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Beiträge: 12 182

Geburtstag: 14. Januar 1962 (56)

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Beruf: Meister meines Fachgebietes

1

Sonntag, 11. Februar 2007, 09:24

Re 4/4 II G.1, Versuchslok, genannt Laborratte

Den Motor dieses vermutlich mehr als 30jährigen Modells zerlegten wir beinahe vollständig. Einzig die eingepressten Achsen des Getriebes blieben an Ort. Die Räder wurden auch von der Achse abgezogen, da wir unter anderem die Stromleitenden Haftreifen prüfen wollen und einen Vergleich der Zugkraft mit und ohne Haftreifen durchführen werden.

Abgesehen von den beiden Achsen wiesen keine Teile von Auge sichtbare Verschleissspuren auf. Das Getriebe präsentierte sich in einem einwandfreien Zustand, etwas schmutzig, aber das ist kein Problem. Eine Reinigung im Ultraschallbad, frisch ölen und alles ist fast wie neu.

Die Achsen sind aus weichem Stahl hergestellt. Diese haben sicht- und spürbare Verschleissspuren. Die Messing Lagerbüchsen sind hingegen in einem einwandfreien Zustand. Um das in Zukunft zu verhindern, setzten wir als Lagerachse gehärtete und geschliffene Zylinderstifte ein. Das sind billigste, aber hochpräzise Massenteile. Die Toleranz (h6) beträgt bei diesem Durchmesser gerade einmal 0.006mm, etwa rund sieben Mal weniger als ein Haar dick ist. Der Stift muss nur von 24mm auf 21.5mm gekürzt werden. Was verspreche ich mir von der gehärteten Achse? Der Verschleiss wird viel geringer sein, die Achse wird eine geringere Reibung haben da die Oberflächenqualität besser ist. Der Zylinderstift ist geschliffen, die Originalachse ist blankgezogenes Material.

Die Isolierten Räder wurden mit einer Abziehvorrichtung von Fohrmann abgezogen. Die Kunststoffbüchsen blieben auf der Achse hängen, da die Greifer nicht unter die Büchsen passen, da sie fast bündig mit dem Gehäuse sind. Mit einem Japanmesser bin ich den Spalt gefahren und habe die Büchse vorsichtig nach oben gedrückt. Nach etwa 1.5mm konnte sie mit den Fingern abgezogen werden. Da Pressung der Kunststoffbüchse mit der Achse relativ leicht ist, kann sie gut von Hand in das Rad gedrückt und danach auf die Achse gesteckt werden.

Auch habe ich den Grund dafür entdeckt was Andere als Einrasten der Räder beschrieben. Die Achse mit dem Zahnrad liess sich ca. 0.5mm im Rad axial verschieben. Beim Aufpressen des anderen Rades rutscht die Achse mit dem Zahnrad wieder an das Rad zurück bis es ansteht. Das fühlt sich an wie ein Einrasten.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten wie sich unsere Laborratte bis zur Fertigstellung weiter entwickelt. Leute mit schwachen Nerven müssen sich ausblenden wenn die ersten Bilder erscheinen. :wink: Hoffentlich bekommen wir keinen Ärger mit dem HAG Lokschutz Verein. :wink: :wink:
Gruss Erwin,

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Kurt Reber

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Beiträge: 67

Wohnort: Luzern

Beruf: Rentner

2

Sonntag, 11. Februar 2007, 11:18

Hallo Cebu

Da ich einige solcher alten Modelle besitze, bin ich an dem Versuch mit den spezial Achsen interessiert.

Zitat

Die Achsen sind aus weichem Stahl hergestellt. Diese haben sicht- und spürbare Verschleissspuren. Die Messing Lagerbüchsen sind hingegen in einem einwandfreien Zustand. Um das in Zukunft zu verhindern, setzten wir als Lagerachse gehärtete und geschliffene Zylinderstifte ein. Das sind billigste, aber hochpräzise Massenteile. Die Toleranz (h6) beträgt bei diesem Durchmesser gerade einmal 0.006mm, etwa rund sieben Mal weniger als ein Haar dick ist. Der Stift muss nur von 24mm auf 21.5mm gekürzt werden. Was verspreche ich mir von der gehärteten Achse? Der Verschleiss wird viel geringer sein, die Achse wird eine geringere Reibung haben da die Oberflächenqualität besser ist. Der Zylinderstift ist geschliffen, die Originalachse ist blankgezogenes Material.

Bei positivem Ausgang könnte sich da sogar eine Marktlücke auftun. Also bitte wenn möglich auch über Langzeiterfahrungen mit den Achsen berichten.

Kurt
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Rüdiger

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Beiträge: 1 818

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Beruf: Bahnbetriebsfachwirt

3

Montag, 12. Februar 2007, 09:50

Re: Re 4/4 II G.1, Versuchslok, genannt Laborratte

Zitat von »"Cebu Pacific"«



Die Achsen sind aus weichem Stahl hergestellt.


Das gilt m.M. auch für die Lagerbolzen der Zahnräder.....ich hatte nach 14 bzw. 15 -jährigem Betrieb an Motordrehgestellen der alten Generation (Re4/4 BLS, beide Typ 88 ) immer denselben Blindbolzen (der mit der "Krempe", der das kleine Zahnrad vor den Antriebsrädern hält) etwas Ärger, weil er sich langsam abschert und dann das Spiel im Getriebe so gross wird, dass es blockieren kann.....besserer Stahl hätte diverse Langlebigkeitsvorteile - und sooviel teurer kann das doch nicht sein, oder? (gut, ich beanspruche die Loks auch ein wenig, aber sie laufen sicher keine 12 Stunden am Tag...)
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Beiträge: 12 182

Geburtstag: 14. Januar 1962 (56)

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4

Montag, 12. Februar 2007, 10:05

Re: Re 4/4 II G.1, Versuchslok, genannt Laborratte

Zitat von »"Rüdiger"«

Zitat von »"Cebu Pacific"«



Die Achsen sind aus weichem Stahl hergestellt.


Das gilt m.M. auch für die Lagerbolzen der Zahnräder.....ich hatte nach 14 bzw. 15 -jährigem Betrieb an Motordrehgestellen der alten Generation (Re4/4 BLS, beide Typ 88 ) immer denselben Blindbolzen (der mit der "Krempe", der das kleine Zahnrad vor den Antriebsrädern hält) etwas Ärger, weil er sich langsam abschert und dann das Spiel im Getriebe so gross wird, dass es blockieren kann.....besserer Stahl hätte diverse Langlebigkeitsvorteile - und sooviel teurer kann das doch nicht sein, oder? (gut, ich beanspruche die Loks auch ein wenig, aber sie laufen sicher keine 12 Stunden am Tag...)


Die Teile werden leider schon um Faktoren teurer, in der Summe und mit den Händlermargen macht sich das im Endeffekt doch für den Kunden bemerkbar. Solche Verbesserungen sehe ich eher für den engagierten Bastler der das selber in die Hand nimmt.
Gruss Erwin,

100. Mitglied G1MRA Schweiz.
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erwa20

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Beiträge: 1 711

Beruf: unbeabsichtigte Majestät

5

Montag, 12. Februar 2007, 13:18

Der derzeitige Zustand unserer Versuchslok.


Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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6

Montag, 12. Februar 2007, 13:43

Hey Beat

Ist das nur Täuschung oder habt ihr zwei es wirklich gewagt ???

Zwischen vorgehaltenen Fingern erblicke ich doch tatsächlich ein sehnerv-zerstörendes Violett an der Lok !! Unglaublich ! Frevel !

Ich fass' es nicht. Trotzdem Gruss
Peter :twisted:
Gruss
Peter

"Stay calm, have courage and wait for signs" (Walt Longmire)
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erwa20

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Beruf: unbeabsichtigte Majestät

7

Montag, 12. Februar 2007, 13:47

Zitat von »"PapaTango"«

Hey Beat

Ist das nur Täuschung oder habt ihr zwei es wirklich gewagt ???

Zwischen vorgehaltenen Fingern erblicke ich doch tatsächlich ein sehnerv-zerstörendes Violett an der Lok !! Unglaublich ! Frevel !

Ich fass' es nicht. Trotzdem Gruss
Peter :twisted:


Aber klar doch, wart mal ab bis die Lok fertig ist. (Und organisier dir vorsichtshalber schon mal eine gute Sonnenbrille)
Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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8

Montag, 12. Februar 2007, 14:16

Zitat von »"erwa20"«

Aber klar doch, wart mal ab bis die Lok fertig ist. Und organisier dir vorsichtshalber schon mal eine gute Sonnenbrille


*grusel* Frankenstein und Konsorten

Ich werde noch viel vorsichtiger sein: Ich komme mit einer Schweisser-Maske! :P ... und da man ja bei Euch nicht so recht weiss, mit Kreuz, Weihwasser, Knoblauch, Holznagel und Hämmerchen. Revolver und Silberkugeln vielleicht noch. Jawoll! und ein oder zwei Lökeli, wenn's noch Platz hat in der Tasche. 8)

Gruss
Peter
Gruss
Peter

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9

Montag, 12. Februar 2007, 14:21

Zitat von »"PapaTango"«

Zwischen vorgehaltenen Fingern erblicke ich doch tatsächlich ein sehnerv-zerstörendes Violett an der Lok !! Unglaublich ! Frevel !


In Anlehnung an die 70er mit John Travolta, haben wir uns für diese überaus passende :D Lackierung mit Diamanteffek entschieden. :wink:
Gruss Erwin,

100. Mitglied G1MRA Schweiz.
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10

Montag, 12. Februar 2007, 14:48

Bisher hielt ich das hier

http://67.15.20.45/images/4/4602.JPG.49662.jpg aus www.railpictures.net (C) SuperVan

für das ultimativ hässlichste Lokomotövchen der Welt. Mal sehen, ob ich nach der Vollansicht dieser Re 4/4 im ... ähhh "Optikbrechenden-John-Ravioli-Disco-Outfit" meine Meinung revidieren muss.

Gruss
Peter
Gruss
Peter

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11

Montag, 12. Februar 2007, 18:46

Ich schliesse mich an! Bin auch sehr enttäuscht!! :twisted:

Hätte da schon auch eine TEE Lackierung erwartet.. oder zumindenst eine Rheingold-Variante!!!!!!

:lol:
Grüsse Chris..
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erwa20

Forumist

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Beruf: unbeabsichtigte Majestät

12

Montag, 12. Februar 2007, 21:23

Hallo lanker63 + Papa Tango

Es gibt schlimmeres

http://www.railfaneurope.net/pix/gb/museum/NRM/misc/yorkmuseum2001_d.jpg

oder eine andere exotische Lackierung eines bekannte Fahrzeugs

http://www.railfaneurope.net/pix/gr/diesel/dmu/560/OSE560_109rr.jpg
Gruss
Beat


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13

Montag, 12. Februar 2007, 21:39

Beat, die lieben Briten sind noch viel unerschrockener als der Rest der Menschheit, was Geschmack betrifft.

Schon mal in einer Autobahn-Raststätte ausserhalb Londons gefuttert? Dann versteht man, warum so etwas konstruiert werden konnte.
Aber du musst schon zugeben, mein Bild ist noch schlimmer *würg* ZUSATZ: oder eure Laborratte :lol: :shock:
Gruss
Peter

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