Beiträge von Unholz

    Ich erlaube mir höchstens den schüchternen Einwand, dass ein Einholmstromabnehmer auf der BLS-Re 4/4 183 nicht dem Vorbild entspricht - aber erlaubt ist auf der Modellbahn natürlich alles, was gefällt. ;)

    Ich habe gerade von einem netten Forumisten einen interessanten, mehrseitigen Artikel aus der Zeitschrift "ModellEisenBahner" Nr. 11/2019 kopiert zugestellt erhalten (Bestellmöglichkeit des Hefts hier: https://www.modelleisenbahner.de/meb-901911.php ).


    Hier zum Download zur Verfügung stellen möchte ich das Dokument zumindest einstweilen nicht (einerseits wegen urheberrechtlicher Bedenken, anderseits müsste ich den Text grössenbedingt auf vier JPG-Portionen verteilen). Aber ein paar interessante Sätze kann ich zitieren:


    - "Wir haben noch zu viele Standorte und deshalb eine zu komplexe Produktionskette. Das kostet Geld. (...) Der neuen Konzentration auf weniger Standorte fiel der letzte deutsche (Fleischmann-)Standort Heilsbronn zum Opfer".


    - Vietnam werde sukzessive zum Vollstandort ausgebaut, weil es "in einer Branche, die so viel Handarbeit erfordert, notwendig ist, einen Produktionsort zu besitzen, wo diese noch bezahlbar ist. Das ist hierzulande fast nicht mehr möglich."


    - "Aber ein Grossteil der Serienfertigung soll in drei, vier Jahren aus Vietnam kommen. Unser Vorteil ist, dass uns das Unternehmen in Vietnam gehört."


    - "Wir haben noch Verbesserungsmöglichkeiten und sind nicht ganz zufrieden mit der durchgängigen Qualität." Schlechte Erfahrungen machten die GmbH und die Kunden beim Digitaldruck. "Da galt bei uns zeitweise die Devise: Alles, was möglich ist, so zu produzieren. Das führte zu Ärger bei einigen Modellen. Deshalb wird künftig stets mit dem geeignetsten Verfahren gearbeitet." (Hoffentlich liest man das auch an einem bestimmten Ort in der Schweiz...)


    - Die Zeit der Experimente sei vorbei, und Themen wie das Jugendprogramm "Next Generation" seien erstmal vom Tisch. "Am Ende war das ein ziemlicher Flop."


    - "Die Qualität der Lackierung ist für Modelle ein entscheidendes Kriterium." (Seufz - wenn man das nur auch in der Urschweiz wüsste...)


    - Zum Thema Nachwuchsförderung: "Wir planen etwas für das Jahr 2020. Aber Nachwuchsförderung ist insgesamt ein schwieriges Pflaster. (...) Nur günstige Einfachmodelle sind jedenfalls keine Lösung."


    - "Am Ende muss man sich auch über Vertriebskanäle Gedanken machen. Wenn man wirklich neue Zielgruppen erreichen will, dann sind unsere Standardvertriebskanäle wie der Modellbahnfachhandel nicht geeignet. (...) Ich glaube, es ist notwendig zusammenzuarbeiten. Es bringt nichts, wenn wir Hersteller uns gegenseitig bekämpfen. Wir haben ganz andere Konkurrenten, nicht Märklin oder Piko. Die digitale Spielwelt ist unser Hauptkonkurrent."


    - Und schliesslich: Dem Gerücht, dass Roco/Fleischmann nur aufgehübscht werde, um alsbald verkauft zu werden, widerspricht Gruber vehement.

    Ach Richard, wir nähern uns eben rasant dem 2. November 2019, dem siebten Jahrestag der Gründung der HAG Modellbahnen GmbH.


    Sieben quälend lange Jahre, während denen unzählige einstige HAG-Fans sehnsüchtig darauf gewartet haben, endlich wieder unbesorgt Modelle vorbestellen und kaufen zu können, die nicht nur Lämpli-Schnickschnack, sondern vor allem eine konstante und zeitgemässe äussere Qualität aufweisen. Sieben Jahre zugleich, während denen eine Handvoll Urech-Amigos den kritischen Beobachtern immer wieder vorgeworfen haben, ihre Kritik sei völlig unberechtigt/übertrieben/böswillig/talibanartig/kleinlich/geschäftsschädigend usw. usw.


    Sieben Jahre anderseits, die uns von Seiten der paar übriggebliebenen New-HAG-Getreuen die devot und gebetsmühlenartig vorgetragene Zusicherung beschert haben, alles werde gut - bei den kritisierten Modellen handle es sich doch nur um "Einzelfälle" - ja sogar neuerdings um blosse "Produktionsdummys". :D


    Sieben Jahre allerdings auch, in denen sich überdeutlich gezeigt hat, dass es zur Produktion von handgemachten Spitzenmodellen halt weit mehr braucht als blosse Ankündigungen, Selbstdarstellertum und die durch gelegentliche Pizza-Essen erlangte Unterstützung von ein paar "Beratern", deren angeblich konstruktive Beiträge an die Behebung der Misere offenbar entweder regelmässig in den Wind geschlagen oder schlicht nicht umgesetzt wurden.


    Positiv hingegen ist, dass wir uns auch dem 12. Februar 2020 nähern. Dieses Datum sagt euch allen ganz bestimmt nichts. ;) Dann sind es aber wiederum sieben Jahre her - und zwar seit demjenigen Tag (dem 12. Februar 2013), an dem ich einem gewissen "lieben Roli" per E-Mail nahelegte, dieses Forum doch bitte baldmöglichst zusammen mit seinen Kumpels zu verlassen und ein eigenes zu gründen - was dann kurz darauf zum Glück geschah. :D Eigenlob stinkt zwar, aber noch selten habe ich eine so nachhaltig positive Mailnachricht verfasst.:thumbup:


    Also geniessen wir doch einfach zusammen dieses Forum, in dem zensurfrei darüber gesprochen werden darf, was uns an gewissen grossspurigen Versprechen und Schönfärbereien anhaltend nervt und stört. Und denken wir daran, dass wir es in der Hand haben, mit unseren konsequenten (Nicht-)Bestellungen und Zurückweisungen von mangelhaften Produkten die Quittung für sieben vertane Jahre auszustellen.


    Grossmufti-Grüsse vom HAG-Taliban. 8)

    Wenn man das Bild auf Google Maps anschaut, ist da wohl kein Stein auf dem anderen geblieben. Die geheimnisvollen "Kavernen" von früher mit den verschollenen Prototypen und Einzelteilen sind nun also sicher weg.


    Hmmm... - merkwürdiges Gebäude. Ein Gefängnis? Eine Psychi? Oder vielleicht eine Kaserne? :/



    Erstaunlich, dass ungefähr an dieser Stelle früher gelegentlich Würste auf den Grill gelegt wurden. ;)


    Von der anderen Seite kommt das Haus einem aber irgendwie bekannt vor...:



    Jetzt macht es wohl bei den meisten "Klick": :)



    Ja genau, die ehemalige Produktionshalle von HAG in Mörschwil! :love: Schön geworden, jedenfalls von aussen. Innen befinden sich neun dreigeschossige, loftartige Wohneinheiten in Reihen-EFH-Typologie. Mehr dazu im Link ganz unten.


    Und das hier scheint ebenfalls ein Schmuckstück zu werden... Richtig, es ist das markante Kopfgebäude mit den Büros und der Wohnung zuoberst.



    Alle weiteren Infos findet ihr unter https://www.schifflistickerei.com Ich persönlich fände es noch reizvoll, dort zu wohnen, wo früher handgemachte Spitzenmodelle hergestellt wurden. ^^

    Ostermayer : Das Thema hier trägt den eindeutigen Titel "Neue Ae 6/6-Varianten". Es braucht also weder Exkurse in die Vergangenheit noch solche zu Lima oder Modelbex.


    In welcher Form ich meine Bemerkungen zur aktuellen HAG-Produktion anbringe, darfst du gerne mir überlassen. Entscheidend ist somit nur, dass meine Kritik einmal mehr stimmt. Danke, dass du immerhin das anerkennst. :thumbup:

    Die Krönung des zu hoch stehenden Wappens ist nun auf diesem Bild im anderen Forum zu sehen - wer spendet dem dortigen Schreiberling die offenbar dringend nötige stärkere Brille? ^^ https://www.moba-forum.ch/inde…6/&postID=60701#post60701


    Gezeigt wird dort ja ein Modell der 11517 "Brunnen". Bevor nun einer der sattsam bekannten Schönredner daherkommt und behauptet, ausgerechnet bei dieser Vorbildlok hätten die damaligen SLM/SBB-Präzisionsmechaniker die Wappen ausnahmsweise so hoch angebracht, darf ich auf die wunderbaren Bilder bei Jürg Bender verweisen: http://www.juergs.ch/bahn/vorbild/sbb/ae610.html


    Ihr ahnt es sicher schon: vor allem auf Bild Nr. 3 von 5 erkennt man bei einer Vergrösserung der Browseransicht herrlich die früheren Befestigungspunkte. :thumbup: Einfach nur noch peinlich für gewisse selbsternannte Fachleute und Berater... 8|


    Alain Uldry hat jetzt bei allen drei Angeboten neue Bilder eingestellt, sodass die Bemerkungen in den vorangehenden Beiträgen nur noch teilweise nachverfolgt werden können.

    Eine neue Serie ist geboren - Fussballclub-Loks.

    War dieser Mann namens Alpstäg nicht mal auf einer der berühmt-berüchtigten HAG-Fussballclubloks abgebildet? (--> http://www.hag.ch/de/fileadmin…460_fcl_lokidepothorw.pdf )


    Dumm gelaufen: https://www.tagesanzeiger.ch/s…useinander/story/30303943


    Somit gibt's aus Stansstad hoffentlich bald einen Kleber mit Portrait seines Nachfolgers zwecks Aktualisierung des Modells... :D

    Oli, ich habe mir die Bilder auch noch auf einem grösseren Bildschirm angeschaut. Die Frontpartien aller drei von Alain Uldry angebotenen Ae 6/6 sehen ähnlich aus (--> https://www.ricardo.ch/de/shop/Alainuldry/ ). Unter diesen Umständen würde ich da eher auf einen merkwürdigen Lichtreflex tippen. Es wäre ja statistisch fast nicht möglich, dass er dreimal solches Pech mit seinen Käufen gehabt hätte. ;)


    Hingegen die Dachkante der "Sargans" auf dem ersten Bild rechts über dem CFF - na ja... :huh: Und "irgendwie wulstig" sieht für mich bei der gleichen Lok vor allem auf dem dritten Bild der untere Gehäuserand aus - das hatten wir doch schon früher mal bei der "Langnau i. E.". :/

    Mattioli : Es hat schon Merkwürdigkeiten auf den Bildern... :/ Nur beim "hängengebliebenen Farbtropfen" bin ich optimistischer - könnte es sich dabei nicht gesamthaft einfach um die beim Original herausfahrbare Dachleiter handeln?

    Ist schon eingetroffen. :thumbup::)


    Aber die darin angekündigte neue Website ist glaub noch nicht aufgeschaltet, oder?