Hag Lok mit Zinkpest

  • Hallo,
    Auf Ebay wird zur Zeit unter Art Nr 170374419909 eine Top erhaltene RE 4/4 angeboten.


    Auf Bild 7+9 sieht man das eine Federabdeckung des Phantografen Zinkpest aufweist. ;(
    Ich dachte immer bei Hag wäre Zinkpest kein Thema. :shock:


    Allerdings stammt die Lok lt Verkäufer von 1948. Also aus der unmittelbaren Zeit nach Kriegsende, wo die Rohstoffe knapp waren. Das Drehgestell auf Bild 13 sieht auch etwas verdächtig aus, beginnende Zinkpest?
    Aber die Lok sieht sonst wirklich Top aus da könnte ich ja wirklich schwach werden.
    Einen Hag Spur 0 Trafo habe ich ja schon. :) Allerdings steht sie schon auf 280 Euronen und wird bestimmt noch zu einem weit höheren Preis weggehen. :( :(

    Es grüßt der Töfflibueb aus dem Plauderforum Christoph
    Ich liebe es wenn etwas über Jahrzehnte funktioniert deshalb sammle ich HAG und fahre HOREX
    Bereits 22 Ae 6/6 davon 15 Grüne und 6 Rote und eine Swiss Express :oops::oops:

  • Hoi Cebu


    Soweit mit bekannt ist und ich auch schon selber gesehen habe sind bei den Re Typ 47 die Dachhauben und teilweise auch die Druckluftbehälter-Imitationen von Zinkpest betroffen. Von den Motorschalen habe ich noch nie schadhafte gesehen. Aber offenbar weisst Du mehr. (?) Bei den Personenwagen 33cm sind die Drehgestellblenden relativ häufig von Zinkpest betroffen.


    Fragen in die Runde: Wer hat schon andere als die genannten Teile mit ZP-Befall beobachtet?


    Gruss, René

  • Heute beim stöbern im Internet gefunden:
    Interessanter Beitrag über einen Buco Triebwagen mit Hag Motor.
    Ganz am Ende des Threads zeigt ein Däne einen frühen Hag Triebwagenmotor bei dem der Motorträger Zinkpest hat.


    http://maetrix.xobor.de/t506f9…hoenix-aus-der-Asche.html

    Es grüßt der Töfflibueb aus dem Plauderforum Christoph
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  • Hmmm... Das ist zwar interessant und auch leicht beunruhigend, aber zwei/drei Sachen müssten noch etwas näher untersucht werden:


    - Wenn ich den Text und vor allem das Bild im dortigen Beitrag Nr. 4 richtig interpretiere, zeigt das Bild des dänischen Kollegen Thor nicht einen Motor des alten HAG-Triebwagens, sondern denjenigen des BUCO-Doppelpfeils.
    - Wenn mich nicht alles täuscht, übernahm zwar HAG später diese Motorkonstruktion für die Triebwagen der Serie 150 usw., aber zum Beispiel die ursprünglichen "CANEVASIT"- oder "Pertinax"-(Pressspan-)Zahnräder wurden schon frühzeitig durch solche aus Messing (oder?) ersetzt.
    - Siehe dazu auch http://www.brese.ch/wcms/ftp//…1_buco_h0_katalog_pdf.pdf (Seite 5) und http://blech.urban.ch/402.html
    - Ist es denkbar, dass der gezeigte BUCO-Motor (wie viele andere BUCO-Produkte) von Liliput bezogen wurde? Wenn ja, dann könnte doch auch der Guss von einem anderen Werk stammen als später der HAG-Motor.
    - Und vielleicht noch ein anderer Hinweis: HAG verwendete für diesen Motor auch Bakelit-Teile, die unter der Marke SUCONIT von Huber & Suhner angeliefert wurden. Auch da meine ich, dass später ein anderer Kunststoff zum Einsatz kam.


    Es wäre natürlich nützlich zu wissen, ob auch Besitzer von alten HAG-Triebwagen der ersten Serien (mit erhabener Schrift) Zinkpest festgestellt haben.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • HAG HO:
    Mir ist kein einziger Fall bekannt, wo es bei der Serie Triebwagen 150/... bez. "mittlere" Ae 6/6 mit ähnlichem Motor, nur schon ansatzweise Zinkpest gehabt hätte. :)
    Eineinziges mal sah ich einen HAG Roten Pfeil RCe 2/4 604, bei dem die eine Hälfte vom Motorlager Zinkpest hatte. (Gussteil mit Kardan-Anschluss, gegenüber Bürstenseite). Alte, aber nicht 1. Version. (Mit Zughaken und Metall-Kardan, O/U-Schalter bereits am Dach)


    HAG 0
    HAG Re 4/4 Motorschalen mit Zinkpest: eher selten tauchten solche Loks auf. Am ehesten sind Bodenplatte mit zerfallenden Lufttanks zu finden! Auch HAG Re 4/4 mit gebrochenen Achslager findet man immer wieder: Nicht alles was defekt ist, ist durch Zinkpest passiert! Wenn ja, so ist die ganze Wange/Schale brüchig. Vermutlich sind solche Schäden eher durch Stürze, massive Zustammenstösse, oder durch sonstige erhebliche Krafteinwirkung entstanden. Oft findet man solche Stellen "geleimt". Wenn die Bruchstelle nicht sauber gereinigt wurde, hälts eh nicht. Auch ist die Hebelwirkung/Auflagefläche ungünstig. Trotzdem, eine HAG Re 4/4 für 220.- Euro? Selbst wenn sie nicht 100% perfekt sein sollte, allein nur schon der Motor dieses Typs kostet fast so viel...

  • Es ist vermutlich/hoffentlich schon der falsche Thread. ;) Aber was auch immer hier passiert ist (vor allem beim einen Hochbordwagen innen, Bilder 1 und 2) beunruhigt doch ein bisschen. Zwar ist bekannt, dass bei den ersten HAG-Güterwagenserien in den 1950ern die Grundierung gelegentlich mangelhaft war oder sogar ganz fehlte - aber schön sieht das nicht aus. =O


    Oder könnte es sein, dass da mal Ladungen eingeklebt waren, die bei der Entfernung den Lack mitrissen? Meinungen sind willkommen.

    https://www.ricardo.ch/de/a/ha…s-gueterwagen-1086672556/

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Als erstes dachte ich das sich da irgendwelche Viecher im Hochbordwagen verpuppt hatten.

    Ich würde aber auch auf Klebstoffreste tippen.

    Normalerweise hält der Lack ja richtig gut. Stefan, vielleicht erinnerst Du Dich an den weisse M6 Niederbordwagen (in der UNUM Datenbank 345.15 weiss). Da war es eine echte herausforderung den Lack vom Modell zu bekommen.

  • Hallo Ihr Lieben


    Das Tema mit der Zinkpest bei HAG habe auch ich gehört resp gelesen.

    Es betrifft vor Allem HAG Spur 0.

    Ich selber bin seit über 25 Jahren mit der HAG Spur 0 in Verbindung resp ich Fahre

    seit über 25 Jahre mit der HAG Spur 0 und habe bis jetzt noch keine Einzige HAG

    Spur 0 Lok in den Fingern gehabt oder an Börsen gesehen wo dieses Problem hat.


    Es kann schon sein das es dieses Problem mit dem Zinkpest gibt,

    aber sicher ein sehr seltener Fall.


    Gut um dieses Problem in meiner Sammlung aus dem Weg zu schaffen wenns eintreten sollte

    so habe ich genügend Ersatzteile wie bereits oben Beschrieben bei Amiba erworben.


    Trotzdem viel Spass mit der HAG Spur 0 und ich schätze diese schönen Loks und Wagen sehr,

    nicht nur zum Fahren sondern auch Schrauberfreundlich sind diese gebaut.


    Liebi Grüess us Gümligen


    Lexu

  • Hallo zusammen


    Ich tippe auch auf Klebstoffrückstände. Die Fehlerstellen sind ja nur auf der Innenseite zu sehen, die Aussenseiten weisen nur normale Gebrauchspuren auf. Wenn man Wagenladungen mit acetonhaltigen Klebern befestigt, wird meistens auch die Nitrofarbe angegriffen. Die Rückstände könnten auch Kontaktkleber sein, welcher in grossen Mengen aufgetragen worden ist, um die Ladung zu befestigen.


    Gruss Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Ich lasse mich von der geballten Ladung an Fachwissen gerne überzeugen, dass es wohl Klebstoffreste sind. Danke für eure Meinungen. :thumbup:

    Mit Forumistengruss, Stefan

    _____________________________


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    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • @ Lexu

    sooo selten war / ist das nicht bei der HAG Spur 0 Re 4/4 I. Wenn ich Dich wäre, hätte ich gleichfalls keinerlei Angst:).

    Ich wünsche Dir weiterhin viele Freude mit Deiner HAG Spur 0 Anlage. Von Deiner Sorte sollte es mehr Leute geben.


    So langsam reagiert eine schlechte Zinklegierung nicht! Siehe Märklin H0 Seetal Krokodil De 6/6, die kristaline Zersetzung benötigt oft nur einige wenige Jahre, um aktiv zu werden, mit den bekannten unschönen Folgen. Sofern ein Modell bis heute heil geblieben ist, dann werden uns die Modelle um Faktoren überleben, wenn sie normal gut gelagert werden. Extreme Feuchtigkeit u. Temperatur Differenzen, z.B. die Lok aus einem überhitzten Raum nehmen und im Auto vergessen, welches z.B. im Februar in La Brévine im Freien steht, ist zu vermeiden. Im Weiteren ist mir bisher noch NIE eine 0 HAG Re 4/4 I als GANZES von Zinkpest befallen aufgefallen, sondern wie erwähnt immer "nur" die gleichen Teilbereiche. Hauptsächlich der Luftkessel und seltener Drehgestell-Blenden betroffen. NIE das Gehäuse! In den späten 1980-er gab es recht häufig HAG Spur 0 Re 4/4 I mit Zinkpest-Schaden am Gewicht (Luftkessel). Das dürfte heute längstens repariert, oder gleich die ganz Lok entsorgt worden sein? Aber wenn es einem Wunsch entspricht, sobald mir mal das nächste Exemplar auffällt, (und ich die Kamera dabei habe) gibt es ein Foto. Extra die Lok kaufen, nur als Beweis, das ginge mir dann doch zu weit. Bisher sammelt nur Stefan Unholz gemäss seinen eigenen Worten ;)(nur als Teilbereich nehme ich an) HAG Fehler-Loks.


    Ich lasse mich von der geballten Ladung an Fachwissen gerne überzeugen, dass es wohl Klebstoffreste sind. Danke für eure Meinungen.

    Zinkpest ist das ganz sicher nicht, das behauptet ja auch niemand! Es ist offensichtlich, bin auch der Meinung, Kleberückstände. Beim 2. letzten Foto nicht mal das, mindestens besenrein hinterlassen! Die Lackoberfläche wurde stellenweise auch gleich "weggeputzt"...


    Gruss

    Hermann

  • ... und es gibt es - selten - eben doch, auch bei HAG (Spur 0): Zinkschaden bei der HAG Re 4/4 I Spur 0. Man kann davon ausgehen, dass die Gehäuse nicht betroffen sind. "Nur" einzelne Elemente im Boden, ggf. Fahrwerk Bereich. Meist nur die Luftkessel-Imitation, was kaum eine funktionelle Beinträchtigung ist! Seltener können auch die Lagerschalen/Drehsgestelle betroffen sein, was deren Austausch bedingen würde. Hier ein leichter Fall - korrekt beschrieben - siehe Dorenbach: Pos. 431 Spur 0 HAG Re 4/4 I.

  • Zinkpest ist das ganz sicher nicht

    Gibt es auch nicht, es gibt nur Zinnpest. Bei Zink heisst das Zerfallprodukt ganu einfach Zinkoxyd. ;)

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Richard, also wenn Du schon der Oberlehrer spielst, dann sollte es auch stimmen: Schau mal, u.a. bei Wikipedia nach, unter dem Stichwort "Zinkpest"... Es ist eine Form der kristallinen Zersetzung, welche nichts mit einer normalen Oxydierung zu tun hat, sondern mit ungenauen / nicht haltbaren Legierungen. Die Oxydierung ist ein zusätzlicher Prozess und wirkt unabhängig der kristallinen Zersetzung. (das von Dir zitierte Stichwort gilt ausschliesslich zu dem von Stefan erwähnten HAG H0 Güterwagen Lot! Dies hatte effektiv nichts mit Zinkpest zu tun! Die erwähnte HAG spur 0 Lok, am Detail "Luftkessel", sehr wohl!


    Gruss

    Hermann

  • Richard, also wenn Du schon der Oberlehrer spielst, dann sollte es auch stimmen:

    Mein lieber Hermann


    Im Wikipedia kann jeder schreiben was er will, es muss nicht unbedingt stimmen. Mein Fachwissen stammt aus dem Fach Werkstoffkunde meiner Lehre als Mechaniker. Und ich bin immer noch überzeugt, dass das Wissen, welches uns dort vermittelt wurde, nicht ganz falsch war, auch wenn es schon eine Weile her ist. In Diskussionen mit Fachlehrern wurde mir aber erklärt, Fachwissen zu erarbeiten heute verpönt ist, da zu anstrengend.


    Gruss

    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Darf ich mal vermittelnd eingreifen? ;)


    Wir hatten hier vor vielen Jahren einen wirklich interessanten und ausgiebigen Thread zum Thema: Werkstoffe: Zinkkorrosion, leider auch heute noch ein Thema Die Lektüre lohnt sich auch heute noch.


    Der Threadtitel handelt von der "Zinkkorrosion", und wenn ich mich richtig erinnere, wurde damals empfohlen, den weit verbreiteten Ausdruck "Zinkpest" nicht mehr zu verwenden. Tatsache ist allerdings, dass sich "Zinkpest" (weil eben anschaulich und prägnant) seit Jahrzehnten im gesamten deutschen Sprachraum eingeprägt und etabliert hat - alle wissen also mehr oder weniger, was darunter zu verstehen ist.


    Da wir uns hier in einem Hobbyforum befinden, plädiere ich deshalb für Toleranz anstatt für päpstlich-wissenschaftliche Supergenauigkeit. Ob Zinkpest oder Zinkkorrosion oder Zinkoxyd oder Zinkoxid - wir meinen doch alle grosso modo dasselbe.


    Hoffentlich... ;)


    Und sonst fange ich dann noch an, ungenügende Noten zu verteilen, wenn jemand juristische Ausdrücke völlig falsch gebraucht. 8o

    Mit Forumistengruss, Stefan

    _____________________________


    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)