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1

Sonntag, 25. März 2007, 09:00

Wirtschaftliches: Lizenzen für Modelle

Wäre es möglich oder zulässig das Bahngesellschaften und Hersteller von Rollmaterial Lizenzgebühren von Modellbahn Herstellern verlangen könnten? Wie sieht die rechtliche Situation in der Schweiz aus?

Warum ich darauf komme, in den USA verlangt Boeing von allen Herstellern von Flugzeugmodellen die Flugzeuge aus dem Boeing Konzern als Vorbild haben Lizenzgebühren. An anderer Stelle habe ich bereits erwähnt, dass Boeing sich die Unterstützung von ebay gesichert hat und rigoros gegen ebay Händler von nicht lizenzierten Modellen vorgeht.

Vor Gericht hat sich Boeing allerdings bereits eine schallende Ohrfeige abgeholt. Sie wollten auch Lizenzgebühren für Flugzeuge aus dem 2.Weltkrieg und andere militärische Vorbilder abkassieren. In diesem Fall hat das Gericht befunden, sämtliche Entwicklungskosten wurden durch den Staat bezahlt und aus diesem Grund hat Boeing keine Rechte dafür Lizenzen einzufordern.
Gruss Erwin,

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Unholz

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2

Sonntag, 25. März 2007, 10:22

Gute, aber schwierige Frage... :wink: Hier mal ein Link zum Einstieg:

http://www.unitectra.ch/de/infos_forscher/8_35.htm#ankerNrLizenzvertrag

Voraussetzung ist also, dass überhaupt eine geschützte "geistige Leistung" vorliegt, die von einem anderen kopiert bzw. (aus-) genutzt/verwendet werden soll. Es geht um sogenannte Immaterialgüterrechte (Urheber-, Marken-, Patent- oder Designrecht). Wenn wirklich etwas so Geschütztes vorliegt, dann hat der "Schöpfer" (man könnte ihn volkstümlich auch als Erfinder bezeichnen) auch bei uns das Recht, darüber zu bestimmen, wer wie und wann von dem von ihm geschaffenen Werk profitieren darf. Bei den Modellen wird es zum Beispiel oft um die Reproduktion geschützter Marken (Werbeloks!) gehen.

Vielfach wird aber der Rechteinhaber gerade im Modellbaubereich vernünftigerweise darauf verzichten, für solche Nutzungsrechte Geld zu verlangen, da ja für ihn willkommene Gratiswerbung betrieben wird. Andere Unternehmen (etwa Coca Cola, McDonald's oder die amerikanische Bahngesellschaft Union Pacific) wachen hingegen relativ scharf darüber, dass kein Wildwuchs entsteht.

Man ist also als Modellhersteller auch bei uns gut beraten, vor Inangriffnahme eines Projektes mit dem bzw. den Rechteinhaber/n (Hersteller, Designer, Markeninhaber...) Kontakt aufzunehmen und die Bedingungen für eine Produktion zu regeln.

Mehr zum komplexen Thema auf dieser leicht verständlichen Website:

http://www.iptlaw.ch/?leng=0

Mit Forumistengruss, Stefan
________________________

"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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modellbahner

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3

Sonntag, 25. März 2007, 11:30

Ich kann euch sagen wie es meist in der Praxis ist. Die meisten Bahngesellschaften stellen die Daten für Modelle ohne Gegenleistung zur Verfügung (ausser vielleicht einem Referenzmodell). Grosser Problempunkt sind die Werbeloks, da gab es meines Wissens bisher insbesondere eine Lok für welche Lizenzgebühren bezahlt werden musste: expo.02 und dies in nicht unerheblichem Masse.

Bei den Bahngesellschaften ist es einzig Cisalpino welche ein riesieges Theater wegen Lizenzen u.ä. macht und damit auch noch Geld verdienen möchte!
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Daniel

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4

Sonntag, 25. März 2007, 12:23

Ich bin jetzt nicht ganz sicher, aber zahlt nicht BEMO der RhB Lizenzgebühren für die Verwendung des Logos und gab es nicht einen Streit zwischen CityNightLine und Heris wegen der unautorisierten Herstellung der CNL-Wagen? Die Bewilligung von CNL besitzt offenbar RailTop.

Gruss Daniel
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Tessin

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5

Sonntag, 25. März 2007, 12:43

Daniel

du hast in beidem Fällen Recht!

Alfred
_____
Gruss
Alfred
DCC, H0, Roco-Line o.B., Freiwaldsoftware, ESU Lokprogrammer.
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modellbahner

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6

Sonntag, 25. März 2007, 17:33

Ja CNL ist auch noch so eine Firma, die Lizenz hatte ursprünglich Heris. Die wurde denen dann aber entzogen und ist nun bei RailTop.

Das mit Bemo erstaunt mich noch so... Würde mich wunder nehmen in welchem Bereich diese Abgaben liegen...
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7

Sonntag, 25. März 2007, 17:42

Zitat von »"modellbahner"«

Das mit Bemo erstaunt mich noch so... Würde mich wunder nehmen in welchem Bereich diese Abgaben liegen...


Interessant wäre es zu wissen wofür sie genau bezahlen. Ferro Suisse, Lemaco, Fulgurex, Motreno, Wabu und sicher noch einige mehr bieten RhB Modelle an. Von denen bezahlt bestimmt keiner Lizenzgebühren?
Gruss Erwin,

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erzhal

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8

Sonntag, 25. März 2007, 18:06

Anschlussfrage:

Wie steht es mit den Werbeloks? Die grösste Anzahl an verschiedenen Modellen wurde von Hag produziert, dann Märklin, Roco, Minitrix und auch Kato. Es existieren aber nur bei wenigen Modellen gleiche Bemalungen von verschiedenen Herstellern.

Haben sich da die jeweiligen Hersteller ein Exklusivrecht seitens SBB gesichert? Verlangt die SBB was dafür?

Roland
cu Roland

Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D
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modellbahner

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9

Sonntag, 25. März 2007, 19:08

Hag ist "spezialisiert" auf exklusiv-Modelle. Aktuellestes Beispiel sind wohl die Loks der ThunerSeespiele.

Die Lizenzen dafür vergibt nicht die SBB sondern entweder das Unternehmen welches die Grafiken gemacht hat oder der Besitzer der Logo-Rechte (meist hat es ja Firmenlogos auf den Loks).
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10

Sonntag, 25. März 2007, 19:25

Zitat von »"modellbahner"«

Die Lizenzen dafür vergibt nicht die SBB sondern entweder das Unternehmen welches die Grafiken gemacht hat oder der Besitzer der Logo-Rechte (meist hat es ja Firmenlogos auf den Loks).


Genau darum sind die Modelle der verschiedenen Märklin Werbeloks nur immer aus dem Hause Märklin/Trix gekommen.
Gruss Erwin,

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Dany

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11

Sonntag, 25. März 2007, 19:53

Wenn du Roco wärst... Würdest du dann eine Lok rausbringen wollen, auf der gross der Name des direkten Konkurrenten draufsteht? :wink:
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modellbahner

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12

Sonntag, 25. März 2007, 19:56

Das bessere Beispiel ist das fehlende RailAway Logo auf der SpaceDream 2 Lok von Roco!
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Mike Cee

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13

Sonntag, 25. März 2007, 22:12

Modellproduktion nach Lizenz

Zitat von »"modellbahner"«

Ich kann euch sagen wie es meist in der Praxis ist. Die meisten Bahngesellschaften stellen die Daten für Modelle ohne Gegenleistung zur Verfügung (ausser vielleicht einem Referenzmodell). Grosser Problempunkt sind die Werbeloks, da gab es meines Wissens bisher insbesondere eine Lok für welche Lizenzgebühren bezahlt werden musste: expo.02 und dies in nicht unerheblichem Masse.

Bei den Bahngesellschaften ist es einzig Cisalpino welche ein riesieges Theater wegen Lizenzen u.ä. macht und damit auch noch Geld verdienen möchte!


Lizenzierte Bahnverwaltungen:
Cisalpino: ACME/Railtop (CH)
CNL: Heris* (ab 2005 LSM/Railtop (CH)
CIWL: Heris** (2003-2005)

* MIN ist die Bewilligung zurueckgezogen geworden, nachdem Heris, gegen die Wuensche des Unternehmens, Modellen von ex-CNL Wagen in OeBB und DB Nachtzug farben vorbereitet hatte.

** Ich weiss nicht was mit CIWL passiert ist. Dieses Jahr hat Rivarossi ihre CIWL Wagensets nochmal ausgebracht, was vor die Lizenz von Heris schon gemacht wurde. Hat Heris immer eine Lizenz dafuer?

Eine Frage:

Wenn eine Firma die Rechte fuer eine Hersteller kriegt, zb (Bombardier)Traxx, koennte die Firma irgendein Modell von irgendeine Bahnverwaltung herstellen lassen? Muss das Modell von der Bahnverwaltung lizenziert werden? Wer hat Prioritaet?

Der Kluge wird die Stromabnehmerfirmen lizenzieren. Niemand koennte danach ein Modell eine E-Lok ohne Gebuehr zu bezahlen. (That's a scary thought) :twisted:

Gruss

Mike C
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Mike Cee

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14

Sonntag, 25. März 2007, 22:26

Re 460 Werbeloks und Lizenzen

Zitat von »"Cebu Pacific"«

Zitat von »"modellbahner"«

Die Lizenzen dafür vergibt nicht die SBB sondern entweder das Unternehmen welches die Grafiken gemacht hat oder der Besitzer der Logo-Rechte (meist hat es ja Firmenlogos auf den Loks).


Genau darum sind die Modelle der verschiedenen Märklin Werbeloks nur immer aus dem Hause Märklin/Trix gekommen.


Von welche Lok sprechen Sie?

Viele der Loks die aus Ma-Trix kamen waren auch als Modell von Hag oder Roco/Roco CH erhaeltlich.
Siehe: http://www.roundhouse.ch/Re_460/SBB_Re-460-Werbeloks.htm

Es gab auch Firmen (Wemoba, usw) die Werbeloks auf Basis Roco Loks vorbereitete.

Nur einige diese Modellen werden durch Lizenzen gemacht. Meisten waren abhaengig von Zustimmung (Subject to approval) gebaut, weil die Werbung auf H0 ist fast gleich wie eine Werbung auf die Bahn.

Gruss

Mike C
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erzhal

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15

Sonntag, 25. März 2007, 23:27

@Mike:

Schau Dir mal unter dem Link von Dany an, wer welches Lokmodell produziert hat (übrigens: absolut empfehlenswerte Page mit sehr guter Info!):

http://www.bahnforum.org/dany/460/


cu

Roland
cu Roland

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Dany

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16

Samstag, 23. Februar 2008, 23:23

Fortsetzung des lizenzbezogenen Diskussionsstranges von hier: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/viewtopic.php?sid=f6a10b7eabb1532b702d68eb494d60f5&p=21584#21584

Braucht man als Modellbahnhersteller eine Lizenz, um ein im Vorbild auf der Lok vorhandenes Logo auf dem Modell darzustellen?

Märklin bringt jedenfalls in H0 die EC-Wagen im Cisalpino-Design, obwohl RailTop (oder wer auch immer) dafür eine Exklusiv-Lizenz haben soll.

Eine Lizenz braucht sicher, wer mit der Marke Cisalpino Personenverkehr anbieten will. Aber um ein Modell zu verkaufen? Kaum.

Wie sieht es beim UEFA-Logo aus? Klar, wer ein Fussballturnier veranstalten will darf dieses Logo sicher nicht benutzen. Aber auf dem Modell? Hat die Uefa vor, ihr Logo auch auf Modellen zu vermarkten? Hat sie ihre Marke für diese Branche schützen lassen? Ist es der Uefa lieber, wenn Modelle mit falschen Logos erscheinen? Im Flugzeug.Modellmarkt ist das bei Modellen üblich, dass "Boing 737" oder "Aribus 380"-Modelle erscheinen von Herstellern in Fernost, die sich keine Lizenz besorgen. Inzwischen hat das aufgehört, immer noch ohne Lizenz und ohne Schreibfehler. Man braucht schlicht keine Lizenz, um den Namen für ein korrektes Modell zu verwenden. Denn es ist nun mal ein Modell einer Boeing 737 und nicht einer Tupolev 134... Lizenz hin oder her.
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17

Sonntag, 24. Februar 2008, 08:56

Zitat von »"Dany"«

Im Flugzeug.Modellmarkt ist das bei Modellen üblich, dass "Boing 737" oder "Aribus 380"-Modelle erscheinen von Herstellern in Fernost, die sich keine Lizenz besorgen. Inzwischen hat das aufgehört, immer noch ohne Lizenz und ohne Schreibfehler. Man braucht schlicht keine Lizenz, um den Namen für ein korrektes Modell zu verwenden. Denn es ist nun mal ein Modell einer Boeing 737 und nicht einer Tupolev 134... Lizenz hin oder her.


Hallo Dany

Du setzt hier einige Behauptungen in die Welt, deren Richtigkeit du kaum beweisen kannst. Wie die Gesetzeslage ist weiss ich nicht, sie wird mit Garantie auch je nach Land verschieden sein. Immerhin weiss ich wie es zum Teil gehandhabt wird.

Boeing verlangt zwingend Lizenzen für Modelle die ein Produkt aus dem Hause Boeing darstellen. In den USA verfolgt Boeing jeden der Modelle ohne Lizenz vertreibt erbarmungslos. Sie hatten es sogar geschafft ebay dazu zu bringen nicht lizenzierte Modelle vom Angebot zu nehmen. Es betraf zur Hauptsache BBX, Netmodels und Phoenix. Die ganze Geschichte wurde vor etwas mehr als einem Jahr ins Rollen gebracht. Damals hatten Phoenix und Inflight200 noch keine Lizenzen und mussten sie kaufen.

Ebenfalls sehr strikt mit Lizenzen sind Fluggesellschaften wie Cathay Pacific, Delta Air Lines, American Airlines, Virgin Atlantic usw. Auf jedem Gemini Jets Modell ist auf dem Bauch Delta Air Lines aufgedruckt. Cathay Pacific verbietet grundsätzlich den Vertrieb von Modellen ihrer Airline. Sie machen es über einen eigenen Shop. Allerdings bahnt sich eine Zusammenarbeit mit Herpa an, da sie oft diese Formen nutzen. American Airlines hat letztes Jahr versucht den Vertrieb von illegalen A300 Modellen die in einer grünen Schachtel ohne Hinweis auf den Hersteller auf den Markt kamen zu unterbinden. American hat weltweit alle grösseren Vertriebe angeschrieben und davor gewarnt, dass die Modelle illegal sind.

Andrew Klein, der Besitzer von Aeroclassics ist ein solcher Schlaumeier der versucht illegale Modelle in weissen, grünen und blauen Schachteln zu vertreiben. Bis jetzt hat es auch immer geklappt bis er von American namentlich an den Pranger gestellt wurde, er ist es aber welcher am lautesten schreit wenn etwas nach seiner Ansicht illegal ist.

Illegale Produkte lassen sich nie verhindern, es lässt sich aber recht gut verhindern, dass sie in grösserer Zahl ins Land gelangen. Die Zollbehörde arbeitet diesbezüglich gut mit und die Gesetze werden immer strenger.

Hier noch ein paar Beispiele von Modellen neueren Datums. Auf jeder Schachtel prangt das blaue Boeing Logo.


Gruss Erwin,

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Unholz

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18

Sonntag, 24. Februar 2008, 10:00

Ich bin nicht auf Markenrecht spezialisiert und möchte mich daher nicht auf die Äste hinauslassen - es ist ungefähr so, wie wenn ein Augenarzt sich an eine Hühneraugenoperation wagen würde. :wink:

Aber ganz allgemein gesagt ist es halt doch so (und dies wohl in den meisten Ländern), dass der "Inhaber/Schöpfer" eines geschützten Logos bestimmen kann, wann, wo und wie dieses reproduziert und verwendet wird. Ob es dabei sinnvoll ist, Modellhersteller zur Kasse zu bitten oder gar über den Rechtsweg zu jagen, ist ein anderes Thema, über das man unendlich philosophieren und streiten könnte.

Viele interessante Infos findet man jedenfalls bei den Kollegen hier:

http://www.trademark.ch/?id=90&leng=0#7

Mit Forumistengruss, Stefan
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"Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."
(Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)
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modellbahner

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19

Sonntag, 24. Februar 2008, 10:37

Zitat von »"Dany"«

Märklin bringt jedenfalls in H0 die EC-Wagen im Cisalpino-Design, obwohl RailTop (oder wer auch immer) dafür eine Exklusiv-Lizenz haben soll.


Wie ich gehört habe soll die märklin Lizenz nicht gabz "wasserdicht" sein...
Juristisches Nachspiel nicht ausgeschlossen...
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Dany

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20

Sonntag, 24. Februar 2008, 16:42

Es wäre vermutlich schon mal interessant, die Grenzen auszuloten.

Für was alles darf man das UEFA-Logo ohne Lizenz benutzen? In der PResse wohl ohne Frage, sonst wird es schwierig, über das Logo und die damit verbundenen lizenzrechtlichen Fragen zu berichten (da gehört wohl ein Bild des Corpus delicti dazu).

Und wenn ich nun ein Buch über die UEFA schreibe? Brauche ich da dann für die Verwendung des Logos eine Lizenz, oder brauche ich schon alleine für das Buch eine Lizenz? (Das wäre dann Presse-Zensur, weil dann die UEFA bestimmen kann, was über sie geschrieben werden darf...)

Und wenn ich nun über die 460 044 schreibe? Und dann noch Abildungen der Lok inklusive Logo verwende? Braucht es jetzt eine Lizenz?

Klar scheint, dass die UEFA das Recht haben soll, eine missbräuchliche, ihren Zielen entgegengerichtete Verwendung ihres Logos zu verhindern. Allerdings unter Wahrung der Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit.

Wer auf seinem Töggelikasten (hat ja noch mit Fussball, sprich der Branche der UEFA, zu tun) das UEFA-Logo anbringen will braucht wohl den Segen der UEFA, weil dieses Logo dort fast schon ein Gütesiegel für Qualität darstellt. Und wenn das Logo auf einem Energieriegel auftaucht, dann ist das wohl dem Sponsor der EM vorbehalten, denn das Auftreiben von Sponsoren ist ja das eigentliche Kerngeschäft der UEFA.

Und wie ist es jetzt mit der Lok? Ist das auch Merchandising? Dem wäre so, wenn die Lok von Fussballfans gekauft würde. Ok, kann ja sein, dass der eine oder andere, der die Lok kauft auch noch Fussballfan ist. Oder will sich die UEFA das Recht vorbehalten, die Lok zu stark überhöhten Preisen über eigene Kanäle anzubieten?

Oder aber die UEFA will verhindern, dass das Logo omnipräsent ist. Es soll ja ein Exklusivrecht sein, das Logo verwenden zu dürfen. Da haben sie aber einen schlechten Job gemacht, das Ding strahlt einem ja schon fast in allen Lebenslagen entgegen...

Was jetzt bei der 460 015 passiert ist, dass eine Lok in stark an das Vorbild angelehnte Fantasiebemalung erscheint. Reicht denn die alleinige Weglassung des Logos schon, um den Lizenzfragen komplett aus dem Weg zu gehen? Das Logo ist zwar nicht mehr drauf, aber inhaltlich ändert das am Produkt wenig, es schreit immer noch "EM" und "UEFA".

Lustig ist ja auch, dass Kleinserienhersteller und auch private, die ab und an mal ein Modell veräussern, sich um solche Fragen nie Gedanken zu machen scheinen. Auch ich habe schon eine "Rail4Chem"-Lok hergestellt ohne die Firma je um Erlaubnis zu fragen. Wäre ja noch schöner, wenn die jetzt schon Mitspracherecht hätten, was ich auf meine Loks kleben darf und was nicht.

@Cebu: Es ging vor allem um die Firma NetModels. Die haben bis heute keine Lizenzen, aber auch keine Firmenanschrift. Verklagen ist dort eher schwierig. Und was Ebay angeht funktioniert das nur in USA. Habe aber auch dort schon unlizenzierte Modelle kaufen können. Bei Ebay.ch kann man offenbar nach wie vor sorglos seine alten Netmodels verkaufen. Wieso auch nicht...

Oder sie packen jetzt einfach dieses Logo auf die Schachtel. Die Druckmaschine druckt das auch, wenn Boeing nicht gefragt worden ist ;)
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