Beiträge von Richard

    Hallo Dumeng


    Besten Dank für das Foto.
    Ich habe zwar bemerkt, dass das Drehgestelle bei meinen Loks in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, trotzdem aber den R1 (ca. 350mm) noch durchfahren können.
    Um zu schauen, ob es spürbare Differenzen gibt, werde ich auch einmal eine Lok so modifizieren, wie es Deine Fotos zeigen.


    Freundliche Grüsse
    Richard

    Die Lok sieht wirklich fantastisch aus!


    Ich habe schon bei zwei meiner BLS-Re4/4 die Schienenräumer der Ae4/4 angenietet. An den Schienenräumern war aber keine Nacharbeit notwendig, wie oben erwähnt ist. Beide Loks laufen einwandfrei ohne Einschränkung inclusive R1.
    Wo gibt es eine Verbesserung, wenn der Schienenräumer nachgearbeitet wird und wie muss er nachgearbeitet werden?


    Freundliche Grüsse
    Richard

    Was mich überrascht, sind Neodymmagnete, in Längsrichtung magnetisiert. Solche "Stabmagnete" suche ich schon lange, um Reedkontakte im Gleiskörper zu aktivieren. Anfragen bei Händlern diesbezüglich sind bis jetzt immer negativ beantwortet worden. Alle haben flache Plättchen oder scheibenform, welche senkrecht zur gössten Fläche magnetisiert sind. Das Beste war noch die Würfelform.
    Stäbchen schneiden und ummagnetisieren ist mir bis heute nicht gelungen (nur das ummagnetisieren!).


    Sollte der ausgefräste Zwischenraum zu gross sein, kann man ihn einfach mit normalem Eisen wieder "auffüllen". Ein ev. zu schwaches Magnetfeld könnte man durch zwei aufeinandergelegte Scheibchenmagnete verstärken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein (oder zwei) Neodymmagnetplättchen mit den Abmessungen 10x10x2mm und ein zusätzliches Stück Eisen locker einen alten Ferritmagneten mit der Grösse 10x10x10 oder 10x10x12mm ersetzen konnten.


    Freundliche Grüsse
    Richard

    Hallo Patrik


    Die Schnecke ist mit einem leichten Presssitz direkt auf der Motorachse aufgesteckt. Die ursprünglich vorhandene Lagerbuchse der Rotorachse habe ich entfernt. Für die Originalschnecke müsste eine Zwischenachse hergestellt werden. Ich habe eine neue, längere Schnecke verwendet.


    Gruss
    Richard

    Hallo zusammen


    Der verwendete Motor diente im CD- Laufwerk als Schubladenantrieb. Von Mabuchi gibt es zwei Typen: Der eine ist mit V13.0, der andere mit V5.9 unten links auf der Etikette beschriftet. Dies scheint die Betriebsspannung zu sein. Die Informationen im Internet sind nicht so ganz klar. Der V5.9-Typ wird nach kurzer Betriebszeit mit 12V sehr heiss, der V13.0-Typ erwärmt sich praktisch nicht. Verwendet habe ich also den etwas seltener zu findenden V13.0-Typ. Ähnliche Typen gibt es auch von anderen Herstellern, mann muss aber testen, ob sie für 12v-Dauerbetrieb geeignet sind (Erwärmung).


    Bei der Auswahl spielt natürlich auch der Fahrzeugtyp eine Rolle. Hier ist es kein Streckenfahrzeug, welches stundenlang einen langen Zug über die Gleise zieht. Ein Traktor rangiert vorwiegend ein oder zwei Wagen in einem Bahnhof oder bringt sie ins nahe gelegene Fabrikgelände. Für diesen Fahtbetrieb sind die Motore problemlos geeignet.
    Trotzdem habe ich natürlich auch einmal einen 12V-"Dauertest" gemacht. Einmal zwei Stunden mit angehängtem 4-achsigem Personenwagen, einmal zwei Stunden mit zwei 2-achsigen Metallgüterwgen. Der Traktor hat sich dabei nur unmerklich erwärmt.


    Der Motor ist von der Unterseite mit zwei M2-Senkkopfschrauben befestigt. Der Platz für den Magnet bleibt leer. Um die Zugkraft zu erhöhen, könnte dort ev. noch ein Bleigewicht eingesetzt werden. Vielleicht wäre auch der Einbau eines kleinen Digitaldecoders möglich.


    Freundliche Grüsse
    Richard


    [Blockierte Grafik: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/userpix/246_HAGTraktorAntrieb__002k_2.jpg]

    Hallo zusammen


    Manchmal kaufe ich auch absichtlich verbastelte Loks an Börsen. Bei diesem Traktor war verbastelt aber noch beschönigend, fragmentiert traf eher zu. Am Oberteil waren nur noch die beiden senkrechten Griffstangen vorhanden. Am Unterteil waren noch die beiden Bühnenschutzbleche mit den Puffern und die Antriebsachse mit dem Schneckenrad montiert.


    Für den Antrieb habe ich einen 13V-Mabuchimotor aus einem kanibalisierten CD-Laufwerk verwendet. Der läuft einwandfrei ab 2V und gleich leise wie ein Faulhabermotor, aber zu einem Bruchteil von dessen Kosten. Räder für 2.1mm-Geleise und Gegengewichtsscheiben habe ich selber hergestellt. Anstelle der Originalkuppelstangenschrauben habe ich die etwas diskreteren einer TRIX-V36 verwendet. Bei Zeit und Gelegenheit werde ich noch solche mit 2.5mm Schlüsselweite anfertigen.
    Beim Oberteil habe ich die Griffstangen mit 0.5mm Abstand eingeklebt. Anschliessend wurde es mit Original-HAG-Nitro-Dosenfarbe neu gespritzt. Die Farben habe ich seit der Liquidation vor vielen Jahren immer wieder aufgepäppelt. Der Dachaufbau ist noch nicht ganz fertig, da das Löten der Dachleitungen fehlgeschlagen ist. Ich versuche es jetzt mit kleben.
    Als Kupplungen habe ich dann noch diejenigen der neuen Ae6/6 verwendet.


    Natürlich weiss ich, dass man das Fahrzeug in ähnlich4er Ausführung auch kaufen kann oder konnte. Nur kaufen kann jeder, selber restaurieren macht aber sicher mehr Spass.


    Freundliche Grüsse
    Richard


    [Blockierte Grafik: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/userpix/246_HAGTraktor_rot_100k_1.jpg]

    Hallo Cebu Pacific


    Ob ich fachlichen Blödsinn geschrieben habe oder nicht, darüber können sich von mir aus die Experten den Kopf einschlagen. Wenn man wie vorgeschlagen im Internet recherchiert, merkt man sehr bald, dass die sich auch nicht einig sind.
    Tatsache bleibt aber, dass es meine eigenen Erfahrungen aus beruflicher und Hobby-Beschäftigung sind. Die technischen Angaben stammen aus Gesprächen mit einem Physiker ETH, welcher sich bei meinem früheren Arbeitgeber mit Zinkkorrosion an Druckgusskleinteilen befassen musste. Er gab mir auch den Tipp mit dem Glasstrahlen.
    Mit einer Ausnahme hat mir mein "Fachwissen" die letzten 20 Jahre ermöglicht, an Börsen restaurierbare Fahrzeuge mit Oberflächenschäden von solchen mit strukturellen Problemen zu unterscheiden.
    Wer von meinen Erfahrungen profitieren will, kann es natürlich gerne tun. Wer findet, es ist Blödsinn, der lässt's eben bleiben. Ist mir auch egal frei nach dem Sprichwort: Was kümmert's die Eiche, wenn das Borstenvieh den Rücken an ihr kratzt...


    Freundliche Grüsse
    REichard

    Hallo zusammen


    Bis heute habe ich zwei verschiedene Arten von Zinkkorrosion gesehen:


    Das erste war das weissliche Pulver, welches sich auf Zinkoberflächen und unter dünnen, nicht kompakten Farbschichten bildet. Diese Zinkoxyd entsteht durch Fechtigkeit und breitet sich bei Temperaturen unter 10°C ziehmlich schnell aus. Dieses Oxyd ist nicht besonders tragisch, wenn es sich nicht in die Qberfläche eingefressen hat. Durch Glaskugelstrahlen und neu Lackieren kann der Vorgang gestoppt und zum Verschwinden gebracht werden. Meine ersten Wagen und Loks habe ich so ca. 1985 restauriert, sie sind heute noch einwandfrei ohne neue Oxydbiildung. Dass Reinigungsmittel die Oxydbildung auslösen, habe ich bis heute noch nicht erlebt.


    Die zweite Korrosionsart ist weit schlimmer. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden verunreinigte Zinklegierungen zur Herstellung von Modellfahrzeugen verwendet. Einschlüsse von edleren Metallen, z. B. Kupfer, und eindringende Feuchtigkeit ergeben galvanische Elemente. Dieser Effekt, interkristalline Korrosion genannt, kann nicht aufgehalten werden, für die Modellfahrzeuge bedeutet es den sicheren Tod. (Dinky Toys Auto-Sammler können ein Lied davon singen.) Dass ein Fahrzeug von dieser Korrosion befallen ist, erkennt man daran, dass die betroffenen Stellen zuerst aufquellen und nachher in weisses Pulver zerbröseln. Die weiter oben beschriebenen Fehler von angerissenen Teilen an Seethal-Krokodilen könnten durchaus durch diesen Effekt entstanden sein.



    Freundliche Grüsse
    Richard.

    Hallo Gian


    Ist natürlich richtig mit dem Dachstock. Manchmal ist es eben kompliziert, unsere tägliche Umgangssprache korrekt ins Hochdeutsche zu übersetzen.


    Mit der Lagerung im Dachstock wollte ich die grossen Temperaturunterschiede ansprechen, welche offenbar meinen Loks bis jetzt nichts anhaben konnten. Wichtig ist vor allem eine trockene Lagerung von Loks mit Metallgehäusen, da Zinkblüte bei Temperaturen unter 10°C und zusätzlicher Feuchtigkeit sich etrem schnell ausbreitet.


    Auch Rostansatz habe ich bis jetzt bei meiner Lagerung noch keinen gefunden. Einzig eine Märklin Ae3/6 war einmal völlig blockiert. Grund war das verharzte Fett. Ich musste diese Lok dann komplett zerlegen und in Petroleum auswaschen. Seit dem Zusammenbau und neuer Schmierung mittels Kugellagerfett läuft sie wieder einwandfrei.


    Gruss
    Richard

    Hallo zusammen


    Der Magnetfeldverlust war ein nicht zu vernachlässigendes Thema, solange Stahl- und Ferritmagnete verwendet wurden. Diese mussten mit geschlossenem magnetischen Feld gelagert werden. Seit es AlNiCo-Magnete gibt, sind solche Verluste ohne entsprechende Messgeräte nicht praktisch mehr nachweisbar. Modernen Selteneerde-Magneten dürften sich gleich verhalten wie AlNiCo-Magnete. Ich besitze eine starke Entmagnetisierplatte, um Werkzeuge u. Ä. zu entmagnetisieren. Mit dieser Platte kann ich Stahl- und Ferritmagnete komplett entmagnetisieren, bei AlNiCo- und Selteneerden-Magneten ist mir dies noch nie gelungen. Bei solchen Magneten kann das Magnetfeld eher durch Erhitzen zerstört werden (Curie-Temperatur).


    Dass Feldmagnetkörper für Gleichstrommotoren aus zusammengenieteten Blechlamellen hergestellt werden, ist werkzeugtechnisch bedingt. Es ist viel günstiger und genauer, ein Stanzwerkzeug für 1mm-Blech anstatt für 5mm-"Blech" herzustellen. Den magnetischen Fluss kümmert es nicht, ob der magnetische Kreis durch ein Blechpaket oder durch massives Eisen geht.
    Bei Wechselstrom-Motoren müssen es sogar unbedingt Blechpakete sein, um die Wirbelstromverluste im Statormagnetkörper klein zu halten.


    Gruss
    Richard

    Nach den verschiedenen Berichten über Zinkkorrosion habe ich heute mein Seethal-Kroki auch aus dem Estrich geholt. Es ist die braune Versin mit Serienr. 282838.
    Ich habe die Lok abwechselnd ca. 2 Jahre in der Vitrine , dabei mache ich gelegentlich etwas Fahrbetrieb, dann ist es wieder 2 Jahre in der Originalverpackung in einer Kartonschachtel im Estrich. Bei uns ist der Estrichboden isoliert, das Dach nicht. Die Ware im Estrich ist also voll den Temperaturschwankungen ausgesetzt.
    Offensichtlich habe ich beim Kauf Glück gehabt, mein Kroki hat keine Anzeichen von Korrosion oder ähnlichen Schäden.
    Die Kuppelstangen sind auch leicht fleckig. Es kann aber kein Rost sein, den sie sind nicht magnetisch. Viel eher denke ich, dass der Grund dafür die heute üblichen, chemischen Brünierlösungen sind, welche meistens nicht so schön gleichmässig deckend arbeiten. Ich vermute, dass die Kuppelstangen aus Preisgründen aus Zinkdruckguss oder einer Legierung mit diesem Material hergestellt werden.


    Frerundliche Grüsse
    Richard

    Was mich an dieser Anzeige mehr irritiert ist der Begriff "Eigentümergewinn".
    Einen Warenlagerwert von Fr. 300'000.- hat man heute sehr schnell zusammengetragen. Sehr viel intressanter wäre es zu wissen, bei welchem Umsatz der Gewinn "entstanden" ist. Mit solchen Zahlen könnte man auch abschätzen, wie realistisch bei dem eher schrumpfenden Markt die Zukunft dieses Moba-Geschäfts sein könnte.
    Es ist schon klar, dass so ein Geschäftsverkauf keine kurzfristige Sache ist. Da die Inserate aber schon doch schon längere Zeit und wiederholt lauffen, scheint es sich doch nicht umbedingt um den grossen Renner zu handeln.


    Gruss
    Richard

    Cebu Pacific bemerkt richtig, da wäre ein Blick auf die Konstruktionszeichnungen notwendig. Es sollte ja nicht so schwierig sein, bei den korrespondierenden Durchmessern von Drehgestellrahmen und Ausstanzung im Lokträger Nennmass und Toleranz herauszulesen.
    Ich habe es noch nicht nachgemessen, aber viele verschiedenen Versionen scheint es nicht zu geben. Schon aus betriebwirtschaftlichen Gründen dürften für alle Loks der alten Generation dieselben Stanzwerkzeuge verwendet worden sein. Bei der neuen Generation scheint der Durchmesser etwas kleiner, aber auch dort scheint wieder immer mit dem gleichen Stanzwerkzeug gearbeitet worden zu sein.


    Gruss
    Richard

    Ich habe bei meine gerade greifbaren HAG-Loks das Spiel der Motor-Drehgestelle auch einmal kontrolliert. Dabei habe ich aber keine gefunden, welche übermässiges Länsspiel hatte, ich schätze einmal allerhöchstens ein Millimeter. (Seitwärtsspiel geschätzt ca. 0.2...0.3mm.)
    Da das Spiel ja durch die beiden kreisförmigen Ansätze am Drehgestellrahmen und dem Durchbruch in der Lokträgerplatte bestimmt wird, wäre es ja vielleicht möglich, dass ein Forumist von HAG einmal die Sollmasse bekannt gibt. Diese könnten dann einfach mit einer Schiebelehre überprüft werden.
    Neben verzogenen Lokträgerplatten (je nachdem, ob der Durchbruch vor oder nach dem Biegen gestanzt wird, durchaus möglich), könnten auch verbogene Drehgestellrahmen die Ursache für zu viel Spiel sein.
    Das der montierte Motortyp einen Einfluss hat, kann ich mir nicht vorstellen. Die Halbmondförmigen Ansätze am Motor und der Motorendeckplatte schliessen die "Führungsnut" am Drehgestellrahmen nur gegen oben ab. Versuche an einer BLS Re 4/4 von ca. 1974 mit einem ganz neuen Motor 88 haben diese Annahme auch bestätigt. Dieselbe Festellung habe ich auch früher schon gemacht, als ich eine einmotorige BLS Ae 8/8 mit Motor 67 auf zweimotorig Motor 88 umgerüstet habe.


    Freundliche Grüsse
    Richard

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Durchtrennen des Wechselstromstators und einsetzen eines Neodymmagneten bei HAG-Motoren nicht funktionieren soll. Das gleiche habe ich schon mehrfach bei Märklinmotoren mit Erfolg gemacht.


    Rüdiger empfiehlt, den Stator nicht vollständig durchzutrennen, damit sich die Bleche nicht verschieben. Vielleicht liegt da der Fehler. Wird nur ein Schlitz für den Magneten eingefräst und der Magnet eingesetzt, entsteht ein magnetischer Kurzschluss. Das Magnetfeld "fliesst" nicht über den Rotor, sondern über den stehen gelassenen Rest das Stators.


    Damit die Statorbleche nicht lose werden und sich verschieben können, muss man das Statorpacket vor dem Trennen mit dünnflüssigem Sekundenkleber oder verdünntem Lack sichern. Der Klebstoff muss zwischen die einzelnen Bleche fliessen.


    Physikalisch verhält es sich so, dass stärkere Magnete die Drehzahl etwas reduzieren können. Dass ein Motor wegen zu starkem Magnetfeld aber nicht mehr dreht, habe ich noch nie erlebt.


    Gruss
    Richard