Beiträge von aerials

    Würde ja zum Schema passen, dass man weiterhin "alte" Arwico Projekte aufarbeitet, wo schon alle Unterlagen im Haus sind:

    - BLS Re 4/4

    - Ae 4/7

    - EW I

    - EW II BDt

    - RBe

    - jetzt die Re 4/4'


    Wobei ich mich natürlich auf eine Re 4/4' auf aktuellem Piko Standard freuen würde.

    Suche zwecks Bildung einer Doppeltraktion eine klassisch blaue BLS Re 465 von HAG mit dem alten BLS Logo in DC Ausführung.


    Bereits vorhanden sind die 465 007 Schilthorn und die 465 001 Simplon. Als Ergänzung wäre noch eine weitere Nummer gesucht.


    Die AC Versionen tauchen öfter mal auf, aber in DC ist es derzeit wohl schwieriger...


    Angebote nehme ich gerne per PN entgegen :)

    Ja da kommt scheinbar was schönes! Die Fenster wirken auch besser als beim Roco EW II. Ein Schwachpunkt, den die Überarbeitung leider nicht beheben konnte.


    Da könnte man sich einen Einstieg in die Piko EW I-Welt schon überlegen. Die ewige Arwico Set-Politik stört mich etwas. Und die Frage, ob man sich an den WR-Varianten ebenso abarbeiten wird, wie das LS Models zu tun gedenkt.


    Wenn man dann noch formmässig korrekt die BLS Varianten inkl. grün mit Gummiwulst abdecken würde...


    Aber der erste Wurf sieht schon mal gut aus.


    Hintergrund: Ich suche früher oder später grüne Ep. IV Wagen für einen Wilhelm Tell Express (Lok, Reisebüro Mittelthurgu Aussichtswagen, EW IV A und EW IV Salon sind schon vorhanden :roll: ). Das dürften aus Sicht meines jetzigen Kenntnisstand EW I oder II sein.


    Hast du dazu ein Bild? Ich kenne den Zug mit den EW II-Salonwagen, aber da fehlt der As im Modell...

    Rüdiger


    Es ist zu hoffen. Gewicht bringt sie ja offensichtlich mit, da geht etwas.
    Hier im Video zieht eine Doppeltraktion 20 Tonerdewagen in "deinem" Bahnhof :D
    https://www.youtube.com/watch?v=cCMPp4iF8_c
    Das Dach wirkt da heller, hängt wohl von der Beleuchtung ab.


    Bei meiner Rivarossi Maschine war das nach meinen Aufzeichnungen das Maximum, was ich ihr zugemutet habe:
    https://youtu.be/MuxhCEpudq0?t=438
    Da fährt sie auch bei 27 Promille an, für die Roco Maschine habe ich noch längere Kompositionen auf Lager :whistling:

    Sehr schöner Effekt, diese Kur haben meine Wagen auch noch vor sich.


    Der Unterschied in der Lackierung auf deinem Bild dürfte daher stammen, dass der Apm aus einer späteren Roco Auflage stammt und im Digitaldruckverfahren bedruckt wurde. Während der Bpm noch klassisch lackiert und bedruckt ist.
    Leider im Resultat für uns kein Fortschritt. :S

    Meiner Meinung nach geschah hier die Bekanntgabe der Fahrzeugnummern recht zeitnah, dies ist z.B. bei der Re 465 nicht der Fall, daher die Bestellung meiner seits auch noch ausstehend.


    Noch nicht "offiziell" in der Produktbeschreibung oder einem aktualisierten Bild ersichtlich, aber eine Ersatzteilsuche für die 73288 (DC-Sound Version) listet das Gehäuse der 465 012-3 als Ersatzteil. Damit dürfte dieses Rätsel gelöst sein.
    Der Liefertermin ist ja auch schon sehr nah... Dieselbe Ersatzteilsuche für 73287 (DC analog) oder 79288 (AC Sound) führt übrigens ins Leere.

    Sooo, im Sommer bin ich diese Baustelle endlich angegangen.



    Erstmal habe ich alle Wagen des Grundsets komplett zerlegt, denn was da (neben den Pantos) am meisten störte, war die mangelhafte Lackierung im Bereich der Fenster. Der weisse Rahmen war doch sehr prominent, wo das Fensterband im Vorbild elegant schwarz ist. Hier z.B. gut zu sehen: https://goo.gl/images/2S8HVZ


    Also Fenster raus: Das Fensterband schafft man unter Umständen noch am Stück, ist dummerweise an der Oberkante mit einem Klebeband fixiert. Die ovalen Fenster in den Türen sind sehr fest verklebt und laufen Gefahr, dass sie beim "Herausbrechen" beschädigt werden. Daher habe ich nur die entfernt, bei denen das halbwegs vernünftig machbar war. Die seitlichen Führerstandsfenster kann man in dem Zug ebenfalls gleich entfernen. Mit einem feinen Pinsel, Revell Aqua-Color schwarz-matt RAL 9011 und einer ruhigen Hand kann man nun Fenster um Fenster ausmalen - kleine Ausrutscher lassen sich rasch mit Wasser und einem Papiertuch/Wattestäbchen abwischen. Wenn man schon dabei ist, kann man auch den Unterkanten der Türen noch etwas schwarze Farbe gönnen, denn im Vorbild kommt nach dem schwarzen Dichtungsgummi auch nichts weisses mehr.
    Diese Massnahmen helfen schon viel in der Optik.


    Allerdings bleibt noch die Plastikwüste auf dem Dach. Wie weiter oben im Thema erwähnt, passen die Pantos der Roco EU43, bzw. E412. Ich hatte mir schon so eine Maschine zur Seite gelegt, weil ich für das Fahrwerk noch Verwendung finden werde (Projekt 2025+ oder so ;)). Ich brauchte je 2x CH, FS und DB Schleifstücke. Zu den zwei Pantos von der E412 bestellte ich noch vier hinzu. Mit CH Schleifstück ist der Panto nicht im Sortiment, daher musste ein Roco Re 460 Panto als Spender herhalten.


    Da die Pantos alle komplett rot lackiert waren, die Oberscheren beim Vorbild aber blank sind, musste die Farbe runter. Weitere Pantos als Spender für blanke Oberscheren wäre dann langsam etwas gar teuer geworden. Die Pantos habe ich vorsichtig zerlegt und in Aceton-freien Nagellackentferner gelegt. Nach kurzer Zeit löste sich der Lack, Reste liessen sich gut mit dem Zahnstocher entfernen. Überraschung bei dem Prozess: Die Oberscheren der Pantos, die ich von der E412 demontiert hatte, waren aus Kunststoff, die Oberscheren aus der Ersatzteillieferung waren aus Metall. Mit dem optischen Unterschied lebe ich jetzt, sieht immer noch besser aus, als die Lima Originale. Ich habe mich entschieden, die FS Pantos mit dem Kunststoff-Oberscheren zu versehen. Damit heben die sich optisch etwas von den AC-Pantos ab.


    Die Demontage der verleimten Lima Pantos ist auch nicht zwingend einfach, der mittlere Isolator ist besonders störrisch. Hier sollte man feine Bohrer bereithalten, um die Reste des Originalpantos auszubohren, damit der neue Panto platziert werden kann.


    Bei den ersten beiden Pantos habe ich mich hier an den Tipp von Michael (e.656) gehalten, und das Original-Loch auf 3.5mm aufgebohrt. Der dabei angerichtete "Schaden" bleibt unter dem Panto verborgen. Allerdings war die stabile Platzierung der Pantos relativ schwierig, ich kämpfte auch mit zu kurzen Schrauben. In der Grösse kriegt man das ja leider nicht um die Ecke und arbeitet so weit wie möglich, mit dem was man hat...


    Bei den restlichen Pantos habe ich ein passendes 1.4mm Loch für die neue Schraube gebohrt. Das geht sauber an der Originalbefestigung vorbei. Zur Stabilisierung des Pantos ist die Schraube von einem feinen, in Anthrazit lackierten Evergreen Rohrstück umgeben.


    Blieben noch die Zurüstarbeiten auf dem Dach: Hier sind Skalpell und feine Bohrer wichtige Helfer, die Passgenauigkeit ist zum Heulen. Erstmal habe ich all diese bunten Plastikteile (orange-braun????) farblich angepasst, hierbei konnte ich mich auf Bilder vom verunfallten ETR610 in Luzern stützen. Sicher nicht 100% authentisch, aber es wirkt doch viel besser, als wenn die Teile direkt montiert würden.


    Mit diesen Modifikationen nach rund 30 Stunden Arbeit fällt der Zug neben einem ICN nicht mehr allzu stark ab ;)


    Zusätzliche Haftreifen hat der Zug noch erhalten, die Zugkraft ist damit an sich in Ordnung. Das analoge Fahrverhalten - naja. Vielleicht beglückt uns Lineamodel mal mit einem Austauschantrieb. In Anbetracht des Kaufpreises muss man hier sehr viel investieren, aber der Zug wurde ja bewusst nicht als hochwertiges Modell angepriesen. Schade, das Vorbild ist sehr elegant und verdient meiner Meinung nach ein entsprechendes Modell.


    FS-Panto:


    FS-Panto 2:


    SBB-Panto:


    DB-Panto:


    DB-Panto 2:


    Signalhalt:

    Ich habe kürzlich das Buch "KTU Umrichter-Lokomotiven Re 456" von Heinz Lang, Verlag Edition Lan, durchgeblättert und noch mehr Informationen zu dem Thema gefunden.


    Zitat von Seite 106/107 des oben erwähnten Buchs, Hervorhebung von mir:


    Zitat

    Die Bügelsprünge
    Die Stromabnahme am Fahrdraht hatten der BBC und BT viel Kopfzerbrechen verursacht. Bei klassischen Triebfahrzeugen ist ein Bügelsprung aufgrund der grossen in Bewegung stehenden rotierenden Massen nicht spürbar. Das ist bei elektronischen Fahrzeugen anders. Die Leittechnik ist auf eine kontinuierliche Einspeisung angewiesen. Die Synchronisierung der beiden Umrichter basiert auf der Phasenlage der Fahrdrahtspannung. Zudem führten am Anfang alle Bügelsprünge zu einer Notabschaltung mit der "Reissleine", die sogenannte Schutz-Durchzündung.
    Zu Beginn wurde versucht mit mechanischen Massnahmen den Stromabnehmer zu verbessern. Unter anderem baute die BT einen Öldämpfer ein. Der Erfolg war sehr bescheiden und immer noch ungenügend.
    Mit dem Versuchseinbau eines Stromabnehmers der Firma Schunk hoffte man die Lösung gefunden zu haben. Die beiden Schleifstücke auf der Wippe waren einzeln gefedert. Man ging davon aus, dass nicht beide Schleifstücke gleichzeitig den Kontakt mit dem Fahrdraht verlieren. Diese teure Bauart brachte keine merkliche Verbesserung. Der Versuch wurde abgebrochen.
    Die Lösung des Problems ging über eine Anpassung der Software. Da die Leittechnik einen Bügelsprung sauber erfasste, schaltete das Programm auf eine fiktive Fahrleitungsfrequenz um. Beim erneuten Kontakt des Stromabnehmers mit dem Fahrdraht wurde die Leittechnik im Fahren sanft mit der Fahrleitungsfrequenz neu synchronisiert.


    Zudem enthält das Buch zwei Bilder der Re 4/4 93 mit dem Schunk-Panto, ohne dass dies speziell erwähnt würde:
    - Seite 58 am 15.7.92
    - Seite 101 am 7.9.92


    Der Versuch ist angesichts der verfügbaren datierten Fotos wohl sicher über den grössten Teil von 1992 gelaufen.

    Danke, den habe ich mit der Fehlerbeschreibung angeschrieben.


    Das Problem habe ich mittlerweile isoliert, der Decoder ist unschuldig ;) :


    Ich hatte früher schon das Dach gegen eines der 2. Serie getauscht wegen der gefälligeren dunklen Farbe.
    Jetzt habe ich testweise das Original Dach aufgesetzt und siehe da, das 3. Spitzenlicht leuchtet korrekt.
    Ein Vergleich der Platinen zeigt, dass beim neuen Dach ein SMD Bauteil mit der Bezeichnung 18C (nehme an, das ist eine Diode?) um 180 Grad verdreht eingelötet ist.


    Da muss ich wohl die Platinen tauschen :rolleyes:

    Ich habe einen sonderbaren Effekt mit meiner Ee 922 mit dem normalen Zimo Decoder (ohne Sound):


    Das obere Spitzenlicht ist bei aktivierter Funktion F0 immer falsch zur Fahrrichtung. Ich kann das mittels tauschen der Werte von CV 33 und 34 korrigieren, allerdings stimmen dann F2 und F3 nicht mehr mit der Fahrrichtung überein. Also ist meine Korrektur wohl falsch ;)


    Wo kann ich das sinnvollerweise drehen? Das Dach kann an sich nicht falsch aufgesetzt sein: Es stimmt anhand Fotos mit der der Ausrichtung des Gehäuses und des Rahmens überein, das Flachbandkabel ist auch nicht verdreht.