Beiträge von Unholz

    Zitat von "Kroki"

    Hallo,
    die Märklin Re 4/4 gab es mal in den TEE Farben. Wurde vo irgendjemand (Scweiger ??oder andere) umgespritzt.


    Stimmt - habe solche Dinger auch schon auf Börsen gesehen! Schweiger oder evtl. auch einer der früheren Schweizer Umspritzer wie RUCO oder Wabu.

    Zitat von "modellbahner"

    Stefan : Was kostet der Wagen mit allem drum und dran (Porto etc.)?


    Ich habe Fr. 68.-- inkl. Porto usw. bezahlt. Der Wagen dürfte ca. Anfang Woche eintreffen - wenn wider Erwarten irgendetwas "faul" sein sollte, würde ich das hier noch melden.

    Zitat von "Tessin"


    ich hätte Interesse, aber kläre bitte zuerst ab, wie es mit dem Zoll ist, denn Polen ist noch nicht so lange in der EU und ich weiss nicht, ob es schon Zollfrei ist (bin schon zu lange weg vom Fenster, bzw, vom Beruf) :cry:, nicht dass wir böse Überaschungen erleben!


    Ihr werdet wohl keine bösen Zoll-Überraschungen erleben - der Verkäufer liefert über einen Schweizer Kollegen aus!


    Übrigens ist ein solcher Wagen zurzeit auch bei Ebay eingestellt (ebenfalls von LokShop Warschau) - vielleicht lässt sich da noch ein Schnäppchen machen.


    Gruss, Stefan

    Zitat von "Porta"

    Jedesmal ärgert es mich, dass wieder wenn einige Etiketten von den Verpackungen gefallen sind. Und dies ohne jegliche Fremdeinwirkung. Die Verpackungen lagere ich trocken, ohne Lichtbeeinträchtigungen und bei Zimmertemperatur. Habt ihr dieses Phänomen auch?
    (...)
    Früher konnte man die Etiketten wenigsten zu einem vernünftigen Preis als Ersatzteil bei HAG nachbeziehen. Heute sind diese leider nicht mehr einzel bestellbar. Warum eigentlich?


    Oh ja, das lästige Problem kenne ich leider auch! Und dann gibt es noch die Etiketten von ca. Ende der achtziger Jahre, die mit der Zeit schwarz werden...


    Ich kann mir den Grund schon vorstellen. Früher hatte es doch ab und zu einen niedlichen Stempel "2. Wahl" auf den Etiketten. Und wenn die Etikette halt abfiel, ganz zufällig natürlich, ohne jegliche Nachhilfe, dann war doch die Versuchung da, eine "ähnliche" Etikette nachzubestellen...


    Ich habe jetzt natürlich ü--ber--haupt niemanden mit Namen genannt... 8)


    Gruss, Stefan

    Hoppala, die Lage bei Märklin scheint doch relativ ernst zu sein - jedenfalls sind die Märklinisten ziemlich beunruhigt, wie ihr den Beiträgen hier in Stummi's Modellbahnforum entnehmen könnt (um die Preispolitik gehts da allerdings auch wieder!):


    http://stummi.foren-city.de/to…rneuter-stellenabbau.html


    In der dortigen Diskussion weist übrigens unser Mitglied Gian-A. Bott zu Recht darauf hin, dass HAG besser und flexibler auf die aktuelle Lage reagiert als die etwas schwerfällige "Tante M." :wink:

    @Matthias:


    Danke für den aktuellen Hinweis!


    Aber das mit dem Preise-Senken ist viel leichter gesagt als getan, denn die Unternehmen dürfen und müssen ja auch noch etwas verdienen mit ihren Produkten. Wir haben diesbezüglich anlässlich des kürzlichen Forumstreffens bei HAG klaren Wein eingeschenkt bekommen und erkannten klar, dass dort alles andere als eine "Abzockermentalität" oder Geldverschwendung herrscht.


    Auch das in einem anderen heutigen Thread hier erwähnte Beispiel der Cargo-Re 620 von Roco, die offenbar ziemlich aufwendig aus einem vorhandenen Modell hergerichtet werden muss, zeigt, dass nichts (Gutes) gratis zu haben ist.


    Gruss, Stefan

    Mir sticht auch der recht hohe Preis des Roco-Modells bei Roger Suter ins Auge.


    Wenn man noch berücksichtigt, dass Suter eher ein Discounter ist (wenn auch nicht ein "Superdiscounter" wie der liebe Dubler :wink: ), dann wird der Preisunterschied zum HAG-Qualitätsprodukt im normalen Fachhandel nicht mehr so ausgeprägt sein. HAG wird/bleibt also durchaus konkurrenzfähig, was uns ja freuen sollte.


    Zu meiner Schande muss ich an dieser Stelle übrigens gestehen :oops: , dass ich für die HAG-UNUM-Datenbank auch schon mal eine "Symbolfoto" verwendet habe, wenn ich kein passendes HAG-Bildli hatte... Der Media-Markt macht das ja schliesslich in seiner Werbung auch! :)


    Gruss, Stefan

    Etwas Erstaunliches findet sich auf der (neuen) Homepage des Händlers Benz in Schaffhausen ( http://www.benz-modellbahnen.ch ) unter "Spezielle Aktionen":


    Ersatz-Radblenden für Re 4/4 I mit NEM-Schacht, Stückpreis Fr. 23.--!


    Dies war ja ein alter Wunsch auch hier im Forum. Ob es sich um ein Spezialprodukt von Benz oder um eine allgemein erhältliche HAG-Neuheit handelt, ist mir im Moment noch nicht klar. Aber positiv ist es!


    Gruss, Stefan

    Zitat von "Stefan Burkhard"

    Es geht darum, dem weniger ambitionierten Digitalfahrer die Bedienung zu erleichtern. Darum sollen sich wohl auch sämtliche mfx-Loks direkt anmelden, damit jeder Depp mit einer Lok noch bald mal fahren kann, und nicht erst lange in der Bedienungsanleitung nachschlagen muss, wie man eine Adresse eingibt, wie man hupt, wie man Licht macht, wie man eine Weiche stellt, etc.


    Für mich als "Normalkunde", "Digitalnovize", "Depp" oder wie man das auch nennen will, sind genau dies heute wohl die wichtigsten Anforderungen!


    Wenn die Modellbahn attraktiv bleiben bzw. für Neueinsteiger/Jugendliche wieder attraktiv werden soll, dann muss sie nach den Prinzipien "Plug & Play" oder WYSIWYG funktionieren - und nicht kryptisch wie ein VHS-Videorecorder. Was nützen tausend Funktionen, wenn ich ein Manual von der Grösse einer Bibel konsultieren muss, nur um einen Zug abzubremsen oder zu hupen? Da geht doch der Spass irgendwie verloren...


    Wenn ich eure (absolut interessanten!) Digital-Beiträge lese, dann staune ich zwar ehrfürchtig vor eurem Fachwissen, aber gleichzeitig macht mir der "digitale Röschtigraben" Sorgen, der sich da auftut. Einerseits haben wir Spezialisten wie Stefan B., Martin Lutz oder Lutz Hemmerich, die locker mit Begriffen wie CV's, Objektlayer, Digitalprotokoll MM-I, DCC, Booster oder Windigipet-Truppe jonglieren - anderseits eine möglicherweise immer breiter werdende Masse, die dabei gar nichts mehr versteht und sich vom technischen Fortschritt eigentlich bloss mehr Spielspass erhofft hätte.


    Wenn Märklin offenbar versucht (so habe ich das jedenfalls verstanden), mehr Möglichkeiten in eine benutzerfreundliche, "intuitive" und nicht nur für Freaks verständliche Bedieneroberfläche zu verpacken, dann kann das aus Sicht des "Normalos" eigentlich nur gut sein. Immerhin habe ich dank der rudimentären Mobile Station vor ca. einem Jahr meine ersten Digitalerfahrungen gesammelt - ohne diese Startpackung hätte ich den Schritt gar nicht erst gewagt.


    Oder liege ich hier völlig falsch?


    Gruss, Stefan

    Zitat von "Rüdiger"

    Hab ich da jetzt irgendwelche "Werte" vernichtet????
    Egal, die Kiste läuft, sieht aus wie eine Re, die kurz vor der R3 steht und macht mir eine Menge Spass.....


    ...und Letzteres ist doch wohl die Hauptsache!


    Aber immerhin: es ist doch wieder eine von denen aufgetaucht, womit man nun schon schon von total ca. 10 % der Herstellungsmenge weiss, in welchen "Museen" :wink: sie sich befinden.


    Gruss, Stefan

    Zitat von "matthiaskarrer"

    hm danke für die hilfe was im bahnforum nicht der fall war
    da wird einfach beiträge gelöscht von leuten die denen dort nicht passen :x


    @Matthias: Im Bahnforum (das ich sonst eigentlich recht informativ finde) musst Du einfach wahnsinnig aufpassen, dass Du keine Döitschveeler machst - dort sind offenbar lauter ferhinderte Leerer an den Schalthebeln... :( Hier sind wir toleranter und kommen trotzdem gut über die Runden, oder?

    Zitat von "gian"


    Ich bekenne mich zum 100% Lenco-Clean Plattengeniesser, als ich noch meine grosse Plattensammlung genoss. Das ist nun schon einige Zeit Vergangenheit und meine besten Platten sind auf CD überspielt, immer unter Verwendung des besagten Lenco-Clean.


    Ui, das könnte zwar in eine "Grundsatzdiskussion unter Philosophen und Musik-Freaks" ausarten, aber ich habe meine Plattensammlung heute noch, samt unverwüstlichem Thorens-Plattenspieler (der spielt qualitativ in der HAG-Liga, um nicht völlig vom Forumsthema abzuweichen :wink: ), und ich habe stets auf die Trockenreinigung mit anstistatischem Filzroller (ähnlich wie die Jörger-Gleisreinigungs-Filzchen! :lol:) geschworen.


    Bei mir stehen die guten alten Vinyl-Platten und die CD's nun auch schon seit über 20 Jahren friedlich nebeneinander im Regal. Vieles, was ich noch auf den alten Platten habe, wird nie mehr auf CD erscheinen, und das Ganze zu überspielen, wäre wohl eine Herkules-Aufgabe. Da mich der Thorens-Plattenspieler sicher überleben wird, bleibe ich dabei - samt Trockenreinigung...


    Mit musikalischem Gruss von Revox- zu Revox-User, Stefan

    Bei den meisten Herstellern sind die Triebzüge so gebaut, dass mindestens der "Normalkreis" des jeweiligen Gleissystems (zum Beispiel Roco-Line R2 mit einem Radius von 358 mm oder beim Märklin C-Gleis 360 mm) durchfahren werden kann.


    In Einzelfällen musst Du vielleicht Einschränkungen in Kauf nehmen (zum Beispiel Faltenbälge oder Drehgestellblenden entfernen).


    Gruss, Stefan

    Zitat von "Porta"


    Sonderserien irgendwelcher Art haben immer ihre Berechtigung, insbesondere die Auflagen welche ein Händler in Auftrag gibt. Ein Händler lanciert eine solche aber mit dem Ziel Umsatz und Gewinn zu generieren. Er kann nur in seinem Interesse sein, dass ein Sammler von der Initiative erfährt. Daher darf HAG ruhig frühzeitig solche Sonderserien bekannt machen und bezüglich Bestellung an den jeweiligen Händler verweisen.


    An sich bin ich gleicher Meinung, nur ist es Sache des jeweiligen Auftraggebers zu entscheiden, wo und wieviel Publizität für solche Modelle gemacht wird. In den meisten bisherigen Fällen wurden die Modelle jeweils in den Fachzeitschriften oder hier im Internet angekündigt.


    Zitat

    Ob vom Hersteller initierte Sonderserien und Spezialversionen nicht bekannt gemacht werden sollen, ist für mich fraglich. Ist wirklich derjenige "Stammkunde" welcher regelmässig im Werk vorbeischaut oder eine gute Beziehungen zu einem Werksmitarbeiter pflegt und daher von solchen Modellen erfährt der bessere Kunde, wie jener welcher über andere Bezugsquellen ein Modell kauft?


    Auch das ist sicher ein berechtigter Einwand, aber eine absolute Gleichbehandlung aller möglichen Interessenten wird sich wohl nie erzielen lassen. Dass man beispielsweise die Attraktivität der (bald wieder bevorstehenden!) Fabrik-Weihnachtsverkaufstage steigert, indem man dort vielleicht auch mal etwas Spezielles offeriert, halte ich für legitim, da ja auch HAG selber Umsatz braucht.


    Zitat

    Was ich mich jeweils frage ist, ob die einzelnen Händler von HAG unterschiedlich beliefert werden. Kriegen alle Zugang zu den "Auslauf- oder Überproduktionsmodellen"? Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Sekundärmarkt punktuell und bevorzugt mit solchen Produkten bedient wird.


    Auch hier taucht Sekundärhändler D. wohl wieder einmal auf... :wink: Wir haben das Thema am Samstag auch kurz besprochen, aber es würde zu weit führen, hier alles "wiederzukäuen". Jedenfalls hat man uns glaubhaft versichert, dass alle Händler die gleichen Chancen haben, Produkte zu bestellen, und dass diese jeweils auch gleichzeitig versandt werden. Wenn also keine Post-Pannen passieren, sollten HAG-Neuheiten überall praktisch gleichzeitig erhältlich sein.


    Bei den Auslauf- und Überproduktionsmodellen ist es halt wohl so, dass der "Superdiscounter" damit seinen Lebensunterhalt verdient und aktiv (aktiver als andere...) versucht, gezielt an solche Liquidationsware heranzukommen. Zugang dazu hätten andere Händler im Prinzip genauso, aber für diese macht es kaum einen Sinn, ihre Lager noch zusätzlich aufzufüllen. Im übrigen bezieht D. seine Posten ja quasi von überall und drückt dabei sicher seine Einkaufspreise möglichst nach unten...


    Gruss, Stefan

    Zitat von "Porta"

    Ich habe mich aber entschlossen, weniger Modelle wie früher von HAG zu kaufen und diese beschaffe ich mir noch auf dem "Sekundärmarkt". Bis jetzt habe ich auf diesem Weg alles erhalten, was ich ursprünglich wollte: ungebraucht oder neuwertig! Dies ist billiger, dafür muss ich vielleicht ein halbes oder zwei Jahre warten.


    Ob das im Sinne des Herstellers ist?


    Ein interessantes und schwieriges Thema! Das Problem des Sekundärmarktes (verkörpert unter anderem durch jenes bekannte Paar aus dem schönen Appenzellerland, bei dem ja auch etliche Forumsteilnehmer einkaufen... :wink: ) ist vielschichtig. Wir konnten es gestern beim gelungenen "Gipfeltreffen" in Mörschwil auch kurz andiskutieren, aber möglicherweise wird es hier gar nie eine allseits befriedigende Lösung geben.


    Hier also nur ein paar provokative, persönliche Gedanken meinerseits:


    - Braucht es den traditionellen Detailhandel im Zeitalter des Internets überhaupt noch? Ich denke schon - aber es muss sich dabei vor allem um gut informierte, engagierte, initiative Fachhändler handeln, die mehr tun, als nur die von HAG (oder einem anderen Hersteller) eingetroffenen Modelle mit ca. 30 % Händlermarge über die Theke zu schieben.


    - Es muss daher auch erlaubt sein (ja ist sogar erwünscht!), dass ein einzelner Fachhändler individuelle Sondermodelle/Sonderfarben bei HAG bestellt. Beispiele: "lokale" Ae 6/6 von Benz in Schaffhausen, Le Train Jouet in Bulle/Fribourg, Roundhouse in Zürich oder Pulsar in Märstetten. Dass dann halt allenfalls nur die jeweiligen Stammkunden über solche Produktionen informiert werden, ist meines Erachtens o.k.


    - HAG hat seine Infomationspolitik über Neuauslieferungen in letzter Zeit massiv verbessert (siehe die entsprechenden Threads hier im Forum). Dass demgegenüber zum Beispiel Kleinstserien auf Sonderbestellung oder Werbemodelle für Unternehmungen nicht publik gemacht werden, scheint mir vertretbar (und für die Sammler in einem gewissen Sinne auch noch spannend).


    - Wer, wie Reto Porta, ein neues Modell nicht unbedingt sofort haben "muss", sondern warten kann oder das Risiko in Kauf nimmt, leer auszugehen, wird wohl immer günstiger einkaufen können (Milchprodukte mit nahendem Verfalldatum sind ja am Samstagnachmittag in der Migros auch billiger - aber vielleicht hat's dann halt nur noch Brombeerjoghurt light anstatt solches mit Schoggiaroma...). Insofern hat der Sekundärmarkt absolut seine Existenzberechtigung.


    - Auch wenn der Direktverkauf über Internet für HAG sicher eine interessante Option ist, muss die Marke weiterhin an wichtigen Detailverkaufspunkten (also bei guten/grossen Händlern) präsent sein.


    - Der Sekundärmarkt hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für den Absatz von Überbeständen und Zweitwahlprodukten usw. Die Feierabend- und Hinterhofhändler können auch dank einfacher bzw. fast gar nicht vorhandener Infrastruktur geringere Margen verkraften als der gut sortierte "Gewerbler" mit teurer Ladenmietfläche und allenfalls hohen Personalkosten.


    - Eine weitere Frage ist jedoch, ob die Graumarkthändler nicht auch das Image einer Marke ruinieren können - ganz zu schweigen von den Sammlerpreisen... Wer bei Ebay eine "fabrikneue" HAG-Lok (sei sie nun 1. oder 2. Wahl) für Fr. 199.-- erwerben kann, freut sich natürlich, aber zugleich entsteht auch der schlechte/falsche Eindruck, dass sich der traditionelle Fachhandel mit seinen doppelt so hohen Preisen doch eine goldene Nase verdiene.


    - Und schliesslich muss man ehrlicherweise wohl auch erwähnen, dass Ebay (bzw. die dortigen Schleuderpreise) dazu beiträgt, HAG-Produkte "unters Volk zu bringen". Hmmm... - ist es denn so schlecht, wenn sich Leute mit strapaziertem Budget auch mal ein tolles Produkt aus Mörschwil leisten können?


    Zurück zu Reto Portas Frage: Ob das im Sinne des Herstellers ist? Schwer zu sagen, aber eigentlich auch nicht von uns hier zu beantworten. Der Hersteller hat ein Interesse daran, dass seine Produkte gekauft werden, dass seine Marktposition gestärkt wird, dass er in diesen schwierigen Zeiten überlebt. Wo, wie und welche Kanäle der Absatz geschieht, ist... egal/nicht ganz egal/absolut zentral (Nichtzutreffendes bitte streichen! :wink: ).


    Sorry, ist etwas lang geworden!


    EDIT: ...und während ich noch am Tippen war, sind gleich die vorigen vier Beiträge eingegangen - also offensichtlich ein spannendes Thema!

    Zitat von "erzhal"


    - Ja natürlich ist es logisch, dass jedes Produkt seine Vor- und Nachteile hat, dennoch die ketzerische Frage: lässt sich angesichts der Vergleichbarkeit der Preisunterschied rechtfertigen?
    Ich denke ja, sonst hätte ich ja wohl kaum soviele Hag-Sachen zusammengekauft ...


    @Roland: In dieser Beziehung sind wir wieder ganz gleicher Meinung. Sowieso darf sich HAG preislich nicht - und vor allem gerade zur Zeit nicht! - zu weit ins Abseits manövrieren, denn wenn nicht ganz handfeste Vorteile für das Produkt sprechen, entfällt in Anbetracht der ebenfalls guten Vergleichsprodukte von Märklin/Roco schlimmstenfalls jeder Grund, sich für das HAG-Modell zu entscheiden. Oder ziemlich provokativ gesagt: wenn tatsächlich nur noch "Patriotismus" ein Grund wäre, der Marke treu zu bleiben, dann hätte die Firma wohl eher früher als später ein grosses Problem.


    Damit wir uns nicht missverstehen: ich finde es auch absolut in Ordnung, dass die Frage nach der Rechtfertigung des Preises hier gestellt wird. Wir wären ja - um es mit Media-Markt zu sagen - ganz schön blöd, wenn wir einfach (zu) viel bezahlen würden, nur weil HAG auf dem Chassis steht. Ich glaube, es muss deshalb erst recht das gemeinsame Ziel der Firma und von engagierten Kunden (wie sie hier im Forum versammelt sind) sein, dass schliesslich wieder nahezu perfekte und technisch innovative Produkte dastehen, die die Grundsatzfrage "Wieso überhaupt HAG?" quasi überflüssig machen und auch Enttäuschte (wie Martin Lutz) wieder überzeugen und zur Marke zurückholen können.


    En schöne Abig mitenand!


    Gruss, Stefan

    Zitat von "erzhal"


    Der ganze Thread schreit ja fast nach einer Grundsatz-Diskussion: Also Freunde - was ist pro und was ist contra Hag?


    (Achtung: empfindliche Gemüter bitte Zynismus-Filter einschalten :wink: )


    Roland, "nüt für unguet", aber ich bin der Meinung, dass sich gerade dieses Thema *nicht* für eine Grundsatzdiskussion eignet, denn hier stehen exakt die gleichen emotionalen Faktoren im Vordergrund, die auch sonst unser tägliches Konsumverhalten bestimmen:


    - Ist ein Mercedes "besser" als ein Fiat Punto? Vermutlich schon, aber trotzdem sieht man von Letzteren weit mehr Exemplare auf unseren Strassen
    - Sind Apple-Computer edler als Windows-Kisten? Selbstverständlich :wink: , und dennoch vertrauen 95 % der Weltbevölkerung auf Bill Gates
    - Ist jedermann blöd, der nicht im Media-Markt einkauft? Laut Werbung schon - doch noch immer existiert der Fachhändler um die Ecke, und wenn er seine Sache gut macht, wird's ihn auch weiterhin geben
    - Sind Punktkontakte in der Mitte von H0-Gleisen vorbildgemäss? Bestimmt nicht - aber das Märklin-WS-System ist gleichwohl einfach nicht auszurotten
    - Haben HAG-Produkte auch Nachteile? Das ist unvermeidlich - aber trotzdem hält sich die Marke seit 61 Jahren, und wenn sich die neue Geschäftsstrategie von Martin Schips und seinem Team erst mal voll auswirkt, dann wird HAG seine Marktposition sogar noch ausbauen können!


    Fazit: es hat Platz für alle auf dem Markt, es gibt Gutes und weniger Gutes von HAG - aber eben auch von Märklin, Roco, Lemaco, Brawa usw., und es ist wohl keiner unter uns, der nicht schon mehr oder weniger oft "fremdgegangen" ist (rein modellbahnmässig natürlich!) und sich mit einem Konkurrenzprodukt eingedeckt hat. Die Devise muss doch heissen "Leben und leben lassen"!


    Gruss, Stefan

    Nachstehend auch noch die neueste offizielle Pressemeldung:


    Freie Fahrt für die Modelleisenbahn GmbH

    Die Modelleisenbahn GmbH, im Sommer als Auffanggesellschaft für die insolvente Roco-Gruppe gegründet, hat am 20. 10 .2005 das einzige Angebot zum Erwerb der Masse (darin befindlich alle materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Unternehmensgruppe) gelegt. Der Zuschlag wurde in der Gläubigerausschusssitzung am 21.10. 2005 einstimmig erteilt. Die konkursgerichtliche Zustimmung wird kurzfristig erwartet. Damit ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Zukunftssicherung der Modelleisenbahn GmbH und der erfolgreichen Neupositionierung der Marke Roco am Markt gelungen.


    Die Modelleisenbahn GmbH, die auf Initiative des Raiffeisenverbandes Salzburg gegründet wurde, hat auf Basis einer Nutzungsvereinbarung mit dem Masseverwalter am 25. 7. 2005 den Betrieb aufgenommen und versorgt seit 3. 8. 2005 den Markt mit Modellen der Marke Roco.


    Durch die schnelle Reaktion auf die Insolvenz der Roco Modellspielwaren GmbH, das besondere Engagement der Mitarbeiter und die sehr positive Kundenresonanz konnte in den ersten drei Monaten ein Umsatz von ca. 8 Mio Euro erzielt werden; die Modelleisenbahn GmbH schreibt damit schwarze Zahlen. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung liegt im Plan. Auch das Ziel für das Rumpfwirtschaftsjahr 2005 und somit ein positives Ergebnis wird laut Aussage des Geschäftsführers der Modelleisenbahn GmbH, L. Heher, erreicht werden.


    Das Restrukturierungsprogramm läuft ebenfalls planmässig und wird bis 31. 1. 2006 abgeschlossen sein. Werkzeugbau und Kunststofftechnik wurden bereits in das Werk in Gloggnitz und zu externen Dienstleistern verlagert. Der Standort Banska Bystrica (SK) wurde von 220 auf 270 Mitarbeiter aufgestockt. Eine unmittelbar an das Werksgelände angrenzende, zusätzliche Halle wurde angemietet.

    Am Standort Salzburg werden den Planungen entsprechend per Ende 2005 ca. 90 Mitarbeiter Beschäftigung finden.


    Grosse Anstrengungen unternimmt die Modelleisenbahn GmbH zur Absicherung der Produktqualität. Durch ein rigoroses, sofort nach Betriebsstart eingeführtes Qualitätssicherungsprogramm ist es gelungen, die vor Konkurseröffnung sehr hohe Reklamationsquote um ca. 95 % zu senken.


    Zuversichtlich sieht das Führungsteam der Modelleisenbahn GmbH in das Wirtschaftsjahr 2006. Trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfelds sind ein Umsatz von 25 - 30 Mio Euro und ein positives Unternehmensergebnis geplant.


    Die nunmehr erfolgte Übernahme der Masse ebnet den weiteren Weg für die Erreichung der Unternehmensziele und sichert das Weihnachtsgeschäft 2005. Einer erfolgreichen Entwicklung der Modelleisenbahn GmbH steht nun nichts mehr im Weg.