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1

Dienstag, 27. Januar 2015, 13:54

Hag 200 - Re 6/6 zweiteilig neu motorisieren

Hallo

Ich besitze eine alte Re 6/6 von Hag. Um die selbe Lok und um das selbe Problem geht es bereits in diesem alten Beitrag: Digitalisieren einer älteren HAG Re 6/6 zweiteilig grün AC

Gerne würde ich der Lok einen neuen Antrieb (Motor) spendieren. Der Motor sollte möglichst gute Fahreigenschaften haben, was ich vom aktuell verbauten Motor überhaupt nicht behaupten könnte. Nun, ich habe noch nie einen solchen Umbau vorgenommen und bin dementsprechend Anfänger, traue mir den Umbau aber durchaus zu. Könnt ihr mir helfen, den geeigneten Motor zu finden?







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modellbahner

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Beiträge: 6 549

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2

Dienstag, 27. Januar 2015, 13:59

Wenn du diesen Motor (Hag Typ 64) durch einen neuen Hag Motor Typ 88 ersetzt dürftest du deinem Ziel näher kommen mit relativ geringem mechanischem Aufwand.
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3

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:09

Danke. Gibt es Alternativen? Kennt jemand die Rail4you Motoren? http://www.rail4you.ch/dokumente/Drehstrommotor.pdf
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Unholz

Administrator

Beiträge: 11 885

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4

Dienstag, 27. Januar 2015, 14:49

Es ist jetzt dann bald einmal zehn Jahre her, seit der Drehstrommotor hier erstmals vorgestellt wurde - das war glaub einer der ersten Beiträge dazu:
verschiedene Decoder und ihre Werte für den DrehstromMotor

Noch mehr findest du mit dem Suchbegriff Drehstrommotor oder unter den Beiträgen des Autors Stefan Burkhard. Es handelt(e) sich zweifellos um ein innovatives Produkt mit interessanten Eigenschaften und der einen oder anderen Kinderkrankheit. Ich kann nicht sagen, inwiefern sich die in deinem Link angebotene Weiterentwicklung von den ursprünglichen Motoren unterscheidet. Herr Iten kann dir wohl mehr dazu sagen (er ist auch Mitglied hier). Auf jeden Fall würde das ein relativ teurer Umbau, den ich dir als Anfänger nicht ohne Weiteres empfehlen würde (ist keineswegs abschätzig gemeint!).
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modellbahner

Administrator

Beiträge: 6 549

Wohnort: Interlaken BE - Schweiz

Beruf: Elektroniker / Elektroing FH

5

Dienstag, 27. Januar 2015, 15:15

Ich sehe zudem den Vorteil des DSM gegenüber dem Hag Motor Typ 88 nicht. Es scheint mir wenig sinnvoll in ein solches Modell grosse Beträge zu investieren (schon der 88er Motor kostet ordentlich) ausser man hat Freude an der Technik. Ob der DSM noch verfügbar ist entzieht sich meiner Kenntniss.
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6

Dienstag, 27. Januar 2015, 15:18

Danke der Aufklärung. Ich ziehe den 88er in Betracht. Gehe ich richtig der Annahme, dass meine Lok aktuell noch keinen Permanentmagneten besitzt? Ein Digitaldecoder wurde vor einigen Jahren von einem Fachhändler eingebaut, diesen möchte ich aber gegen einen neuen ersetzen.
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Unholz

Administrator

Beiträge: 11 885

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7

Dienstag, 27. Januar 2015, 15:21

Richtig, der Motor auf deinen Bildern hat einen Feldmagnet (mit dem Kupferdraht) - der Permanentmagnet wäre ein dunkler Klotz.
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Frühlingen

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8

Freitag, 30. Januar 2015, 15:31

Hallo Baschi

Weiss gar nicht, weshalb du diesen Motor auswechseln willst?? Bei mir läuft der tipptopp - natürlich nicht so sanft wie ein Faulhaber oder Maxon Motor.

Ich würde mal den 64er Motor total auseinander nehmen und gründlich reinigen - vielleicht den Scheibenkollektor mit feinem Schleifpapier etwas auf Vordermann bringen, die Rillen zwischen den Kontaktfeldern etwas herauskratzen und den Motor neu ölen. Dann verpasst du ihm neue Bürsten/Kohlen, einen Permanentmagneten (ca Fr. 30) und einen ESU Lopi 4.0 - vielleicht noch Diodenbeleuchtung (Wenn du willst, kann ich dir sagen, wie ich's mache) - und die Lok fährt 1A. Zuerst schaltet das Licht ein, dann fährt sie butterweich an und beschleunigt kontinuierlich auf die gegebene Geschwindigkeit. Hab ich erst grad mit einer BLS Re 4/4 mit Jahrgang 69 gemacht.
Und das alles sogar ohne Digitalansteuerung - aber NICHT mit BLAUEN Märklin-Trafo's - da sind die Decoder bald hinüber :evil:


Das alles bringt man auch ohne grosse Werkstatt und viel Erfahrung zu Stande :thumbup:

Gruss Christian
Unsere Modelleisenbahn ist ein Familienprojekt - um Zeit zusammen zu verbringen und um gemeinsame Projekte zu realisieren - vor allem aber zum Fahren, zum Bauen und auch zum Schauen! :rolleyes:
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9

Freitag, 30. Januar 2015, 21:00

Hallo Christian

Neue Bürsten und Kohlen habe ich bereits probiert. Keine Verbesserung. Danke für deine Tipps, das werde ich auf jedem Fall testen! Momentan fährt das Ding wirklich unschön.
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Frühlingen

Forumist

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10

Freitag, 30. Januar 2015, 22:02

Guten Abend Baschi

Noch ein paar Dinge habe ich vergessen:
Falls der Schleifer abgenutzt ist (ausgebrannt) unbedingt ersetzten oder wenn er nur etwas beschlagen ist, mit Schleifpapier darüber, das wirkt manchmal Wunder. Auch die Räder (Laufdrehgestell) sollen sauber sein - da hat's manchmal Beläge aus Staub und Öl drauf - dann ist der Kontakt das Problem und nicht der Motor. Zum Testen häng ich den Motor dann direkt an den Trafo (Gehäuse weg, Kabel an Puffer und an die Feder zur Oberleitung), so kannst du auch dem Motor bei der Arbeit zuschauen - wenn's irgendwo stark funkt oder stinkt, dann liegt da wohl das Problem.

Vielleicht liegt das Problem deiner Lok auch am Umschalter - dann muss du halt den Motor nach dem Umschalter einspeisen. Dieses Problem wäre dann mit dem Umbau auf digital auch behoben.

Sorry, wenn das schulmeisterlich klingt - aber ich weiss halt nicht, wie viel Erfahrung du hast. Aber ein HAG Motor kennt eigentlich kein Alter - die laufen IMMER und EWIG!

Gruss Christian
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11

Samstag, 31. Januar 2015, 17:59

Hallo Christian

Grossmächtigen Dank für all deine weiteren Tipps. Digitalisiert wurde die Lok bereits vor einigen Jahren von einem Fachhändler. Ein Permanentmagnet wurde anscheinend damals aber nicht eingebaut. Wusste gar nicht, dass das geht... Der Umschalter ist aber dem Decoder bereits zum Opfer gefallen.

Du hast mich ermutigt dem aktuell verbauten Motor Typ 64 noch eine Chance zu geben. Ich habe mir heute einen Permanentmagneten von Hag (161216-90), eine Adapterplatine (ESU 51967) sowie einen Digitaldecoder (ESU 64614) bestellt.

Bin gespannt, wie die Lok nach einer "Totalrevision" fährt :)
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Frühlingen

Forumist

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12

Montag, 9. Februar 2015, 21:53

Hallo Braschi

Wie weit bist du? In den Anfängen der Digitaldecoder (Mäuseklavier) könnte man den Feldmagneten belassen. Es gibt auch heute noch solche Decoder, aber ich habe damit keine guten Erfahrungen gemacht - jedenfalls nicht unter konventionellem AC-Power. Da stottern die Loks übers Gleis - man hat fast das Gefühl es sei ein Kontaktproblem - aber sie tun auch so, wenn sie mit Kabeln angeschlossen werden.

Gruss Christian
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13

Donnerstag, 12. Februar 2015, 20:17

Der Umbau ist komplett!

Als erstes habe ich das Gehäuse abgenommen. Tatsächlich war noch einer der ersten Mäuseklavier Decoder original von Märklin verbaut.



Im Anschluss wurde die komplette Lok auseinander genommen. Die Kabel wurden abgelötet und der Motor komplett auseinander genommen.



Der Stator scheint tatsächlich schon einige Drehungen hinter sich zu haben und ist an einer der drei Seiten ziemlich abgenutzt. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich den überhaupt noch verbauen sollte, oder ob ein neuer verbaut werden müsste. Ich entschied mich jedoch, den alten weiter zu verwenden und das Risiko einzugehen.



Im Anschluss wurde der ganze Motor gereinigt. Den Permanentmagneten wieder eingesetzt und den neuen LokPilot Decoder das erste Mal testweise verlötet, ging es für die Lok auf eine erste Testfahrt. Zunächst Ernüchterung. Die Lok machte nicht den Anschein sich bewegen zu wollen. Nachdem die Räder aber ein wenig gedreht und die Lok hin und her geschoben wurde, machte der Motor mehrmals kurz den Anschein doch zu funktionieren.

Vorerst vermutete ich schlechten Kontakt der Räder oder des Schleifers. Also wurden alle Räder und der Schleifer gut mir etwas Schleifpapier gereinigt. Wieder auf der Teststrecke wollte die Lok aber weiterhin nicht fahren. Im Anschluss nahm ich die Räder von den Achsen und hier zeigte sich das Problem. Die Achsen waren total angelaufen und verschmutzt. Ein sauberer Kontakt konnte also gar nicht zu Stande kommen. Nachdem ich die Achsen mit Schleifpapier ausgiebig gereinigt hatte und die Achsen samt Räder wieder montiert hatte, setzte ich die Lok wieder auf die Gleise.

Jetzt fuhr die Lok sofort los. Kein Stottern, keine Aussetzer. Das Problem war gefunden und der Umbau erfolgreich. Der Stator scheint keine Probleme zu machen. Mit den Fahreigenschaften der "neuen" Lok bin ich mehr als zufrieden. Sie fährt mit dem neuen Decoder und dem umgebauten Motor sehr sanft und konstant. Ich zähle sie nun zu einer meiner Lok mit den besten Fahreigenschaften. Genial! Danke Christian!

Fazit: Ein sehr lohnenswerter Umbau, den ich auf jeden Fall wieder machen würde und jedem Modellbauer in meiner Situation empfehlen kann. Weitere Loks werden auf jeden Fall folgen.
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Unholz

Administrator

Beiträge: 11 885

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14

Donnerstag, 12. Februar 2015, 20:24

:thumbsup: Gratuliere - und einmal mehr ist der Beweis erbracht, dass sich diese unverwüstlichen alten Dinger mit relativ wenig Aufwand aktualisieren lassen.
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Frühlingen

Forumist

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15

Freitag, 13. Februar 2015, 16:59

Lieber Baschi

GRATULIERE! - das freut mich jedenfalls sehr für dich! Da wo du das Problem gefunden hast, hätte ich es nicht vermutet - hab also auch wieder was dazu gelernt :)
Es zählt doch zu den schönsten Momenten im Eisenbahnerleben, wenn man Totgeglaubte wieder lebendig machen kann. Mit HAG-Modellen hat man da immer gute Chancen!

Ich war von den Fahreigenschaften auch überrascht, deshalb werde ich noch weitere HAG-Loks mit dem Lopi 4.0 beglücken. Bin nun dran auch die Steuerung auf Digital umzustellen, damit mir die Decoder nicht ständig durchbrennen (wegen den blauen Trafos).

So ist es immer wieder eine Freude, die Loks auf 'grosse Reise' zu schicken :rolleyes:

Gruss Christian
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