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Bm6/6

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1

Samstag, 26. Oktober 2013, 19:49

Roco 3-Achs Autotransporter

Hallo zusammen,

Ich habe mir heute einige Roco 66519, also die aktuellen, gelben, 3-achsigen Autotransportwagen, geleistet. Allerdings habe ich das Problem, dass sich die Wagen schon bei einer leichten Kurve schräg stellen, respektive nach Kurvenfahrt nicht mehr gerade Ausrichten. Der gefahrene Mindestradius lag bei 1,1 metern. Ein Blick unter den Wagen offenbarte den dafür verantwortlichen Murks:



Die Oberste Zeichnung zeigt den Werkszustand. Gelb = Wagenkasten, Schwarz = Kulisse an der mittleren Achse, Rot = Feder. Sobald sich die mittlere Achse also nur leicht um die Hochachse dreht, gerät die Spitze der Kulisse aus der Mittelachse des am Wagenbodens angegossen Zapfens und das Unglück ist perfekt. Dazu wirken die Kräfte: Gelber Pfeil = Kraftfluss der Lok, Schwarzer Pfeil = Kraftfluss des Zuges/der 2. Wagenhälfte.

Mein erster Lösungsgedanke wäre das verlegen der Rückstellfeder, siehe Zeichnung 2. Zeichnung 3 zeigt den Zustand bei Kurvenfahrt und die Stellung der Feder im Werkszustand und meines Gedankens. Wie man sieht, besitzt die Feder im Werkszustand kaum eine Hebelwirkung.
Was meint ihr, könnte sich das Verlegen der Feder positiv auf die Rückstellkräfte der mittleren Achse auswirken? Oder gibt es bereits bessere Lösungen für das Problem? Den Wagen gibt es ja schon ein paar Jahre..

Gruss
Simon
Sammelt Grüne, Rote und Rot/Blaue SBB Loks mit UIC Gedöns, Idealerweise im grauen Karton mit Kunststoffeinsatz Genug vom Kreissägenmotor. Nun im Grau/Blauen Karton...

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2

Samstag, 26. Oktober 2013, 20:12

Simon,

Wenn du die Feder nach Aussen verlegst erhälst du eine höhere Rückstellkraft, es braucht aber auch mehr Kraft um die Kulisse auszulenken. Als erstes würde ich überprüfen wie leichtgängig sich die Kulisse ohne Feder bewegt. Vielleicht gibt es irgendwo noch Gussgrate oder andere Störfaktoren.
Gruss Erwin,

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Bm6/6

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3

Samstag, 26. Oktober 2013, 20:50

Hallo Erwin,

Die Kulisse läuft sehr leicht. Die Feder hat in der geradeaus Stellung auch nur eine sehr geringe Vorspannung.

Gruss
Simon
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4

Samstag, 26. Oktober 2013, 20:53

Simon,

Dann probiere es einfach aus, falls es nicht funktioniert, lässt es sich sicher rückgängig machen.
Gruss Erwin,

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5

Sonntag, 27. Oktober 2013, 14:48

Das Grundproblem ist AFAIR die Ausführung des Mittengelenks mit doppelter, kurzkupplungs-analoger Kinematik. Mechanisch gesehen ist die mittlere Achse eine Jakobs-Achse – und damit die gewählte Kinematik ohne zusätzliche Sicherung gegen das ungewollte seitliche Ausscheren der Waggonhälften ungeeignet. Paradoxerweise hatte man bei Roco zu Zeiten der Konstruktion des «fahrenden Yoghurtbechers» (DB Baureihe 423) einen enormen Aufwand getrieben, dort dieses Verhalten zu verhindern. Wobei just jenes Modell aufgrund der geringen auf die einzelnen Wagenkästen wirkenden Zugkräfte eher weniger anfällig dafür ist.

Du wirst das Problem mit zusätzlicher (oder auch einfach nur stärkerer) Zugfeder nicht grundsätzlich lösen können. Du verschiebst nur den Schwellwert für das Ausreissen der Hälften nach oben. Erkaufst dir das, mind. bei unbeladenen Waggons, allerdings mit höherer Entgleistungsfreudigkeit.
(Wir – SAEWAG – hatten vor ein paar Jahren während einer Veranstaltung mal einen Zug aus 13 oder 14 dieser Autotransportwaggons laufen. Wobei das «Laufen» mehr ein Stehen und Entgleisen war – ohne interimsweise Aufballastierung mit Stahlblechen in der unteren Ladeebene lief da nicht viel.
Und das war ein nahezu artrein aus dieser Konstruktion gebildeter Zug – einzig ein einzelner LSM 2-Achser lief da mit im Verband. Hinten liefen sie gerade, im vorderen Viertel zogen sich die Mittengelenke auseinander …

Die eigene (KombiModell) Konstruktion von T2000 und Papagei hatte übrigens just im Bereich des Talbot-Gelenks die mithin grösste Anforderung an die Konstruktion. Die gesamte Funktionalität
– Kinematik (damit die Wagenrahmen aussen nicht beschnitten werden müssen, siehe Roco Sggmrs(s), Tillig Papagei etc.),
– Sicherung gegen Verdrehen und den beschriebenen «Zieharmonika-Effekt«,
– Freigang in X- («Torsion», siehe Brawa Stettin) und Y-Achse (Kuppen und Wannen im befahrenen Geleis) und
– Optik des Talbot-Gelenks mit seinen Gleitkufen
war dazu in weniger als 5mm Einbauhöhe unterzubringen.

Einfach war das nicht.
mfg,

heineken

»Niemand wirtschaftet das Netz herunter.« Hartmut M. im SPIEGEL-Gespräch, 6.8.2007

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »heineken« (27. Oktober 2013, 14:54)

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hal6ke

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6

Mittwoch, 9. November 2016, 17:36

Fahrtüchtigkeit Roco 3-Achs Autotransporter

Ich habe mehrere Wagen dieses Typs. Habe nach Lösungen gesucht, um die Fahreingenschaften zu verbessern bzw. Querstellung der Mittelachse zu verhindern. Mein Lösungsansatz: fester Drehpunkt zwischen den beiden Wagenhälften.



Die Testweise umgebaute Mittelachse in eingebautem Zustand. Die Mittelachse wird durch die schon vorhandenen Federn zentriert



Halteplatten entfernt



Mittelachse mit M2 Schraube die auf einem 4 x 0.5mm Messingstreifen gelötet ist



Mittelachse von unten



Wagenhälften mit entfernter Mittelachse

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hal6ke« (9. November 2016, 17:41)

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hal6ke

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7

Mittwoch, 9. November 2016, 17:47



Orignal Wagen in Position "gerade", Spalt zwischen den Wagenhälften knappe 4mm



Umgebauter Wagen in Position "gerade". Der Spalt zwischen den beiden Wagenhälften erscheint gross, ist aber nur ca. 5.5mm



Original Wagen auf Roco R5



Umgebauter Wagen auf Roco R5

Erste Tests verliefen positiv. Der Wagen läuft auch an erster Stelle bei langen Zügen problemlos (die Messingstreifen sind nur mit Doppelkebeband befestigt, hält dennoch einiges aus), keine Entgleisungen und kein Querstellen der Mittelachse. Noch nicht gelöst habe ich die Befestigung des unteren Ueberfahrblechs, werde Testen was möglich ist (und natürlich auch die M2 Schraube kürzen).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hal6ke« (9. November 2016, 17:52)

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hal6ke

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8

Sonntag, 27. November 2016, 17:36

Bin etwas weiter gekommen, die Uebergangsbleche habe ich mit Mini-Magneten befestigt.



Wagen mit dem mit Minimagneten befestigten Uebergangsblech



Nahaufnahme



Uebergangsblech mit angeleimten Magneten



Wagenmitte ohne Uebergangsblech

Und noch zwei Videos (gleicher Zug und Geschwindigkeit)

https://www.youtube.com/watch?v=7dptsKKL…YBe0eLQ&index=2

https://www.youtube.com/watch?v=9zqsv-1I…YBe0eLQ&index=1

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hal6ke« (27. November 2016, 21:37)

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