Technik: Stromleitende Haftreifen - gibt es das?

  • Zitat von "blanco"

    Woran siehst du das, dass es keine Ae 6/6 ist Paperman?
    Gruss Matthias


    Erstens hat Cebu-Pacific in einem früheren Beitrag in diesem Thread mal geschrieben, dass eine Re 4/4 II als Versuchskaninchen dienen soll.
    Zweitens sieht man (wenn man sich schon länger mit HAG-Loks beschäftigt) dem Gehäuse von weitem an, dass es sich um eine Lok der alten Generation mit einer Re 4/4 II- oder Re 6/6-Schnauze handelt. Mit zunehmendem Alter kommt die Erfahrung :lol:

    Ich bin analog, also fahre ich analog! Und es geht mir gut dabei...


    Vorsicht: Ich bin ein Spielbahner! Bei mir verkehren nur Personenwagen in 1:100 und 1:93.5. Und es geht mir gut dabei...

  • Zitat von "Paperman"

    Erstens hat Cebu-Pacific in einem früheren Beitrag in diesem Thread mal geschrieben, dass eine Re 4/4 II als Versuchskaninchen dienen soll.
    Zweitens sieht man (wenn man sich schon länger mit HAG-Loks beschäftigt) dem Gehäuse von weitem an, dass es sich um eine Lok der alten Generation mit einer Re 4/4 II- oder Re 6/6-Schnauze handelt. Mit zunehmendem Alter kommt die Erfahrung :lol:


    Re 4/4II ist richtig, und jetzt sind die absoluten Kenner gefragt, welcher Jahrgang? 8)

  • Hallo,


    Zitat von "modellbahner"

    Magnete sind übrigens ein guter Ansatz. Bei den 0m Fahrzeugen der AlpinLine Serie (ex Fama/Utz/Roco) sind je Lok 4 Magnete dran... Wir haben mal gemessen was die so ziehen, die Lok fährt auf jeden Fall auch auf dem Kopf!! Lokgewicht ist glaub ich kein halbes Kilo... Wir sind mit Gewichten nie zu den guten Zugrkaftergebnissen gekommen wie mit den Magneten!


    In Sinsheim war vor etwa 2 Jahren ein Schweizer Hersteller oder ein CH-Verein, der/die eine H0-Steilstrecke präsentierten (mind. 45°). Zwischen den Schwellen anstelle Zahnstange Magnete und unten an den Lok's Eisenstücke. Es war erstaunlich, was das an Zugkraft brachte, nur, es sah schrecklich aus :(. In steilen Tunnels oder Wendeln aber sicher eine Lösung. Seither habe ich aber nichts mehr davon gesehen bzw. gehört.


    mit freundlichen Grüssen


    Gian

    Spur: H0 / H0m, Rocoline ohne Bettung, Bemo/Peco
    Digitalsystem: 3 ZS1 Zentralen, GBM, WD, Servodecoder, KS, usw. von Stärz, alles Bausätze inkl. Zentralen
    PC/Software: Windows 7 Ultimate, TrainController 7 Gold

  • Zitat von "PapaTango"

    So so ... aber mit was? Ich sehe da bloss Jemanden an einem Gehäuse rumwurschteln!


    Mit der Vorbereitung des Gehäuses. Die Lok wird speziell verdrahtet damit während dem Betrieb daran Messungen vorgenommen werden können, das ist aber der Job von erwa20.


    Vorerst sieht sie einmal so aus. Sauber glasgeperlt mit 75-150µm Glasperlen.


    [Blockierte Grafik: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/userpix/177_Re4_4_Seite_1.jpg]
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    Jahrgang 67 für diejenigen die es genau wissen wollen.


    [Blockierte Grafik: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/userpix/177_Jahrgang_1.jpg]


    Wie sollen wir sie lackieren damit sie einwandfrei als Testlok erkannt wird? Die Kunstmaler unter euch sind gefordert, sie soll aber farblich schön aussehen.


    Eine 1m Teststrecke mit verschieden einstellbaren Steigungen und Zugkraftmessung müssen wir ebenfalls noch auf die Beine stellen, danach dürften wir bald einmal soweit sein die leitenden Haftreifen aussagekräftig testen zu können.

  • Zitat von "Cebu Pacific"

    Wie sollen wir sie lackieren damit sie einwandfrei als Testlok erkannt wird? Die Kunstmaler unter euch sind gefordert, sie soll aber farblich schön aussehen.


    Möglichst edel, wie es sich für eine Lok gehört, die möglicherweise in die Modellbahngeschichte eingehen wird. :wink: [Blockierte Grafik: http://hag-info.ch/hag/forum/phpBB2/userpix/3_160_00_1.jpg]

    Mit Forumistengruss, Stefan

    _____________________________


    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Zitat von "Unholz"

    Möglichst edel, wie es sich für eine Lok gehört, die möglicherweise in die Modellbahngeschichte eingehen wird. :wink:


    An Blau habe ich auch schon gedacht, mittlerweile bin ich für den Moment bei einem elfenbeinfarbigen Dach, weinrotem Gehäuse und grauer Schürze.


    Heute Nachmittag wollte ich das Gehäuse hellblau Hammerschlag spritzen, aber irgendwie ist es schade, es pflastert wahrscheinlich alle Details zu.

  • Heute ist mir beim zerlegen einer alten Re4/4II noch aufgefallen, dass Haftreifen aushärten bis sie fast glashart werden. Der entfernte Haftreifen verhielt sich wie ein Kolbenring, er wurde durch das altern federhart und ging immer wieder in die runde Form zurück.


    Anscheindend müssen die Haftringe von Zeit zu Zeit auf ihre Elastizität geprüft und falls nötig ausgetauscht werden. Ein ausgehärteter Haftreif wird nahezu wirkungslos sein.

  • Die Vorrichtung für die Zugkraftmessung ist soweit fertig. Für unsere Laborratte in Form einer Re4/4II alter Generation sind noch einige Anpassungen notwendig. Sobald diese gemacht sind werden wir das Ganze angehen.


    Stefan Burkhard habe ich 4 Haftreifen für Versuche überlassen. Um es kurz zu machen, er ging gleich mit dem härtest möglichen Test ans Werk und hat ein Motordrehgestell mit diesen ausgerüstet und auf der Anlage fahren lassen, was selbstverständlich nicht allzu lange gut ging.

  • Zitat von "Cebu Pacific"

    Stefan Burkhard habe ich 4 Haftreifen für Versuche überlassen. Um es kurz zu machen, er ging gleich mit dem härtest möglichen Test ans Werk und hat ein Motordrehgestell mit diesen ausgerüstet und auf der Anlage fahren lassen, was selbstverständlich nicht allzu lange gut ging.


    Mit dem habe ich fast ein bisschen gerechnet, dass die Verschmutzung das grösste Problem sein wird das man irgendwie lösen muss.


    Gruss Raphael

  • Hallo Raphael,


    es ist leider eben nicht nur eine Frage der Verschmutzung.
    Ich kann die Testanordnung ja hier noch in aller Öffentlichkeit erklären und erläutern:
    Ich habe einen normalen Typ-88-er Motor (samt Getriebe und Antriebsräder) mit den Super-Haftreifen von Cebu ausrüsten dürfen (vielen Dank für die Ehre!) – und habe den Strom für diesen Motor direkt (und beidseitig) über die Haftreifen dem Motor zugeführt. Freude herrschte! Sehr grosse Freude sogar!
    Der Motor lief nämlich einwandfrei (mit Gleichstrom versteht sich) – leider währte jedoch die Freude nur kurz. Schon nach ca. 5 Minuten funktionierte der Haftreifen nicht mehr wirklich, was seine Stromleitfähigkeit betrifft. (Da half auch das Putzen der Oberfläche nichts.)
    Ich vermute, dass die Stromstärke auf die Dauer dem Haftreifen eben nicht bekommen ist.


    Klar wird man nun einwenden können, dass genau diese Testanordnung nicht den üblichen Modellbahngepflogenheiten entspricht, weil da ja die Stromabnahme über das Laufachsdrehgestell erfolgen soll und der Haftreifen bloss eine punktuell unterstützende Stromabnahme-Funktion bekommt. (An diesem Axiom wollte ich auch gar nicht rütteln.)


    Allerdings wollte ich diesen Extremtest machen, denn wenn der Haftreifen hier auch unter längerer Dauerbelastung der Stromabnahme-Belastung gewachsen gewesen wäre, dann wäre auch schon der Beweis erbracht worden, dass dieser Haftreifen das ultimative Mittel der Wahl ist.


    Im Moment bin ich mir da noch nicht ganz so sicher; nicht zuletzt auch deshalb, weil der Haftreifen womöglich etwas weich ist.


    Aber so leicht lassen wir uns ja nicht unterkriegen…


    Wenn es Neues gibt, werdet ihr es hören.

  • Zitat von "Stefan Burkhard"

    Der Motor lief nämlich einwandfrei (mit Gleichstrom versteht sich) – leider währte jedoch die Freude nur kurz. Schon nach ca. 5 Minuten funktionierte der Haftreifen nicht mehr wirklich, was seine Stromleitfähigkeit betrifft. (Da half auch das Putzen der Oberfläche nichts.)
    Ich vermute, dass die Stromstärke auf die Dauer dem Haftreifen eben nicht bekommen ist.


    Nach deinen Beschreibungen die du mir damals gemailt hast, vermute ich das die Drähte teilweise verbrannt oder mindestens sehr stark oxidiert sind.


    Möglicherweise muss eine Strombegrenzung für diese Haftreifen vorgesehen werden um diese Überlastung zu vermeiden.