Mega Lokzug

  • Ja, der Booster hat so viel Strom gezogen bis der Trafo (150VA) sich verabschiedet hat, so soll es nicht sein.


    Es hat sich bei uns nie ein Trafo verabschiedet. Ein Booster hat mal das Zeitliche gesegnet (ist kaputtgegangen) und hat daher einen Kurzschluss verursacht, worauf der Trafo abgeschaltet hat. Dass eine Komponente mal kaputtgehen kann, gibt es halt einfach. Und sonst ist ja alles in bester Ordnung. Wir haben jetzt einen starken Booster und einen starken Trafo. Die beiden können problemlos 14 gleichzeitig fahrende Loks speisen. Alles funktioniert bestens und wir sind zufrieden. Ich sehe echt das Problem nicht.

  • Guten Tag Röbi


    Für mich ich das Thema Travo - Booster 150 VA abgeschlossen. Kann ja sein, dass ich der einzige bin der da ein Problem sieht. Wichtig ist es dass ich damit schlafen kann.


    Es ist jedoch in Sachen Brandschutz noch ein weitere Punkt offen. Du musst natürlich wissen, dass ich über 25 Jahhren aktiv in einer Stützpunktfeuerwehr Typ 5 tätig war und zwar von zuhinterst bis zum Kdt.-Stv. Mit einer solchen Vorbelastung oder Fachidiotenwissen tickt man ein wenig anders und schaut da manches nicht mit der rosa Brille an. Zu gross waren meine Erfahrungen um gewisse Dinge nicht sehen zu wollen. Ich hatte in all den Jahren viele Möglichkeiten real erkennen zu können wie es eigentlich hätte sein können wenn MANN/FRAU nur die kleinsten Sorgfaltsmassnahem beachtet hätte.


    Doch nun zu deinem schönen Werk das sich in einem unter dem Boden liegen LS-Keller befindet. Inhalt eine Türe, ein Fenster, ein verwinkelter Zugang und eine Lüftungsanlage. Ich habe dich auf einen Feuerlöscher angesprochen und das hast Du absolut begriffen, da Ihr im Besonderen Reinbenzin zum reinigen einsetzt. Im weiteren seid ihr am Bau der Landschaft und wenn ich das richigt auf deinen Bilder erkennen konnte werden auch Schaumstoffplatten (Polystirol / Sagex) eingesetzt. Habt ihr mal diese Platten auf ihre Entflammbarkeit, Rauchproduktion und Löschmöglichket hin untersucht? Klärt doch mal diesen Punkt. Die Erkentniss kann ernüchtern wirken.
    "Fragen sie Ihren Baufachmann oder Brandschutzexperten den die Nebenwirkungen können gefährlich sein".


    Ich möchte mich hier gar nicht als Sicherheitsappostel aufspielen, das liegt mir nicht. Ich habe nur des öftern Mühe nach tragischen Ereignissen ein gewisses Verstänsniss für die Betroffenen im nachhinen aufzubringen.
    Wünsch viel Erfolg beim Bau dieser genialen Grossanlage.
    Gruss Ueli

  • Ueli, das Leben ist grundsätzlich gefährlich. Gegen alles kann man sich nicht schützen (was nicht heissen will, dass ein Feuerlöscher eine Fehlinvestition wäre) Aber ich habe bisher noch nie eine unbrennbare Modelleisenbahnanlage gesehen - übrigens auch andere Kellerinhalte nicht, die ausnahslos feuerfest sind.... leider...

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.


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  • Heute abend ging es darum, den 14-teiligen Lokzug wieder abzuräumen und jede Lok wieder ihrem Zug vorzuspannen.


    Bevor ich das gemacht habe, habe ich mal zwischen (dem einzigen) 18V/150 VA Trafo und (dem einzigen) 6A Booster ein Ampère-Meter angeschlossen. Dann bin ich mit dem Mega Lokzug nochmals etwas gefahren.
    Es sind interessante Ergebnisse entstanden: Im Stillstand (nur Licht bei allen 14 Loks) 1.9A. Gefahren mit 47 km/h auf der Ebene 3.7A.


    Anschliessend habe ich Versuche mit einzelnen Zügen gemacht.
    1. Versuch: Alles Stillstand, keine Lok mit Licht (also Grundlast) 0.45A
    2. Versuch: Container-Zug mit Doppeltraktion (2 HAG Ae 4/4 mit Licht), Zuglänge 4.3 Meter, Geschwindigkeit 70 km/h auf der Ebene 0.62A, 3% Gefälle 0.60A, 3% Steigung 0.67A. :!:
    3. Versuch: 5 Züge (mittellang bis lang) mit insgesamt 7 Loks (5 x HAG, 2 x Roco, alle mit Licht), verteilt auf der Anlage, d.h. Ebene, Gefälle und Steigungen im Mittel 1.7A (fast konstant).


    Fazit:
    - Die Loks (Züge) brauchen viel weniger Strom als ich geschätzt habe.
    - Die Anhängelast, Geschwindigkeit und Ebene/Steigung/Gefälle kann fast vernachlässigt werden.
    - Der erste ausschlaggebende Schritt im Stromverbrauch ist zwischen kein Licht / Licht
    - Der zweite ausschlaggebende Schritt im Stromverbrauch ist zwischen Stillstand / Fahren (fast unabhängig von der Last)


    Ich werde in den nächsten Tagen noch weitere Versuche machen und systematischer Daten sammeln.
    Selbstverständlich werde ich die Ergebnisse hier vorstellen.

  • Sali Röbi, Deine Messungen sind hochinteressant. Die grösste Differenz hätte ich eigentlich erwartet zwischen Ebene und Steigung, aber der Unterschied ist ja wirklich minimal. Bin gespannt, welche Ergebnisse Du noch präsentieren wirst ;)

  • Hallo Röbi


    Die Ergebnisse sind erstaulich. Wie ist der Unterschied zwischen Loks mit LED-Beleuchtung und solchen mit Glühlampen? Hast Du auch einen Personenzug mit Wageninnenbeleuchtung?


    Gruss
    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Wobei zu beachten ist, dass bei Strömen wie sie bei digital betriebenen Fahrzeugen weeeeeit von sinusförmigen Grössen entfernt sind und demnach eine exakte Messung kaum möglich sein wird. Aber die Grössenordnungen dürften sicherlich stimmen und sind hochinteressant. Vielen Dank, damit kann vermutlich der eine oder andere ebenfalls etwas anfangen. :thumbup:


    MfG XaS

  • Wobei zu beachten ist, dass bei Strömen wie sie bei digital betriebenen Fahrzeugen weeeeeit von sinusförmigen Grössen entfernt sind und demnach eine exakte Messung kaum möglich sein wird.


    Diese Problematik habe ich erkannt. Aus dem Grund habe ich zwischen Trafo und Booster gemessen. Dort dürfte der Strom noch einigermassen sinusförmig sein (der Booster wird für die Spitzen, die er beziehen muss, um das Rechtecksignal zu erzeugen, hauptsächlich auf seine grossen Elkos zurückgreifen). Da die Spannung zwischen Trafo und Booster, sowie die Spannung an der Fahrleitung (Effektiv-Wert*) etwa gleich sind, müssten (unter Vernachlässigung der Verluste im Booster selber) auch die Effektiv-Werte der Ströme etwa gleich sein. Wenn man die Verluste im Booster noch berücksichtigt, ist der Strom zur Fahrleitung eher kleiner als der Strom zum Booster.


    * Ich habe das Digital-Signal des Selectrix früher mal mit einem KO etwas genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass der Effektivwert der Spannung so um die 18V sein dürfte (also etwa soviel wie die Eingangsspannung des Boosters).


    Ich glaube auch, wie du schreibst, dass die Grössenordnungen sicher stimmen.