Beiträge von Ostermayer

    Lieber Stephan,

    es kommt wie es kommt. Auch ich möchte meine Beiträge nicht so verstanden wissen, dass Familienangehörige irgend etwas tun müssten, nur weil ich mich hier im Forum zu diesem Thema melde. Jeder rechtmässige Besitzer kann mit (s)einer Ware tun, was ihm beliebt. Und ja, tatsächlich empfinden heutzutage oftmals Angehörige sich mit einem Nachlass abgeben, als ein müssen, da der Bezug nicht das Sammler-Thema, sondern die Verwandschaft des Sammlers ist.


    Gerade darum, ist ein Auktionshaus eine gute Methode, welches vielen Anliegen gerecht wird. Es müssen vom Einlieferer allenfalls Schwellenängste überwunden werden. Jedoch viel zu viel habe ich in den letzten Jahren am Rande an Börsen mit bekommen, dass die besten Stücke unwissend viel zu billig an nicht anwesende "Händler" abgegeben wurden, und DANACH versucht wurde, viel Ware aber ohne Relevanz, an Händler und Auktionshäuser abzugeben. Immer mit der Angst, übervorteilt zu werden und zu kurz zu kommen. Heute ist es eher umgekehrt, oft muss der Händler aufpassen, dass er nicht übervorteilt wird!! Ein Händler ist ein Händler, kein Aladin Wunsch-Zauberer.


    Umgekehrt finde ich es nichts als fair, wenn der Händler oder Auktionshaus sich halt auch mit Massenware abgeben und herumschlagen muss, unter der Bedingung, dass er auch die guten Stücke bekommt. Ein Profi wird, ggf. auch mit seinem Team, mit den grössten Sammlung fertig werden, das ist deren Job!!


    "Top Stücke" ... da beginnt es ja bereits: welche Kriterien muss eine Lok erfüllen, um in den Kreis der Top Objekte aufgenommen zu werden? Was macht ein gutes Modell aus?

    Frage mich und z.B. Erwin danach und Du wirst 2 völlig verschiedene Antworten bekommen! Beides sind langjährige Sammler... mit gleichberechtigten unterschiedlichen Philosophien / Ansichten. Heikler sind Berater, welche vielleicht gut gemeint helfen wollen und zu hohe, nicht mehr marktkonforme Preise festlegen, aber selber nichts mehr zu diesen Konditionen kaufen wollen. Das nützt dann auch nichts mehr und schaft nur neue Verunsicherung.


    Dass eine Auktion halbwegs rentiert, sollten schon CHF 150`000.- Umsatz zusammen kommen, - mindestens. Das dürfte in dem Fall locker erreichbar sein. Aber dann kann man als Auftraggeber auch erwarten, dass sich das Auktionshaus mit Kleinkram abgibt, im Sinne einer Dienstleistung. Ein Auktionshaus soll weder Rosinenpickerei betreiben (das dürfen deren Kunden!), noch Feuerwehr in der Restenverwertung sein müssen, das wäre eine gewisse Zumutung und vergebens. Ein Auktionshaus soll eine Dienstleistung erbringen und erfüllen.


    Vorausgesetzt die Reichweite vom Auktionshaus ist gross und weit genug, ist es immer noch eine sehr gute Methode, komplexe Sammlungen an den Mann zu bringen. Es gibt Sammler, welche an einer 100 jährigen Löwenstein Rarität vorüber laufen und keine CHF 100.- dafür bezahlen würden, oder lieber schlicht nicht annehmen, da sie daran nichts interessantes erkennen können. Jedoch in Begeisterung geraten, wenn an einem Messing Modell alles bis zum kleinsten Detail nachgebildet ist. Es gibt auch Sammler, welche ganz freudig durch ganz Europa und in die USA reisen, für eine einzige Löwenstein Lok! Löwenstein ist der Mount Everest, unter Schweizer Blech-Sammlern, darüber hinaus gibt es nichts mehr. Es gibt kaum eine bessere Alternative zur Auktion, wie man so unterschiedliche Sammler Gebiete wie aktuelles Märklin H0, 70 jährige Yjbby, 100 Jährige Löwenstein Spur I und 40-50 jährige Liliput H0 sinnvoll unter die Leute bringt.


    Auch gut, zwar nicht für das Auktionshaus, aber für das langfristige Preis Niveau, wenn gar nicht erst verkauft wird! Aufräumen und die Sammlung weiter führen? Ist wohl mehrheitlich Wunschdenken. Bei den nachfolgenden Generationen hat es ab und zu tatsächlich Leute, welche die Sammlung weiter betreiben, doch das sind eher die Ausnahmen. Würde jeder verkaufen, dann wird man in 50 - 100 Jahren dafür bezahlen müssen, dass jemand die Sammlung überhaupt entsorgt. Das ist in unseren Sammler-Augen, als würden Goldbarren entsorgt.


    Mein Votum ist die frühere Erfahrung und ehrliche Meinung. Ich habe mit dem bestehenden Auktionshaus seit dem 01.01.2008 keinerlei geschäftlich Beziehungen, oder Einfluss mehr. Ich bin dort jedoch Kunde, wenn es was hat, was mich als Sammler interessiert. Es soll auch nicht abwertend auf die bestehenden Händler gemeint sein. Die können Sammlungen unkompliziert abkaufen, der Auftraggeber bekommt sofort das Geld. Aber ein Händler wird den Spagat von Fine-Scale und Tin-Plate weniger gut lösen können, als eine Auktion. Der Händler MUSS kalkulieren, wie viel er dafür zu bezahlen bereit ist, ohne dass er drauflegt. Der Auktionator bekommt Gebühren für seine Arbeit, aber er ist nie der Besitzer der Ware, es ist ein reines Kommissonsgeschäft. Auktion = es gibt was es gibt, wie an der Wall Street. Beide Systeme Ankauf/Verkauf und Kommission haben ihre Vor- und Nachteile.


    Gruss

    Hermann

    Falls niemand von seinen Familienangehörigen die Sammlung behalten oder gar weiterführen will? Falls ein Verkauf im Vordergrund steht: ich würde die sehr interessante wie auch umfangreiche Blech-Sammlung unbedingt über ein Auktionshaus öffentlich versteigern lassen!


    Zwar entstehen dem Einlieferern dadurch überschaubare Kosten in Form von Gebühren, dafür muss der Auftraggeber sich nicht darum kümmern und wichtiger, alle potentiellen Kunden haben die gleichen Chancen. Niemand kann dann sagen, ach das hätte ich auch gewollt, ich wusste nichts davon. Nicht dass die Angehörigen einerseits auf einem Berg finanziell wertloser Sachen sitzen bleiben und die Raritäten (von denen gibt es ausgesprochen viele!) sich in nichts auflösen. Ohnehin ist die finanziell korrekte Einordnung der Objekte schwieriger als auch schon, es nützt nichts wenn in einem Katalog ein wunderbarer Preis angegeben ist, wenn niemand da ist, welcher dies zu zahlen bereit ist. Anderseits suchen Sammler nach wie vor teure begehrte Raritäten... All dies spricht für eine richtige(!) klassische Auktion.


    Für wirklich gute gesuchte Raritäten werden auch weiterhin Sammlerpreise, teilweise Spitzenpreise bezahlt und demzufolge wird nach wie vor gesammelt. Bis man irgend wann mal selber an der Reihe ist und an der Wärme Kohlen schaufelt, oder ganz oben der Marie Laforet beim Singen zuhört. Falls man dann überhaupt noch etwas denkt(!), wundert man sich vielleicht über seine Prioritäten, dass es sooo wichtig war, ob jetzt ein HAG SBB Leichtstahlwagen grün, rot oder blau ist. Aber solange man lebt, ist es halt eben wichtig.


    Gruss

    Hermann

    Wenn ich einen Ricardo-Beitrag wegen seines haarstreubenden Inhalts in der Luft zerreisse, dann sich nicht wegen den vielen HAG-Experten, welchen die Falschaussagen ja sofort erkannt haben. Ich möchte damit potentielle Neueisteiger vor einem Fehlkauf warnen. Dies ist mir nämlich passiert, als ich nach ca. 15 Jahren Abstinenz wieder zum MoBa zurück gefund habe, und prompt von so einem windigen Anbieter an einer Börse über's Ohr gehauen wurde.

    So dargestellt, und vor allem im Thread "neue HAG Ae 6/6 Varianten": da schreibst Du: Ich möchte damit potentielle Neueisteiger vor einem Fehlkauf warnen... Das empfinde ich grenzwertig, besonders im Zusammenhang mit "neue HAG Ae 6/6"... Ein um 1.5 -2 mm zu hoch platziertes Wappen, da müssten schon noch gehörig andere Fehler zu finden sein, für eine solche Warnung.


    Aber wir drehen uns im Kreis: wir befinden uns übertrieben formuliert: bald wie in den mittelalterlichen Religionskriegen: Wenn das derzeitige HAG Produktions Niveau bereits ab so wie es ist, oder gar noch besser wird - da können die zu fest unzufriedenen Leute noch so fest Frust abladen - und es wird keinen einzigen - bisherigen - HAG Käufer davon abhalten, weiterhin dann und wann eine HAG Lok zu kaufen, wenn sie einem gefällt. Aber umgekehrt auch: Man kann noch so versuchen, rationale Gründe aufzuzählen, wieso es ist wie es ist: Du Richard weis ich nicht, aber Stefan Unholz schrieb mal; (ich weis der exakte Wortlaut nicht mehr genau, Sinn gemäss: eher müsse der Rhein aufwärts fliessen, oder der Rhein bei Stansstad durchführen, als dass er sich bei HAG Stansstad blicken lassen würde. D.h. es gelingt keiner der beiden Seiten, die jeweilige andere Seite zu überzeugen.


    Gruss

    Hermann


    Danke Günther für Deine Unterstützung:)

    sagt mal, was ist denn mit Euch los?!? Jetzt schon Wintermüdigkeit?

    Stefan Unholz beweist wenigstens noch Humor;):)


    Seht doch mal den Tatsachen ins Auge, dass HAG (Mörschwil) irgendwann zwischen 2009 und 2012 in finanzielle Engpässe geraten war. Längstens nicht als einziger Hersteller innerhalb dieser Branche! Manchmal hat eine mangelnde Oekonomie mehr als nur eine Ursache. Fehler kann man ggf. korrigieren, jedoch weit schlimmere Folgen haben Trends die dem Geschäft zuwiderlaufen. Wenn es nicht mehr darum geht, ob jetzt ein Wappen 110% korrekt platziert ist, oder noch nicht mal mehr der Preis relevant ist, - sondern wenn das Hobby Modelleisenbahn schlicht und einfach nicht mehr so viele Leute anspricht, dann kann der Inhaber heissen wie er will und es ändert rein gar nichts an der Situation.


    Beim lesen der Beiträge von Richard und Stefan, kommt mir der Gedanke, wieso habt Ihr nicht ein Alternativangebot in der fraglichen Zeit an HAG gerichtet? Das HAG Forum würde sozusagen die Firma HAG übernehmen und die Situation analysieren, schauen welche Berufe / Jobs es braucht und jeweils der Beste seines Faches damit beauftragen und alles wäre bestens? Wenn das so wäre, hätte ja für HAG Mörschwil gar kein Grund bestanden, aufzuhören!


    Vielleicht versucht der jetzige Inhaber, das HAG überleben zu ermöglichen, in dem er mit weniger Aufwand die selbe Qualität zu erreichen hofft? Er ist nicht der einzige Unternehmer, welcher dieses Kunststück versucht! Ganz ist dies HAG noch nicht gelungen, aber sie sind nahe daran:). Es sind noch Peenuts was HAG Stansstad von HAG Mörschwil trennt, gewisse Details sind sogar besser ausgeführt! Der Beitrag 62 von Richard könnte als Rufschädigung an HAG ausgelegt werden. Die letzte "Hexe" Anna Göldi hat man 1782 in Glarus hingerichtet, braucht Ihr eine Neuauflage, dieses mal soll der HAG Chef der Böse sein?


    Gestern habe ich je eine HAG Ae 6/6 bis in alle Einzelteile zerlegt, teils zersägt und verbohrt: die derzeit neuste, die Brunnen 11517 und eine ältere die 11419 Appenzell Ausgabe 1995. Letztere ist demzufolge 24 jährig und habe ich mal an einer Börse günstig (als vermutliches Sturzopfer) gekauft. Die Lok kam in für Jahre in die Bastelkiste. Die beschädigte Pufferbohle interessiert mich nicht, benötige nur die "Innereien".


    Dabei ist mir aufgefallen: ja, Stefan Unholz hatte schon recht mit seinen Beanstandungen: Doch wie dies kommuniziert wird, ist alles andere wie konstruktiv. Die 24 jährige 11419 Appenzell, bis auf das Dach, überall noch einen Tick werthaltiger ausgeführt. So ist z.B. das Gehäuse INNEN (das interessiert auch nur uns Forumisten!) bis auf winzige Stellen schön gleichmässig grün lackiert. Die ganz neue Brunnen erreicht nicht ganz diese Professionalität. Innen hat es unübersehbar unlackierte Stellen, wahrscheinlich da, wo das Gehäuse aufliegt. Die Mörschwiler meisterten dies besser. Mehr irritiert eine Längskante, die wirkt, als sei das Gehäuse aus der Höhe auf ein Riffelblech gedrückt worden. Auch die Farbe vom Führerstand-Einsatz ist von der 11419 schöner, ebenso die grüne Aussenfarbe spricht mich etwas mehr an, bei Mörschwil durfte eine Ae 6/6 noch glänzen... Dies hat wohl nichts mit gut oder schlecht, sondern mit Ansichtssache zu tun. Wenn man unbedingt eine Glanz-Lok möchte, und diese nach Erhalt matt altert, da dachte wohl HAG, wir machen es gleich realistischer. Dafür ist bei der 11517 Brunnen das Dach deutlich realistischer ausgeführt worden:thumbup:.


    Die Differenzen zwischen der 11419 und 11517 würde ich mit Ausgezeichnet (11419) und immerhin Gut (11517) bewerten. Von "schlecht" kann keine Rede sein! Schon gar nicht wenn man die Umstände kennt. Was da gewisse Leute betreiben: HAG Bashing reicht da nicht mehr, das ist bewusstes HAG Mobbing. Was wollt Ihr damit erreichen? Auf diese Weise bessere Modelle:/


    Hätte HAG Mörschwil 2011 oder 2012 aufgehört, gäbe es u.a. keine "Brunnen". Es wird ja niemand gezwungen, eine Lok welche einem nicht gefällt, kaufen zu müssen. Aber stört es Euch offenbar, wenn weiterhin einige Leute dann und wann eine HAG Loks kaufen, und sich erst noch darüber erfreuen:).


    Also was mich anbelangt, ich habe viel lieber eine "nur" gute Brunnen, als eine, welche vielleicht perfekt hätte sein können, aber gar nie hergestellt wurde.


    Gruss

    vom Undigitalen

    von RBe 4/4 verstehe ich seine Absicht nicht, was er genau möchte? Eine Umverpackung, was ist unter diesem Begriff zu verstehen bez. von Dir gemeint?

    Soweit mir bekannt, stimmen Lima Nova und das "richtige" alte Lima zeitlich nicht überein!


    Die alte eigenständige Lima gibt es längstens nicht mehr. Umgekehrt gibt es für Kartons der Lima Nova die alten Fahrzeuge nicht mehr (neu). Am ehesten Wagen, welche den Übergang überlebten? Sammler sind irritiert, wenn ein alter Wagen in einer neuen Verpackung angeboten wird, oder umgekehrt, ein neuer Wagen in einer alten Verpackung verkauft wird, da technisch eben nicht gleich! Falls überhaupt Originalkarton vorhanden: erwartet man, dass sich darin dass befindet, was der Karton vorgibt. Mindestens muss aber vom Verkäufer ein Hinweis folgen oder sonst wie ersichtlich sein, dass der Käufer wissen kann, was ihn erwartet. Ausnahme günstige Wühltisch-Lote, letzte Station vor dem Entsorgen, wo man ohne Zusagen rein auf gut Glück wirklich günstig kaufen kann.


    @ Jetblue: Lima Nova, doch das gibt oder zumindest gab es! Sonst würde es RBe 4/4 ja nicht erwähnen. Im Detail kenne ich die neure Lima Firmen Geschichte nicht, es ist kompliziert... Die alte Lima gibt es seit Jahren nicht mehr. Eine kurze Zeit lang gab es überhaupt keine Lima. Dann gab (oder gibt?) es Lima Nova, welche zu teuer(?) ausgezeichnet detaillierte Modelle Herstellte, massstäblich u. technisch auf Topniveau. Ich habe eine FS E-Lok 636 und bin sehr zufrieden damit. Dieses Prinzip konnte sich in der CH nicht wirklich durchsetzen, an Lima klebte das Billig-Image. Die aktuelleren Lima Neuheiten sind wiederum etwas anderes, teils habe ich den Eindruck, alte Formen neu überarbeitet, oder in Zusammenarbeit mit anderen Firmen aus dem gleichen Konzern enstanden?


    Gruss

    Hermann

    .

    wer spendet dem dortigen Schreiberling die offenbar dringend nötige stärkere Brille?

    Lieber Stefan,

    ich spende Dir ein wenig mehr Gelassenheit. Kann man bei mir gratis abholen.


    1 x mehr stimmt an sich Deine Kritik! Fragt sich nur, ob auch die Verhältnismässigkeit des "Problems" in richtigen Relationen angeprangert wird? Schau mal bei Deinen anderen Ae 6/6 nach: keine davon wird haargenau gleich sein! Am schlechtesten stimmt das Wappen bei der uralten HAG Ae 6/6 Typ 1, dort berührt das Wappen fast den Zierstreifen. (Dass vorerst kein Name vom Kanton steht, stimmt wiederum mit dem Vorbild anfänglich überein) Sehr gut stimmt es (meine Ansicht) bei den HAG Versionen der 1960-er Jahre! Dafür - was für eine Katastrophe - musste das ganze Wappen Arsenal, da die Loknummer erhaben ausgeführt, für ein und die selbe Lok-Nummer herhalten. Oder noch "schlimmer", falls es bei einer Ae 6/6 blieb, wurden die überzähligen Wappen an Re 4/4 I und Ae 4/7, oder gleich an die Märklin DB E-41 und E-10 angebracht. (Ist ja auch immer wieder ein Thema hier bei den Internet-Angeboten).


    Zugegeben, ein meist buntes Ae 6/6 Wappen fällt auf grünem Hintergrund auf und wie richtiger ein Wappen dimensioniert und platziert ist, um so besser.


    Doch Du schiesst weit, (aus Prinzip?) über das Ziel hinaus. Ich kann da rein gar nichts peinliches erkennen, sondern einfach das sich DER Ae 6/6 Kenner an seinem Modell erfreut:thumbup: Der hat viele Ae 6/6 Modelle, wenn es kein gutes Modell wäre, würde er sich nicht so löblich darüber äussern!


    Anbei noch Ae 6/6 Wappen Fotos von der ganz alten HAG H0 Lok, Lima H0 und Modelbex.


    Gruss Hermann

    Lieber Oli,

    es dürfen ja dazu unterschiedliche Meinungen bestehen. Was die Fertigungs-Qualität anbelangt, da bin ich bei Dir. Diese Frage regelt der Markt ganz von alleine. Ab einem gewissen Niveau wie es heute allgemein üblich ist, definieren die Kunden den Begriff Qualität unterschiedlich. Mir sind jetzt Dekoder-Funktion so was von egal, dafür hat für mich die ultimative HAG Lok 2 Motore, was anderen Käufern egal ist. Im Zweifel habe ich schon lieber eine Swiss-Express Lackierung welche - unnötigerweise - nicht stimmt, als wenn jemand einen Fehler begeht, wovon das Leben abhängt.


    Wird bei der Modellbahn die Preis/Leistung in der Fertigung gedrückt, melden sich manche Konsumenten - verständlicherweise - ganz von selber: Einer denkt es nur, ein anderer schreit mordrio und zeterio, ein anderer merkt es gar nicht(!). Ein anderer merkt es zwar, aber stört sich nicht daran. Andere wiederum sind anfänglich zufrieden, aber stellen erst via Internet fest, dass das Modell schlecht sein soll. Wiederum andere Käufer interessiert diese Qualität-Thematik nicht. Ohne Zweifel; am besten ist schon, wenn es der Hersteller es gar nicht erst so weit kommen lässt!


    Selbst wenn eine Modell-Lokomotive in extremis höchstwertig perfekt ausgeführt werden würde und dadurch ein Vermögen kostet: was ist es anderes als ein Spielzeug? (für Erwachsene). Es ist reichlich dekadent und Wohlstand verwahrlost, (falls die Berichte überhaupt zutreffend sind!) wenn ein Zar oder König seinem 10 jährigen Sprössling das teuerst mögliche Spielzeug übergibt und nach 1 Std ist es defekt. Darauf heisst es: macht nichts, ich lasse Dir ein neues kaufen! Was den Zaren anbelangt, all zu lange währte die Freude daran bekanntlich nicht... Ebenso erwartet ein Mann von einer Frau, wenn schon, kein Kleinkinder-Spielzeug. Wenn doch, würde Mann das anderst interpretieren und für Modellbahn-Nachwuchs sorgen. Für mich ist Spielzeug = Spielzeug, hochwertige Fertigung ändert nichts daran.


    Die Spielzeuge sind für 1 bis 99 Jahen altersgerecht ausgelegt und ausgeführt, das und der Preis ist der einzige Unterschied. Auch durch noch so perfekte hochwertige Modell-Ausführung kann ein Spitzenmodell seinen Spielzeug Charakter nicht abstreifen. Was soll es denn anderes sein können? Begriffe wie "wertvoll", "Spitzenmodelle", "Sammlermodelle", "edel" und dergleichen sind immerhin gute Hinweise in welche Richtung es gehen könnte, aber verbindlich ist das nicht, sondern nur geschickte Begleit-Werbung. Rolls-Royce der "Spitzenmodell" Inbegriff im Auto-Bereich, hat seine Zusage Lebenslange Garantie vor über 100 Jahren nach nur gerade mal 3 Jahren Dauer storniert! Auf dringlichstes Anraten seitens Chef der Finanzen.


    Wenn ein Spielzeug Hersteller, gleich welchen Namens meint, er könne recht viel Geld verlangen für minderwertige Qualität, dann macht er die Rechnung ohne die Mitbewerber. Ich glaube bisher nicht, dass das für HAG zutreffend ist, die Fehler sind wohl anderst entstanden: Bekanntlich rentierte die Mörschwiler-Firma nicht mehr, einige Mitarbeiter mit Know-how haben die Firma verlassen. Vielleicht hat sich das Ganze der jetzige Inhaber etwas leichter vorgestellt? Nebenbei managt kaum jemand ein Modellbahn-Hersteller. Doch es ist ihm anzurechnen, er versucht es wenigstens, daraus das Beste zu machen:thumbup:Ein bischen mehr Unterstützung auch aus dem HAG-Forum, das würde doch ganz gut passen und niemandem weh tun. Man kann es auch kürzer fassen: der Markt regelt vieles von selber. Wer von wem (mehr) abhängig ist, ist für mich nicht so klar und auch nicht so wichtig. Nur wenn man die Kritik ständig auf die Spitze treibt, kann auch die Anbieter Seite verkünden, macht Euer Zeugs selber... Die effektiven Käufer würden auch so was gut überleben, - viele Vitrinen haben ohnehin nur noch wenig freien Platz, aber Freude würde nicht aufkommen.


    Ich wünsche allen Forumisten einen schönen Tag

    Gruss

    Hermann

    es handelt sich ja nicht um Seilbahnen oder Skyguide, HAG ist ein Spielzeug Produzent.


    Die HAG Probleme begannen längstens vorher! Nämlich dass allseits bekannt, ab anfangs 2000-er Jahre der Bedarf an Modellbahnen zwar langsam, aber bisher unaufhaltsam kontinuierlich zurück ging. Auch wenn Märklin derzeit einen beachtlichen Mehrumsatz vorweisen kann. Etliche Hersteller gibt es nicht mehr oder wurden fusioniert und das allgemeine Preis Niveau für gebrauchte Modellbahnen ist an Börsen /Auktionen tief wie kaum je zuvor. Für schlechte Erhaltung schon immer, nun aber auch für viele einwandfreie Modelle.


    Klar doch, als Option hätte HAG auch auf allen Gebieten aufrüsten können und Märklin & Roco das Fürchten lernen... Eine extrem unwahrscheinliche Variante. Nicht mal im Traum vorstellbar.

    Viel wahrscheinlicher hätte schon 2012 das definitive HAG Ende kommen können, sooo weit war man davon nicht entfernt.

    Ob Herr Schoch bez. darauf Herr Urech viele Mitbewerber hatten, als HAG-Mörschwil aufhörte? Kaum! All zu viele potentielle Mitbewerber glaubten also nicht, damit einen grünen Zweig zu erreichen.

    WESA und Buco mussten ja auch nicht sofort "sterben", als die jeweiligen Firmengründer - vor Jahrzehnten - ihre Modellbahn-Produktion aufgaben.

    Buco wird heute noch in kleinen Stückzahlen produziert:), über 60 Jahre nach dem offiziellen Modellbahn-Ende. Da fragt auch niemand, wieso gibt es keinen Buco Spur 0 Stadler Rail Triebzug?


    Zugegeben, ich zuckte auch kurz ordentlich zusammen, als im aktuellen HAG-Video eine Dame kurz zu sehen war, mit Fingernägeln länger als Adlerkrallen. Aber im Jahr 2019 dürfen auch Leute arbeiten, welche nicht so in das eigene tendenziell eher konservative Weltbild passen. Man spricht fast mehr über sie, als über die HAG Produkte. Solange die Frau auf der "11517-Brunnen" keine Kratzer hinterlässt, ist es ihr Problem, so arbeiten zu müssen, nicht meins.


    Wahrscheinlich läuft es auf das hinaus, das zu einem Firmen Budget XY solange noch weiter HAG Lokomotiven von der Basis Mörschwil produziert werden, solange dazu noch Kundschaft existiert und dem Hersteller dabei keine Verluste entstehen. Zeiten wie vor 40 - 50 Jahren mit laufend Form-Neuheiten und schönen Papier-Katalogen, diese Phase ist wohl effektiv romantische Vergangenheit, welche nicht mehr zurück kommt. Auch wenn es mich als Undigitaler nicht betrifft, so ist doch festzuhalten, dass für die grosse Mehrheit der Digital Kunden das HAG Produkt gegenüber HAG Mörschwil deutlich weiter entwickelt wurde. Mit Sound und X-Licht Möglichkeiten.


    Mir erschliesst sich nicht, ob das HAG Video eine ganz spontane ungeplante Radio Idee war, oder eine geplante PR-Idee? Jedenfalls dürfte mit sehr wenig Aufwand viel Aufmerksamkeit generiert worden sein. Andere Hersteller wie bei Wäschemittel und Autos investieren extrem viel Geld in wirklich professionelle Werbung, das ändert aber nichts daran, dass viele Märkte übersättigt sind. Man kann doch auch das HAG Video mit ein wenig Humor und wohlwollen auffassen;):). Das Risiko besteht eindeutig auf der Produzenten Seite, wir Kunden haben nichts zu verlieren. Wenn es blaue Kratzspuren an der Brunnen hat und das Chassie verkehrt herum montiert wurde - werde ich die Brunnen bestimmt nicht kaufen! Wenn es ein schönes Modell sein wird, wovon ich ausgehe, dann kann HAG produzieren und montieren wie sie wollen, das ist ihre Angelegenheit, nicht meine.


    Gut, wir sind kein HAG Hersteller, doch ich vermute mal, wenn man ein spontanes Video am Arbeitsort und an der privaten Modellbahn Anlage der Forumisten drehen würde;), wäre dann alles perfekt? Ich kann es nur von mir selber wissen: blaue Riesenkrallen und bunt-gealterte Läden hat es bisher nicht. Dafür Getränke neben Dieselstaub, eine H0 Lok auf dem Spur I Trassee und Wespen hatten ihr Nest ausgerechnet über der Tür gebaut... Der Bildausschnitt einer Kamera ist eigentlich etwas recht radikales und leitet den Betrachter schnell mal auf Irrwege. Ich würde da nicht zu streng urteilen.


    Gruss

    Hermann

    Stefan,

    in der Sache wird man Dir kaum widersprechen können. Und dabei hast Du gar noch nicht alles aufgezählt, was einem aufmerksamen Beobachter auffallen könnte. So erklärt auch jemand, wie ein Re 460 Gehäuse auf den Rahmen kommt, aber der Rahmen ist verkehrt herum gehalten.


    Und doch, ich würde jetzt da nicht wetten wollen, ob ein hoch professionelles Video welches x mal bearbeitet moderiert und optimiert wurde à la Mercedes - Benz , oder ein spontanes HAG Video frisch ab der Presse, da wird zumindest nichts verheimlicht und nichts weg versteckt, das hat auch einen gewissen Reiz und wirkt authentisch.


    Am Schluss zählt das Resultat:roll::), ich bleibe mal weiterhin zuversichtlich. Die 11517 ist fast am Schluss, nach so vielen Ae 6/6 und auch einiger Foren-Kritik, jetzt wissen sie wie es geht. Ich werde in jedem Fall eine Brunnen kaufen! Man soll sich nicht so leicht Angst einjagen lassen...


    Gruss

    Hermann

    Hallo Lexu,

    bin nicht sicher, ob wir von der gleichen Sache sprechen, ob es sich um modernisierte HAG Motoren handelt, oder noch die vom Typ 64. Was auch immer, bei den älteren HAG Motoren mit Gleitlager: auch meine Erfahrung, die brauchen für Modellbahn-Verhältnisse nicht nur ein bischen Oel. Zwar NIE viel auf`s mal, sonst verdreckt der Kollektor und die Kohle/Bürste leiten nur noch schlecht den Strom weiter. Aber "alle paar Kilometer" Fahrt erfordert die Lok unbedingt einen "Oel-Service", sonst kreischen bis streiken früher oder später die Lager.


    Doch die moderneren HAG Motoren mit dem Kugellager: hat es da nicht unübersehbar einen roten HAG Beipack-Zettel: man solle das Kugellager explizit NICHT oelen? (Die anderen Lager schon!!).

    Ich bin gut gefahren, diese Anweisung zu beachten. Habe es gwunderhalber an einer Abbruch-Lok getestet. Die HAG-Lok mit dem geölten Kugellager (HAG-Oel) fuhr danach markant schlechter. Der HAG Hinweis wird schon stimmen...


    Gruss

    Hermann

    @ Lexu

    sooo selten war / ist das nicht bei der HAG Spur 0 Re 4/4 I. Wenn ich Dich wäre, hätte ich gleichfalls keinerlei Angst:).

    Ich wünsche Dir weiterhin viele Freude mit Deiner HAG Spur 0 Anlage. Von Deiner Sorte sollte es mehr Leute geben.


    So langsam reagiert eine schlechte Zinklegierung nicht! Siehe Märklin H0 Seetal Krokodil De 6/6, die kristaline Zersetzung benötigt oft nur einige wenige Jahre, um aktiv zu werden, mit den bekannten unschönen Folgen. Sofern ein Modell bis heute heil geblieben ist, dann werden uns die Modelle um Faktoren überleben, wenn sie normal gut gelagert werden. Extreme Feuchtigkeit u. Temperatur Differenzen, z.B. die Lok aus einem überhitzten Raum nehmen und im Auto vergessen, welches z.B. im Februar in La Brévine im Freien steht, ist zu vermeiden. Im Weiteren ist mir bisher noch NIE eine 0 HAG Re 4/4 I als GANZES von Zinkpest befallen aufgefallen, sondern wie erwähnt immer "nur" die gleichen Teilbereiche. Hauptsächlich der Luftkessel und seltener Drehgestell-Blenden betroffen. NIE das Gehäuse! In den späten 1980-er gab es recht häufig HAG Spur 0 Re 4/4 I mit Zinkpest-Schaden am Gewicht (Luftkessel). Das dürfte heute längstens repariert, oder gleich die ganz Lok entsorgt worden sein? Aber wenn es einem Wunsch entspricht, sobald mir mal das nächste Exemplar auffällt, (und ich die Kamera dabei habe) gibt es ein Foto. Extra die Lok kaufen, nur als Beweis, das ginge mir dann doch zu weit. Bisher sammelt nur Stefan Unholz gemäss seinen eigenen Worten ;)(nur als Teilbereich nehme ich an) HAG Fehler-Loks.


    Ich lasse mich von der geballten Ladung an Fachwissen gerne überzeugen, dass es wohl Klebstoffreste sind. Danke für eure Meinungen.

    Zinkpest ist das ganz sicher nicht, das behauptet ja auch niemand! Es ist offensichtlich, bin auch der Meinung, Kleberückstände. Beim 2. letzten Foto nicht mal das, mindestens besenrein hinterlassen! Die Lackoberfläche wurde stellenweise auch gleich "weggeputzt"...


    Gruss

    Hermann

    hallo Rüdiger,

    da habe ich nicht den Eindruck, dass Du Feuer an wirfst, sondern sachlich was nachfragst:


    Kamera: Nikon D-800 (die neuere, noch bessere D-810 gab ihren Geist auf). Verwendetes Objektiv für ALLE hier gezeigten Ae 6/6 Fotos: Nikon Makro Festbrennweite 105mm. Beides zusammen ergibt tendenziell schärfere Fotos, als das Auge gerade noch so als schön empfindet. Es kommen "Fehler" zum Vorschein, welche man vorher gar nicht bemerkt hat. Es braucht eine tip top klinisch sauberes Modell. Würde man in dieser Form die nächst beste Lok an einer Börse oder eine ältere bisherige Lok aus meiner Sammlung fotografieren: es sähe aus, als hätte ein Sandsturm statt gefunden. (Aber man muss beim reinigen aufpassen, dass es nach dem reinigen nicht noch verschlimmbessert wird. Dann ist vielleicht der Staub weg, dafür Kratzer entstanden.


    Haftreifen: Wenn ich HAG wäre, würde ich den Ball zurück an die Kundschaft werfen. Die Foren sind doch selber nicht ganz einig, ob überhaupt Haftreifen und wenn ja, wo und wieviele? Würden sich beide Foren auf einen gemeinsamen Nenner einigen, würde sich HAG ganz sicher danach richten. Aber das wäre auch wieder schade, es hat doch immer seinen Grund, wieso jemand viele-, oder keine Haftreifen will. Ich habe auch schon via Händler Sonderwünsche angebracht, nämlich weniger Haftreifen, welche dann auch bei meinem Modell berücksichtigt wurden:thumbup:! Die anzahl Haftreifen hat nichts mit falsch oder richtig zu tun, sondern mit Vorlieben und individuelle Anlage-Ausführung. Wenn einer gerne öfters Pneu wechselt, maximale Zugkraft wünscht, und auf optimale Stromaufnahme pfeift, der ist mit 6 Haftreifen gut bedient. Reicht einem knapp genügende Zugkraft und legt Wert auf optimale Stromabnahme, kann man getrost ganz auf Haftreifen verzichten. HAG wählt einen Haftreifen-Kompromiss. Meine Idealvorstellung wäre: ganz auf Haftreifen verzichten, aber standarmässig 2 Motore..., aber auch damit wären längstens nicht alle Kunden einverstanden. So hat halt jeder seine eigenen Idealvorstellungen.


    Räder

    Ja das wirkt wie eckige Räder. Es sind Nur unschöne harmlose störende Lichtreflexe. Das Foto "schwindelt" nicht vorhandene Fehler vor. Chrom und Glanzlack zu fotografieren ist sehr anspruchsvoll. Profis fotografieren nicht mehr nur, sondern verwenden virtuelle PC-Programme, wie es (in dem Fall das Rad) am besten aussehen sollte, wenn was nicht von selber schön aussieht.


        

    Anbei beide Drehgestelle DER SELBEN LOK UNVERÄNDERT, jetzt gerade ohne Blitz 0815 im Büro ad hoc fotografiert. Jedes Foto vom selben Gegenstand ist nie exakt ganz genau gleich!


    Lack bei den Lampen: viel besser als bei den bisherigen Loks, aber 200% perfekt ist es nicht, schon gar nicht bei diesem schwarzen Glanzlack. Die Kamera ist schonungslos neutral und macht aus einem winzigen Staubkorn oder Haar gleich ein grosser Grand Canyon.

    Mit der Fleischmann Ae 3/6 stehst Du metallisch moderner und neuzeitlicher da

    Empedokles: :thumbup:

    genau an das dachte ich auch. Die Fleischmann Ae 3/6 I ist ein wunderbares Metall-Modell an die SBB Fans. Qualitativ sehr gut, sehr schön ausgeführt und preiswert noch dazu.

    Zumal Dieter Schmid noch schreibt: grün oder BRAUN. Eine braune SBB Ae 4/7 gab es 1:1 nicht und in 1:87 sind braune Ae 4/7 gesuchte Sonderserie Raritäten, egal von welchem Hersteller. Aber auch da: die Liliput braune Ae 4/7 ist mit Abstand noch die günstigste braune Ae 4/7. Vielleicht kommt mal Piko noch auf die Idee, eine braune Fantasie-Ae 4/7 herzustellen?


    Ich würde Empedokles Rat ausführen und eine braune Fleischmann Ae 3/6 I zulegen. Das einzige was dagegen spricht, vielleicht hat Dieter Schmied bereits dieses Modell? Die Ae 3/6 I gab es beim Vorbild wie auch beim Modell in braun wie in grün und ist das Geld mehr wie Wert, die Chancen unter CHF 200.- sind ausgezeichnet. Ein Teil der Serie durfte auch 110 km/h fahren, statt nur 100 km/h, Fleischmann berücksichtigte dies mehr wie ausreichend, eine richtige Schnellzug Lok:)... welche trotzdem auch ganz langsam kriecht, wenn dies gewünscht ist. Die Lok hat über weite Bereiche gute Laufeigenschaften.


    gehörst Du nicht auch zu den HAG-Beratern?

    der ist gut!

    Da wäre sinnvollerweise eher noch Stefan Unholz als HAG-Berater geeignet, der kann besser und kürzer pointierter schreiben und HAG wüsste woran sie mit ihm sind.

    Woraus bestünde der Nutzen für die Firma HAG, wenn ich ein Berater wäre? Nicht dagegen sein, ist eine gar magere "Leistung". Am meisten dient man HAG als zufriedener Kunde!


    Wer verteilt die Rollen? HAG Stansstad muss offenbar der böse Blofeld spielen. Gem. HAG Forum sind die MoBa-Forumisten seine Soldaten (bin gerne einer davon!) und das HAG Forum ist der Retter vom nicht mehr existierenden heiligen Gral Mörschwil. Ich betone lieber die Gemeinsamkeiten, als die Differenzen. Es ist ja niemand gezwungen, an beiden Foren Teil zu haben.


    Gruss

    Hermann

    ein paar Detailfotos der S 11148-31 Ae 6/6 11414 Luzern SCHWARZ lackiert.


    Wenn man HAG für Fehler kritisiert, darf man auch erwähnen, wenn sie es gut bis perfekt ausführen:).

    Sicher wird man auch hier Fehler finden, wenn man genug lange danach sucht und jedes Farbmolekül einzeln anschauen möchte. Doch gegenüber der ehemaligen HAG Mörschwil braucht sich dieses Modell wahrlich nicht zu verstecken. (da ich hier im Forum überhaupt darauf aufmerksam wurde, entsprechend (auch) hier die Fotos eingestellt).


    Übersicht:

        


        


    Details:

       


       


       

    Schleiferbetrieb ist erheblich unzuverlässiger/ störanfälliger, als immer wieder kolportiert wird

    Muni 271,

    kannst Du das belegen? Bei (beleuchteten) Wagen stimme ich Dir zu, bei Loks nicht! Kabel können hüben wie drüben brechen, lose sein, Wackelkontakt erzeugen, egal ob DC oder AC.


    Etwas zuverlässigeres als das Märklin Mittelleiter System betr Lokomotiven gibt es gar nicht! Nun, da auch das 2-Leiter System in den letzten Jahren betr. Stromaufnahme viel zuverlässiger geworden ist, spielt dieser bekannte Märklin Pluspunkt keine so grosse Rolle mehr, als noch vor 40-50 Jahren. Auch wenn bei Märklin die Masse wörtlich doppelt ;)den Strom rückleitet und der Schleifer recht ordentlich abgebraucht, verdreht, verschmutzt sein darf, es braucht viel, bis das Märklin System seinen Geist aufgibt! Ich sehe bei Märklin H0 nicht die Funktion der Loks im Nachteil, doch bei den Wagen sieht es anderst aus. Schleifer zwecks Wagen-Innenbeleuchtung, ist immer wieder ein Grund von Entgleisungen. Stromführende Kupplungen sind viel besser als nichts, haben aber auch ihre Nachteile. Den Zug beleuchten, geht bei 2-Leiter DC viel einfacher und erzeugt erst noch weniger Rollwiderstand.


    Und doch, Märklin selber gibt Dir ja auch indirekt recht: "heimlich" unter der Lok-Haube wird Märklin immer wie "gleichstromiger". Neuheiten haben oft einen zentral eingebauten DC-Motor u. Kardan mit Schneckengetriebe. Ganz ähnlich dem Roco System, in ähnlicher Form schon seit 45 Jahren erfolgreich praktiziert. Da könnte Märklin doch gleich den Schritt ganz zum 2-Leiter System wagen?


    Die Gründe wieso nicht, haben kaum mit der bewährten AC-Technik zu tun, sondern mit der Märklin Kultur. Ich möchte die Gesichter der eingefleischten Märklin Fans sehen, wenn die Firma Märklin verkünden würde: seit einigen Jahren wurde Trix-Express (weitgehend) eingestellt, nun ist es auch für Märklin Mittelleiter AC, Zeit (ganz) für`s Museum! Die Firma Märklin würde zukünftig ausschliesslich hochwertige kompromisslose 1:87 Ausführung in 2-Leiter DC(C) unter dem Label Trix anbieten:wink:.


    Wenigen Modellbahnern käme so eine reine Erfindung gar nicht so ungelegen. Doch die treuen klassischen Märklin Kunden wären darob kaum begeistert! Teils über Generationen(!) werden Anlagen betrieben, diese Kunden soll man nicht vor den Kopf stossen. Eine bestens funktionierende Märklin Anlage will niemand mit neuen DC-Gleisen ausstatten. Vorhandene Rollmaterial billig verkaufen, nur um das Gleiche wieder in DC(C) zuzulegen, das will auch niemand tun. AC(C) und DC(C) werden weiterhin parallel existieren, oder gleichzeitig gemeinsam verschwinden.


    Gruss

    Hermann

    Ich würde mal ganz spontan sagen dass diese Lok dann überhaupt nicht mehr fährt.

    zugegeben: nur auf`s Gleis gestellt, ist Deine Aussage völlig korrekt. Nun, es gibt Prüfkabel, zur Not tut`s auch übliches Modellbahn-Kabel und Krokodilklemmen und dergleichen.


    Was die Erfahrung angeht: es lohnt es sich, ein Modell zu opfern, welches keinen finanziellen Wert mehr hat. Man ist nur wegen sowas noch lange kein Digital-Spezialist und es besteht durchaus das Risiko, dass man dabei mehr Schaden als Nutzen anrichtet, oder versehentlich dabei weitere Elektronik zerstört und nicht (mehr) in der Lage zu erkennen ist, welches Kabel/Leiter welche Funktion inne hat. Das ist ohnehin oft nicht mehr so leicht auseinander zu halten.


    Finanziell sinnlos, eine 0815 Lok reparieren zu wollen. Wenn bereits eine "ganze" Lok im Wiederverkauf keinen grossen Wert mehr hat, dann erst recht nicht als Hobby-repariert. Und doch finde ich es eine gute Idee, sich eine billige Test-Lok anzuschaffen und daran nach Belieben herum hantieren, bis es geht oder bis man die Lok vollends zerstört hat.


    Heutzutage gibt es Extreme in beide Richtungen. Vielleicht passt dazu besser ein Vergleich vom Bergwandern: Es gibt Alpin Anfänger, die wollen gleich als erstes auf`s Matterhorn, statt sich mal vorerst an einem Jura Hügel zu versuchen. Oder aber ich erlebe mehr das Umgekehrte: Der Wanderweg vom Fronapstock zum Klingenstock ist ein gänzlich harmloser aber "langer" Wanderweg von 1,5 bis 2 Std. Allein schon seine Beschilderung wirkt Angst einflössend, völlig übertrieben. Als ginge es auf eine anspruchsvolle Expedition. Viel zu viele Leute bereiten sich Sorgen was alles schief gehen könnte. Meine Empfehlung an solche Leute: Probiere doch einfach... So ähnlich sehe ich das auch bei der Modellbahn.


    Gruss

    Hermann

    Hallo Re 6/6

    Die beiden Stefan haben eigentlich schon alles erwähnt, was man dazu überhaupt bemerken kann.


    ergänzend möchte ich noch anfügen: Kauf doch einfach mal eine unschöne(!) Lok, welche ungefähr dem technischen Stand entspricht, den Du erwartest. Loks mit erheblichen Lackschaden, aber technisch noch einwandfrei original, bekommt man mit etwas Geduld und Glück zwischen ca. 15.- 20.- und 50.-


    Und dann, lege los. Mach Dich mit der Zeit durch testen und ausprobieren erfahrener. Experimente mit 220-250 Volt sind gefährlich und daher zu unterlassen! Alles andere auszuprobieren und zu testen, finde ich - gerade für einen Anfänger - sinnvoll, selbst wenn dabei das Modell draufgehen sollte. Eine technisch interessante, aber kommerziell wertlose Lok liefert in der Regel wertvolle Erkenntnisse stellvertretend für alle Loks. Man braucht wahrlich nicht jede Lok zu metzgen. Jedoch ein einziges Modell sollte fast Plicht sein! Es ist eine sehr kostengünstige Art, zu Wissen zu gelangen.


    Auch bewährt hat sich das Ausschluss-Verfahren:

    - zucken und zucken die anderen Loks auch (mehr oder weniger), dann liegt es an dem Gleis / Stromzuführung / ggf. Kurzschluss am Gleis?

    - entfernt man den Dekoder und die Lok läuft analog genau so schlecht wie vorher, stimmt an der Lok selbst etwas nicht.

    - läuft die Lok ohne Dekoder einwandfrei, dann muss der Dekoder wahrscheinlich defekt sein.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Fehlersuche:)


    Gruss

    Hermann