Beiträge von Richard

    Es wäre mir generell neu, dass in der Modellbahnbranche der Zulieferer Werkzeuge finanziert. Das ist immer noch Sache des Auftraggebers.

    HAG hat einige EWI-Varianten fabriziert. Die Metallfahrwerke waren zwar von HAG, die Plastkwagengehäuse aber von Lima. Ich wäre überrascht, wenn HAG da Lima die Spritzgussformen finanziert hätte (aber möglich könnte es natürlich durchaus sein). Dasselbe bei einigen ZVV-Dosto-Varianten auf Basis Fleischnann, welche als Varianten bei HAG erschienen sind.


    Im Falle der IC 2000 DOSTO Wagen scheint mir das jedoch ohnehin kein passendes Argument, da die entsprechenden Werkzeuge bereits existieren.

    DIes mag auch zutreffen. Nur, sind sie noch zu gebrauchen oder müssen sie erst wieder gebrauchstüchtig aufgearbeitet werden? Existiert der frühere Hersteller noch, oder muss ein Neuer gesucht werden? Es ist manchmal alles nicht so einfach, wie es für Aussenstehende vermeintlich scheint.


    Eine offensivere Kommunikation seitens des Herstellers wäre wünschenswert.

    Frag doch mal bei erzhal nach, ein Grossteil der Kommunikation über geplante Projekte läuft scheinbar über ihn.


    Gruss Richard

    Die massstäblichen Wagen von Roco kann ich nicht einsetzen, daher habe ich auf die von HAG gesetzt

    Hallo Martinsreich


    Du bist wohl einer der Wenigen, welche wie ich, verkürzten Wagen den Vorzug geben. (Ich bevorzuge den Längenmassstab 1:93.5.) Da heute lautstark Wagen im Längenmasssatb 1:87 gefordert werden, wird HAG wohl Mühe haben, einen entsprechenden Partner oder Zulieferer für verkürzte Wagen zu finden, welcher die passenden Spriz- und Druckgussformen finanziert. Es wird Dir also nichts Anderes übrigbleiben, als zu warten und zu hoffen.


    Gruss Richard

    Als zusätzliches Flussmittel hat sich bei mir Löthonig (Elektronik-Qualität) bewährt. Er wird in 7.5g-Tuben im Fachhandel (z. B. Conrad, Fohrmann) geliefert. Die Bezeichnung sagt es schon: Eine sehr klebtige Angelegenheit.

    Nach Gebrauch ist es aber wichtig, am Schluss den Deckel, mit einem, in Spiritus getauchten, Wattestäbchen gut innen zu reinigen. Die Tubenspitze und das Gewinde muss ebenfalls mit einem fuselfreien Tuch und reichlich Spiritus gereinigt werden. Anschliessend den Deckel nur leicht wieder auf die Tube drehen, und diese, wenn möglich, aufrecht stehend lagern. Macht man das nicht so, kann man den Deckel nie wieder abschrauben


    Gruss Richard

    Bei längeren Löten bekomme ich Kopfschmerzen kann das mit dem Bleianteil im Elektroniklot zusammenhängen?

    Eher nicht. Wie schon erwähnt, kann Blei bei den üblichen Löttemperaturen nicht verdampfen. Ursache dürften die Dämpfe des Flussmittels sein. Bei professionellen Lötarbeitsplätzen hat es darum immer eine Absaugvorrichtung (Ventilator mit eingebauter Filtermatte). Früher hat sich auch hartnäckig das Grerücht gehalten, Kolophoniiumdämpfe sollen impotent machen. Heute gibt es zwar auch andere Flussmittel, Kolophonium ist aber immer noch am wirksamsten.


    Gruss Richard

    Oski


    Ich verwende Multicore 60/40er-Lötzinn. Die Temperatur stelle ich auf 300...320°C ein. Wichtig ist aber auch, dass Du eine genügend grosse Lötspitze verwendest, damit das Lötzinn schnell zum Schmelzen gebracht wird, und die zu verlötenden Teile rasch aufgeheizt werden. Bei zu kleiner Spitze gelingt der Wärmetransport nur langsam, das Flussmittel verdampft oder verbrennt, bevor das Zinn richtig flüssig ist, man beginnt zu "braten", und im besten Fall entsteht eine matte Lötstelle.

    Bleifreizinn habe ich zwar auch, aber nur ein- oder zweimal damit gelötet. Hier muss am Lötkolben wahrscheinlich 350°C eingestellt werden.


    Gruss Richard

    Viele Hersteller sind inzwischen aus Kostengründen zu Eisendrähten/ Eisenlitzen übergegangen; auch Computerflachbandkabel sind kupferfrei und aus Eisendrähten.

    Das ist mir völlig neu. Ich habe bis jetzt jedenfalls kein Flachbandkabel gefunden, welches von einem Magneten angezogen wurde. Macht auch gar keinen Sinn, da der spezifische Widerstand von Eisen fast 6x so hoch ist, wie derjenige von Kupfer, was der Übertragungsleistung der heutigen Computertechnologie wahrschein höchst abträglich wäre. Aber wenn dem wirklich so ist, bei der meistens angewendeten Presstechnik bei den Kontaktierungen von Flachbandkabeln, ist die Lötbarkeit völlig wurscht.

    Es gibt allerdings Applikationen, wo mit Eisendrahtgeflechten gearbeitet werden muss. Z. B. Schaltschränke für Sichungsanlagen beim ÖV müssen elektrisch und magnetisch dicht sein, und dies ist nur mit Eisengeflechtschläuchen mit Schaumstoffkern zwischen Schaltschranktür und -gehäuse möglich. Aber auch bei diesen Dichtschnüren ist die Lötbarkeit irrelevant, sie werden mit einer Blechschraube an einem Ende mit dem Gehäuse verbunden.

    (Aber es kann durchaus möglich sein, dass diese kupferfrei Flachbandtechnologie während den letzten eineinhalb Jahren eingeführt worden ist, und ich habe davon Nichts mitbekommen. ;))


    Gruss Richard

    Da hochgradig giftig, wurde der Bleianteil verringert.

    Da wird mental wieder einmal mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Blei ist nicht giftig, nur Bleidämpfe. Mit einem Elektroniklötkolben kann man aber Lötzin mit 38% Bleianteil niemals soweit erwärmen, dass sich dabei giftige Dämpfe bilden.

    Wenn ich mich richtig erinnere, lässt die EU-Konformitätsrichtlinie einen Bleianteil von max. 0.5% des Gesamtgewichts eines Produkts zu. In einer 500g schweren Lok wären also 2.5g Blei. Die paar Lötstellen in einer Lok lassen sich also vertretbar mit altem Elektroniklot der Zusammensetzung 60/40 (oder 62/38) nachlöten, wenn man an der Elektronik etwas ändern muss. Ausserdem führt die geringere Temperatur dazu, dass weniger Kabelisolationen verschmort werden. Ausser der höheren Löttemperatur ist ein weiterer Nachteil von Bleifreilote der viel stärkere Abrand der Lötspitzen (und Fabrikationeinrichtungen).

    Es gibt natürlich auch Bleifreilote mit niedrigerem Schmelzpunkt. Die sind aber nur schwierig im Fachhandel zu finden. Die wird meistens erreicht, indem man Wismut zulegiert. Die Problematik dieses Metalls ist aber aus der ehemaligen DDR bestens bekannt, Also keine wirkliche Alternative.


    Gruss Richard

    Hallo Michael


    Dass der Motor eingerostet ist, ist eher unwahrscheinlich. Was ich aber bei Roco-Loks auch schon festgestellt habe, ist, dass vor allem bei älteren Loks, das Getriebefett leicht verharzt ist. Ein kleiner Trpfen Universalöl, auf jeder Seite der Zahnräder und bei den Achslagern, kann da Wunder wirken. Im MoBa-Fachhandel habe ich schon Spezialöl in einer Flasche mit einer dünnen Kanüle gesehen. Zum fein dosierten Ölen sind die optimal. Versuchs einmal so! Viel Vergnügen.


    Gruss Richard


    Ups, habe gerade festgestellt, dass Muni271 etwas schneller gewesen ist.

    Den digitalisierten Loks war ab Werk eine ESU-Bedienumsanleitung begelegt (diesbezüglich ev, beim Anbieter nachfragen), sonst ist sie analog. OP von HAG ist nicht mehr lieferbar, wurde im Startbeitrag aber auch nicht verlangt. Das Angebot wäre aber sicher eine gute Ausgangsbasis, da vierteilige Züge nicht so oft angeboten werden.


    Gruss Richard

    bleibt also nur die Nachrüstung durch den Besitzer.

    ... und dies erfordert viel handwerkliches Können, da Originalbeleuchtungssets von Fleischmann fast nicht mehr zu finden sind. Und wenn, dann nur zu horrenden Preisen, und praktisch nur Einzelstücke.


    Trotzdem, viel Vergnügen, falls Du so ein Projekt in Angriff nimmst.


    Gruss Richard


    N.b.: Am Liquidationsverkauf habe ich in Mörschwil 4 oder 5 Spangaro-Beuchtungen gefunden, welche in der Länge genau für diese Dostowagen zugeschnitten waren. HAG hat also mit einer solchen Innenbeleuchtung mindestens experimentiert, Vielleich sind ja einzelne, so nachgerüstete Wagen auch in den Verkauf gelangt. Weiss jemand mehr?

    Von allen erwähnten Fahrzeugtypen habe ich von Roco keine gekauft, da ich meinen Bestand dieser Fahrzeugtypen mit Produkten aus Mörschwil :) gedeckt hatte. Darum dürfte dies Verüackungsart mir wohl nicht begegnet sein. Wenn die beschriebenen Problem aber tatsächlich verbreitet auftauchen, werde ich sie aber sicherlich auch nicht vermissen. ;)

    Seit ca. 1990 habe ich immer mal wieder eine Roco-Lok gekauft. Alle waren mit der bekannten, durchsichtigen Folie in der Styropor-Verpackung geliefert worden. So ein Küchen-wisch-und-weg-Tüchlein habe ich wirklich noch nie in einer Roco-Originalverpackung gesehen. Auch an Börsen habe ich nie so eine Einlage gesehen. Gab's wirklich noch weitere Roco-Loks, die in so einer Vlieseinlage geliefert worden sind?

    Die Ankündigungen sind jawie immer sehr interessant. Was leider immer fehlt, sind Preisangeben. Es würde mich ja nur interessieren, mit welchem Zielpreis etwa zu rechnen ist. Das würde eine Vorbestellung sicher leichter machen.

    Mal eine grundsätzliche Frage: Was brauchst Du, AC oder DC?

    Deinen wagen Angaben entnehme ich, dass Du mal einfach einen Wagen ersteigert hast, ohne besteimmte Erwartungen an die Stromart.

    Ich habe noch 8 Räder der "ersten" Generation, welche ich Mitte der 80er-Jahre von einem Wechselströmler erhalten habe, da sie auf den Achsen durchgedreht haben. Die haben alle auch nur eine Spurkranzhöhe von 1.2mm. Die identische Spurkranzhöhe muss also schon einige Zeit in der Produktion angewendet worden sein.

    Somit ist wohl gesichert, dass ab der neuen Generation (1986??) nur noch universelle Räder mit identischem Spurkranz AC/DC verbaut wurden. Aber die verchromten Räder waren anfangs auch auf den Loks der neuen Generation 3.45mm breit und erst ab den brünierten Rädern nur noch 3.05mm.

    Meine Loks der alten Generation wurden alle produziert, bevor die neue Generation auf den Mart kam. Infolge dessen haben sie auch noch die ca. 3.5mm dicken Räder. Teilweise habe ich deren Motoren aber später mit neuer Deckplatte, neuem Rotor und einem zusätzlichen Kugellager auf System 88 hochgerüstet. Die erste Lok mit neuen, dünnen Rädern, war dann die Re 6/6 "Aigle".


    Die Fahrzeuge waren bei fast allen Herstellern früher etwas pummeliger. Ein Grund war sicher, dass die Räder dicker waren, um die Entgleisungssicherheit zu erhöhen. Die Grossserienfahrzeuge waren ja ursprünglich als Spielzeug gedacht, und nicht als Sammelobjekte für Nietenzähler. Dann, mit den neuen Generationen, begannen sich die Hersteller den höheren Ansprüchen der, jetzt zahlungskräftigeren, Modellbahner sowie der Bürokratie, sprich NEM-Norm, anzupassen. Und damit kamen auch die ca. 3mm dicken Räder bei HAG, welche der NEM-Norm abgenähert sind.


    Freundliche Grüsse

    Richard