Beiträge von Unholz

    Ich bin jetzt schon irgendwie sprachlos über das Wo und Wie dieses Wiederauftauchens...:/ Richard schildert die Vorgeschichte ganz anschaulich - das Geschäft lief anscheinend jahrelang recht gut, wohl nicht zuletzt wegen der Soft-Air-Guns. Das Modellbahnsortiment wurde zu jener Zeit gut und aktuell gepflegt, die Preise waren fair. Aber eben, dann trat der Sinkflug ein, und der Schluss war dann eher unfein - es wirkte, wie wenn er einfach verduftet wäre nach dem Motto "Nach mir die Sintflut". :huh: Ob wohl alle Gläubiger und Vorbesteller mit glänzenden Augen an diesen Abgang zurückdenken? Händler: Und wieder schliesst einer


    Aber tempi passati, ich schliesse mich den Wünschen meiner beiden Vorschreiber an, begleitet von einer Prise Skepsis. :|

    Ich kann's nicht lassen, irgendwie habe ich mich in die Ee und Em 3/3 von Rivarossi verknallt... :love:


    Im Kanton Schwyz war heute kein Feiertag, also beschloss ich, wieder einmal der legendären "Apotheke" - ähmm..., sorry, dem Kaufhaus/Bébéhaus - von Alessio Läuffer in Siebnen einen Besuch abzustatten. Und siehe da, im seit knapp 50 Jahren fast unveränderten Untergeschoss stand noch eine rostbraune Ee 3/3 IV 16557 in WS in der Vitrine. Optisch wirkte sie einwandfrei; der "Umweg-Schleifer" sah so aus wie auf den Bildern von jetblue und RABe 514 weiter oben. Ich begehrte nach einer Probefahrt - und tatsächlich schnurrte das Ding holper- und stotterfrei über K- und sogar M-Gleis-Weichen.


    Die Mitteilung "Wir akzeptieren keine Karten!" überraschte mich nicht sonderlich (wo kämen wir denn hin mit so neumodischem Zeugs...? ;)), dank Postomat gleich gegenüber kam der Kauf reibungslos, aber natürlich nicht preisgünstig zustande. ^^ Auch nach genauerer Inspektion zuhause erkenne ich an der Lok keine Mängel. In der hellroten Verpackung lag sogar noch ein Original-Rivarossi-Siegel oder -Bommel.


    Für Interessenten: In den Vitrinen hat es noch jede Menge HAG (vorwiegend alte Generation), eine GL-Em 3/3 von Rivarossi ("läuft aber nicht!") und zwei rote Tm IV von Weinert (ebenfalls GL).

    Ich habe mal einige spontan und zufällig herausgegriffene Preise aus den Listen 2011 und 2020 miteinander verglichen. Im Allgemeinen finde in die Entwicklung vernünftig und angemessen - nur die Gehäuse kosten inzwischen mehr als bei anderen Herstellern die ganzen Loks: ;)


    Gehäuse Ae 6/6 Städtelok 370.-- 447.20
    Scherenpantograph 522 15.-- 18.20
    Fenstersatz BDe 4/4 12.60 15.30
    Anker Typ 88 32.-- 38.70
    Schweizerkreuz (2 Stück) 10.50 12.80
    Permanentmagnet 27.-- 32.70
    Hauptschalter 5.30 6.50
    Betriebsanleitung 2.-- 2.40

    Ein schönes "eierschalenfarbiges" oder crèmeweisses Exemplar. Aber "Gleichstrom" :/ - wohl kaum: https://www.ricardo.ch/de/a/ha…eichstrom-top-1098585662/


    EDIT: Der Anbieter beharrt auch nach einer berechtigten Frage eines Interessenten darauf, der Trafo sei für Gleichstrombetrieb. Gut, es gibt ja auch die Anhänger der "Die-Erde-ist-eine-Scheibe"-Theorie, und das sind gewiss keine schlechten Menschen - aber wie bringt man jemanden von einem fundamentalen Irrtum weg? :rolleyes::huh:


    EDIT 2: Beratungsversuch geglückt - es ist also doch ein WS-Exemplar. :):thumbup:

    Meine rote (GL-)Ee 934 hat heute Probefahrten absolviert. Sehr schönes Modell, fährt ganz fein - zwar mit einem ganz leichten Eiern, das aber bei einer Rangierlok durchaus dazugehört.


    Je mehr ich aber im Internet recherchiere, desto weniger blicke ich durch, welche Betriebsnummern Rivarossi wirklich produziert hat. In den beiden nachfolgenden Links taucht jetzt plötzlich auch noch die 934 553-9 auf, die ich real noch nie gesehen habe:


    - http://www.rivarossi-memory.it…_Altre/CH_Elett_Ee3-3.htm (Betriebsnummer auch im Bild zu vermuten)

    - http://ysebahn.huerz.ch/old_lj/lj03_97.pdf (scrollen bis zur Tabelle auf der Heftseite 38)

    Die Ee 3/3 IV (bzw. Ee 934) hat die Art.-Nr. 1658, scheint aber aufgrund der Verpackung eine etwas neuere Serie zu sein. Dort hatte ich keinerlei Probleme mit dem Abbrechen von Kunststoffteilen. Vielleicht gibt das mal erste Hinweise, welche Loks o.k. sind (oder eben nicht).

    Ich konnte soeben meine erste rote Ee 3/3 IV bzw. Ee 934 erwerben. Diese befindet sich in einer hellroten Verpackung, die stirnseitige Etikette ist etwas verwischt und möglicherweise mit einem Tintenstrahldrucker beschriftet worden.


    Meine beiden Em 3/3 lagern dagegen in dunkel-/weinroten OVP's, die mir älter scheinen. Vielleicht kann ein Rivarossi-Kundiger (gnumolo?) dazu etwas sagen?

    Es ist jetzt halt 22 Jahre her, aber nach meiner vagen Erinnerung hatte HAG die beiden falschen Wappen (nämlich Argentinien statt Zug und ein nur halb-korrektes Appenzeller Wappen) auf der Jubilok 2 "auf dem Gewissen". Ob dabei falsche Vorlagen angeliefert wurden und somit das Original auch teilweise falsch war (wie es Patrick oben schildert) oder ob hausintern etwas schief lief, weiss ich nicht mehr. Absicht war der Fehldruck jedenfalls nicht.


    Und die UNUM-DB sagt wie oben Muni271, dass das Jubi-Set 072/073 mit der Morep-Dampflok die Re 460 mit den beiden Wappenfehlern enthielt.

    Das Thema wurde schon mal irgendwo angesprochen, ich finde es nur im Moment leider nicht. ;) Neben der von Bourret erwähnten Möglichkeit scheint mir aber die folgende wahrscheinlicher:


    Anlässlich der Weihnachtsverkaufstage in Mörschwil wurden in den letzten Jahren vor der Betriebsschliessung jeweils solche Sonderpackungen mit "Überbestand"-Modellen angeboten. Oft waren es Re 460, von denen noch zu viele am Lager waren (zum Beispiel die "Zürich Relax", die "Milch/Lovely" oder eben 2.-Wahl-Loks aus den Jubi-Sets). Ein "Echtheitszeichen" für eine solchermassen von HAG zusammengestellte Packung wären die drei Etiketten der Einzelmodelle auf einer Schachtelseite.


    In der Dorenbach-Auktion Nr. 166 wurde als Los Nr. 2003 ein vergleichbares Set angeboten, und das Set 999.01 in der UNUM-Datenbank geht auch in diese Richtung.