Beiträge von Unholz

    Man muss sich immer bewusst sein, dass Märklin in erster Linie ein Vollbahn-System mit R1 bis R5 anbietet und eine Lok aus schwäbischer Produktion diesen Anforderungen halt einfach genügen muss.

    Nun, wenn Märklin unverdrossen rückwärtskompatibel bis in die 1950er Jahre bleiben will, dann wird das Angebot früher oder später völlig "exotisch". Auf diese Weise sind auch schon andere bzw. echte Dinosaurier ausgestorben. ;)


    Und selbst in der schwäbischen Dampflokproduktion schafft man ja feste Pufferbohlen ohne den Schwabbeleffekt bei diesem Modell. Mir soll's recht sein - die braune Lok hätte ich ohnehin nicht gekauft, aber nun muss ich mich auch nicht auf eine spätere grüne Variante freuen (und generell weiss ich kaum noch, wohin mit dem Modellbahnbudget-Geld :D).

    Die Märklin Lok ist einfach lieblos zusammengeschustert. (...) Jede Lima-/ Rivarossi Lok aus chin. Fertigung macht da optisch einen anständigeren/ ehrlicheren Eindruck und kostet nur die Hälfte.

    Ganz sooo hart würde ich nicht urteilen, aber irgendwie bekomme ich bei den Märklin "Schweiz-Modellen" halt auch langsam den Eindruck, dass immer zwei/drei ins Auge stechende Details so stümperhaft "gelöst" werden, dass man als "Mitglied der letzten 10%" (© by lehcim ;)) die Dinger entweder nur zähneknirschend kauft oder enttäuscht verzichtet.


    Neben den von Muni271 aufgelisteten Punkten stören mich am meisten die in Kurven und vor allem beim Befahren von (Märklin-!)Weichen grotesk herumhüpfenden Vorbauten. Wäre das jetzt tatsächlich eine konstruktiv so gewaltige Herausforderung gewesen, die "Köfferli" fix mit dem Hauptrahmen zu verbinden und halt nur die darunter mitrollende Laufachse (beim Vorbild Adamsachse, siehe viel weiter oben) kurvengängig zu gestalten? Bei den mir bekannten deutschen Grossdampfloks schafft Märklin doch auch feste Pufferbohlen - was aber da an der Ce 6/8 I verwirklicht wurde, entspricht etwa (Achtung, Märklin-Gläubige, bitte wegschauen!) dem robusten, spielbahnartigen Niveau der HAG- und Fleischmann-Ae 6/6 aus den 1950ern ( http://www.deutec.at/modellflu…/pict/sbb_ae6_6_fl-3m.jpg ).


    Märklin hat in den letzten zwei Jahrzehnten zwei Modelle geschaffen, die mich vorbehaltlos zu überzeugen vermochten - die De 6/6 und die Ee 3/3. Das wäre der Massstab gewesen, an dem man sich auch bei der Ce 6/8 I hätte orientieren können. Aber stattdessen kommt da eine Art Wiedergeburt des unsäglichen RAe TEE II. ||


    Auf die Frage der Servierdame "Isch es rächt gsii?" würde ich hier somit antworten: "Rächt scho, aber nöd meh." :|

    Hmmm... - ich hatte Herrn Zollinger heute Nachmittag ebenfalls am Telefon, und mein Gespräch mit ihm war durchaus angenehm und anregend. :thumbup:Vielleicht ist es in gewissen Fällen am besten, wenn man etwas wirklich persönlich (also gleichsam Auge in Auge ;) ) zu klären versucht - so findet sich doch fast immer ein Lösungsweg.

    Alle meine Arbeitgeber hatten jeweils die Unternehmensstrategie: Wir müssen besser sein als die Andern, um zu überleben!

    Dabei war Mörschwil und die betreffende Firma doch offenbar sein zweites Zuhause!

    Sag mal, spinnst du eigentlich?


    Es reicht jetzt dann sehr, sehr bald mit deinen ewigen Trollereien und Giftspritzen - noch ein einziger weiterer derartiger "Beitrag", und dann ist dieses Forum definitiv nicht mehr dein "zweites Zuhause"! :evil::thumbdown:

    Und auch wenn ich sonst ein zufriedener Kunde bei C-Gleis-Plus bin: ein Schmunzeln darüber, dass all dieses schwarze Zeugs wie Blei in den Ricardo-Regalen liegen bleibt, kann ich mir halt nicht verkneifen. 8) Denn irgendwann müsste doch auch der hinterste und letzte Farbvariantenfetischist merken, dass das Thema froschgrüne/lilaviolette/postgelbe/mausgraue/tulpenorange Fantasie(los)loks inzwischen einfach nur noch öd, ausgelutscht und abgegriffen ist. Wahrscheinlich kaufen höchstens diejenigen Leute solches Zeugs, die immer noch über einen Witz/Gag aus den 1960er Jahren lachen können.


    Die armen Erben/Liquidatoren, die dereinst Sammlungen voller Fehldrucke, Farbvarianten und Abziehbildlischrott in die Abfallmulden werden kippen müssen, tun mir jedenfalls leid. ;(

    Was meint unser Forumsanwalt dazu - Urheberrechtsverletzung ja oder nein?

    Wohl eher ja, zumal man diesbezüglich im grossen Kanton mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen pflegt.


    Ich pflege bei solchen Hinweisen jeweils ein wenig zu warten, bis die betreffende Publikation nicht mehr aktuell ist bzw. nicht mehr am Kiosk gekauft werden kann - dann hat der "geschädigte" Verlag in der Regel kein grosses Interesse mehr an irgendwelchen Interventionen.

    Ferdi : Was auch immer du uns mit dem verlinkten Bild sagen willst - ich fühle mich bei den massiv ausschwenkenden "Köfferli" einfach an die damaligen grässlichen Seitenteile beim Märklin-RAe TEE II (Katalognummer 39540) erinnert. ;(

    Gut, man kann hier sagen, es handelt sich um ein Fantasiemodell, bei dem Fehler sowieso keine Rolle spielen - aber trotzdem...: :thumbdown:

    https://www.ricardo.ch/de/a/ha…ntonslok-bern-1094625246/


    Wer die berühmte Kantonslok "Bern" kennt oder noch in Erinnerung hat, weiss, dass sie zweisprachig angeschrieben war (also Bern/Berne). Und zwar auf derjenigen Seite mit dem Batteriekasten und der kurzen Dachleitung "Berne" und auf der anderen Seite mit dem Luftbehälter "Bern". Zumindest auf der französischsprachigen Seite (ich glaube aber auch auf der Gegenseite) stand ferner SBB + CFF.


    https://bahnbilder-von-max.ch/…ae-6_6/picture_00193.html


    Das "handgemachte Spitzenmodell" für bescheidene CHF 1'190.-- ist also seitenverkehrt bedruckt. :rolleyes: Hat man wieder einmal vergessen, den selbsternannten hauseigenen Ae 6/6-"Fachmann" zu konsultieren? :D

    Zitat

    Aussen in den Drehgestellen befanden sich die Laufachsen. Diese waren als Adamsachsen konstruiert. Sie hatten ein Seitenspiel von 2×31 mm.

    Man sieht es auf deinem Foto sehr gut. Die Vorbauten sind am Drehgestell befestigt und nicht am Lokkasten. Dazwischen hat es einen Abstand.

    Danke, sehr aufschlussreich. :thumbup:Aber wenn ich oben von einem Seitenspiel von "2x31 mm" lese und auf dem verlinkten Bild die Aufstiegsleiter zum Führerstand betrachte, dann muss die Auslenkung sehr gering sein. Das fast schon selbständige Herumwackeln der Vorbauten beim Märklin-Modell jedoch dünkt mich grotesk und störend.

    Badger : Wirklich? Du machst keine Witze oder hast keine Smileys vergessen? :/X/


    Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das eine "Drehgestell-Lok" ist - und schon gar nicht, dass die Köfferli in Kurven "um die Ecke schauen". Dass Märklin die Konstruktion so gestaltet hat, damit die Maschine womöglich noch den Industriekreis von anno dazumal bewältigt - das hingegen kann ich mir sehr wohl vorstellen... ;(


    http://ba.e-pics.ethz.ch/latel…=1575467861946#ad-image-0

    Darf ich mal vermittelnd eingreifen? ;)


    Wir hatten hier vor vielen Jahren einen wirklich interessanten und ausgiebigen Thread zum Thema: Werkstoffe: Zinkkorrosion, leider auch heute noch ein Thema Die Lektüre lohnt sich auch heute noch.


    Der Threadtitel handelt von der "Zinkkorrosion", und wenn ich mich richtig erinnere, wurde damals empfohlen, den weit verbreiteten Ausdruck "Zinkpest" nicht mehr zu verwenden. Tatsache ist allerdings, dass sich "Zinkpest" (weil eben anschaulich und prägnant) seit Jahrzehnten im gesamten deutschen Sprachraum eingeprägt und etabliert hat - alle wissen also mehr oder weniger, was darunter zu verstehen ist.


    Da wir uns hier in einem Hobbyforum befinden, plädiere ich deshalb für Toleranz anstatt für päpstlich-wissenschaftliche Supergenauigkeit. Ob Zinkpest oder Zinkkorrosion oder Zinkoxyd oder Zinkoxid - wir meinen doch alle grosso modo dasselbe.


    Hoffentlich... ;)


    Und sonst fange ich dann noch an, ungenügende Noten zu verteilen, wenn jemand juristische Ausdrücke völlig falsch gebraucht. 8o

    Meines Wissens nicht, aber die Dinger tauchen gelegentlich auf Börsen und Auktionen auf - manchmal sehr günstig, gelegentlich aber auch zu übersetzten Preisen. Ich kenne sie in roter und schwarzer Ausführung.


    Lustig sind übrigens ihre verschiedenen Namen: Hag Marken rot schwarz