Beiträge von TEE1055

    Vermutlich liegt der Beginn dieser Dummheit beim Importeur dieser "Modelle". Weiterer Kommentar überflüssig. Zur zusätzlichen Verwirrung wird es demnächst einen zweiten echten NiNA-Anstrich geben. Das erste Fahrzeug ist bereits aus der Lackierkabine gepurzelt.

    Dazu kommt noch dass weder die EWIII noch die EWI nicht im Geringsten irgendetwas mit den NiNA-Triebzügen zu tun haben. Lustigerweise bezeichnen viele die NewLook-EWIII immer wieder als NINA.

    Noch eine Anmerkung zu den Steuerwagen: Es gibt leider keine nur annähernd korrekt bedruckten Modelle von Liliput. Bei der ersten Auflage waren die Türen nicht separat lackiert (also beige) sowie die rechte Wagenseite komplett seitenverkehrt bedruckt. Bei der zweiten Auflage waren die Türen wie oben festgestellt silbern lackiert und zumindest das SBB-Logo auf der rechten Seite an der richtigen Stelle, der Anschriftenblock aber war immer noch am falschen Wagenende. Das kleinere Übel ist also die zweite Auflage. 8|

    Die sollten sich einen neuen Produzenten suchen (wohl aber im Firmenverbund nicht so einfach). Die neuen Fbk mit Holzaufbau kosten im Zweierset UVP CHF 119 !!! Das ist für einen ziemlich simpel gemachtes Modell schon recht frech. Für fast den halben Preis (!) bekommt man einen erstklassig konstruierten und detaillierten vierachsigen Reisezugwagen von REE.
    Dies dürfte meine erste vorwiegend preisbedingte Kaufverweigerung sein.

    Die Masten sind verzinkt, sowie gewisse Teile der Ausleger. Somit kommt der galvanische Überzug der Sommerfeldt-Teile schon sehr nahe. Ein Farbanstrich scheint mir keine Verbesserung zu bringen, es sei denn du willst altern. Die Isolatoren sind braun, neuerdings auch hellgrau. Das Drahtwerk ist dunkelbraun bis grünlich. Hier kann mit einen Anstrich die modellbedingte Überdimensionierung kaschiert werden.
    In Deutschland haben die Oberleitungen tatsächlich teilweise einen grünen Anstrich.


    PS: In der Schweiz heisst dieses System Fahrleitung.

    An deiner Stelle würde ich im Moment bei den Corailwagen zuschlagen, denn die wurden gerade wieder aufgelegt (die normalen VTu, nicht die VSE vulgo "Eurofima"). Die nicht ganz einfach zu findenden Grand Comfort Wagen werden hoffentlich auch wieder einmal aufgelegt.

    Die 76880 könnte aber auch eine Wiederauflage des alten Uacs in weiss sein. Wenn nicht, wäre es eine Sensation dass Roco wieder mal einen neuen schweizer Güterwagen entwickelt, wenn auch in diesem Fall zu modern für mich.

    Ein kleiner Nachschlag noch:


    Auf der Typenskizze ist die Höhe des unteren "Knicks" mit der Unterkante des Kastens im Bereich der Drehgestelle identisch, beim Vorbild ist dies nicht der Fall, wie beiliegendes (absichtlich extrem belichtete) Bild beweist. Auch die Gestaltung des Wagenkastenendes ist abweichend.

    Bilder

    • Luzern,-8.3.2014--(6)---Kopie.jpg

    Ich rate dringend davon ab, Modelle nur nach Typenskizzen zu konstruieren. Diese haben häufig die Qualität von Erstlehrjahres-Stiften-Büez. Alles Andere als die Bemassung ist mit höchster Vorsicht zu geniessen. Habe mir so auch schon beinahe den Kopf angeschlagen. Gerade die vorliegenden Türfenster sind ein gutes Beispiel einer sehr freien Interpretation des Zeichners. Siehe hier im Vergleich zum WABU-Modell:
    früherer Beitrag
    Die Türfenster müssten fast die gesamte Türbreite einnehmen. Solche Elemente können gut / sollten beim Vorbild nachgemessen werden.



    Für die Erkärung der Kastenform war ich so frei dein Foto zur Hilfe zu nehmen:


    Die grüne Linie zeigt den Bereich an, wo ungefähr die Kastenausrundung beginnt. Ab diesem Punkt wird der Kastenquerschnitt kleiner. Im Türflügel befindet sich an dieser Stelle eine Abkantung. Bei der roten Linie weist der ganze Wagenkasten eine sichtbare Kante auf. Hier sieht die von dir gewählte Geometrie etwas anders aus. Kann aber auch daran liegen, dass für die Ausschwenkbarkeit der Drehgestelle der Ausschnitt vergrössert werden musste. Ansonsten: Beim Vorbild ausmessen.


    Fensterradien: Diese betragen bei den EW in 1:87 ungefähr 1,2mm. Für eine genauere Angabe müsste ich in meinen Zeichnungen nachsehen. Ansonsten: Beim Vorbild ausmessen.


    PS: Die unterste Regenrinne scheint zu fehlen. Vielleicht sieht man diese aber auf dem Foto auch nicht.

    Guut! Ich hätte aber noch ein paar Tipps. Wirf doch noch mal einen einen Blick auf:
    - Die Dimensionierung der Türfenster
    - Radien der Fensterecken allgemein
    - Kastenausrundung am unteren Ende, besonders bei den Türen gut erkennbar.
    - Ausfrästiefe (Freistellung, bzw. Bündigkeit) der Fenstereinsätze


    Soweit mal meine 2 ct.

    Bei der ersten Auflage gab es zwei SBB-Nummern:
    L235570 Wagennummer 677 0 715-9
    L235574 Wagennummer 677 0 708-4
    Sowie L235572 Wagennummer 677 0 525-8 Blau mit altem BLS Lötschbergbahn-Logo
    Erscheinungsjahr war 2005/06, die Wagen kosteten damals im Fachgeschäft brutto unter 50 CHF.

    Die aktuelle Auflage von Hornby-Jouef ist eine völlige Neukonstruktion. Konnte mich kürzlich selbst davon überzeugen. Es ist allerdings die Teilserie 76000 und nicht die 76400.
    Zum Polieren: In schweren Fällen nehme ich Tamya polishing compound, sonst tut es auch die Rückseite eines Schleifpapiers und gaanz wenig Fett. Alles selbstverständlich von Hand.

    Hoi Martin

    Ist das das alte Lima-Modell? Ein Solches konnte ich auchmal in einem ähnlichen Zustand von einem ganz schlauen Ricardo-Verkäufer erwerben, der den entsprechenden Zustand als "Neuwertig" bezeichnet hat.

    Folgendes habe ich gemacht:
    - Leimhöcker/einzelne Punkte mit einer nicht allzu scharfen Sackmesserklinge (abgerundet) wegkratzen. Das ist eine sehr heikle Operation, weil die Lackierung schnell beschädigt ist.
    - Flache Leimspuren mit dem Messer etwas egalisieren und dann polieren.
    - Wenn kleine Lackschäden zurückbleiben: Bereich abdecken (z.B. die blaue Zone auf der Stirnseite, Beschriftungen/Schilder mit Abdecklack schützen) und gaaanz dünn mit ebenso verdünnter Farbe überlackieren. Speziell beim weissen Streifen würde ich dieses Vorgehen empfehlen. Danach mögliche Ungenauigkeiten an den abgedeckten Rändern auspolieren und am Schluss alles mit Klarlack überlackieren, um die polierten Stellen zum Verschwinden zu bringen.

    Guut, aber was ist der Unterschied zwischen den beiden beladenen Sets? Haben beide TSI-Nummern? Dann muss ich wohl ein Los umbeschriften, auch weil der liebe Importeur es vermutlich nicht schaffen wird, Privatbahnvarianten in Auftrag zu geben.

    Störend finde ich auch das weit überhängende Kniegelenk. Als Luxuslösung bleibt da fast nur alles neu anbohren und danach das Dach lackieren.

    Bilder

    • IMG_4082 - Kopie.JPG

    In Loewenberg werden die meisten Stellwerk-Innen- und Aussenanlagenkomponenten über SPS-Steuerungen simuliert. Ausnahme: Der olle Oh-Block. Denn bei den Relaisstellwerken Do 55, 69 und 67 (letzteres in Spurplantechnik) sind ja nur die Stelltische vorhanden. Beim Schalterwerk kann noch etwas mehr "Hardware" verwendet werden. Dennoch dürfte der Entwicklungsaufwand die Möglichkeiten einer Privatanwendung übersteigen. Im Loewenberg können die Stellwerke auch umgangen werden, die Bedienung erfolgt dann über die Mastersteuerung oder mit semi-mobilen Digitalhandreglern. Mit Ersterer können auch massgeschneiderte Fehler "eingebaut" werden. Summasummarum weicht die Funktionalität ganz leicht vom Vorbild ab :wink: .

    Ich denke nicht dass sich die Funktion des Originals 1:1 ins Modell übertragen lässt. Zudem fehlt die Weicheninnenschaltung mit den Kontaktrollen. Im Schalterwerk selbst wird die Netz-/Batterieumschaltung 36VDC/230VAC über den Würfelschalter realisiert. Da auch sonst einige Dinge wie separate Isolierabschnitte fehlen, würde ich empfehlen, den Sperrmagneten auszubauen und einfach die Kontakte des Weichenschalters zu verwenden.


    Tipp: Einen Besuch beim Modellbahnclub Langenthal. Ein Bahnhof der Anlage kann mit einem Schalterwerk bedient werden. Zudem ist der Präsident Kenner der Materie.

    Kleine Präzisierung: Unfallopfer von Aitrang war der 501. Nur wurden die RAm nach dem Ereignis umgehend vom "TEE Bavaria" abgezogen. Rocos Produktbeschrieb kann so also nicht stimmen.