Beiträge von heineken

    PS: Der Flyer ist leider dort gefaltet, wo zum Teil interessante Infos stehen - ist das Set 22380 mit dem Mainspeed Auflieger eine Kombi mit einem T4.0 oder T4.1? Der Bezeichnung Sdgnss nach müsste es eigentlich ein T4.1 sein, das Originalbild zeigt dagegen einen T4.2 - womit sich der Kreis wieder schliesst...


    Hoi zäme,


    ja, das mit dem Mainsped ist ein bisschen doof gesetzt. Ändern wir beim nächsten Druck der Prospekte.
    Es handelt sich bei 22380 um einen T4.1 mit einem Mainsped SAnh.


    Sdgnss gibt es übrigens auch bei den T4.0! Die zweite Bauserie, Wagennummern 33 85 450 6 101 bis 250, sind (nicht nur leer) 120 km/h-tauglich!
    T4.0 und T4.1 sind praktisch ein Prototyp und drei Serien:
    T4.0 Sdgns, DRRS, Prototyp (Langträger mit aufgesetzten Klappriegel-Scharnieren), #33 85 451 1 000
    T4.0 Sdgns, DRRS, #33 85 451 1 001 bis 100
    T4.0 Sdgnss, DRRS, #33 85 450 6 101 bis 250
    T4.1 Sdgnss, Y25, #33 85 450 6 300 bis 450

    Auch von mir noch kurze eine Info dazu:


    Neben den «neuen alten» Zapfen, wie in [Dreiste Werbung] Die Zapfen sind zurück! bereits beschrieben, liegen je ein vollständiger Satz gelb-oranger wie grauer Klappriegel bei – zusätzlich zu den bereits ab Werk montierten Klappriegeln! D.h. deutlich grösserer Lieferumfang und ein


    Tipp zum Lackieren der grauen Klappriegel: Wir stellen in der laufenden Produktion den Werkstoff um. Für gute Lackhaftung ist beim neuen Werkstoff ein Primer empfehlenswert. Den gibt es im gutsortierten Farbenhandel.

    Ein schnelles Bild vom mobilen Arbeitsplatz:


    [Blockierte Grafik: http://www.kombimodell.de/imag…gummizapfen.zoom.700x.jpg]


    Einige haben sie ja regelrecht vermisst: Die «Weichgummizapfen», mit denen in der Anfangszeit von KombiModell die Modelle ausgeliefert wurden, als es nur Klappriegel mit Schlitz gab und keine mit festangespritztem Zapfen. Ihre Wiedergeburt erleben sie jedoch nicht in Form von EPDM («Gummi»), sondern ganz passend in Klappriegelfarbe gespritztem «Geheim-Werkstoff». Das Schöne daran ist nicht nur, dass sie besser aussehen, sondern auch, dass sie nicht mehr so «wabbelig» sind und einfach besser passen, ja sogar verschiebbar sind!


    Die Teile liegen allen ab Oktober ab Werk ausgelieferten Modellen bei.


    Modellbahner, die bereits KombiModell-Waggons ihr eigen nennen und Bedarf nach diesen stacheligen kleinen Teilen verspüren, sollen nicht leer ausgehen: Bitte einen mit Briefporto frankierten* und an sich selbst adressierten Rückumschlag an die Waggonfabrik gesendet und die Teile kommen postwendend. Als Kaufnachweis – die Waggonfabrik will ja nicht die Konkurrenz füttern ;-) – bitte formlose Angabe zu Artikelnummer(n) des /der Bestandsmodelle(s) und wo sie gekauft wurden. Und wer Lust hat auf zukünftige KombiModell-Newsletter, der schreibt auch noch seine eMail-Adresse dazu.


    *Frankaturen aus dem Ausland: Wenn keine deutsche Briefmarke zur Hand, bitte einen Internationalen Antwortschein beilegen.

    Zu den oben von Ulrich Salzmann erwähnten Liliput-Preiserhöhungen gibt es hier einen länglichen aktuellen Bericht in englischer Sprache: (…)


    Danke für den durchaus amüsanten Link.
    Amüsant deshalb, weil den Lesern mit den 3 bis 6 britischen Pfund Stundenlohn in China wohl das Gewissen beruhigt werden soll. Die Arbeiter dort würden Freudensprünge vollführen, würden sie diese Entlohnung erhalten!

    Ich habs auch ohne Gutedel überstanden …


    Gerade steht die Bourret bei mir neben der DB Autozug 115 (die mit dem Oldtimer und Opa und seinem Schal …)
    So richtig glücklich bin ich mit der Bourret auch nicht. Allerdings sieht es real und mit eigenen Augen (ohne Lupe) weit weniger schlimm aus als befürchtet. Schlimmer empfinde ich da den Patzer auf der Fs.2 Front mit dem leicht nach oben verschobenem Motiv und damit zu breitem Absetzstreifen. Wenn ich nun aber mit der Lupe über die Az 115 drübergehe, muß ich sagen: Das Raster dort – klassischer Tampondruck – gefällt mir auch nicht. Und wenn ich es einmal weiß, daß es da ist, dann fällt es mir auch beim Betrachten ohne Lupe immer wieder ein. (Das Hirn läuft nämlich noch immer besser als die Augen. ;-)


    Und, mal ganz ehrlich: So übel wie abgesoffene Farbverlaufsversuche bei einigen Webe-Tauri von manch »jungem Wilden« (diese China-Importeure) ist die Bourret nun wirklich nicht!
    (Einen Taurus mit schön umgesetztem RCA Motiv hätte ich schon gerne mal erworben …)

    Sieht wirklich aus wie aus dem 3D- oder Tintenstrahl-Drucker. Da hat Roco mit der Maurice Lacroix oder der Alptransit III bewiesen, dass sie das eigentlich deutlich besser könnten.


    Was auch nach Tintenstrahl-Drucker ausschaut ist, dass die Farbtrenn-Kanten ziemlich ausgefranst bez. ineinander hineingelaufen sind. Scheinbar wurden alle Farben in einem Arbeitsschritt gleichzeitig oder zu kurz nacheinander aufgetragen.


    Kunststück, es kommt sehr wahrscheinlich aus einer Art Tintenstrahldrucker. Nennt sich Digitaldruck und bietet sich natürlich für alles an, was bei Tampondruck in einer Material- und Personalschlacht ausarten würde. Herr Bourret konnte damals wohl nicht vorausahnen, dass inbesondere Farbverläufe und gewollt «unsaubere», d.h. ineinander übergehende Farbtrennkanten für Modellhersteller alles andere als trivial sind.


    Ich werde «meine» Bourret wohl am Montag beim Händler in Augenschein nehmen. Ob ich sie auch in Empfang nehme, entscheidet entweder die Qualität des dort vorliegenden Exemplars – oder ich mache es weniger schlimm, in dem ich vorweg eine Flasche Gutedel leere …

    Das Grundproblem ist AFAIR die Ausführung des Mittengelenks mit doppelter, kurzkupplungs-analoger Kinematik. Mechanisch gesehen ist die mittlere Achse eine Jakobs-Achse – und damit die gewählte Kinematik ohne zusätzliche Sicherung gegen das ungewollte seitliche Ausscheren der Waggonhälften ungeeignet. Paradoxerweise hatte man bei Roco zu Zeiten der Konstruktion des «fahrenden Yoghurtbechers» (DB Baureihe 423) einen enormen Aufwand getrieben, dort dieses Verhalten zu verhindern. Wobei just jenes Modell aufgrund der geringen auf die einzelnen Wagenkästen wirkenden Zugkräfte eher weniger anfällig dafür ist.


    Du wirst das Problem mit zusätzlicher (oder auch einfach nur stärkerer) Zugfeder nicht grundsätzlich lösen können. Du verschiebst nur den Schwellwert für das Ausreissen der Hälften nach oben. Erkaufst dir das, mind. bei unbeladenen Waggons, allerdings mit höherer Entgleistungsfreudigkeit.
    (Wir – SAEWAG – hatten vor ein paar Jahren während einer Veranstaltung mal einen Zug aus 13 oder 14 dieser Autotransportwaggons laufen. Wobei das «Laufen» mehr ein Stehen und Entgleisen war – ohne interimsweise Aufballastierung mit Stahlblechen in der unteren Ladeebene lief da nicht viel.
    Und das war ein nahezu artrein aus dieser Konstruktion gebildeter Zug – einzig ein einzelner LSM 2-Achser lief da mit im Verband. Hinten liefen sie gerade, im vorderen Viertel zogen sich die Mittengelenke auseinander …


    Die eigene (KombiModell) Konstruktion von T2000 und Papagei hatte übrigens just im Bereich des Talbot-Gelenks die mithin grösste Anforderung an die Konstruktion. Die gesamte Funktionalität
    – Kinematik (damit die Wagenrahmen aussen nicht beschnitten werden müssen, siehe Roco Sggmrs(s), Tillig Papagei etc.),
    – Sicherung gegen Verdrehen und den beschriebenen «Zieharmonika-Effekt«,
    – Freigang in X- («Torsion», siehe Brawa Stettin) und Y-Achse (Kuppen und Wannen im befahrenen Geleis) und
    – Optik des Talbot-Gelenks mit seinen Gleitkufen
    war dazu in weniger als 5mm Einbauhöhe unterzubringen.


    Einfach war das nicht.

    Vielleicht bin ich zu blöd, um es zu begreifen, aber muss man das da wirklich haben?


    «Man» übersetzt mit:
    – Modellbahner wie du und ich? Nein, muss man nicht wirklich (notwendig) haben.
    – Hersteller? Ja, muss man in 2012 wohl einfach haben. Über die Gründe möchte ich hier nicht spekulieren.


    Just my two cent.

    Das interessiert zwar nur Wenige, aber trotzdem: Im AC-Analogbetrieb sind diese ZIMO-Dekoder so etwas von Scheisse, wenn man mit LokPiloten vergleicht. Anfahrverhalten mehr als mangelhaft. Das hatten wir vor vielen Jahren, zeitgemässe Dekoder sind um Quantensprünge voraus. Da waren sogar die jüngst eingebauten Uhlenbrock noch besser, und das will was heissen ...


    Deine Meinung. Die Erfahrungen mit den aktuellen Dekodern von Uhlenbrock sind IMHO nicht die schlechtesten.


    Aber – viel wichtiger für die BoBo:

    das von Zimo auf der Frontseite ihrer Homepage vorgestellte "Schweizer Messer des Function Mapping" wurde für die kommende Roco Re 4/4'' entwickelt. Das geht aus dem leider noch nicht auf die Homepage verlinkten neusten Newsletter von Zimo hervor. Hier deshalb noch der direkte Link zum September-Newsletter.


    Erstmal danke für die Link. In den «Vorlesungs-Skripten» aus Wien :D lese ich sonst eher selten.
    Dann bin ich doch mal gespannt, ob die Maschine ab Werk dann auch mit dem Parklicht, verzehrgerecht auf eine Fx gelegt, ausgetattet ist.

    Aber der graue Balken auf der Seite der Scheinwerfer hätte bitte gerade sein solle. So sieht alles irgendwie schief aus...


    Welchen grauen Balken meinst du?
    Falls das Teil oberhalb der Rangierertritte: Das ist integraler Bestandteil des geschweissten Lokkastens (also im Original natürlich. Das Modell ist wie fast jedes andere verkleinerungsbedingt ungleich Crash-fester als das jeweilige Original :rolleyes: .)
    Und «gerade» ist hier ja Sache der Betrachtungsweise: Dieser Bereich verläuft achsparallel entlang der Horizontalebene des Kastens und am «Anflanschpunkt» desselbigen. Nach aussen fällt er dann ab, sodass sich irgendwo in dieser Geometrie wieder ein Winkel von 15° (resp. 75°) ergibt.
    Und warum gerade dieser Winkel? – Kein Witz: Weil das Voith-Logo, d.h. der Schriftzug, in den Mittellängen der Zeichen einen solchen Winkel aufweist. Das hat sich ein Designteam aus Kiel einfallen lassen. 8o (Ob dabei weisses Pulver, Pilze oder andere, bewusstseinserweiternde Substanzen im Spiel war, kann im nachhinein nicht mehr festgestellt werden. Was allerdings Fakt ist: Das Design hat den Red Dot Design Preis erhalten.)

    In dem eMail, was mir vorliegt, steht aber etwas anderes:


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    auf alle Produkte der Firmen


    Märklin, Faller, Trix, Roco, Fleischmann, Viessmann, Vollmer, Noch, Busch, Herpa und Wiking!


    Und zwar auf unsere Preise und nicht nur auf die unverbindlichen Preisempfehlungen.


    Natürlich gilt das auch für den Versand (es werden im Internet unsere Preise angezeigt und darauf werden Ihnen noch einmal 20% abgezogen).

    Ich bin über das Nachbarforum aus dem grossen Kanton – Stummi – durch den neuen Thread zum Thema ASF auf Pickelgeleisen auf die Problemstellung beim Breuer aufmerksam geworden.
    Ich behaupt jetzt mal ganz keck, dass es eine Möglichkeit gibt, sowohl dem Breuer als auch dem ASF die Möglichkeit zu verpassen, auf 3L Geleisen (C und K) zu fahren. Dazu braucht es Radscheiben mit grösseren Spurkränzen sowie einen anderen Ansatz der Schleiferform.


    Kann mir jemand sagen, wie gross die standardmässig verbauten Radscheiben sind? Sprich: Durchmesser Laufffläche, dito Spurkranz. Radscheibenbreite und Durchmesser der Wellenbohrung. Und die Masse des Breuers (vulgo: das Gewicht).


    Weil Zinkdruckgussprodukte günstige (billige) Massenprodukte sind. Noch billiger ist Kunststoff.


    Ich kann dir Kunststoffe zeigen, die sind um Faktor x kostenintensiver als Z410, der am häufigsten verwendeten Zinkallegierung für Druckgussteile.
    Warum man Teile in Zinkdruckguss ausführt? Zumindest bei der Modellbahn sehr einfach zu beantworten: Weil man die Masse benötigt!
    Alles aus «Standard»-Polymeren oder deren Compounds und Blends (d.h. Mischungen aus verschiedenen Polymeren oder mit anderen Werkstoffen) herzustellen, wäre bei angetriebenen Modellen nicht gerade im Sinn möglichst hoher Zugkraft.


    Zinkdruckgussteile sind nicht per se schlechter oder besser als Plasteteile. Allerdings sollte man bei ersteren schon noch Geld und Zeit in die Galvanik investieren. So kann dem langfristig wirkenden Weissrost – nicht zu verwechseln mit Zinkpest! – entgegengewirkt werden. Technisch gesehen spricht man von einer «Passivierung» der Oberfläche, sodass durch Oxydation hervorgerufene Prozesse gar nicht erst starten können.


    Wenn ich einigen Triebfahrzeugen meiner eigenen bescheidenen Fahrzeugsammlung die Hauben abnehme, muss ich jedoch mit Kopfschütteln feststellen, dass sich diese Erkenntnis noch nicht überall durchgesprochen hat oder ggf. auch dem Sparwahn der Betriebswirte anheim gefallen ist.


    Ich habe eine anständige Frage gestellt, darauf erwarte ich eine anständige Antwort, das ist wohl nicht zu viel verlangt.


    Die du auch bekommen hast. Der Rest ist – zugegeben – vlt. der etwas rauere Umgangston aus Diskursen im grossen Kanton geschuldet.


    Zitat

    Ich bin einfach nur kritisch und will es genau verstehen.


    Wofür sich ein Diskurs wie dieser ja auch sehr eignet. Dazu gehört IMHO freilich auch, die eigene Position zu reflektieren und ggf. auch zu justieren.


    Zitat

    Den erwähnten Glasfaserwerkstoff erlebte ich als etwas gutes. Als Kunde von Modellbahnprodukten ärgere ich mich regelmässig über gebrochene Rastnasen oder anderen Unzulänglichkeiten die zu raschen Brüchen führen.


    Wenn es darum geht, Rastnasenverbindungen benutzerfreundlicher zu machen, würde ich allerdings anderen Kunststoffen, die sehr gutmütig auf Verformungen reagieren, den Vorzug geben. Die elastische Verformbarkeit eines PAxGFyz ist dann doch eher begrenzt.


    Zitat

    PMMA Scheiben sind um Klassen besser als PS. Beispiele gibt es hier im Forum, z.B. die Scheiben für den BDe 4/4 die Dornbierer und Partner herstellte. Sind gefräst und nicht gespritzt.


    Da halte ich dagegen mit PET-G: Praktisch unverwüstlich, gute Kratzfestigkeit, sehr gut verarbeitbar. Und bei der Maxima als wasserstrahlgeschnittene Teile für die Frontscheiben verwendet. :)

    Wie oft muss ich es noch schreiben, ich habe nichts gegen Kunststoffe solange sie hochwertig sind. Ich habe schliesslich genug oft damit zu tun. Nur ist das eben POM, PTFE, PEEK, Polyimid, PMMA usw. Als ich meinen Beitrag über die Kunststoffe schrieb, bin ich selber erschrocken was die Anbieter der gängigen Kunststoffe für das Spritztzgussverfahren an Nachteilen für ihre Produkte auflisteten, ich habe es mir nicht aus den Fingern gesogen.


    Warum wird kein PC für Gehäuse oder andere Teile verwendet? Warum werden keine Glasfaserverstärkten Kunststoffe verwendet?


    Sorry, was du schreibst ist Käse. Gerade die Chinesen lieben doch POM und verwenden es an mehr Stellen, als es mir als Kunden lieb ist (oder wäre).
    Auch das keine GF-verstärkten Kunststoffe in mechanisch hochbelasteten Bereichen eingesetzt werden, ist mind. in einem mir bekannten Fall nicht richtig.
    Warum man allerdings unbedingt reines PC für eine Kastenstruktur verwenden soll, wenn stattdessen ein ABS/PC-Blend über bessere Fliess- und Abbildungseigenschaften verfügt, kannst wohl auch nur du erklären. Und PMMA braucht es nun wirklich nicht für den Modellbereich – da reicht PS völlig aus.

    Für mich geht es um langlebige Qualität welche ich Piko nicht zugestehe. Für einen solch niedrigen Preis muss auch beim Material gespart werden, das muss zwangsläufig seine Konsequenzen haben.


    Ich bin sicher kein Freund der Produktion in weit-weit-weg-Land. Aber wie du hier Piko pauschal abqualifizierst, ist das schlichtweg Unsinn.
    Genausogut könnte man den Spiess umdrehen und behaupten: Nur weil das HAG-Produkt derart teuer ist im Laden, heisst es noch lange nicht, dass es ein solches langlebiger Qualität ist. Im Übrigen ist die Darstellung, dass das Piko-Produkt einen «solch niedrigen Preis» hat, IMHO etwas absurd. Im grossen Kanton kostet der DB GTW über 200 Euro!
    Wie wir alle wissen, muss der Preis erstmal nicht viel mit den zugrundeliegenden Kosten zu tun haben. Vielmehr hat er sich daran zu orientieren, was am Markt für ein Produkt erzielbar ist. Desweiteren bedeutet Lohnarbeit in der Schweiz auch nicht per se eine höhere Qualität als Lohnarbeit anderswo. Dazu bedarf es schon mehr Faktoren als den reinen Ort der Handlung. Und schliesslich gehen in die Kalkulation für ein Produkt wie dieses zwangsläufig die leider hohen Einmalkosten (hier: Konstruktion und Werkzeuge) ein. Auch diese haben ersteinmal nicht zwangsläufig etwas mit kurz- oder langlebiger Qualität zu tun – stattdessen schlagen sie umso stärker in die Kalkulation ein, je niedriger die Gesamtstückzahl angesetzt wird. An diesem Punkt dürften sich die Kalkulationen Mörschwil und Sonneberg stark voneinander unterscheiden – wozu sicher auch die grundlegende Konstruktion (Metall- vs. Kunststoff-Gussteile, Variantenvielfalt durch modulare Kopf- und Wagenformen) nicht unerheblich beiträgt.


    Zitat

    Die Achse der Schwungmasse aus Kunststoff zu fertigen ist für mich definitiv am falschen Ort gespart, so etwas muss zwangsläufig eiern. Zinkdruckguss ist im Piko GTW schliesslich auch enthalten. Zinkkorrosion war in der jüngeren Vergangenheit ausschliesslich Made in China. 8)
    Tatsache ist auch, bei jedem industriell hergestellten Werkstoff lässt sich Mist produzieren, da China zunehmend den Markt beherrscht und diktiert, kommt was kommt, möglicherweise sogar mit böser Absicht. Ich habe bei uns in der Firma schon haarsträubende Sachen gesehen.


    Zur Schwungmasse hast du ja bereits die passende Antwort erhalten.
    Dein China-Bashing in allen Ehren – geliefert wird das, was bestellt, kontrolliert (!) und bezahlt wird. Das ist in Europa genauso wie in China. Nur muss man in China halt etwas genauer aufpassen.


    Zitat

    Das Zinkdruckguss nichts hochwertiges ist habe ich schon mehr als oft genug geschrieben, Aludruckguss will scheinbar niemand verwenden. Zindruckguss ist immerhin nicht UV empfindlich und verliert seinen Weichmacher nicht. :thumbsup:


    Ja warum will wohl niemand Alu-Druckguss verwenden? Weils zu leicht ist! Die Fahrzeuge brauchen Masse.
    Die Weichmacher-Leier ist so alt wie sachlich bei vielen Kunststoffen nicht zutreffend – wird vom ewigen Wiederholen also nicht richtiger.
    Dass galvanisch nicht behandelter Zink-Druckguss zur Korrision neigt (Weissrost), muss man dir sicher nicht extra erklären. Dummerweise gibt es unzählige Beispiele von Modellen mit eben nicht «passivierten» oder anderweitig korrosionsgeschützten Zink-Druckgussteilen. Ich würde einer bestenfalls auch noch zu dick aufgetragenen Lackschicht alleine jedenfalls nicht blind vertrauen wollen.


    Mit welchen Argumenten wirst du eigentlich auf dem Bildschirm erscheinen, wenn dir ersteinmal ein Produkt aus hochmodernem, Feedstock-ähnlichem Polymer-/Metall-Mischwerkstoff in die Hände gelangt? Ist der Metallanteil darin dann «gut und langlebig» und die Kunststoffkomponente «minderwertig»?


    Edit:

    Mein Frage an Heineken, wenn die Kundschaft verlangen würde eine Maxima darf nur so viel kosten wie eine Piko Re 474, das heisst der Preis muss auf einen Drittel runter. Kannst du da noch etwas anbieten wo du dahinter stehen kannst?


    Nein, natürlich nicht! Das hat aber nichts damit zu tun, ob ich dahinterstehen kann oder nicht. Sondern mit dem konstruktiven Aufwand, entsprechendem Werkzeug-Bedarf und erst recht mit der Provenienz der Fertigung: In der EU, erst Recht in Deutschland, gelten Umwelt- und Sozialstandards, die eine direkte Konkurrenz mit dem weit-weit-weg-Land verbieten. Was im Umkehrschluss aber nicht automatisch heisst, dass jedes Produkt von anderswo automatisch «schlechter» oder «minderwertig» ist.
    Aber deshalb das erreichte Niveau abschaffen? Nein, ganz sicher nicht! Das käme einem Selbstmord aus Angst vor dem Tod gleich – IMHO können wir in Europa nach Jahrhunderten schmerzhafter Entwicklungen und Erfahrungen zu Recht stolz sein auf unsere Standards und diese auch verteidigen.
    Da sich die Erde vorauss. noch viele tausend Jahre weiterdreht, haben auch die sog. Billiglohnländer die Möglichkeit, ihre Lebensqualität zu steigern. Und damit meine ich mitnichten nur ein dickes Bankkonto, ein ebensolches Auto (womöglich noch aus deutscher Fertigung :D) und das zehnte iDevice.

    Nehmt es mir bitte nicht übel, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier «Metallfetischisten» (HAG) gegen «Plasteverteidiger» (Anti HAG) gegenseitig recht unkontrolliert ihren überflüssig aufgekochten Dampf aus dem Kessel lassen.
    Ihr nehmt jeweils Nicklichkeiten pro oder contra des Einen, um damit die Über- oder Unterlegenheit ggü. dem Anderen «nachzuweisen».


    Das ist doch Käse!


    Mit steht es nicht an, hier über HAGs Produkt zu urteilen. Ebensowenig werde ich mich dann auch über jenes von Piko äussern. Ausser der allgemeinenen Anmerkung, dass beide Produkte ihre Schwächen haben. (Wie übrigens fast jedes Stück Modellbahn – auch die eigenen! :S).
    Allerdings halte ich das Argument «Metall ist gut, Plaste ist Mist» für arg überzogen. Richtiges Metall, aus Blechen oder dem Vollen erzeugt, hat vielleicht einen eigenen Qualitätswert. Sicher aber nicht Zinkdruckguss. Und dazu bedarf es nichtmal der sattsam bekannten Problematiken Zinkkorrosion und Zinkpest. Auf der anderen Seite existieren wunderbare Polymer-Werkstoffe, mit denen sich Lösungen ergeben, die mit Z410 nicht oder nur zu wirklich unwirtschaftlichen Kosten erreichbar wären.
    Ich halte eine pragmatische Einstellung zur Werkstoffauswahl da für wesentlich zielführender!


    Welches Produkt am Ende erfolgreicher ist, ist für den Kunden erstmal zweitrangig. Zu wünschen ist freilich beiden Herstellern, dass sie Ihr Projekt mit einem Überschuss abschliessen können.


    Ihr wettert doch auch nicht darüber, dass in euren Töf inzwischen soviel Plaste statt Metall verbaut ist! Und da wird keine Grenze gezogen zwischen Kleinwagen und Luxusautos! Wer schon mal die Erfahrung mit einem abgetretenen Aussenspiegel gemacht hat, der hält evtl. nicht mehr viel von Metall-Druckgussteilen.
    Und viel Spass auch beim Platznehmen auf den Alcantara-«Leder» Sitzbezügen …
    (Gut, da ist der Sitzkomfort wirklich besser als auf einem Kettenhemd :))

    Wobei ich hoffe, dass beim fertigen Modell die gebrochene Strebe gerichtet wird (dort wo es wie ein X aussieht) ;)


    Das ist halt die Gefahr des «von und zu Guttenberg Machens» (Copy and Paste): Die Bilder und Bildbeschreibungen entstammen einem Logbuch-Eintrag von Mai 2009 – zu diesem Zeitpunkt wurde (zu meinem Missfallen) immer noch nicht mit kpl. fertigen Teilen gearbeitet.
    Übrigens, zum «X»: Ebenfalls im Logbuch finden sich Graphiken, die die Statik des Lokkastens (im Original) sehr schön erklären. Da erkennt man gut, dass in Kiel v.a. Maschinenbauer am Werk waren.
    Wer sich fürs Design interessiert: In der ETR, September 2006, Nr. 09 hatte es einen Aufsatz für die Designentwicklung der Maxima. Dort findet man auch sehr frühe Entwürfe, die mehr an einen Dyson auf Schienen erinnern als an eine Lok. Die am Ende gefundene Form folgt ja auch ganz klaren Ansagen aus der Sicht der Fertigung (Verzicht auf gebogene /spärische Bleche). So folgt dieses Design IMHO wesentlich deutlicher dem Grundsatz «form follows function» als vieles Andere, windei-geformtes Plastikgerümpel auf Schienen.
    Der Aufsatz, wie auch derjenige über die Maxima an sich im selben Heft, sollte noch im Heft-Archiv auf eurailpress.de verfügbar sein:
    http://www.eurailpress.de/index.php?id=149&tx_zeitschriften_pi1[artikel_uid]=1056
    http://www.eurailpress.de/index.php?id=149&tx_zeitschriften_pi1[artikel_uid]=1055
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