Beiträge von Unholz

    "Entzündet" hat sich diese Diskussion an der Bemerkung von Muni271 am Ende von Beitrag Nr. 8, wonach die "beige" Bemalung "hinter den Fenstern falsch" sei. Wie aber alle verfügbaren Farbfotos der Ae 8/14 11851 zeigen, sind bzw. waren die dort sichtbaren Ventilatorgehäuse tatsächlich grau.


    Die Modellfotos hier ( https://shop.bahnorama.ch/de/6…ellok-ae-8-14-11851-ep-iv ) zeigen, dass Roco alles richtig gemacht hat: Ventilatoren in den Maschinenraumfenstern grau, Führerpulte grün.

    Danke für dein Interesse Patrick, aber das ist leider fast unmöglich, denn zwischen ca. 1969 und 1990 war ich als Eisenbahnfotograf sehr aktiv. Es wären also Tausende von Aufnahmen... :/

    "Es cheibe Züüg" mit dieser Maschinenraumfarbe... ;) Ich suche in meinem Archiv immer noch nach passenden Bildern von Ae 4/6 oder Ae 8/14. Dieses hier hielt ich zuerst für geeignet - aber die schräg aufgeklappten Fenster lassen nichts erahnen. :( Weitersuchen...



    10803, Biasca, 19.10.1973, © S. Unholz

    Die Ventilationshauben der Ae 4/6 und Ae 8/14 sind nach allen Fotos die mir bislang untergekommen sind, hellgrau lackiert. Auch bei der 11852 aus dem VHS habe ich den Innenraum in hellgrauer Farbgebung in Erinnerung, ganz sicher jedoch nicht in der sonst typischen maschinengrünen Farbe.

    Erinnerungen verblassen, aber ich würde mich mal vorsichtig Olympioniker anschliessen. Die beiden folgenden Bilder sind halt schwarzweiss, sonst könnte ich es genauer sagen:



    Fotos © E. Grassi / BEF, 1977

    Auch bei mir ist die Ae 8/14 11851 (in WS) eingetroffen (und zugleich habe ich den Bericht in der aktuellen LOKI gelesen).


    Ich finde:


    - ein sehr gut gelungenes, stimmiges Modell :thumbup:

    - der Grünton des Gehäuses beeindruckt mich ebenso als vorbildrichtig wie das Silberdach

    - die beiden Lokhälften laufen wunderbar synchron (also in Einzelfahrt gleich schnell in beiden Fahrtrichtungen)

    - der Sound scheint mir okay (allerdings sind es 44 Jahre her, seit ich das Vorbild zuletzt gehört habe)

    - im Gegensatz zum LOKI-Rezensenten bin ich eigentlich ganz froh, dass die beiden Lokteile nicht auch noch mit einer elektrischen (Fummel-)Kupplung verbunden sind

    - was bisher noch niemand thematisiert hat: der Faltenbalg zwischen den Lokhälften fehlt (am besten bei der HAG-Ae 8/8 ausleihen ^^ )

    - ein nicht allzu freundlicher Gruss gebührt nur dem/der Verpacker/in, der/die einen der beiden Flüsterschleifer derart "gekonnt" schräg in das Blister-Unterteil gewürgt hat, dass zunächst einmal eine halbe Stunde invasive Chirurgie angesagt war... :wacko:

    Das tönt für mich nach einem Kontaktproblem/Wackelkontakt, entweder zwischen Untergestell und Dachprint oder im Schleiferbereich.


    Ist die Kontaktzunge auf der Schleifer-Grundplatte allenfalls etwas korrodiert? Der Schleifer selber absolut plan und auch parallel zu Längsrichtung des Drehgestells ausgerichtet?


    Oder irgendwo eine Lötstelle nur noch locker?

    Hallo Stefan, du "befürchtest" das? ;) :/


    Klar, unter dem Aspekt der Vorbildlichkeit sind es durchaus fragwürdige Dinger - aber irgendwie sind sie doch unterdessen Kult (fast ein wenig vergleichbar mit anderen "Geschwüren" wie dem Goldküstenexpress von HAG). Produktionszahlen kenne ich nicht, aber die genannten 100 wären schon möglich.

    Es gibt meines Erachtens einen äusserlich sehr sichtbaren Unterschied:


    - Die HAG-Ae 8/8 ist vorbildgerecht aus zwei Ae 4/4 (Serie 251 - 258 aus den 1940er Jahren) zusammengesetzt, von denen jede einen Führerstand eingebüsst hat.

    - Die Swimo-Ae 8/8 findest du aktuell gerade in dieser Auktion: https://www.ebay.ch/itm/SWIMO-…bbd690:g:FYcAAOSwXoxacguJ Auch diese Maschine basiert auf zwei anderen - aber es handelt sich dabei vorbildwidrig um "Bruuneli", also Loks der Serie 161 - 195 (von denen die ersten Exemplare anfänglich als Ae 4/4 II bezeichnet waren; später wurden alle zu Re 4/4 bzw. aktuell Re 425). Äusserlich sind sie sofort erkennbar an der anderen Frontgestaltung (Fenster mit markanten Rahmen).

    Ich musste das mal bei zwei/drei Chäs-Express-Speisewagen von Lima machen, um die Fenster durch solche von Aku zu ersetzen. Dort war es genau so, wie von den Vorrednern beschrieben: Die Fenster bilden eine Einheit mit dem Dach und müssen "irgendwie" eingedrückt werden. Es ist ein ziemlicher Chnorz... :/:thumbdown:

    Der Beurteilung von Bourret stimme ich zu - zumal die aktuell von HAG erhältlichen Schaumstoffeinlagen in einem helleren Grau daherkommen.


    Übrigens: So langsam werden die Einlagen für Loks der älteren HAG-Generation rar. Bei Amiba habe ich feststellen müssen, dass beispielsweise Ersatzschaumstoffe für die BLS-"Bruuneli" (Modelle Nrn. 180 / 181) als nicht mehr erhältlich bezeichnet werden:


    https://www.amiba-shop.ch/ersa…haumstoffeinlage-3-teilig


    Würde sich da nicht ein Betätigungsfeld für einen Drittanbieter eröffnen? Wie das obige Beispiel zeigt, dürfte sich in den kommenden Jahren bei vielen Sammlern ein Bedarf nach Nachschub ergeben...