Beiträge von Ostermayer

    Stefan,

    in der Sache wird man Dir kaum widersprechen können. Und dabei hast Du gar noch nicht alles aufgezählt, was einem aufmerksamen Beobachter auffallen könnte. So erklärt auch jemand, wie ein Re 460 Gehäuse auf den Rahmen kommt, aber der Rahmen ist verkehrt herum gehalten.


    Und doch, ich würde jetzt da nicht wetten wollen, ob ein hoch professionelles Video welches x mal bearbeitet moderiert und optimiert wurde à la Mercedes - Benz , oder ein spontanes HAG Video frisch ab der Presse, da wird zumindest nichts verheimlicht und nichts weg versteckt, das hat auch einen gewissen Reiz und wirkt authentisch.


    Am Schluss zählt das Resultat:roll::), ich bleibe mal weiterhin zuversichtlich. Die 11517 ist fast am Schluss, nach so vielen Ae 6/6 und auch einiger Foren-Kritik, jetzt wissen sie wie es geht. Ich werde in jedem Fall eine Brunnen kaufen! Man soll sich nicht so leicht Angst einjagen lassen...


    Gruss

    Hermann

    Hallo Lexu,

    bin nicht sicher, ob wir von der gleichen Sache sprechen, ob es sich um modernisierte HAG Motoren handelt, oder noch die vom Typ 64. Was auch immer, bei den älteren HAG Motoren mit Gleitlager: auch meine Erfahrung, die brauchen für Modellbahn-Verhältnisse nicht nur ein bischen Oel. Zwar NIE viel auf`s mal, sonst verdreckt der Kollektor und die Kohle/Bürste leiten nur noch schlecht den Strom weiter. Aber "alle paar Kilometer" Fahrt erfordert die Lok unbedingt einen "Oel-Service", sonst kreischen bis streiken früher oder später die Lager.


    Doch die moderneren HAG Motoren mit dem Kugellager: hat es da nicht unübersehbar einen roten HAG Beipack-Zettel: man solle das Kugellager explizit NICHT oelen? (Die anderen Lager schon!!).

    Ich bin gut gefahren, diese Anweisung zu beachten. Habe es gwunderhalber an einer Abbruch-Lok getestet. Die HAG-Lok mit dem geölten Kugellager (HAG-Oel) fuhr danach markant schlechter. Der HAG Hinweis wird schon stimmen...


    Gruss

    Hermann

    @ Lexu

    sooo selten war / ist das nicht bei der HAG Spur 0 Re 4/4 I. Wenn ich Dich wäre, hätte ich gleichfalls keinerlei Angst:).

    Ich wünsche Dir weiterhin viele Freude mit Deiner HAG Spur 0 Anlage. Von Deiner Sorte sollte es mehr Leute geben.


    So langsam reagiert eine schlechte Zinklegierung nicht! Siehe Märklin H0 Seetal Krokodil De 6/6, die kristaline Zersetzung benötigt oft nur einige wenige Jahre, um aktiv zu werden, mit den bekannten unschönen Folgen. Sofern ein Modell bis heute heil geblieben ist, dann werden uns die Modelle um Faktoren überleben, wenn sie normal gut gelagert werden. Extreme Feuchtigkeit u. Temperatur Differenzen, z.B. die Lok aus einem überhitzten Raum nehmen und im Auto vergessen, welches z.B. im Februar in La Brévine im Freien steht, ist zu vermeiden. Im Weiteren ist mir bisher noch NIE eine 0 HAG Re 4/4 I als GANZES von Zinkpest befallen aufgefallen, sondern wie erwähnt immer "nur" die gleichen Teilbereiche. Hauptsächlich der Luftkessel und seltener Drehgestell-Blenden betroffen. NIE das Gehäuse! In den späten 1980-er gab es recht häufig HAG Spur 0 Re 4/4 I mit Zinkpest-Schaden am Gewicht (Luftkessel). Das dürfte heute längstens repariert, oder gleich die ganz Lok entsorgt worden sein? Aber wenn es einem Wunsch entspricht, sobald mir mal das nächste Exemplar auffällt, (und ich die Kamera dabei habe) gibt es ein Foto. Extra die Lok kaufen, nur als Beweis, das ginge mir dann doch zu weit. Bisher sammelt nur Stefan Unholz gemäss seinen eigenen Worten ;)(nur als Teilbereich nehme ich an) HAG Fehler-Loks.


    Ich lasse mich von der geballten Ladung an Fachwissen gerne überzeugen, dass es wohl Klebstoffreste sind. Danke für eure Meinungen.

    Zinkpest ist das ganz sicher nicht, das behauptet ja auch niemand! Es ist offensichtlich, bin auch der Meinung, Kleberückstände. Beim 2. letzten Foto nicht mal das, mindestens besenrein hinterlassen! Die Lackoberfläche wurde stellenweise auch gleich "weggeputzt"...


    Gruss

    Hermann

    hallo Rüdiger,

    da habe ich nicht den Eindruck, dass Du Feuer an wirfst, sondern sachlich was nachfragst:


    Kamera: Nikon D-800 (die neuere, noch bessere D-810 gab ihren Geist auf). Verwendetes Objektiv für ALLE hier gezeigten Ae 6/6 Fotos: Nikon Makro Festbrennweite 105mm. Beides zusammen ergibt tendenziell schärfere Fotos, als das Auge gerade noch so als schön empfindet. Es kommen "Fehler" zum Vorschein, welche man vorher gar nicht bemerkt hat. Es braucht eine tip top klinisch sauberes Modell. Würde man in dieser Form die nächst beste Lok an einer Börse oder eine ältere bisherige Lok aus meiner Sammlung fotografieren: es sähe aus, als hätte ein Sandsturm statt gefunden. (Aber man muss beim reinigen aufpassen, dass es nach dem reinigen nicht noch verschlimmbessert wird. Dann ist vielleicht der Staub weg, dafür Kratzer entstanden.


    Haftreifen: Wenn ich HAG wäre, würde ich den Ball zurück an die Kundschaft werfen. Die Foren sind doch selber nicht ganz einig, ob überhaupt Haftreifen und wenn ja, wo und wieviele? Würden sich beide Foren auf einen gemeinsamen Nenner einigen, würde sich HAG ganz sicher danach richten. Aber das wäre auch wieder schade, es hat doch immer seinen Grund, wieso jemand viele-, oder keine Haftreifen will. Ich habe auch schon via Händler Sonderwünsche angebracht, nämlich weniger Haftreifen, welche dann auch bei meinem Modell berücksichtigt wurden:thumbup:! Die anzahl Haftreifen hat nichts mit falsch oder richtig zu tun, sondern mit Vorlieben und individuelle Anlage-Ausführung. Wenn einer gerne öfters Pneu wechselt, maximale Zugkraft wünscht, und auf optimale Stromaufnahme pfeift, der ist mit 6 Haftreifen gut bedient. Reicht einem knapp genügende Zugkraft und legt Wert auf optimale Stromabnahme, kann man getrost ganz auf Haftreifen verzichten. HAG wählt einen Haftreifen-Kompromiss. Meine Idealvorstellung wäre: ganz auf Haftreifen verzichten, aber standarmässig 2 Motore..., aber auch damit wären längstens nicht alle Kunden einverstanden. So hat halt jeder seine eigenen Idealvorstellungen.


    Räder

    Ja das wirkt wie eckige Räder. Es sind Nur unschöne harmlose störende Lichtreflexe. Das Foto "schwindelt" nicht vorhandene Fehler vor. Chrom und Glanzlack zu fotografieren ist sehr anspruchsvoll. Profis fotografieren nicht mehr nur, sondern verwenden virtuelle PC-Programme, wie es (in dem Fall das Rad) am besten aussehen sollte, wenn was nicht von selber schön aussieht.


        

    Anbei beide Drehgestelle DER SELBEN LOK UNVERÄNDERT, jetzt gerade ohne Blitz 0815 im Büro ad hoc fotografiert. Jedes Foto vom selben Gegenstand ist nie exakt ganz genau gleich!


    Lack bei den Lampen: viel besser als bei den bisherigen Loks, aber 200% perfekt ist es nicht, schon gar nicht bei diesem schwarzen Glanzlack. Die Kamera ist schonungslos neutral und macht aus einem winzigen Staubkorn oder Haar gleich ein grosser Grand Canyon.

    Mit der Fleischmann Ae 3/6 stehst Du metallisch moderner und neuzeitlicher da

    Empedokles: :thumbup:

    genau an das dachte ich auch. Die Fleischmann Ae 3/6 I ist ein wunderbares Metall-Modell an die SBB Fans. Qualitativ sehr gut, sehr schön ausgeführt und preiswert noch dazu.

    Zumal Dieter Schmid noch schreibt: grün oder BRAUN. Eine braune SBB Ae 4/7 gab es 1:1 nicht und in 1:87 sind braune Ae 4/7 gesuchte Sonderserie Raritäten, egal von welchem Hersteller. Aber auch da: die Liliput braune Ae 4/7 ist mit Abstand noch die günstigste braune Ae 4/7. Vielleicht kommt mal Piko noch auf die Idee, eine braune Fantasie-Ae 4/7 herzustellen?


    Ich würde Empedokles Rat ausführen und eine braune Fleischmann Ae 3/6 I zulegen. Das einzige was dagegen spricht, vielleicht hat Dieter Schmied bereits dieses Modell? Die Ae 3/6 I gab es beim Vorbild wie auch beim Modell in braun wie in grün und ist das Geld mehr wie Wert, die Chancen unter CHF 200.- sind ausgezeichnet. Ein Teil der Serie durfte auch 110 km/h fahren, statt nur 100 km/h, Fleischmann berücksichtigte dies mehr wie ausreichend, eine richtige Schnellzug Lok:)... welche trotzdem auch ganz langsam kriecht, wenn dies gewünscht ist. Die Lok hat über weite Bereiche gute Laufeigenschaften.


    gehörst Du nicht auch zu den HAG-Beratern?

    der ist gut!

    Da wäre sinnvollerweise eher noch Stefan Unholz als HAG-Berater geeignet, der kann besser und kürzer pointierter schreiben und HAG wüsste woran sie mit ihm sind.

    Woraus bestünde der Nutzen für die Firma HAG, wenn ich ein Berater wäre? Nicht dagegen sein, ist eine gar magere "Leistung". Am meisten dient man HAG als zufriedener Kunde!


    Wer verteilt die Rollen? HAG Stansstad muss offenbar der böse Blofeld spielen. Gem. HAG Forum sind die MoBa-Forumisten seine Soldaten (bin gerne einer davon!) und das HAG Forum ist der Retter vom nicht mehr existierenden heiligen Gral Mörschwil. Ich betone lieber die Gemeinsamkeiten, als die Differenzen. Es ist ja niemand gezwungen, an beiden Foren Teil zu haben.


    Gruss

    Hermann

    ein paar Detailfotos der S 11148-31 Ae 6/6 11414 Luzern SCHWARZ lackiert.


    Wenn man HAG für Fehler kritisiert, darf man auch erwähnen, wenn sie es gut bis perfekt ausführen:).

    Sicher wird man auch hier Fehler finden, wenn man genug lange danach sucht und jedes Farbmolekül einzeln anschauen möchte. Doch gegenüber der ehemaligen HAG Mörschwil braucht sich dieses Modell wahrlich nicht zu verstecken. (da ich hier im Forum überhaupt darauf aufmerksam wurde, entsprechend (auch) hier die Fotos eingestellt).


    Übersicht:

        


        


    Details:

       


       


       

    Schleiferbetrieb ist erheblich unzuverlässiger/ störanfälliger, als immer wieder kolportiert wird

    Muni 271,

    kannst Du das belegen? Bei (beleuchteten) Wagen stimme ich Dir zu, bei Loks nicht! Kabel können hüben wie drüben brechen, lose sein, Wackelkontakt erzeugen, egal ob DC oder AC.


    Etwas zuverlässigeres als das Märklin Mittelleiter System betr Lokomotiven gibt es gar nicht! Nun, da auch das 2-Leiter System in den letzten Jahren betr. Stromaufnahme viel zuverlässiger geworden ist, spielt dieser bekannte Märklin Pluspunkt keine so grosse Rolle mehr, als noch vor 40-50 Jahren. Auch wenn bei Märklin die Masse wörtlich doppelt ;)den Strom rückleitet und der Schleifer recht ordentlich abgebraucht, verdreht, verschmutzt sein darf, es braucht viel, bis das Märklin System seinen Geist aufgibt! Ich sehe bei Märklin H0 nicht die Funktion der Loks im Nachteil, doch bei den Wagen sieht es anderst aus. Schleifer zwecks Wagen-Innenbeleuchtung, ist immer wieder ein Grund von Entgleisungen. Stromführende Kupplungen sind viel besser als nichts, haben aber auch ihre Nachteile. Den Zug beleuchten, geht bei 2-Leiter DC viel einfacher und erzeugt erst noch weniger Rollwiderstand.


    Und doch, Märklin selber gibt Dir ja auch indirekt recht: "heimlich" unter der Lok-Haube wird Märklin immer wie "gleichstromiger". Neuheiten haben oft einen zentral eingebauten DC-Motor u. Kardan mit Schneckengetriebe. Ganz ähnlich dem Roco System, in ähnlicher Form schon seit 45 Jahren erfolgreich praktiziert. Da könnte Märklin doch gleich den Schritt ganz zum 2-Leiter System wagen?


    Die Gründe wieso nicht, haben kaum mit der bewährten AC-Technik zu tun, sondern mit der Märklin Kultur. Ich möchte die Gesichter der eingefleischten Märklin Fans sehen, wenn die Firma Märklin verkünden würde: seit einigen Jahren wurde Trix-Express (weitgehend) eingestellt, nun ist es auch für Märklin Mittelleiter AC, Zeit (ganz) für`s Museum! Die Firma Märklin würde zukünftig ausschliesslich hochwertige kompromisslose 1:87 Ausführung in 2-Leiter DC(C) unter dem Label Trix anbieten:wink:.


    Wenigen Modellbahnern käme so eine reine Erfindung gar nicht so ungelegen. Doch die treuen klassischen Märklin Kunden wären darob kaum begeistert! Teils über Generationen(!) werden Anlagen betrieben, diese Kunden soll man nicht vor den Kopf stossen. Eine bestens funktionierende Märklin Anlage will niemand mit neuen DC-Gleisen ausstatten. Vorhandene Rollmaterial billig verkaufen, nur um das Gleiche wieder in DC(C) zuzulegen, das will auch niemand tun. AC(C) und DC(C) werden weiterhin parallel existieren, oder gleichzeitig gemeinsam verschwinden.


    Gruss

    Hermann

    Ich würde mal ganz spontan sagen dass diese Lok dann überhaupt nicht mehr fährt.

    zugegeben: nur auf`s Gleis gestellt, ist Deine Aussage völlig korrekt. Nun, es gibt Prüfkabel, zur Not tut`s auch übliches Modellbahn-Kabel und Krokodilklemmen und dergleichen.


    Was die Erfahrung angeht: es lohnt es sich, ein Modell zu opfern, welches keinen finanziellen Wert mehr hat. Man ist nur wegen sowas noch lange kein Digital-Spezialist und es besteht durchaus das Risiko, dass man dabei mehr Schaden als Nutzen anrichtet, oder versehentlich dabei weitere Elektronik zerstört und nicht (mehr) in der Lage zu erkennen ist, welches Kabel/Leiter welche Funktion inne hat. Das ist ohnehin oft nicht mehr so leicht auseinander zu halten.


    Finanziell sinnlos, eine 0815 Lok reparieren zu wollen. Wenn bereits eine "ganze" Lok im Wiederverkauf keinen grossen Wert mehr hat, dann erst recht nicht als Hobby-repariert. Und doch finde ich es eine gute Idee, sich eine billige Test-Lok anzuschaffen und daran nach Belieben herum hantieren, bis es geht oder bis man die Lok vollends zerstört hat.


    Heutzutage gibt es Extreme in beide Richtungen. Vielleicht passt dazu besser ein Vergleich vom Bergwandern: Es gibt Alpin Anfänger, die wollen gleich als erstes auf`s Matterhorn, statt sich mal vorerst an einem Jura Hügel zu versuchen. Oder aber ich erlebe mehr das Umgekehrte: Der Wanderweg vom Fronapstock zum Klingenstock ist ein gänzlich harmloser aber "langer" Wanderweg von 1,5 bis 2 Std. Allein schon seine Beschilderung wirkt Angst einflössend, völlig übertrieben. Als ginge es auf eine anspruchsvolle Expedition. Viel zu viele Leute bereiten sich Sorgen was alles schief gehen könnte. Meine Empfehlung an solche Leute: Probiere doch einfach... So ähnlich sehe ich das auch bei der Modellbahn.


    Gruss

    Hermann

    Hallo Re 6/6

    Die beiden Stefan haben eigentlich schon alles erwähnt, was man dazu überhaupt bemerken kann.


    ergänzend möchte ich noch anfügen: Kauf doch einfach mal eine unschöne(!) Lok, welche ungefähr dem technischen Stand entspricht, den Du erwartest. Loks mit erheblichen Lackschaden, aber technisch noch einwandfrei original, bekommt man mit etwas Geduld und Glück zwischen ca. 15.- 20.- und 50.-


    Und dann, lege los. Mach Dich mit der Zeit durch testen und ausprobieren erfahrener. Experimente mit 220-250 Volt sind gefährlich und daher zu unterlassen! Alles andere auszuprobieren und zu testen, finde ich - gerade für einen Anfänger - sinnvoll, selbst wenn dabei das Modell draufgehen sollte. Eine technisch interessante, aber kommerziell wertlose Lok liefert in der Regel wertvolle Erkenntnisse stellvertretend für alle Loks. Man braucht wahrlich nicht jede Lok zu metzgen. Jedoch ein einziges Modell sollte fast Plicht sein! Es ist eine sehr kostengünstige Art, zu Wissen zu gelangen.


    Auch bewährt hat sich das Ausschluss-Verfahren:

    - zucken und zucken die anderen Loks auch (mehr oder weniger), dann liegt es an dem Gleis / Stromzuführung / ggf. Kurzschluss am Gleis?

    - entfernt man den Dekoder und die Lok läuft analog genau so schlecht wie vorher, stimmt an der Lok selbst etwas nicht.

    - läuft die Lok ohne Dekoder einwandfrei, dann muss der Dekoder wahrscheinlich defekt sein.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Fehlersuche:)


    Gruss

    Hermann

    Und fürs blosse Weichenstellen genügt analogen Menschen wie mir dieses rund 60 Jahre alte Schaltmodul:

    Stefan, da muss ich widersprechen! GENAU DAS 7072 GENÜGT EBEN NICHT!

    Das Märklin Stellpult 7072 sieht wunderschön bunt aus, ist relativ kompakt und einfach zu verstehen wie es funktioniert. Und es dürfte mit grossem Abstand das meist verkaufte Stellpult überhaupt sein! Viele Leute haben es bestimmt nur der Optik wegen schon gekauft.


    Aber Tatsache ist, mit dem 7072 wird viel zu viel die Weichen-Wicklung gekocht! Empedokles, dann stinkts wirklich! Der Kunststoff hat sich minim verzogen, aber ausreichend genug, dass sehr oft die Knöpfe hängen bleiben / klemmen! Was Dauerstrom verursacht. Dieser bekommt Impuls gesteuerten Magnet-Weichen (welche nicht endabgeschaltet sind) gar nicht gut!


    Wer vorsintflutlich analog schalten will, (ich bin einer davon), fährt besser wenn er die noch etwas älteren 50-60 jährigen blauen Märklin Stellpulte aus Blech verwendet, oder beliebige Stellpulte anderer Hersteller, oder die "Knöpfe" aus aus dem Do it zum selber basteln. Oder auch die neueren Märklin Stellpulte welche optisch hellgrau/weiss sind, funktionieren bisher einwandfrei. Und auch die 7072 Stellpulte, weil es davon dermassen zig tausende gibt, hat man 50 : 50 Chancen dass es noch funktionierende gibt. Aber ich würde dieses Risiko einer verschmorten Weiche (Antrieb) nicht eingehen, bei so viel besseren Möglichkeiten.


    Gruss

    Hermann

    "Rühre nicht in fremden Töpfen! Da fängt's nur an zu stinken."

    das stimmt so definitiv nicht!

    viele Leute wollen nicht mal mehr im eigenen Topf rühren, geschweige denn im fremden Töpfen, sondern lieber gleich sofort essen (wollen). Es sollte ja noch erlaubt sein dürfen, dass Roland ein Link für ein neues HAG Produkt anbringt und vorstellt. Abgesehen vom MoBa-Forum, wo denn sonst? Dieses Forum hier heisst immer noch HAG Forum! Nicht etwa WSF = Winterthurer Schimpf Forum.


    Falls selber kochen: eigener Topf oder fremder Topf, ist das so wichtig? Einzig die Qualität des zu kochenden Inhaltes zählt, ob es stinken wird, oder fein riechen soll! Stefan wusste ganz genau, er macht ja selbst keinen Hehl daraus, dass seine extrem spitze Feder, gepaart mit viel Sarkasmus, beim einen oder anderen Forumisten auf Unverständnis stösst! Prompt schlägt die Mausefalle zu.


    Empedokles lebst Du andauernd auf 3000-4000 Meter über Meer? In zivilen Gegenden sind für ein reichhaltiges Menue 2 Töpfe ganz normal, mindestens! Ansonsten stinkts dem Koch selber und er ist zu faul für den Abwasch?


    Man kann (aus meiner Sichtweise) Stefan Unholz anerkennen, völlig grundlos waren bisher seine Kritiken nie. Nie grundlos, aber immer wie mehr masslos. Dass ein Anwalt exakter hinschaut, bis er was gefunden hat, mag der Anstoss auch noch so winzig sein, gehört wohl zu diesem Berufsbild. Ob es Stefan Unholz effektiv um die sachbezogene Kritik geht, oder um Groll gegen Stansstad, dass kann letztendlich nur er selber wissen? Zumindest ist das HAG FPSM Schaltmodul jetzt etwas bekannter:). Sooo viel Einfluss haben jetzt Foren auch wieder nicht, es wird der Markt entscheiden, ob das Modul einem Bedürfnis entspricht.


    Gruss

    Hermann

    @62: ich verstehe die Frage nicht: wieso soll HAG nicht bei Polytrona sein dürfen / sollen? Es ist für die Kundschaft ganz bestimmt kein Vorteil, wenn HAG einen sehr extremen Mietzins bezahlen muss, wie zuvor in Stans. Wenn schon (Lokomotiven) Form-Neuheiten vermutlich keine mehr zu erwarten sind, dann ist doch nichts dagegen einzuwenden, wenn der Besitzer versucht, gewisse Synergie Effekte zu erreichen? Macht er es, scheint es nicht willkommen zu sein? Macht er es nicht, würde genau dies ihm auch vorgehalten werden... Selbst eine womöglich etwas mangelnde Betriebsanleitung muss noch kein schlechtes Zeichen sein, ein Bonus auch nicht gerade unbedingt... Dies kann ja noch nachgebessert werden.


    In früheren Zeiten hatten selbst die teuren Fulgurex Lokomotiven, und auch HAG, teils auch Märklin, nicht mal eine schlechte, sondern gar keine Anleitung und niemand störte sich daran. Zugegeben eine Modul-Anleitung ist komplexer, als eine Lok aufs Gleis stellen...


    Für mich gibt es dazu 2 wesentliche Punkte:

    - wer Digital "toll" findet, wartete nicht 34 Jahre für ein Weichen-Modul, damit die Weichen am PC (heutzutage Handy) steuern kann. Der hat es längstens...

    - wer Analog bevorzugt, lässt sich kaum mehr umstimmen und ist glücklich mit den diversen mechanischen Weichen-Stellschaltern. Es gibt diese bei fast Kosten nahe 0.- noch zu tausenden...


    Ob es genügend Nachfrage zwischen diesen beiden Grundpositionen gibt? Das wäre eine Nischen-Bewirtschaftung innerhalb einer Nische. Jedoch kann man nicht immer von sich aus gehen? Womöglich und hoffentlich wird es Leute geben, welche genau dieses HAG-Produkt bevorzugen. Die Werbeabteilung von HAG muss dies einfach noch mehr hervorheben, was genau der Vorteil gegenüber anderen vergleichbaren Produkten ist.


    Gruss

    Hermann

    Warte nur, bis die Chinesen die Blecheisenbahnen der Spur 0 entdecken. Dann geht ein Markt auf!

    Lieber Stephan,

    blos nicht. Wenn die China-Kultur in der Schweiz das Zepter übernommen hat, das dauert noch ca. 100 - 200 Jahre, das würde für uns bedeuten: wer 2 HAG oder 2 Buco Lokomotiven hat (oder mehr) = Gefängnis weil die Logarithmen an das Zentralbüro melden: "unkontrolliert, lässt seinem emotionalen Wirken zu viel Freiraum". // Wer keine einzige Buco oder HAG Lok hat, kommt gleichfalls ins Gefängnis, dem wird mangelnde Heimat - Verbundenheit und fehlendes Interesse für Schweizer Spielzeug Kultur vorgehalten. Da lobe ich mir das hier und jetzt: die einen Modellbahner digitalisieren nach Lust und Laune, frei nach ihrem Gutdünken. Andere dürfen noch ganz ungestraft das digitale Zeugs herausreissen, damit die Lok nicht nur nach klar definierten Parametern-, sondern IMMER UND GANZ VON SELBER(!) fährt, sobald Strom läuft. Im 2019 und hoffentlich noch lange darüber hinaus: Jeder frei nach seinem Gutdünken, ganz wie man will!


    Gleichfalls Dank an Dich, für Dein http://www.blechundguss.ch

    Da findet man übersichtlich und rasch viele Informationen, :thumbup:was das Vergessen der "alten Modellbahn Spielzeug Kultur" hinaus zögert. Oder gar vielleicht den einen oder anderen Leser zum Sammeln anstiftet. Dieser Modellbahn-Virus mag zwar rückläufig sein, aber wer mal davon befallen ist, dem eilt es nicht, davon geheilt zu werden.


    Gruss

    Hermann

    Sehr gerne!

    Nur auf die hauptsächliche, nicht sehr erfreuliche, Quintessenz sind wir noch gar nicht erst eingegangen: nämlich dass die Spur 0 im sterben liegt, das wäre jetzt stark übertrieben, aber krank angeschlagen ist die Spur 0 schon, es ist offensichtlich.


    Ob jetzt eine solche INJECTA-Gehäuse Spur 0 Re 4/4 I zu 0%, 50%, 100% von HAG stammt. Solche Geschichten haben - vielleicht - noch einen gewissen Unterhaltungswert in Foren, aber auf den Markt keinen Einfluss. Erwin würde vielleicht ausdrücken: wer nicht mit der Zeit geht, (Sprich aktuelle zeitgemässe Modelle kauft), der vergeht mit der Zeit. Das hier ist ein gutes Beispiel, dass an dem Spruch doch was Wahres dran ist. Auch wenn ich es persönlich genau anderst herum handhabe.


    Der Beschreib vom erwähnten Internet Angebot stimmt mit Sicherheit nicht, who cares? Zu früheren Zeiten zahlte man mindestens soviel nur schon für das rohe Gehäuse mit dem erhabenen "Gotthard". Das von Stefan zitierte Angebot ist immerhin eine fahrfähige Lok und es interessiert, anscheinen trotzdem kein ernsthafter Käufer. Das ist eben auch eine Tatsache. Der Spur 0 gehen langsam die Käufer aus! Da würden auch exakte Angebot-Beschreibe nichts daran ändern.


    In dem Zusammenhang ein Vergleich: Das Hauptargument von den Spur 0 Replicas war, dass es den Markt beleben würde und sich Tinplate Liebhaber welche per se Interesse an der Modellbahn haben, aber sich kein Original leisten können (oder wollen!), trotzdem zum gewünschten Modell kommen. Heute ist es manchmal genau umgekehrt: Es braucht viel Mut und Goodwill von guten Replica Hersteller, aktiv zu sein, bei 0815 Modellen kostet die Replica-Version deutlich mehr, manchmal das doppelte, als das Buco-Original! Wobei man bemerken muss, die Buco Neuauflagen werden zu einem sehr fairen Preis angeboten. Für den Preis welche eine Buco Lokomotive derzeit an einer Auktion erzielt, da braucht es von einem Herrn wie Max Stahel viel Goodwill und Durchhaltevermögen. Reine kommerzielle Anliegen sind da wohl eher sekundär, es scheint die Begeisterung für die Marke Buco zu sein.


    Trotzdem, man darf sich nicht täuschen: wenn wirklich echte originale Schweizer Spur 0 Raritäten aus den 1940-er und 1950-er Jahren auftauchen, dann kommen schon noch ein paar Sammler hervor, garantiert! Die meisten dieser relativ wenigen Sammler in diesem Bereich wollen nicht primär ihre Sammlung vergrösseren, sondern die letzten weissen Flecken durch noch fehlende Raritäten ersetzen. Wenn jetzt eine ominöse blaue HAG Spur 0 Re 4/4 I oder die nicht ganz so extrem rar ROTE HAG Re 4/4 I angeboten werden würde, (mir fehlen natürlich beide Raritäten), es ist nicht davon auszugehen, dass sich der Verkäufer um einen zu tiefen Preis sorgen müsste, - wenn so eine Lok, möglichst von mehreren Personen, für original und gut erhalten befunden wird.


    Aber Spur 0 Modelle welche schon vor 20-30 Jahren magere Preise brachten, aus welchen Gründen auch immer, sind heute erst recht nicht mehr gesucht. Die grünen HAG Re 4/4 I Varianten, haben sich im Preis halbiert, oder sind gar noch günstiger geworden. Auch ca. 40 jährige Spur 0 Fulgurex Modelle, z.B. die Be 4/6 Lok , da fehlt ganz offensichtlich (auch) in dem Bereich der Käufer-Nachwuchs, die Angebote sind so tief wie noch kaum je zuvor. Ein run darauf ist trotzdem nicht feststellbar.


    Der kleine bis winzige Anteil an den vorläufig noch sehr gut bezahlten "Super" Raritäten kann den Gesamtmarkt Spur 0 im Bereich Tinplate und ältere Messing Modellen nicht retten. Vielleicht kommt mal auch wieder eine Gegenbewegung?!? Man, zumindest ich, weis es nicht. Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass der (Schuld)Zins von damals 8-9% (!) gegen 0.- tendiert. Mit dem Nachteil, dass Firmen u. Fabrikanten, welche viel Geld auf ihrem Konto haben, betreffend Gebühren mit einer runden 0.- noch gut bedient sind. Viel eher müssen sie dafür bezahlen, überhaupt Geld auf ihrer Bank haben zu dürfen! In so einer Zeit sind gute Sachwerte vielleicht noch nicht mal das Dümmste? Aber gleichfalls mit hohem Risiko verbunden. Wenn man jemandem vorher erklären muss, was ein Gokü oder CCS 800 ist, dann will dieser jemand sowas auch nicht erwerben wollen.


    Gruss

    Hermann

    Ich verstehe bekanntlich gor nix von Spur 0

    wer`s glaubt...:wink:

    Stefan Du verstehst von Vielem ganz viel:)! Ausser vielleicht Begeisterung für HAG Stansstad aufbringen, da braucht es noch etwas Zeit und Übung;).


    Ich bin mit Dir ganz einig: mit Sicherheit keine (originale) HAG Lok.

    Es ist jedoch etwas komplizierter als es auf den 1. Moment scheint. Der Verlauf hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der klassischen 140 HAG H0 Ae 4/7, dieses Gehäuse hat ja auch in seinen knapp 40 Jahren = 4 Hersteller erlebt. Von Car 1946 über Jibby, Buco, bis HAG in die 1980-er Jahre hinein.


    Soweit mir bekannt, Irrtum vorbehalten - fertigte HAG den Zink-Druckguss nicht selbst (intern), sondern Vergab den Auftrag extern. Dito einige Jahre zuvor SPIEWA UND ANDERE, beide hatten den gleichen Rohguss-Hersteller, nämlich Injecta! Es wäre noch interessant zu erfahren, wie die Usanzen / Verträge damals waren, zwischen dem Guss-Rohling Fabrikanten und den effektiven Modellbahn-Herstellern? Offenbar konnte jeder bei INJECTA Spur 0 SBB Re 4/4 I Gehäuse kaufen, (bestimmt nicht einzeln!) auch wenn andere Hersteller bereits Gehäuse bezogen hatten! Das Problem löste sich ohne jedwelche Juristerei ganz von selber, per Angebot und Nachfrage: Salopp ausgedrückt: Die anderen Hersteller probierten, HAG machte Nägel mit Köpfen! Dies führt zu den in Sammlerkreisen unüblichen Situation, dass die seltenere Variante z.B. Spiewa viel rarer wie auch billiger ist! Weil fast immer verbastelt, Fremd-Teile daran und/oder defekt! Gäbe es das Goldacher Buch und Hansueli Gonzenbach nicht, es wüsste niemand mehr Bescheid, ist es doch 73 Jahre her.


    Nur ein Rohgehäuse ergibt noch lange keine fertige Lok! Drehgestelle, Antrieb, Ausrüstung und Detaillierung überforderte mach ein anderer Mitbewerber. In den späten 1940-er Jahren konnte niemand mehr mit HAG gleichziehen, oder gar besser sein. Erst mit Keiser kam jemand, welcher eher noch die schöneren Spur 0 Re 4/4 I angeboten hatte. Aber nicht mal diese Modelle hatten die besseren Laufeigenschaften, als die legendären HAG Re 4/4 I in Spur 0.


    Über das "Gotthard" kann man sich streiten, exakte Modellbahner wollten schon damals nichts von gratis Fantasie-Zugaben wissen, die hätten besser die Fronten exakter erstellt. Die ersten INJECTA Re 4/4 Gussgehäuse waren nicht übertrieben schön. Das Spiewa-Dach von INJECTA 1. Generation sieht aus, als hätte es eins aufs Dach bekommen, von vorne betrachtet. Man hat fast das Gefühl, es sei ein schlecht sitzendes Blechdach. Es ist Guss, aber die Rundung nicht gut und schön gelungen. Mit jeder Neuauflage verbesserte sich die Gussform Markant!


    Wer hat in seiner Sammlung eine unverbastelte betriebsbereite originale Spur 0 (Spiewa) Re 4/4 I Bj. 1946 - 1949 welche NICHT von HAG stammt? Ich selbst nicht! Das gibt es bestimmt, doch diese Sammler kann man an an 1-2 Händen abzählen, welche dieses Glück haben! Ich behaupte jetzt einfach mal, ohne es zu wissen: 90 - 95% der noch existierender Spur 0 Re 4/4 I von 1946 -1949 welche nicht aus dem Hause HAG stammen, sind verbastelt. Die Antriebe der Mitbewerber, so überhaupt vorhanden, bewährten sich nicht oder sind längstens zerfallen. Nicht zu verwechseln mit INJECTA Gehäusen NACH der HAG Spur 0 Aufgabe. Ab den 1950-er gab und gibt es zahlreiche kleinere bis kleinste Nischen-Anbieter der Spur 0 Re 4/4 I mit Injecta-Gehäuse.


    Auch wenn es nicht ganz korrekt bez schlicht falsch ist, dieses erwähnte Internet-Angebot "HAG" zu nennen, ich würde dem Anbieter keine böse Absicht unterstellen! Wie kann man wissen, wenn einem die Thematik nicht sonderlich interessiert, dass dieses Gebastel nie und nimmer von HAG verkauft wurde und Teile von Injecta, HAG, Buco u.a. verbaut sind! Es schaut nicht ganz jeder Internet Anbieter in das HAG oder MoBa-Forum herein:wink:.


    Gruss

    Hermann

    Michel, Du beschreibst die Situation sehr anschaulich.

    Doch ich glaube eher nicht, dass HAG sich noch all zu sehr ändern wird. Sorgfältiger und möglichst fehlerfreie Modelle erstellen, mehr liegt wohl nicht mehr drin.

    Fehlende erhabene Schrift und Zierlinie bei den Ae 6/6 Modellen, das störte auch mich etwas, zumal die Ae 6/6 aus dem Hause HAG die teuersten waren. (Ausnahme Messing Modelle). Doch dieser Sparkurs begann schon zu Mörschwiler Zeiten...


    Märklin Umsatz derzeit ca. 108 - 112 Mio Euro / Jahr

    Investitionen 2,5 Mio Euro / Jahr in Erneuerung vom Maschinenpark

    Investitionen in Neuheiten derzeit ca. 6.5 Mio Euro / Jahr


    Das ist genau das richtige Vorgehen, - wenn die Prognosen stimmen - und wenn es gut läuft. "Ein bischen" gibt es bei Märklin nicht. Entweder stimmt die gewählte Strategie und bringt spätestens mittelfristig auch finanziellen Erfolg und neue Stärke für die Zukunft. Im negativen Fall spielt aber auch der gleiche Mechanismus umgekehrt, dann wäre Feuer im Dach. Es braucht Mut in der Modellbahn-Branche so gross aufzutreten und die finanzielle Struktur ist sicher nicht nur auf einige wenige Person(nen) festgehalten, die Banken werden auch mitbestimmen können, in welche Richtung es geht.


    Und nach wie vor gibt es auch schwer zu kalkulierende Risiken: In den zahlreichen Videos gibt Märklin Auskunft: "wir liefern zu langsam", die Händler bestellen deutlich mehr Stückzahlen, als wir liefern können! Ich nehme an, es geht dabei ausschliesslich um Neuheiten. Früher waren Neuheiten ein wichtiger, aber finanziell kleiner Zustupf zum Gesamtprogramm dazu. Heute ist es genau umgekehrt: die Neuheiten spielen DIE massgebende Rolle. Auch Märklin sucht händeringend nach neuen guten Fachpersonen. Das hat Erwin schon vor Jahren ganz allgemein geschrieben: es werden an allen Fronten in verschiedensten Bereichen die Fachleute ausgehen... Märklin schreibt, die dominierende Autoindustrie nimmt uns die Arbeiter weg?!? Falls das stimmt, das könnte sich in der Zukunft auch wieder ändern, auch die Auto Industrie steht vor einem Umbruch. In Deutschland sind es zig tausende Menschen, welche direkt oder indirekt von der Auto-Herstellung leben. Selbst in der Schweiz ist die Autozulieferer Industrie ein wichtiger Arbeitgeber. Die können zukünftig nicht alle für Märklin arbeiten.


    Auch ist (mir) nicht so genau klar, wie und wo der Märklin Umsatz definiert wird. Masssgebend wäre dass, was der Modellbahner als Endverbraucher (ein unschönes Wort) bezahlt und nach Hause trägt. Wenn Märklin den Umsatz misst, den sie dem Händler verkaufen, wird es ein wenig komplizierter und reichlich widersprüchlicher. Einerseits fehlen dem Händler oft vorbestellte Neuheiten, das ist konkreter Umsatz, welcher nicht getätigt werden kann, wenn die Lieferung nicht rechtzeitig kommt! Gleichzeitig wirkt ein klassischer Händler als Pufferzone. Es gibt ja nicht nur Neuheiten, das andere Programm liegt dem Händler oft Wochen, Monate, teils Jahre kapitalintensiv im Lager herum. Der Händler ist sozusagen auch automatisch ein mässig freiwilliger bis "unfreiwilliger" Sammler.


    Aktueller Märklin Erfolg hin oder her, viele Spielzeug Läden, mehr den je(!), haben Modellbahnen aus ihrem Programm entfernt, es ist ihnen zu kapitalintensiv und gleichzeitig auch vor allem zu kompliziert in der Käuferberatung / Service geworden. Ein heutiger Spielzeug Laden gleicht einem Souvenir Shop. Diese Entwicklung hat man ja beim FCW gesehen. Anfänglich hatte jede Filiale ihre Spezialisten, welche selbstverständlich deutlich mehr wussten, als ihre Kundschaft. Später hatten die Verkäufer mehrheitlich keine Ahnung von der Materie mehr:cry:. Dafür waren sie flink im Geschenkpäckli einpacken, was wiederum mir nicht so gut und schnell gelingen wollte. Es wäre unfair, die alleinige Schuld dem FCW zu übertragen, auch ein FCW musste sich den Gegebenheiten anpassen und konnte ein sich anbahnender Umbruch weder stoppen noch verhindern. Das wäre, als würde ein Taucher mitten im Golfstrom mit seinen Armen die Strömung aufhalten wollen.


    HAG kann tun und lassen was die Firma will und für richtig hält. Sie sind ausdrücklich niemandem Rechenschaft schuldig, schon gar nicht mir. Sind die Modelle zu ungenau oder als zu teuer empfunden, werden halt die Produkte nicht mehr genügend gekauft, was dem natürlichen Gesetz von Angebot und Nachfrage entspricht. Genau so gut ist es möglich, dass in ein paar Jahren die kritischen potentiellen Kunden denken; ach hätte ich doch dieses oder jenes HAG-Modell gekauft:) und sich selber fausten;).


    Meine Prognose im Kaffeesatz lesen ist eher, dass HAG die Strategie von der Wiener Kleinbahn wählt. (beide Unternehmen sind fast gleich alt: HAG 1944, Kleinbahn 1947)

    Solange weiterhin genügend Bedarf vorhanden ist, werden für die HAG-Fans weiterhin Modelle gebaut:). Sollte es widererwarten irgend wann mal wirklich nicht mehr gewünscht sein, dann wird ohne grosses federlesen aufgehört. D.h. das Geschäftsrisiko wird sich in überschaubaren Grenzen halten. Es ist genau die umgekehrte Vorgehensweise von Märklin - und beide mögen auf ihre Art Recht behalten.


    Gruss

    Hermann

    Es zwingt uns ja auch niemand. Kunden und Forumisten machen sich höchst freiwillig und von selber Gedanken dazu. Vielleicht mehr, als dem Hersteller lieb ist?


    Aus Sicht des Kunden (und das sind wir ja) sind Eure Argumente stichhaltig!


    Betrachtet man das Ganze aus einem grösseren Blickwinkel: diverse namhafte Modellbahn-Hersteller sind verschwunden! Andere indirekt durch Übernahmen nahezu aufgelöst worden. Selbst die Branchen Leader hatten (oder haben?) ernsthafte Schwierigkeiten zu überwinden. Es sei nicht unerwähnt, auch neue Hersteller sind aufgetaucht. Auch diese haben ihre Herausforderungen, können teils ihre geschätzten Modelle nicht liefern und oder erfordern lange Wartezeiten. Die GANZE Branche befindet sich massiv im Umbruch. So gesehen sind wir mit der aktuellen HAG noch ganz gut bedient:). Auch wenn die Ausführungen derzeit nicht immer 100%-tig den hohen Kunden-Erwartungen entsprechen. ;)Die Faust macht es nicht schöner.


    Gruss

    Hermann