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oschgi

Forumist

Beiträge: 137

Geburtstag: 20. Juli 1983 (35)

Wohnort: Zofingen

Beruf: Informatik Ingenieur FH

1

Samstag, 22. März 2014, 08:44

Schweizer Signale im TrainController

Hallo zusammen

Ich bin im Moment dabei für meine Anlage alle Signale zu programmieren. Ich nutze dabei folgende Produkte:

- QDecoder
- MicroScale Signale
- TrainController Gold v8

Kann mir jemand sagen, wie ich die Signale am einfachsten im TrainController darstellen und ansteuern kann? Gibt es dazu ein Featurepack, dass man einfach importieren kann für diese Signale?

Danke für eure Antwort.


Gruss
Daniel
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2

Samstag, 22. März 2014, 09:19

Traincontroller bietet keine integrierte Funktion um Schweizer Signale zu steuern, jedoch die einzelnen Elemente zur Realisierung.
Habe auf meiner Anlage genau diesselbe Kombination aus Qdecoder, Microscale und TC8G, da ich auch durchgehend Zwerge im Einsatz habe, habe ich meine Programmierung auf diesen basiert und leite Vor- und Hauptsignale davon ab.
Der Programmierung ist es dabei egal ob es den Zwerg tatsächlich gibt oder nicht, wichtig ist die dabei entstehende Logik sowie deren Verkettung die eigentlich den Spurplan darstellt. Am besten funktioniert das Ganze dann, wenn auch noch die längenabhängige Blockfreigabe verwendet wird, ist aber eher optional. Die Vorschau der Reservierung sollte zudem von intelligent auf 3 oder 4 gestellt werden, damit die Vorsignale rechtzeitig schalten.

Dazu bediene ich mich nicht den Blocksignalen aus TC (diese schalten viel zu spät), sondern "simpel gesprochen" dieser Strategie:
- Für jeden Block wird zunächst in jede Fahrtrichtung ein Bahnwärter (Bit) für die Funktion "schrägauf" definiert, darin enthalten ist: Block ist reserviert durch eine Zugfahrt in Fahrrichtung Zwerg und eine der Weichenstrasse in den / oder die Folgeblock/blöcke ist aktiv (diese zueinander als "ODER" eintragen), siehe erstes angefügtes Bild. Somit haben wir schon einmal detektiert, dass eine Fahrt in einen nachfolgenden Block stattfindet. Würde man dies übrigens über die internen Blocksignale machen, dann würden die Signale leider viel zu spät schalten (erst wenn der Zug den Block erreicht).
- Dies tut man nun zuerst mal für alle Blöcke, egal ob es dort wirklich Signale gibt oder nicht.
- Danach definiert man für jeden Block noch einmal zusätzlich einen Bahnwärter je Richtung "gradauf", Auslöser ist hier grundlegend mal der Bahnwärter "schrägauf" (eine Fahrt findet in einen Folgeblock statt), danach werden alle möglichen Weichenstrasse wiederum als "ODER" eingetragen, diesmal jedoch zusätzlich mit dem "schrägauf" jedes Blocks (siehe Bild ist dann einfacher), damit kann man nun feststellen, ob die Fahrt auch über den nachfolgenden Block hinweg stattfindet (eben gradauf, statt nur schrägauf).

Von diesen Bahnwärter lassen sich nun die Hauptsignale (direkt ab schrägauf) sowie die Vorsignale (ab gradauf) ableiten, nun noch Weichenstellungen etc. mit einkombinieren für unterschiedliche Fahrbegriffe und die Sache läuft.

Für die Signale an sich verwende ich "erweitertes Zubehör", habe dieses mal angefügt (ist für die meisten Qdecoder Modi nutzbar, ansonsten einfach anpassen). Idee dabei ist: Grundlegend könnte jedes Signal jeden Fahrbegriff anzeigen, dem ist natürlich aber nicht so. Daher werden bei allen Signalen zuerst einmal in den Fahrbegriffen die nicht benutzt werden ein Dummyschalter eingefügt, der immer aus ist. Somit wird dieser Fahrbegriff nie geschaltet. Bei allen anderen werden die entsprechenden Auslöser eingetragen (auch bei Halt), dabei hat aber jedes Signal noch eine "Blindstellung" die quasi dann aktiv wird, wenn man mal was vergessen hat (in meinem Falle benutze ich das auch zum Rangieren, damit nur die Zwerge schalten).

Klingt vermutlich alles ein wenig heftig, hat mans mal durchblickt ist es aber relativ einfach und logisch. Auch wenn es arrogant klingen mag: Bisher konnte mir leider niemand eine einfachere, universell einsetzbare (!) Logik aufzeichnen... war auch mein dritter Anlauf bis es soweit war. Meine Anlagenfiles stelle ich nicht mehr direkt in den Foren zur Verfügung, gibt zuviel Theater da alle Klugscheisser meinen, sie müssten mir dann erklären wie ich meine Anlage zu programmieren hätte ohne dass versucht wird zu verstehen, wie das Ganze aufgebaut ist... einfach per PN die Mailadresse schicken, dann schicke ich die Files gerne zu.

Hier sieht man ein klein wenig davon in Aktion: https://vimeo.com/79595970 leider wurde bei der Integration von Google+ mein Youtube Account überschrieben... daher sind meine Videos nun bei Vimeo, wobei ich bisher keine Zeit gefunden habe, alle wirklich wieder hochzuladen :(
Das Flackern nimmt übrigens nur die Kamera auf, von Auge sieht man die PWM Dimmung logischerweise nicht.

Edit: Hier noch ein schnell gemachtes Video, dass die Signalisierung besser zeigt: https://vimeo.com/89774023 :)
»Nico« hat folgende Bilder angehängt:
  • schraegauf.jpg
  • gradauf.jpg
»Nico« hat folgende Datei angehängt:
  • Zubehoer.zip (4,16 kB - 173 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. September 2018, 21:31)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nico« (22. März 2014, 10:01)

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oschgi

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3

Sonntag, 23. März 2014, 18:36

Hallo Nico

Danke für deine Hilfe. Ich bin im Moment dabei an meiner TrainController Software deine Variante zum Test einzurichten. Sobald ich alle Signale fertig verdrahtet und angeschlossen habe, versuche ich die Zwergsignale entsprechend einzurichten.

Ich habe noch eine Frage. Ich besitze im Moment zwei Schattenbahnhöfe. Hast du im Schattenbahnhof auch Bahnwärter verwendet, oder reicht es, wenn man nur im sichtbaren Bereich die Bahnwärter entsprechend konfiguriert?


Gruss
Daniel
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4

Sonntag, 23. März 2014, 18:44

Salü Daniel

sorry, dass ich noch nicht auf die letzte Mail geantwortet habe, hatte einen Nachteinsatz und hab den halben Tag dann verpennt :sleeping:
Die Bahnwärter sind nur soweit notwendig, wie auch die Signalisierung benötigt wird. In meinem Fall sind das mehr oder weniger tatsächlich die Ein- und Ausfahrgleise der beiden Schattenbahnhöfe. Ich habe aber auch Kunden, bei denen die Signalisierung je nach Einfahrt in die Schattenbahnhöfe zur Spielerei unterschiedliche Begriffe zeigt, ganz nach eigenem Gusto :)

Bezüglich deiner Frage im Mail zum Thema DCC Adressen: Ich reserviere mir für ein Vor- und Hauptsignal immer gleich einen Viererblock an DCC Adressen (8 Schaltbegriffe möglich), wäre heute eigentlich nicht mehr notwendig und ist noch ein Überbleibsel aus den Qdecoder Anfangstagen. Das macht aber potenziell möglich, nachträglich einem Signal noch mehr Fahrbegriffe beizubringen, ohne die Adressierung aufwändig ändern zu müssen. Programmier übrigens keinem Decoder eine Adresse die an der Grenze zum nächsten 255er Adressbereich liegt, das mögen sie gar nicht (also z.B: Adresse 254 - 257 oder 510 - 513), da gibts sonst ziemliche Spinnereien.

Gruess Nico
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oschgi

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5

Donnerstag, 27. März 2014, 13:25

Ich bin im Moment dabei im TrainController die Blöcke von meinen Schattenbahnhöfen zu programmieren. Dabei möchte ich für jeden Block die genaue Länge eingeben. Wie genau müssen hier die Längenangaben sein? Hat dort jemand Erfahrungen gemacht? Muss ich hier noch etwas spezielles beachten?

Danke für die Antwort.


Gruss
Daniel
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6

Donnerstag, 27. März 2014, 14:40

Ist eigentlich ganz einfach: Brems- und Haltemarkierung mit einer sauber eingemessenen Lok definieren und danach den Blöcken noch die entsprechend maximale Zuglänge definieren.
Zum Ermitteln der Halte-und Bremsmarkierungen eignet sich auch gut ein Triebzug wie z.B. der Domino und Konsorten.
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