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Montag, 30. Juli 2012, 09:25

Motorendrehgestelle zwischen verschiedenen Loks austauschen

Hallo zusammen!

Ich wollte mal fragen, ob jemand weiss, wo die Unterschiede zwischen den Motorendrehgestellen der verschiedenen Loks der neuen Generation liegen. Konkret geht es um Re 4/4 II/III, Re 6/6 und Re 456, alle aus der neuen Generation. Mit ist natürlich klar, dass die Achsen und Drehgestellblenden der Re 456 anders sind als diejenigen der SBB-Loks. Aber diese könnte man ja relativ einfach tauschen. Gibt es irgendwelche konstruktionstechnische Unterschiede wie Radstand, Übersetzung, Abemssungen etc?

Die dahinter liegende Idee ist, mittels günstiger Occasionen oder sonstigen Schnäppchen, viel gefahrene Loks mit eher schlecht laufenden Übergangsmotoren mit reinen 88ern auszustatten und die Spenderfahrzeuge mit dem alten Motor in die Vitrine zu stellen. Da aber schon alleine das Fahrgeräsuch einer Re 456 ganz anders ist als das einer Re 4/4 II habe ich so meine Zweifel, ob die Motoren wirklich identisch sind...

Vielen Dank für eure Antworten!

MfG XaS
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Richard

Forumist

Beiträge: 1 107

Geburtstag: 14. Juni

Wohnort: Grössenwahnsinnige Nordostschweizer Provinz Metropole

Beruf: Dipl. Ing. HTL Stehkessel-Modelldampfmaschinenheizer Grossstadtneurotiker

2

Montag, 30. Juli 2012, 09:52

Ob die Motoren der genannten Fahrzeuge identisch sind, sollte eigentlich aus den zugehörigen Ersatzteillisten ersichtlich sein. Die Motoren werden m. W. immer ohne Drehgestellblende geliefert.
Ich habe auch schon Kugellager, neue Rotoren und Statorplatten in 66er-Motoren eingebaut und den Motor so auf den neusten Stand hochgerüstet.

Richard
Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.
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Rüdiger

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Beiträge: 1 817

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3

Montag, 30. Juli 2012, 11:15

Also, das Motordrehgestell der Re II ist absolut das Gleiche wie das für die Re 6/6 - auch wenn der Achsstand bei der 6/6 um ca. 1,1 mm grösser sein müsste :wink:.

Bei der 456 bin ich mir nicht so sicher - es könnte aber sein dass das Baugleich mit dem der 460/465er ist - also bei Hag jetzt, nicht im Original....

Bei den Fahrzeugen der alten Generation gibt es nur ein einziges Universal-Drehgestell, was dann trotz der Abweichung bei Achsständen und Radgrössen beim Vorbild in alle Re I, Re II (erste Serie), Re 6/6 Prototyp und alle braunen BLS-Loks passt. (zum Zeitpunkt der Modellkonstruktion hat das noch niemanden gestört.....)
Gediegen reisen: www.extrazug.ch
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4

Montag, 30. Juli 2012, 11:46

Hallo zusammen!

Erst mal danke für eure Antworten. Die Bestellnummer für ein komplettes Motorendrehgestell für die Re 456 ist nicht identisch mit derjenigen einer Re 4/4 II. Das ist aber auch logisch, da ja andere Achsen verbaut sein müssen. Das die Re 4/4 II und Re 6/6 mit den gleichen Teilen ausgestattet ist vermutete ich, dass dies aber mit einem Kompromiss beim Radstand realisiert wurde wusste ich nicht. Naja, diese 1,1mm machen ja nicht allzu viel aus.

@Richard: Der Umbau der alten Motoren habe ich auch schon in Betracht gezohen. Die betroffenen zwei Loks mit den eher schlecht laufenden Motoren haben je einen ÜBergangsmotor in unterschiedlicher Ausführung. Wie hier beschrieben hat die eine Lok einen kugelgelagerten Motor mit Scheibenkollektor, die andere Gleitlager mit Scheibenkolektor. Ein Umbau wäre natürlich eine feine Sache und sollte insbesondere bei dem bereits mit Kugellager ausgerüsteten Motor mit vertretbarem Aufwand machbar sein. Dort müsste ich ja lediglich den Rotor und das Lagerschild austauschen um einen vollwertigen 88er zu erhalten. Wie aber hast du Motorblöcke ohne Kugellager mit einem solchen ausgestattet? Ich habe viele Threads zu diesem Thema gefunden, aber nirgenswo eine für mich nachvollziehbare Aufstellung...

MfG XaS
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Richard

Forumist

Beiträge: 1 107

Geburtstag: 14. Juni

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Beruf: Dipl. Ing. HTL Stehkessel-Modelldampfmaschinenheizer Grossstadtneurotiker

5

Montag, 30. Juli 2012, 12:20

Hallo XaS

Für mich war das Ganze relativ einfach. Zuerst habe ich bei einem Motor 88 mit einem Tiefenmass die Distanz zwischen Rotorschildauflage und dem, im Motordrehgestell eingebauten Kugellager gemessen. Anschliessend habe ich am Motor 66 das Gleitlager ausgebaut, die Lagerbohrung auf 5N7 oder 6N7 aufgebohrt, und ein Kugellager auf die vorher gemessene Distanz eingepresst. (Ich habe immer die 2mm-Kugellager verwendet, welche in meiner Werkstatt gerade verfügbar waren, und nicht unbedingt das gleiche wie HAG, darum die verschiedenen Durchmesserangaben.) Lagerschild und Rotor für Motor 88 gibt's als Ersatzteil bei HAG. Hat problemlos funktioniert bei einer zweimotorigen Ae8/8 und drei Re4/4II der alten Generation.

Viel Erfolg beim Umrüsten

Richard
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