Beiträge von Ostermayer

    Guten Tag Hermann I,

    falls folgende Modelle noch erhältlich sind, möchte ich sie gerne kaufen, die fehlen mir noch in dieser Farbgebung und ich muss sie nicht auf Analog umbauen, weil sie bereits echt Analog sind:).

    - HAG grün-beige MThB Re 4/4

    - HAG rot-weisse VHS Re 456 "143"


    Deal; gerne so wie es Dir passend ist. Falls Du Post vorziehst, sende mir bitte einen EZ, wenn Du noch einen hast, dann bekommst Du noch einen richtigen Beleg mit von Hand gedrücktem Stempel. Bald gibt es zwar noch die Postämter, aber die richtigen klassischen Einzahlungsscheine (ohne Piktogramme), deren Tage sind definitiv gezählt.


    Oder wir können uns auch sehr gerne irgendwo nach Deiner Wahl treffen und Ware gegen Cash.


    Mit besten Grüssen

    Hermann II

    ein interessanter Thread:

    es wäre noch spannend zu wissen: wie gross die Anzahl Modellbahner ist, welche noch im Jahre 2021 ANALOG-Lokomotiven-Neuheiten bevorzugen? Das Tempo von neueren HAG Loks scheint sehr unterschiedlich zu sein. Ich habe ein paar HAG Digital Re 4/4 II ca. 2-5 jährig, mit Sound, welche im Analog-Betrieb nicht, oder nur ganz wenig langsamer sind! Neuste Ae 6/6 verhalten sich aber leider tatsächlich als gefühlte De oder Ce 6/6 was die V/max angeht...


    Für den kleineren Hersteller HAG habe ich Verständnis, (auch dann wenn ich bekanntlich Analog deutlich bevorzuge) wenn z.B. für HAG der Aufwand zu gross wird, um noch echte Analog Modelle Herzustellen. Zumal gerade bei HAG scheint es ausgesprochen viele Digital-affine Leute zu geben?! Sind die Analog Bestellungen zu gering, rentiert es sich beim besten Willen nicht mehr, auf diese heutzutage "Sonderwünsche" einzugehen. Auch stellt sich die Frage, ob alle Ersatzteile überhaupt noch vorhanden sind. Unter Umständen sind 40-50 jährige Ersatzteile leichter zu bekommen, als neue 15 jährige Platinen. Aber dann muss dies HAG auch so kommunizieren, dass auch bei DC die Analog Herstellung eingestellt wird? Mit etwas Geduld habe ich jedenfalls bisher noch immer und ohne Aufpreis, im Gegenteil, etwas günstiger HAG DC Analog Modelle erhalten:):thumbup:


    Falls die entsprechenden Teile noch vorrätig sind, würde ich es als strategischen Herstellerfehler betrachten, zukünftig auf Analog-Modelle zu verzichten. Vorausgesetzt die Kundschaft ist sich im klaren, man kann nicht alles haben. Das Licht wäre dann wieder Maximal 3/1 oder gar 3/0 und Sound ergibt der gute HAG Motor selber. Wenn jetzt von einer neu aufgelegten HAG Lok-Serie 300 Stk verkauft werden? (keine Ahnung ob das realistisch ist?) Und die Analog Käuferschaft hätte noch einen Marktanteil von 5-10%? Dann wären das immerhin 15-30 zusätzlich verkaufte Loks pro Serie.


    Jedenfalls ist erstaunlich, Roco und Piko und teils noch weitere Hersteller haben nach wie vor Analog-Neuheiten (DC) im Angebot:). Kaum aus Zufall oder Goodwill, sondern wohl aus reiner Business-Kalkulation, weil es immer noch eine gewisse Nachfrage zu Analog-Modelle gibt. Auf diese Weise können die genannten Hersteller grob geschätzt 10% mehr Modelle verkaufen, als ohne dieses Angebot. Märklin und Märklin-DC (unter dem Label Trix) hat eine andere Strategie, aus Göppingen gibt es leider keine Analog Loks mehr. Allerdings laufen deren Loks nicht so viel langsamer und deren Decoder - aber nur die NEUEN Decoder Ausführungen seit etwa 2-3 Jahren vertragen auch den Umschalt-Stromimpuls von den älteren Blech-Trafos.


    Gruss

    Hermann

    Zitat von Muni 271: Es wäre der m. E. dritte (?) Hersteller eines Churchill- Pfeils (Metrop, Fulgurex, Renfer...


    ... dieser Churchill Pfeil gab es noch von Bevilaqua: Hauptsächlich als mühsamer aufwändiger Bausatz, aber auf Anfrage auch als Fertigmodell.

    Gruss

    Hermann

    Danke Stefan für die Bekanntmachung.

    So formuliert, wollen sie sich wahrscheinlich alle Optionen offen halten. Allein dass diese Meldung überhaupt erfolgt... Schade, aber verständlich.


    benschy zu Covid Pandemie; Ja schon, Zeit haben bedeutet nicht per se mehr Geld, sondern tendenziell weniger. Aber gerade der finanzielle Aspekt müsste klar pro Kleinbahn sprechen. Wäre das Geld derzeit knapp(er), müssten dann nicht eher Fulgurex, HAG, Märklin u. partiell Piko & Co deutlich vor Kleinbahn einen Umsatzrückgang aufweisen? Die Piko Neuheit Ae 6/6 11401 Ticino ist preislich nahe im HAG Bereich!

    Kleinbahn ist preiswerte Modellbahn Kultur u. Kindheitserinnerungen. Es sind wohl eher Kleinbahn-spezifische Gründe:


    - gegenüber 1:87 stark verkürzte Modelle. (Stört mich persönlich nicht, aber viele andere Leute schon)

    - schlechtes Bremsverhalten, fehelende Schwungmasse. Ohne Strom rutscht die Lok auf ihren Rädern, zum Glück haben sie keine Haftreifen.

    - Wann gab es die letzte Lokomotiven Form-Neuheit? (Langfristig ist das auch ein HAG Thema...)

    - keine Innenbeleuchtung für Kleinbahnwagen Wagen vorgesehen.

    - Gegenläufige) DC Grundpolung. Auf Wunsch wurde die Lok auch nach int. Norm geliefert, dies musste man aber extra vermerken.

    - in der Regel keine Lieferung an den Wiederverkauf, gleichzeitig wurde ihr eigenes Filialen Netz immer wie kleiner.

    - Zumindest für die gängigen Kleinbahn Artikel hatte man Zeit, viel Zeit diese zu erwerben. 25 - 60 Jahre müsste ausreichen.

    - Online Handel / Versand benötigt einen erheblichen Aufwand und eine separate Infrastruktur.

    - Zolldeklaration Schweiz - Österreich ist eine politische Angelegenheit, kein Geschäftsinhaber kann dies nach Gutdünken selber Handhaben.


    Ich kann es mir zwar nicht so richtig vorstellen, aber vielleicht übernimmt ein anderer Modellbahnhersteller die Firma Kleinbahn?


    Gruss

    Hermann

    am Ende des Fertigungsprozesses eine Kontrolle zu installieren, die tatsächlich wieder Qualitätskontrolle genannt werden kann..

    ja das scheint - immernoch - ein Schwachpunkt zu sein. Es hängt etwas gar oft vom Glück ab, welches Exemplar man gerade erwischt.


    Stefan :

    weisst Du was eine "völlig unfassbare Angelegenheit ist"? Da braucht es schon etwas mehr, als eine suboptimale Spielzeuglok. Dein Humor gefällt mir, auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind.

    I had a very friendly communication with the dealer so far

    Thank you lundgaaj for your feedback. This is important and fine for you. You d`dont need a Lawyer.

    Gruss

    Hermann

    es deutet einiges darauf hin, dass einmal mehr ein Modell das Werk verlassen hat, was nicht zum Ansehen von HAG beiträgt, da sind wir uns wohl alle einig.


    Um ganz sicher zu gehen, müsste der Käufer nicht nur seine berechtigen Beanstandungen offen legen, sondern wenn schon, der ganze Ablauf schildern. Stammt die Lok überhaupt von einem richtigen Händler? und zu welchem Preis? Bekanntlich hat auch die alte Firma HAG dann und wann sogenannte 2. Wahl Modelle verkauft. Das vorhanden sein von Fehlermodellen ist somit nichts neues. Die Frage ist viel mehr, hat Jesper den vollen Preis bezahlt und widererwarten nur B (oder gar C) Qualität erhalten, oder hat er ein Fehlermodell gekauft?


    Fehlerhafte Modelle zu verkaufen sind geschäftspolitisch immer etwas heikel. Werden sie entsorgt, melden sich Stimmen à la "geht`s noch, das Modell genügt noch längstens als Anlage Fahr-Modell, man hätte es (entsprechend günstiger) noch so gerne genommen". Anderseits gelangen solche Modelle in den Umlauf, besteht die Gefahr, dass sich fehlerhafte Modelle auf gewissen Internet Kanälen plötzlich wieder - scheinbar - eben nicht real, in einwandfreie Modelle zurück verwandeln...


    Weder das MoBa-Forum, schon gar nicht das HAG-Forum kann etwas dafür, wenn 2. Wahl Modelle in Umlauf gelangen. Aus den Foren heraus, wird ihm (dem Käufer) kaum jemand sein Modell ersetzen wollen, oder sein Geld zurück geben. Als Käufer würde ich primär dort die Beanstandung anbringen, wo er das Modell gekauft hat. Und erst wenn die nicht in seinem Sinne reagieren, seinen Fall in den Foren publik machen.


    Stefan

    Auch wenn es dann und wann leider immer wieder zu kleinen Enttäuschungen kommt, offenbar bis in die jüngste Zeit hinein: HAG hat 2012 immerhin weiter gemacht :)! 2011/2012 war niemand bereit oder interessiert daran, HAG zu übernehmen und mit grosser Kelle anzurichten.


    Heinz Urech wagte die Firma HAG weiter zu führen, aber nicht mit der Strategie von Pico oder Märklin, sondern als KMU mit überschaubarem Geschäftsrisiko. (Wahrscheinlich ist selbst dies, viel grösser als manch einer annimmt). Und auch wenn HAG in den nächsten 10 - 100 Jahren sich zum aufhören entscheidet, so sind seither so viele Modelle entstanden, die es bei Mörschwil gar nie gab. Das gilt es auch zu berücksichtigen.

    Bei Märklin läuft derzeit alles bestens, sie haben den Turnaround geschafft und es fehlt ihnen eher an guten Mechaniker als an Kunden. Aber das ist auch nur eine Momentaufnahme, wir wissen nicht, ob das im 2030, 2040 auch noch so sein wird? Um 2009 herum hätte niemand erwartet oder gedacht, das Märklin nur 10 Jahre später 2019/2020 auf 117 Mio Umsatz kommt. Also haben sie auch mehr Geld für ein professionelles Controlling, und selbst dann gibt es Fälle, wo Trix Gleise mit AC Mechanik verkauft werden... Wo produziert wird, ist eine 0-Fehlerquote nicht realistisch.


    Gruss

    Hermann

    In der Conrad-Filiale Emmen/Luzern habe ich gerne eingekauft und finde es schade, dass die dicht gemacht wird. Zwar war es nie wie an einer Morgenstraich Druggede , (jetzt im Covid-Moment sowieso nicht) aber immer gut frequentiert.


    Wundern tut es mich trotzdem nicht gross. Zu oft hat es in letzter Zeit geheissen: Sie müssen vorher im Internet nachsehen, ob die Filiale dies überhaupt führt, aber wir können es für sie gerne bestellen? Das kann ich selber von zu Hause aus, auch! Wegen dem komme ich ja extra in den Laden, um den Gegenstand XY zu sehen. Auch etwas enttäuschend: ganz allgemein, - was Verkäufer in Fachgeschäften noch an Wissen aufbringen: zu oft nichts mehr... Von der Verpackung ablesen kann ich selber auch. Zum Glück gibt es immer wieder löbliche Ausnahmen, versierte Verkäufer, welche ihr Handwerk bestens verstehen:). Aber selbstverständlich ist dies längstens nicht mehr.


    Es dauert noch ein paar wenige Jahre, teils heute schon, sind Fachgeschäfte gesuchte Spezialisten. Auf jeden Trend folgt irgend wann mal ein Gegentrend. Vor ca 3-4 Jahren beim neuen Fernseher: Das Fachgeschäft lieferte den TV direkt in das Wohnzimmer. Der Anschluss war im Preis inklusive. Der Monteur benötigte 3,5 Stunden... und der wird es ja wohl noch am besten können. ich wäre wohl jetzt noch dran am einstellen. Anderst als früher; 5 Minuten für die Antenne ausrichten und Kabel anschliessen und fertig, das reicht heute nicht mehr.


    Der heutige Trend, dass alle Leute alles können, entspricht manchmal mehr der Illusion als der Wirklichkeit.

    Gruss

    Hermann

    falls ich auch noch meine Senf dazu geben darf und so gut wie nie die Ansichten von Muni 271 teile, vielleicht ist doch was dran an seiner Bemerkung? Er wird es nicht erfunden haben. Mindestens genau so realistisch sind Argumente für grau. Die Farben-Frage gleicht der Diskussion, ob der Skianhänger vom Roten Pfeil grau oder rot waren und selbst wenn man sich für eine Farbe entschiedet, ob die immer gleich blieb, oder mal gewechselt wurde?


    Die Belüftungsrohre ergeben allenfalls nur Hinweise, welche Farbe der Führerstand hat. Bei der Ae 6/6 gibt es grüne Führerstände und grau gehaltene Maschinen-Komponenten!

        


    Blieb das Innenraum Farbschema immer gleich? Die Ae 8/14 11851 wurde immerhin 45 Jahre alt, (1932-1977), da kann sich ja mal (auch innen) mal was geändert haben?

    Im Loki Spezial von Franz Aeberhard über die Ae 8/14, da wirken die SW Füherstandfoto, teils ganz deutlich: grau! Vor allem die 1. Epoche.


    Wie weit "fremde" Privatbahn-Lok zu diesem SBB Ae 8/14 Vergleich taugen weiss ich nicht, aber die Epoche würde passen. Ein BLS Triebwagen De 4/5 und eine EBT Be 4/4, beide sehr stark gebrauchte Restaurierungsobjekte / Teilespender? waren kurz im Jahr 2012 im Kieswerk untergebracht. Leider statt nur von Bahn-Fans, auch von Vandalen "besucht". Beide wiedergeben grüne Führerstände! Auch wenn es kein leuchtendes Grün à la John-Deere ist, sondern ein Grün mit etwas Grauton-Anteil. Zumindest aber scheint es authentisch aus der Zeit zu sein.


    Weder grün noch grau, sondern was dazwischen ist der Be 4/6 Führerstand.

          


    Es könnte doch zu der Zeit graue UND grüne Füherstände gegeben haben?

    Links Innenraum OeBB Schienentraktor und EBT Be 4/4 in Brunnen 2012

       

    Fr. 2'001.-- verkauft worden. Unter der Voraussetzung, dass sie echt ist, scheint mir das ein akzeptabler Preis

    akzeptabler Preis? Selbst unter Berücksichtigung des Spur 0 Sammler-Schwund u. allgemeinem Überangebot: Wenn an Hand nur vom Foto gesehen die Lackierung stimmt: es ist ein Geschenk-Preis!

    aber sie ist viel kurvengängiger als die Ur-Ae 4/7 auf Basis CAR/Jibby/BUCO.

    Hoi Stefan,

    das ist ein wenig zu ungenau, man kann nicht die "Alten" alle über eine Leiste ziehen... Aber defacto, da stimme ich Dir zu: was älter als die Buco Ae 4/7 ist, entgleist oder fällt auseinander, vielleicht und hoffentlich nicht immer, - es kann auch theoretisch noch gute Exemplare geben? Aber mit grosser Wahrscheinlichkeit gibt es Probleme... Wenn auch aus unterschiedlichsten Gründen.


    Eigentlich gibt es bis heute kein 100%-tig taugliches Konzept für ein H0 Ae 4/7 Modell welches GANZ vorbildgetreu sein soll und über den H0 Gleis Radius von 1935 fahren soll. Ohne Kompromisse nicht machbar, weder damals noch heute. Bei den Mikado-Dampfloks kann man besser "bschiessen" und die vertragen grösseres seitliches Spiel.


    Die im Bj. nur minimal ältere 1. H0 Ae 4/7 Ausführung von Car etwa 1947-1948 hatte ein mit dem Vorbild Java-Typ übereinstimmendes Fahrwerk 2`C-A`1. Aber (sehr) schlechte Laufeigenschaften. Entgleisungen = vorprogrammiert. In der Praxis, schon damals: nahezu ein untaugliches H0 Modell! Es lag nicht nur am hohen Preis, technisch waren die Laufeigenschaften von Märklin Loks (es gab keine Ae 4/7 in deren Programm) einfach besser, zumindest solange bis HAG kam... > mehr Infos und Fotos im Goldacher Buch von Hansueli Gonzenbach und Alexander R. Stofer.


    Jibby Ae 4/7, 1949-53 hatte das Ae 4/7 Modell von Car übernommen, aber bald ein eigenes ganz anderes Fahrwerk konstruiert. Leider mit den reichlich unrunden bisherigen Komponenten von Car, statt präzise neue eigene "runde"Räder. (Damals war das Rohmaterial sehr wertvoll und die Löhne günstig, man hat wenn immer möglich rein gar nichts an Material in die Tonne geworfen, leider.

    Ich schreibe das so ausführlich, weil die Jibby Ae 4/7 ab 1949 eben nicht eine Rahmenlok war, sondern eine 2`Bo-Bo`1 "Ae 4/7".


         

    Trotz den alten unrunden Rädern bewährte sich die "Fake Ae 4/7" von Jibby fahrtechnisch gut - sehr gut, Entgleisungen gab es für die nächsten paar Jahre keine mehr.


    Heute 70 Jahre später ist es genau so eine Problem-Lok, was das Fahren anbelangt. Die Presssitze sind zu schwach, Zahnräder wie Triebräder rutschen ab den Achsen, die Motoren, insbesondere deren Getriebe fallen mechanisch wörtlich auseinander. Zinkpest hat die Lok keine! Das Gehäuse und die Triebräder sind in der Regel ohne Zinkpest. Der Rest weitgehend aus Messing. Mangels Präzision und Altersbedingt, fällt das Getriebe trotzdem auseinander, die Achsen haben keinen festen Sitz mehr. Ein gut erhaltenes rares Original Exemplar ist mehr ein immobiles Museum Objekt geworden, als eine taugliche Fahrmaschine für den Alltag-Anlagebetrieb. Man müsste so ein Exemplar sorgfältiger behandeln als der Urmeter ;) und ja nicht berühren.


    Gruss

    Hermann

    Richard, also wenn Du schon der Oberlehrer spielst, dann sollte es auch stimmen: Schau mal, u.a. bei Wikipedia nach, unter dem Stichwort "Zinkpest"... Es ist eine Form der kristallinen Zersetzung, welche nichts mit einer normalen Oxydierung zu tun hat, sondern mit ungenauen / nicht haltbaren Legierungen. Die Oxydierung ist ein zusätzlicher Prozess und wirkt unabhängig der kristallinen Zersetzung. (das von Dir zitierte Stichwort gilt ausschliesslich zu dem von Stefan erwähnten HAG H0 Güterwagen Lot! Dies hatte effektiv nichts mit Zinkpest zu tun! Die erwähnte HAG spur 0 Lok, am Detail "Luftkessel", sehr wohl!


    Gruss

    Hermann

    ... und es gibt es - selten - eben doch, auch bei HAG (Spur 0): Zinkschaden bei der HAG Re 4/4 I Spur 0. Man kann davon ausgehen, dass die Gehäuse nicht betroffen sind. "Nur" einzelne Elemente im Boden, ggf. Fahrwerk Bereich. Meist nur die Luftkessel-Imitation, was kaum eine funktionelle Beinträchtigung ist! Seltener können auch die Lagerschalen/Drehsgestelle betroffen sein, was deren Austausch bedingen würde. Hier ein leichter Fall - korrekt beschrieben - siehe Dorenbach: Pos. 431 Spur 0 HAG Re 4/4 I.

    Hier haben wir das Thema schon vor zehn Jahren abgehandelt

    ... und schon vor 10 Jahren erscheint (von anderen Forumisten) in DIESEM THREAD das Wort Krieg, nur wegen Märklin-Schleifer?!? Man muss nicht wegen meinem Nichtwissen auf Peter herumhacken. Die beiden Foren sind (oder wären?) doch eigentlich mehr eine gute Ergänzung als eine Konkurrenz. Manche bekannte Forumisten schreiben nicht mehr viel, das ist schade! Die Spontanität und das lebendige Element geht auf diese Weise etwas verloren... Die Admins machen ihren - freiwilligen - Job eigentlich ganz gut!

    Gruss

    Hermann

    "Teerammm"

    ;)bitte mit Zucker, ohne Milch?

    das ist mir auch aufgefallen. Aber da darf man nicht so streng sein. Umgekehrt wenn wir Schweizer in Deutschland sind, betonen wir auch manches komplett falsch. Und zu viele Deutsche wie Schweizer nennen die franz. Hochgeschwindigkeitszüge, TGV (ausgesprichen) TEGEVAU statt die fliessende weiche französische Aussprache. Das ist halt so und nicht schlimm.

    sondern eher, dass es als Insidermodell lanciert wird

    Hallo Badger

    Bei Nike hat das Geschäftsprinzip "Insider" ja bisher funktioniert! Märklin will es halt auch versuchen... Händler haben verlauten lassen: nicht Roco oder Märklin sei die grösste Konkurrenz, sondern die veränderte Millennial Kultur. Was Turnschuh-Sammler, Komputerspiele u. virtuelle Games pro Jahr an Umsatz generieren, dagegen ist der Marktführer Märklin ein Zwerg und für die Wiener Kleinbahn muss man im Internet bereits scrollen... Turn-, oder sonstige Schuhe kaufen zwecks sammeln? Aus meiner eher konservativen Sicht: noch nicht mal Ausserirdische machen das. (Ausgenommen Frauen) Schuhe sind für mich ein reiner Gebrauchsgegenstand.


    So wenig wie mich je ein Sneaker zum Sammeln bewegen kann, leider funktioniert es auch in die andere Richtung genau so konsequent. Wo keinerlei Interesse besteht, ist jede Bemühung vergebener Aufwand. Verlorene Marktanteile an andere Gebiete können nicht wieder zurück geholt werden. Vielleicht werden zukünftige Marketing Wissenschafter herausfinden, wie man in den Köpfen "das muss ich unbedingt kaufen" erreicht. Zumal nicht nur das kaufen wollen, auch das kaufen können nicht so selbstverständlich ist. Es nützt nichts, wenn die Werbung forciert wird, aber viele Leute genau budgetieren müssen. Derzeit ist vieles im Umbruch und wird hinterfragt.


    Je nach dem, welchen finanziellen und unternehmerischen Spielraum HAG, Märklin, Roco haben, es könnte mal jemand eine Lok mit mässig viel Aufwand, aber mit Relais auf den Markt bringen, wo auf der Verpackung unübersehbar gedruckt ist: "mega out". Werbung im Netz funktioniert anderst, als klassische Werbung. Mich würde Wunder nehmen, wäre es 1, 10, 50, 75, 100, 1000 oder gar noch viel mehr Leute, welche so eine Lok neu kaufen würden? Also mindestens 1 würde sicher verkauft werden.


    Gruss

    Hermann

    das allgemeine HAG Forum Urteil zum zukünftigen neuen "Metall RAm TEE" fällt (zu!?) streng aus.


    Immerhin kann man anerkennen, dass Märklin gemäss Video zum exakten Längenmassstab 1:87 übergeht. Und Metall ist sicher besser, als nur Kunststoff. Sofern die Legierung korrekt stimmt, ist es weder wertiger noch minderwertiger als sonst ein - klassisches - Märklin Zinkdruckguss-Gehäuse. Hoffenlich wird der Motor genügend stark ausfallen, wenn auch die Wagen schwer ausgeführt werden. Niemand möchte eine lahme Ente à la RAm, welcher kaum über die Bözberg Rampe kam. Das wäre dann zu fest vorbildgetreu.


    Realistisch gesehen: Märklin will bestimmt kein "Insider Modell" im wörtlichen Sinne herausbringen. Es wird verkauft, was der Markt hergibt, egal wie die Marketing Bewerbung dazu genannt wird. 1985 gab es u. a. die limitierte Sonderserie 0050; "50 Jahre Märklin H0 1935 - 1985". Die Serie war "Limitiert" und mit Zertifikat versehen. Noch heute, 35 Jahre später kann man 0050 Packungen kaufen, zu einem Bruchteil des damaligen Preises, die Auflage war markant viel zu gross geraten. Viel mehr sind unscheinbare Loks aus dem üblichen Märklin Programm, die wirklichen Insider geworden, so z.B. die 3075 DB Diesellok in der 1. Version als V 160 025 beschriftet. Dafür rutschte der orange "Bell" 4535/1 von über CHF 100.- Sammlerwert auf 10.- zurück. Die Modell-Begehrtheit ist langfristig immer auch einer unkalkulierbaren Mode Strömung unterworfen.


    Auf den Punkt genau wird weder Märklin selbst, noch deren Kundschaft u Sammler wissen können, welches Modell ein Erfolg wird, welches ein Flop. Viel zu viele, teils sich widersprechende Faktoren spielen eine Rolle. Auch ich warte nicht heiss begehrt auf eine erneute Auflage vom Märklin RAm, mir genügt das Vorgänger Modell 3070/3071. Wenn schon extra eine Form-Neuheit kreiert wird, dann viel lieber von einem Vorbild, welches noch nicht gross als Modell existiert. Aber auch in dem Bereich kann man Märklin nicht vorwerfen, untätig zu sein. Siehe V-140 001 und viele Dergleichen mehr.


    Umgekehrte Frage: auf welche (Märklin) Modelle wartet die Welt? Für mich wären das die US Riesen Dampflok PRR "S 1" Achsfolge 3`B B`3 und diverse kleinere CH Dampfloks mit Vorbild um ca. 1860 bis 1882. Das interessiert wohl viel zu wenig andere Leute, für dass das Märklin realisieren wird?


    Generell sind zukünftige Neuheiten, auch was andere Hersteller angeht, entweder nur Neuauflagen von bestehenden Modellen oder kommerzielle Hochrisiko-Exoten welche wahrscheinlich nicht immer genügend verkauft werden können. Bevor es gleich zum RAm geht, ich bin gespannt auf die Märklin Neuheit Ce 6/8 I "Köfferli-Lok"? Wenn sie Anklang findet, ist Märklin vielleicht eher bereit sich auch weiterhin auf Exoten einzulassen, was früher eine Domäne von Fulgurex & Co war.


    Gruss

    Hermann

    u.a. beim Auktionshaus zum Dorenbach hat es fast immer Exemplar(e) dabei. Die häufigere 401- 425 sowieso. Oft auch die spätere gesuchtere Version ohne Stirntüren 426 - 450. Der nächste Termin 06.12.2019 folgt in Kürze, demzufolge müsste bald auch der Internet-Katalog aufgeschaltet sein. Nicht dass der Teremin vor dem Katalog folgt... Vielleicht hat es was dabei? Die HAG Spur 0 Re 4/4 gehört heutzutage auch in die Rubrik verflixt: hat man eine zum Verkauf, will sie niemand haben. Sucht man eine, ist trotz dem Überangebot nicht immer augenblicklich sofort das Gesuchte erhältlich. Doch früher oder später wird man fündig. U.a. bei Amiba Wetzikon, dieses Fachgeschäft ist bekannt für seine Qualität.


    Gruss

    Hermann

    Stefan hat eigentlich schon alles gesagt was es zu sagen gibt.

    Kurz: Aktuell erreichbarer Wert: CHF 200.- bis 400.- Manche Verkäufer wollen auch, eigentlich gerechtfertigte CHF 1000.- bis 1500.- aber für diese Preise gibt es für Basis Version keine Käufer mehr.


    Ausführlich:

    Die Preisschwankungen für die HAG Spur 0 Re 4/4 sind derzeit erheblich. Alte Ergebnisse fordern überhöhte Preise. Umgekehrt mehren sich die Fälle, wo solche Modelle gratis abgegeben, oder effektiv entsorgt werden. Letzteres sollte verboten sein!


    Siehe auch Angebote im Internet u. Auktion-Ergebnislisten. Max waren vor 30 - 20 Jahren CHF 3000.- bis 3500.- Aber auch damals schon waren einzig die Zustands-Fetischisten die Preistreiber. Bespielte grüne HAG Re 4/4 I waren niemals teuer! Weder damals noch heute. Aber immerhin, das Interesse war auch für bespielte Modelle da: nur zum Ausruf ging kaum je eine HAG-Lok weg! Bespielte Re 4/4 I brachten locker CHF 400.- / 500.- und mehr. Gute Erhaltung CHF 1200.- bis 1600.- Zwischen sehr gut und Laden neu im Ok. waren 100% Preisdifferenz keine Seltenheit!


    Ob die Unterschiede wie gerahmte Fenster und Stirntüren oder "rund" noch von Belang sind? Bestimmender Faktor ist folgendes: es ist die preislich massgebende spezifische HAG Spur 0 Kundschaft verstorben, ohne dass dies (derzeit) durch neue Käufer kompensiert wird.


    Angenommen 1948 hätte ein 40 jähriger Mann dieses Modell gekauft, dann wäre er jetzt 111 Jahre alt. Wäre 1948 ein Kind 5 Jahre gewesen, dann wäre die Lok stark bespielt, hätte immerhin seinen Zweck erfüllt, aber auch so jemand ist heute 76 Jahre alt. Im Gegensatz zu HAG Spur 0 Loks konnten namhafte alte Kunstgemälde (vorläufig!) ihren finanziellen Wert über Generationen halten oder massiv zulegen. Bei alten Spielzeug Bahnen ab 1945 ist genau das Gegenteil (bisher) eingetroffen, es geht primär nicht um das Geld, es geht darum, das für diesen Bereich kein genügendes Interesse mehr vorhanden ist = erst recht kein Wert mehr. Es gibt durchaus Modellbahner 2019, aber die wollen ganz exakte massstäblich gefertigte Modelle mit Digital, Sound etc.


    Ob günstige Kauf-Gelegenheiten, oder ob das aktuelle Preisniveau langfristig mangels Interesse neuer Tinplate Modellbahn-Käufer noch tiefer gegen 0 sinkt? Keine Ahnung!


    Eine kleine Sparte vom Spielzeug konnte im finanziellen Wert gar zulegen: Genannt Märklin Uralt von etwa (1880) 1892 - 1914 hat seinen Wert behalten oder zugelegt, insbesondere auch das Zubehör dieser Zeit Epoche. Ganz ohne Tücken ist dieses Gebiet in keinem Fall. Es gibt hervorragende Fälschungen, aufwändiger und besser erstellt als je zuvor(!). Der Zustand wird übertrieben wichtig bewertet, wenn so ein Modell - immerhin 90 bis 140 jährig - bespielt ist, dann muss es schon ganz extrem selten sein, das sich ein namhafter Wert erreichen lässt. Tinplate Sammler sind in ihrer Anzahl nicht all zu viele, sehr überschaubar. Kommt einer dazu, explodieren die Preise. Verlässt einer die Welt, fallen die Preise wie Laub im Herbst. Es könnte dennoch sein, das solche Modelle ihren Wert langfristig behalten, weil vereinfacht ausgedrückt: Märklin bildete in seinen Katalogen oft die beste Variante ab, aber effektiv verkauft wurden grossmehrheitlich immer nur die günstigste Version. Ein ausladendes Zoll Gebäude mit Inneneinrichtung u. Beleuchtung war höher im Preis, als was ein Beamter im ganzen Monat verdiente!! Solche Spielzeuge waren schon vor 120 Jahren Manufaktur Einzel-Anfertigungen. Während eine HAG Spur 0 Lok 1948 ein (damals) begehrtes Massen-Produkt war. Nicht billig, aber so kalkuliert - dass auch die Mittelschicht eine HAG spur 0 Lok sich leisten konnte. Verkauft wurde bei Märklin die einfacher gefertigten Standard Modelle - eigentliche Bestseller - mit gutem Preis/Leistung Verhältnis. Die ganz tollen Sachen existierten mehr als Katalog-Abbildungen, sozusagen als Werbung was möglich ist, wenn es der Kunde bezahlen (kann), als dass effektiv namhafte Umsätze damit statt gefunden hätten.


    @ Stefan Unholz

    habe im Internet nach HAG Re 4/4 I Spur 0 nachgeschaut.

    Da verkauft ein Herr namens Kah 72 auf Ricardo eine "HAG Spur 0 Re 4/4 I 1. Version mit 2 Motoren" . Da hast Du Deine HAG Spur 0 Zinkpest-Lok... Wenn der Text denn stimmen würde!

    Schade, das ist wirklich ein ganz seltenes Exemplar. Aber eine HAG ist das nach meiner Ansicht definitiv nicht. Das gehört in die Gruppe Josef Seiler Spiewa. CHF 600.- sind halb geschenkt. Doch mit Zinkpest will man lieber kein solches Modell, der Aufwand für eine authentische Restauration wäre ganz erheblich, Ersatzteile gibt es seit 60 Jahren keine mehr!! Vermutlich wird es der allfällige Käufer als Zeit-Dokument erwerben. Aufstellbar, aber nicht mehr fahrbar in die Vitrine. Oder nach vergebenem Restauration-Versuch ein HAG Fahrwerk verwenden. Doch die Befestigung passt nicht!


    Gruss

    Hermann