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1

Donnerstag, 8. November 2018, 12:35

Unbekannte Ae 4/6

Hallo zusammen Auf den KB Anlage von meinem Vater steht eine Ae 4/6 umgekannter Herkunft.



Ae 4/6 gab es ja nicht so viele Hersteller. Auf die Schnelle nur Roxy, Metrop, Morep und zuletzt Roco.

Die hier zu sehende ist aber von keiner dieser. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, Das gekürzte Fahrgestell ist ein altes Fahrgestell der Ur Kleinbahn Ae 6/6.
Die Nummer ist direkt ein Teil des Gebäudes und entspricht der KB Re 4/4 welche die gleiche Nummer hat. Der Rest der Form ist aber nicht gleich.

Hat jemand eine Ahnung, wer so Gehäuse noch gemacht haben könnte?
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 603

Wohnort: Zuhause

2

Donnerstag, 8. November 2018, 13:12

"Gehäuse aus Kunststoff" überrascht mich - zudem sieht dieses auch noch recht stimmig aus. Die Pantos dünken mich relativ fein und neuzeitlich. Ich hätte so halbwegs auf Swisstoys/Romeo Pianezzi getippt, finde in der Literatur über ihn spontan keine Ae 4/6.

Interessantes Stück. :thumbsup:
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3

Donnerstag, 8. November 2018, 13:58

Swisstoys war auch einer meiner Gedanken.

Gemäss dieser Webseite:
http://swisstoys-modellbau.ch/portrat.shtml
Produzierte Swisstoys auch Kunststoffmodelle. Ich habe davon den Schienentraktor. Aber dessen Kunststoff ist nicht der Gleiche wie bei der Ae 4/6. Der Kunststoff bei dieser Ae 4/6 ist wie der von Kleinbahn. Blocher Plastik.

Ein echtes Rätsel. ?(
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erwa20

Forumist

Beiträge: 1 711

Beruf: unbeabsichtigte Majestät

4

Donnerstag, 8. November 2018, 19:36

RE: Unbekannte Ae 4/6

Hat jemand eine Ahnung, wer so Gehäuse noch gemacht haben könnte?

Möglicherweise ist das ein sehr gut gemachter Eigenbau? Früher wurden Teile von Kleinbahn gerne für Eigenbauten verwendet. Der Kunststoff kann recht gut bearbeitet / geklebt werden, die Teile waren sehr günstig und einfach zu kaufen (Filiale Wiedikon).
Gruss
Beat


:!: Scheint die Sonne auf das Schwert, macht der Segler was verkehrt :!:
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5

Freitag, 9. November 2018, 11:42

Habe ich mir anfangs auch gedacht, das Gehäuse hat aber keinerlei Ähnlichkeit zur KB Re 4/4I Zudem ist es aus einem Guss. Auch innen sind keine Trennkanten zu sehen. Roco kann es nicht sein, deren Trittbretter auf dem Dach sind angesetzt, hier bei diesem Modell sind sie im Gehäuse eingegossen. Wer hat sonst noch Ae 4/6 Loks als Modell in Kunststoff gefertigt? Die Front der Lok ist ja so ziemlich ein Unikat. Alle anderen Loks der SBB hatten entweder dei Ae 4/7 Front, die Eckige Form der Re 4/4 I, die Runde Front der Re 4/4 I oder das typische Ae 6/6 Gesicht. Passt alles nicht zum Basteln. ?(
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Unholz

Administrator

Beiträge: 12 603

Wohnort: Zuhause

6

Freitag, 9. November 2018, 12:38

Eine leicht abgewandelte Version des bisherigen Brainstormings: Vielleicht ein früher Eigenbau in der Art der Technik von Dornbierer/AGRU (bei HAG damals bekannt als sps)? Hier gibt's etwas zum Thema: https://www.1zu160.net/scripte/forum/for…w.php?id=174658

Wenn es "aus einem Guss" ist, würde das doch gerade auch für einen "Abguss" sprechen... Allenfalls haben die Gehäuse von Roxy, Metrop oder Morep irgendein charakteristisches Merkmal, das dann auch bei einem Abguss vorhanden wäre?
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Ostermayer

Forumist

Beiträge: 412

Wohnort: bergiges Seeland

Beruf: Traktorfahrer

7

Freitag, 9. November 2018, 16:17

ein spannendes Rätsel?
Mit KLB-Gehäusen wurde viel u. gut gebastelt, aber in Varianten vom gleichen Lok-Typ, Sprich Re 4/4 I "Verbesserungen". Allenfalls noch die grüne Bm 4/4 II Varianten u. mit dem ABt gab es Steuerwagen Varianten. Mag sein dass man als Profi auch die Türen u- Lüftungsgitter, Abdeckbleche im vorderen Drittel für eine Ae 4/6 noch knapp hin bekommt, aber spätestens beim Mittelteil? Jemand welcher derart gut qualifiziert wäre, muss nicht mehr die Krücke über das "falsche" KLB Re 4/4 I Gehäuse nehmen, der baut gleich von selber richtig.

In letzter Zeit wurden und werden im Internet Prototypen angeboten, besonders bei den Spuren 0 und I, wo ich oft Zweifel habe, ob die Verkäufer-Angaben zutreffend sind?! Das Umgekehrte ist aber auch genau so gut möglich, jedenfalls nicht ausgeschlossen: irgend wer gelang mal zu einem Prototypen, spätestens nach dem 2-3 Besitzerwechsel, gehen die Infos für immer verloren, wenn sich die späteren Besitzer nicht wirklich für die Materie interessieren.

oder ein Sammler wollte "unbedingt" ein Modell von dessen Vorbild es - damals - kein ihm passendes Modell gab. Der Gang zu einer Feinmechanischen Werkstätte lohnt sich diesbezüglich finanziell hinten und vorne nicht, aber wenn es nur um das "wollen" geht: es gab u. gibt bestimmt genug allgemeine feinmechanische Werkstätten, welche in der Lage sind, ansprechende Einzelanfertigungen zu liefern.

Die erwähnte Ae 4/6, würden wohl ALLE beteiligten Forumisten gerne kurz in den Händen halten. Am Stück? / zusammen gesetzt? / Motor /Materialien usw... Per Foto kommt man an die Grenzen.

Gruss
Hermann

Anmerkung; der 2. Absatz ist sehr allgemein gehalten, wie Infos verschwinden können. Es trifft ausdrücklich nicht zu, dass Badger keine Ahnung hat, ganz im Gegenteil...
... oder vielleicht hat Beat (Erwa) doch recht und ein äusserst geschickter Modellbauer hat sich die Lok aus verschiedenen KLB Elementen zusammen gebaut?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ostermayer« (9. November 2018, 16:33)

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8

Freitag, 9. November 2018, 19:29

Ich habe noch ein paar Fotos gemacht.











Gut zu sehen die Front die meiner Meinung nach kaum von einer Re 4/4 stammen kann. Die Lampen sind höher, Mittig das Spitzensignal ist anderst, die Fensterpartien höher.
Seitlich auch die Fenster und Lüftungsgitter sind nicht wie bei der Re 4/4. Also wenn das wirklich jemand aus Kleinbahn Teilen zusammengeschnipselt hat. Chapeau! :thumbup:

Das Gehäuse Innen zu sehen ist ohne eine Trennkante oder dergleichen. Es besteht aus einem Guss (Kunststoff) Das Schwarze Ding sind Schaumgummipolster zur Begrenzung des Radius zwischen Motor und Gehäuse bei Kurvenfahrten als Begrenzung damit der Anker nicht am Gehäuse streift. Die Hellen Flecken sind vom Licht das von der Lampe durch die oberen Fenster auf den unteren Teil des Gehäuses scheint.

Das Fahrgestell hingegen ist von der KB Ae 6/6 Urversion mit den Gussrädern. Wurde sauber getrennt und die das Chassis gekürzt.

Ein Abguss wie Stefan geschrieben hat kann es nicht sein, denn die Lok ist im Gegensatz zu den beiden anderen von Metrop oder Morep welche ich beide habe, Kleinbahntypisch gekürzt. Die Lok also kürzer wie die Morep variante.
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rufer

Forumist

Beiträge: 566

Wohnort: Bern

9

Freitag, 9. November 2018, 21:09

Immerhin ist die Loknummer zur Re 4/4 I identisch :)

Grüsse
Rufer
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Ostermayer

Forumist

Beiträge: 412

Wohnort: bergiges Seeland

Beruf: Traktorfahrer

10

Freitag, 9. November 2018, 21:22

vielen Dank Badger für die guten zusätzlichen Fotos :thumbsup:

Wenn man sieht, welche Kunststücke z.B. der Oerlikon Ae 6/6 Roger, mit einem Minimum an Werkstatt Ausrüstung aus Grund-Modellen, egal ob Auto oder Lok, ganz andere Varianten daraus perfekt zustande bekommt (aktuell sein Migros-Verkaufswagen :) ), es gibt schon Leute, welche virtuos mit Spachtel umgehen können, und talentierte Modellbauer sind. Also z.B. eine Lampenöffnung verschwinden lassen, nur um ein paar mm versetzt "ein neues Licht" hervorzaubern.

Vielleicht ist ja Dein Vater ein begandeter Modellbauer? Auf die Idee, für eine Ae 4/6 als Basis eine Kleinbahn Ae 6/6 für das Fahrwerk + Motoren zu verwenden, darauf muss man auch erst einmal kommen...

Jedenfalls hast Du bez. Dein Vater eine stimmige 2 motorige Gotthard Ae 4/6 welche wahrscheinlich einzigartig ist :thumbsup:

Gruss
Hermann





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