Beiträge von Unholz

    Gab es von HAG auch (grüne)/rote Ae 6/6 mit den Scheibenwischern unten ? Sowas wäre ja nicht ganz abwegig.

    Oh ja, durchaus. Ich habe das in der UNUM-Datenbank jeweils wenn möglich erwähnt. Es handelt sich vorwiegend um spätere Mörschwil-Produktionen, da ja wie von Michel erwähnt die Modernisierungsaktion beim Vorbild erst um 2003 einsetzte.

    Alle mir bekannten rot/blauen Cargo-Ae 610 von HAG (11 032, 11 080, 11 084, 11 086, 11 095 und 11 106) haben die Scheibenwischer unten zur Mitte montiert.


    Das Modell 124.09 ist ein absoluter Sonderfall, da es mit dem Wappen von Rotkreuz keinem realen Vorbild entspricht und als Sondermodell (Auflage 30 Stück) von den Händlern Alpnacher und Zolli-Bolli quasi im Voraus (also vor den anfangs genannten Modellen) produziert wurde.

    Auch allfällige Besitzer des "Gold-Krokodils" 32560 sollten dieses vielleicht mal kurz auf Probefahrt schicken. Es gibt Berichte über Exemplare, die nach kurzer Fahrt zu "knacken" bzw. zu wackeln/zucken beginnen - hier bei Minute 1:45 kurz zu erkennen:


    Möglicherweise in Lizenz durch Bombardier hergestellt... :D

    Ja, die Lok sieht tatsächlich fast zu gut aus für eine "Fälschung". Mich irritiert nun aber eher die Dachfarbe, denn zumindest bei meinen beiden Exemplaren ist es hellgrau. Die fehlenden erhabenen Betriebsnummern scheinen mir demgegenüber normal zu sein, denn das 11116 war ja stets aufgedruckt.


    Ohne die Lok in Händen gehalten zu haben, würde ich mal auf ein frühes Exemplar des Modells 162 tippen, bei dem für das Dach Silber wie beim Vorgängermodell 160 verwendet wurde. Kleine Detailabweichungen von Serie zu Serie gab's ja bei HAG immer wieder mal, weshalb ich an deiner Stelle das Exemplar durchaus in Ehren halten würde.


    Mir würde sich höchstens die Frage stellen, ob das Schiebebild entfernt werden soll, aber dabei bestünde die Gefahr, dass Kleberückstände oder ein "Schatten" bleiben würden. Somit wohl eher darauf verzichten, sofern es nicht so spröde ist, dass es gleichsam von selber abblättert.

    Leider funktioniert dein Bildlink nicht, sodass es relativ schwierig ist, das Modell einzuordnen.


    Sicher ziemlich unpassend ist das Schiebebild Sarnen, aber es scheint insbesondere in Deutschland eine Art Tradition (gewesen) zu sein, Schweizer Loks mit allen möglichen und unmöglichen Schiebebildern zu verzieren, weil das offenbar als "typisch schweizerisch" empfunden wird. ;) Es gibt hier im Forum den bekannten Thread "Rollmaterial: Wappen auf Modellen - ein Unwesen mit Tradition", der ziemlich vielsagend ist.


    Rot umgespritzte Modelle auf Basis 160 tauchen dann und wann auf; meistens handelt es sich dabei um Bastlerarbeiten, aber einzelne andere sehen gar nicht übel aus.

    Schwierig - vermutlich weniger wegen der Vergilbung selber, sondern weil die Schiebebilder wohl einer gründlichen Reinigung entgegenstehen.


    Abgesehen von dieser Möglichkeit ( Ultraschallbad: http://www.emag-germany.de/ftp…nigen_mit_Ultraschall.pdf ) hätte ich eher ein Bad in einer milden, lauwarmen Spülmittellösung (mit Pril usw. oder Sebamed-Seife) empfohlen - aber eben, dann sind die Abziehbilder auch weg. :shock:


    Willst du nicht eher den Wagen als "natürlich gealtert" so lassen, wie er nun mal ist...? ;)

    Da hast du ja ein originelles Modell erwischt, in welchem so ziemlich alle "Spezialitäten" zusammenkombiniert wurden, die man im HAG-Teilelager gerade so fand. :)


    Ich würde auch auf eine frühe Serie tippen, vor allem wegen der BUCO-Dachisolatoren, des "Entgleisungsschleifers" und der Panto-Sonderbauart. Aber ganz sicher wird man mehr als fünfzig Jahre später kaum sein können, denn wie heisst es doch so schön im UNUM-Vorwort:


    Zitat

    Untervarianten

    Die UNUM-Liste enthält nur die (nach Meinung der Herausgeber) häufigsten bzw. auffälligsten Modellvarianten. Da einzelne Fahrzeuge über sehr lange Zeiträume produziert wurden, ergaben sich oftmals von Serie zu Serie äusserliche oder technische Detailabweichungen. Diese betreffen beispielsweise den Farbton von Drehgestellblenden (bei Triebfahrzeugen früher tendenziell hellgrau, dann dunkler; bei Personenwagen hingegen anfangs schwarz). Auch Dächer, Inneneinrichtungen oder die Ausführung der Radsätze (Scheibenräder bei der ersten Ae 6/6, hingegen Räder mit roten oder grauen Speichen bei der zweiten Ae 6/6 und bei der Ae 4/7) änderten sich manchmal. Solche Unterschiede können wertvolle Hinweise für die Bestimmung des Alters eines Modells geben; allerdings hat man bei HAG dann und wann auch «vergessene» ältere Teile in einer Serie oder anlässlich eines Reparaturauftrages weiter- bzw. wiederverwendet, was die Einordnung zusätzlich erschwert.


    Die Standard-Farbvariante des Modells Nr. 650 (also die hellblaue mit der leicht "hammerschlagartig" gewellten Gehäuseoberfläche) ist eigentlich auf Auktionsplattformen und Börsen sehr günstig zu haben, da ja die Zahl der Analogfahrer allmählich zurückgeht.


    Von ein paar "Angefressenen" gesammelt werden dagegen die etwas ausgefalleneren Stücke, zum Beispiel die ganz seltene im ersten Beitrag dieses Threads oder die Farbvarianten (rosa, königsblau, grasfroschgrün, crèmeweiss, goldig oder - absolut rar - die Reisslackausführungen). Mehr als etwa Fr. 150.-- bis 200.-- sollte man aber auch dafür nicht bezahlen müssen.


    Im übrigen Vorsicht bei der Verwendung dieser Trafos mit digitalen Loks - der Umschaltimpuls hat wohl schon dem einen oder anderen Decoder das Leben gekostet. ;)

    Nein, diese spezifischen Puffer (also eben der Triebwagen von MO, WM usw.) sind etwas speziell, indem sie wohl in hellgraue Farbe getaucht wurden. Diese hat eine Neigung zum Abblättern. Das sieht zwar auf den Pufferplatten irgendwie noch vorbildgerecht aus (wie das Schmierfett, das sich beim Vorbild dort befindet), aber anderseits ist es schon nicht gerade "schön". ;)