen, Lernbücher durch arbeiten. Die Software kann man in einer Demo Version herunter laden, die Anlage (ohne Hardware) als Simulation aufbauen und eine kleinen Anzahl Zügen virtuell fahren lassen. So lernt man, wie das ganze funktioniert. Die Anlage ist auf dem Computer längst erstellt und virtuell getestet :)

Grüsse
Rufer
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9

Montag, 25. Juni 2012, 22:04

Keine Angst was die Zugverfolgung angeht, die digitale Computersteuerung macht es nicht anders ;)
Da wird einmalig definiert, wo sich welcher Zug befindet und dann per Software verfolgt wo er hinfährt. Eine reale Rückmeldung via Railcom, Lissy etc. machen die wenigsten, es wird nur geschaut welcher Block belegt ist.
Schaltet man den Computer aus, fährt die Züge um und schaltet ihn wieder ein, hat man einen Datensalat :D
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rufer

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10

Montag, 9. Juli 2012, 00:43

So, der etwas verregnete Juni und Juli kommt der Anlage nur zugute :)

Inzwischen ist der Rahmen für die obere Etage quasi fertig. Nun gilt es die Wendel ganz fertig zu stellen und die Obere Etage zu machen. Muss mir noch überlegen, wie ich den Plan des Bahnhofs (Tillig Gleis --> keine Standardelemente) auf die Holzplatte bringe :o

Linker Gleiswendel und Kehrgleis fast fertig:



Rahmenbau obere Etage:


(sehe gerade da sind an der unteren Etage die temporären Stützen noch dran --> die kommen noch weg)

Grüsse
Rufer
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11465

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11

Montag, 9. Juli 2012, 19:18

Saubere Zimmermannsarbeit - gefällt mir sehr. :thumbup:
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

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rufer

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12

Sonntag, 15. Juli 2012, 20:55

Ja die Holzarbeit hält uns momentan auf Trab.

Hier einmal eine halbwegs Übersicht, hat trotz Weitwinkel nicht alles drauf gepasst:



Inzwischen ist der linke Wendel fast fertig, hier ist schon mal probehalber die letzte Ebene mit dem Abgang zur Nebenstrecke montiert. Mir gefällt der Übergang noch nicht 100%.



Grüsse
Rufer
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Haller

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Geburtstag: 22. Februar 1971 (47)

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Beruf: Arbeiten

13

Sonntag, 15. Juli 2012, 21:23

Saubere Arbeit :thumbup:
Ich sehe, du nutzt das schlechte Sommerwetter.
Grüsse Roger
Grüsse Roger
Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert 8)
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rufer

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14

Donnerstag, 1. November 2012, 21:41

Hallo zusammen

Inzwischen ist das Wetter ja wieder schlecht genug, um an der Modellbahn zu arbeiten.

Wir haben vor einiger Zeit die Steuerung "Driving Railway" erhalten und natürlich voller Neugierde angeschlossen. Jeder Block wird nach immer gleichem Schema angeschlossen und durch getestet, auch die Weichen werden einmalig parametriert. Momentan haben wir noch nicht alle Blöcke angeschlossen (noch nicht alle Module gekauft) und teilweise mehrere Blöcke zu einem zusammen gefasst. Deshalb ist das ganze noch etwas limitiert.
Dann gings natürlich ans testen mit verschiedenen Fahrzeugen. Jede Lok wird einmalig konfiguriert, sachen wie Auslauf und Höchstgeschwindigkeit werden eingestellt. Das braucht ein wenig Zeit und übung, lohnt sich aber. Grossserien Loks laufen mit dem Standardmodus am besten, manche muss man mehr und manche weniger einbremsen. Für Faulhaber und Maxon Motoren (Glockenanker) gibt es einen speziellen 5kHz Modus, auch das geht problemlos.
Wagen erkennt die Steuerung über Widerstandsachsen respektive Widerstandslack an den Achsen. Da haben wir verschiedene Versuche gemacht. Steuerwagen mit Beleuchtung werden sauber erkannt, allerdings sollte die erste Achse eine Halbachse sein oder sonst halt auch mit Widerstand. Bei Personenwagen mit Halbachsen und Metall Lager ist es am effektivsten, im innern einen Widerstand einzulöten. Wo das nicht möglich ist, geht es sehr gut einen SMD Widerstand von ca 8k Ohm auf die Isolation der Achse zu kleben und mit Silber Leitlack mit den Polen zu verbinden. Auch Leitlack geht gut, wenn die zu überbrückende Distanz nicht zu gross ist. Alte Roco Achsen sind da ein schlechtes Beispiel, dort geht nur der SMD Widerstand zuverlässig.

Was ich mangels Lok mit Decoder lange nicht testen konnte, ist der (Misch-) Betrieb mit Digital. Inzwischen habe ich eine Occ. Lok mit DCC Decoder gekauft und es ausgetestet. Man kann effektiv die Systeme mixen, natürlich kann 1 Block immer nur 1 System aktiv haben. Aber es ist effektiv möglich, mit digitalen und analogem Material gleichezeitig zu fahren. Digital funktionieren Sachen wie Lichtfunktionen problemlos, viel mehr hat diese Lok jetzt auch nicht drin :) CV lesen hab ich nicht geschafft, schreiben hingegen schon (man sollte die Verzögerungswerte raus programmieren, was auch problemlos ging).

Alles in allem ziemlich genial. Klar gibt es in paar Bugs, wovon auch ein paar seltsame. Aber die werden hoffentlich einmal korrigiert.

Ansonsten ist vom Bau her nicht wahnsinnig viel gegangen, ausser dass die Kreuzungsstelle der Nebenstrecke fertig ist. Die Wendel müssen endgültig fertig sein, bevor wir mit dem Bahnhof auf der oberen Etage beginnen können.

Wendel links mit Abgang zur Kreuzungsstelle, Einfahrt Hauptstrecke ist noch im Bau:


Wendel rechts, dort braucht die Ausfahrt etwas mehr Zeit weil sie weit hinten ausholt:


Ein bisschen Testen gehört auch dazu :)



Grüsse
Rufer
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rufer

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15

Sonntag, 6. Januar 2013, 23:24

Hallo zusammen

Inzwischen ist es über die Festtags Ferien weiter gegangen:
Oberes Stockwerk für den Bahnhof fertig gebaut, doppelte Gleisverbindung eingebaut und viele Weichenantriebe verkabelt.
Die Tillig Elite Gleise sehen zwar schön aus, haben aber sehr viel Arbeit gebraucht beim einbauen. Die Flex Gleise sind super flexibel, man bringt es fast nicht fertig ein wirklich gerades Stück damit zu machen. Auch gibt es keine praktischen Sachen wie Gegenbögen zu Weichen, das muss man alles selber aus Flex machen. Die Weichen sind nicht ganz so problemlos, gerade einige DKW haben uns viel Kopfzerbrechen gemacht, bis die Zungen einigermassen schön und gleichmässig anliegen, trotz kräftigen Tortoise Antrieben! Aber schlussendlich funktioniert alles und sieht ziemlich gut aus!




Der Bahnhof ist nun (bis auf ein paar Depot/Abstellgleise) quasi fertig:


Bei der Ausfahrt rechts fehlt noch eine Nebenstrecke:


Bei der Ausfahrt links fehlt noch ein gutes Stück Hauptstrecke (anschliessend an Gleiswechsel):


Hier sieht man die linke Seite noch einmal, es fehlt noch die Hauptstrecke vom Wendel vorne links bis zum Gleiswechsel. Das Kehrgleis der Wand entlang wurde hingegen kürzlich fertig gestellt:


Bei der Steuerung warten wir auf das bestellte Material, damit die restlichen Blöcke verkabelt werden können.

Fotomässig geht es hier weiter:
http://www.mrufer.ch/foto/2013/modellbahn/

Grüsse
Rufer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rufer« (6. Januar 2013, 23:32)

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rufer

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Montag, 29. April 2013, 21:12

So, bis hier hin gings fleissig weiter, falls der Winter jetzt dann doch ein Ende nehmen sollte wird sich das ganze verlangsamen.

Die Gleise sind bis auf eine Nebenstrecke und ein paar Abstellgleise verlegt und verkabelt. Momentan bekommt die Steuerung einiges an Aufmerksamkeit, so Sachen wie eine Einspur haben dann doch noch ein bisschen Arbeit gebraucht. Dann haben wir mit verschiedenem Rollmaterial getestet. Grundsätzlich geht quasi alles, aber bei Loks die sehr schnell sind und wenig kraft haben, hat es dann auch seine Grenzen - zaubern kann die Steuerung auch nicht. In der Praxis hat sich gezeigt, dass problemlos 8 Züge gleichzeitig verkehren können (2x3 auf der Hauptstrecke, zwei auf den Nebenstrecken).
Weiter haben wir mit den 2.1mm Gleisen festgestellt, dass Lima noch lange Zeit nicht NEM Radsätze verwendet hat. Diese Rattern leicht. Gerade beim RAe TEE war das blöd, dort kann man ja nicht einfach so die Achsen tauschen. Schlussendlich hat sich herausgestellt, dass es reicht die Spurkränze 1-2 Zehntel auf der Drehbank zu kürzen. Auch alle alten Märklin (-Hamo) Achsen gingen überhaupt nicht, immerhin gibt es heute für die Wagen normgerechte Ersatzachsen. Mit der Roco Line DKW sind wir nicht endgültig zufrieden - dort entgleist ab und zu etwas. Die Tillig Weichen funktionieren hingegen wirklich gut - solange das Radsatz Innenmass stimmt.
Weiter hat Werner Karton Attrappen der wichtigsten Gebäude erstellt, damit wir uns ungefähr die Grösse vorstellen können.

Hier eine nicht allzu unordentliches Foto :)


Was ab und zu auch dazu gehört ist Schienen putzen. Dank der Steuerung geht das quasi automatisch in mehreren Etappen. Mit den Centerline Wagen mit der Rolle haben wir super Erfahrungen gemacht. Hier zwei Nachbauten: der durchsichtige Prototyp und die endgültige Ausführung aus Alu. Die Trix Lok bewährt sich erstaunlich gut als Schwerarbeiter.


Grüsse
Rufer
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