Lagerung: Verpackungs-Schaumstoff zerfällt und greift Modell an

  • Das Thema scheint - diesmal bei Märklin - nichts an Aktualität verloren zu haben: ;(


    http://www.marklin-users.net/f…ault.aspx?g=posts&t=16378


    Es geht in diesem Fall zwar offenbar nicht um Schaumstoff, sondern um eine Plastikeinlage oder Schutzfolie, wenn ich den Poster richtig verstehe.


    Das verstehe ich genauso. Unschön aber wahr, aber bei Märklin höre ich so was zum ersten Mal. Das Paradebeispiel für katastrophale Einlagen sind die sich langsam zersetzenden PU-Schaumstoffeinlagen von Metrop mit direktem Kontakt zum Modell. Darüber habe ich ja hier auch schon mal bei meiner SZU-Lok berichtet (siehe weiter oben). Gegen die Formteile aus Styropor (bei den Amis läuft das unter dem Namen Styrofoam - ist ab er nicht ganz richtig, denn das ist a.) ein DOW-Produkt und nicht BASF und b.) Styrofoam ein extrudierter PS-Schaumstoff) habe ich etwas, das sind qualitativ minderwertige Verpackungen.
    Hag verwendet zwar auch Polyurethanschaumstoff-Verpackungen, aber die Modelle sind durch die inerten HD-Polyethylen-Säcke geschützt, diesbezüglich etwas vom saubersten was verwendet wird. Was Märklin genau für eine Kunststoff-Folie verwendet weiss ich nicht, PE ist es kaum. Wie gesagt, ich hatte bisher bei Märklin noch nie solche Probleme wie beschrieben festgestellt. Ich könnte mir lediglich vorstellen, dass die Modelle schlicht noch zu frisch waren (also Farbe zu wenig ausgehärtet) als sie verpackt wurden - etwas, was wir ja mal mit einer schwarzen Serie von Hag auch beobachten mussten.

    cu Roland


    Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D

    Einmal editiert, zuletzt von erzhal ()

  • Danke Roland - an so etwas wie "Farbe noch zu frisch" habe ich irgendwie auch gedacht (aber dann müsste es der Käufer des Sets wohl schon beim ersten Auspacken bemerkt haben).


    Was mir noch auffällt, ist der südamerikanische Wohnort des Betroffenen. Können allenfalls auch klimatische Bedingungen solche Reaktionen fördern?

    Mit Forumistengruss, Stefan

    _____________________________


    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Das stimmt,Märklin hat die Unsitte angefangen,Modelle nicht mehr in Schaumstoff oder Styrophor zu legen,sondern in Plastikeinlagen.Teilweise werden die Stirnfronten der Modelle noch mit kleinen Filzlappen umhüllt.Die Gefahr ist gross,dass Modelle an den Plastikeinlagen sich reiben.Dies gibt diese unschönen abscheuerungen an den Modellen.


    Auch beim wiedereinpacken der Modelle sehe ich grosse Probleme.Man muss diese Filzlappen auch wieder an den richtigen Orten am Modell platzieren.Nicht jeder Grobmotoriker kann dies.Das Lob ich mir die alten Schaumstoffverpackungen.


    Stopp - halt! Die Verwendung von Schaumstoffen - ausser man macht es so wie Hag - ist keine gute Lösung. PU-Schaumstoffe sind nicht immer besonders sauber, PS ist generell eine Schweinerei und sicher nicht mein Favorit. Die Einlagen von Märklin habe ich immer als zuverlässig, zweckmässig und sicher angeschaut. Als Grobmotoriker-Prototyp habe ich da keinerlei Probleme damit.

    cu Roland


    Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D

  • Danke Roland - an so etwas wie "Farbe noch zu frisch" habe ich irgendwie auch gedacht (aber dann müsste es der Käufer des Sets wohl schon beim ersten Auspacken bemerkt haben).


    Was mir noch auffällt, ist der südamerikanische Wohnort des Betroffenen. Können allenfalls auch klimatische Bedingungen solche Reaktionen fördern?


    Gehen wir von einem Ort mit höheren Temperaturen und/oder hoher Luftfeuchtigkeit aus, dann ist das durchaus möglich. Nur wäre dann vermutlich die Farbe, die möglicherweise nicht "Klima-resistent" ist, die Ursache (Druckstelle der Folie).

    cu Roland


    Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D

  • Das stimmt,Märklin hat die Unsitte angefangen,Modelle nicht mehr in Schaumstoff oder Styrophor zu legen,sondern in Plastikeinlagen


    Das erklärt m.E. jedoch nicht den angezeigten Mangel, denn die Kunststoff(Blister-)Verpackung berührt ja nicht die Vorder und Rückseite der Teile (Ausnahme: wenn die "Normal"-Verpackung noch in einem Kunststoff-Schuber steckt, was ich jedoch bislang nur bei Loks gesehen habe). Ich halte es hier eher für denkbar, dass wegen des grossen Transportweges der Deckel o.ä. auf den Wagenmitten gescheuert haben (vielleicht auch das Serviceheft, das fälschlich direkt auf den Wagen statt über dem Styro-Deckel lag). Wenn Kunststoff oder Styropor bei dem Modell Reaktionsspuren hervorgerufen hätten, sieht das m.E. so nicht aus. ?( ;)

  • Märklin hat Verpackungen die im Kunststoffdeckel eine längliche Nase vorstehen haben, wenn die Packung stark durchgeschüttelt wird gibt es an dieser Stelle Abrieb, müsste eigentlich am Kunststoffdeckel sichbar sein.


    Bei Verpackungen von Flugzeugmodellen kommt das immer wieder vor, das Modell kann sich ganz wenig bewegen, das genügt dann um den Druck auf dem Modell zu verwischen. Hängt aber teilweise auch davon ab wie frisch die Bedruckung ist.

  • Ich hielt die Plastik-Umwicklungspackungen bisher immer für die Beste von allen, da man die schützenden Wände ohne Reibung um das Modell legen kann. Wenn ich nun den Beitragsschreiber richtig verstehe vermutet er eine chemische Reaktion des Kunststoffes auf den Lack der Wagen. Das wäre natürlich übel und würde meine Vorliebe über den Haufen werfen

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.


    In diesem Forum nicht mehr aktiv.

  • vermutet er eine chemische Reaktion des Kunststoffes auf den Lack der Wagen. Das wäre natürlich übel und würde meine Vorliebe über den Haufen werfen

    Hallo Roger -


    kannst Deine Vorliebe ruhig weiter beibehalten. In meiner nicht ganz kleinen Märklin-Sammlung tummeln sich einige Loks bzw. Fahrzeuge in entsprechender Verpackung und bei keiner ist ein solcher Sachden bislang aufgetreten.


    Ich vermute wie schon gesagt Schürfstellen oder Abrieb (von was auch immer). Man müsste von den Betroffenen erfahren, was unter bzw. über den beschädigten Wagen lag. So ist es mehr ein Stochern im Nebel . . . ;) :)

  • Inzwischen stellt sich heraus, dass der arme Kollege, bei dem diese Farbreaktion auftrat, der gleiche ist, der damals als einer der ersten das Zinkpest-Malheur mit der Märklin-Köf und nachher dem Seetal-Kroki meldete:


    http://www.marklin-users.net/f…posts&m=244953#post244953


    Scheint also ein ausgesprochener Pechvogel zu sein, und Märklin wird ihm bestimmt einen Popularitätspreis verleihen... 8)


    Seid ihr übrigens alle schon am Umpacken eurer Modelle? :mrgreen:;)

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Seid ihr übrigens alle schon am Umpacken eurer Modelle?


    Wozu denn, die stehen doch gut in der Vitrine ... :thumbsup:


    Aber mal wieder ernsthaft: Ich erkenne immer noch keinen Übeltäter bei den Fotos im anderen Forum. Was soll denn das gelbe Teil eigentlich sein? Es ist unscharf aufgenommen. Man weiss nicht, wie es auf dem Styropor-Bett aufliegt, wenn es das überhaupt tut. Äusserst unklar ...

    Gruss
    Peter


    No matter how much you polish a turd - it's still a turd

    Einmal editiert, zuletzt von PapaTango ()

  • Peter, das gelbe Dings ist wohl nur irgendein Hintergrund. Darauf liegt aber eine Folie, und auf der Folie sichtbar sind so eine Art Abdrücke/Einkerbungen, die vermutlich mit den kratzerartigen Effekten auf den Wagenseiten korrespondieren.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Im Zusammenhang mit Kunststofffolien kenne ich nur die Erscheinung einer Art Ölfilm der sich auf der Farbe bildet, irgend eine chemische Reaktion welcher Art auch immer, bisher konnte ich es ohne Schwierigkeiten wegwischen.

  • Die Erscheinung der sich zersetzenden Schaumstoffe habe ich beim kürzlichen Umräumen der Vitrinen zum ersten Mal an einer HAG-Verpackung festgestellt. Die Verpackung gehört zu einem BDe 4/4 Nr, 153. Der Schaumstoff sieht aus, als hätte er die Pest: Überall sind Flecken, die sich durch andere Materialeigenschaften bemerkbar machen. Der Schaumstoff nimmt nach Druckbelastung nicht mehr seine ursprüngliche Form an, sondern hat duktile Eigenschaften und bleibt wie er ist. Die Deformationen sind auch am ausgeschnittenen Mittelteil gut zu sehen.

  • Selbes Phänomen hat auch bei mir eine HAG Verpackung einer Re 456, die zuvor gut 15 Jahre bei einem Händler in einer Garage gelagert haben dürfte. Interessanterweise zerfällt dort jedoch nur die untere Schaumstoffeinlage, der Mittelteil und die Matte die am Schluss darüber gelegt werden, sind davon nicht betroffen.

  • Das Phänomen ist für mich schon älteren Datums, ich habe selber solche Schaumstoffe von HAG Modellen, beim Händler habe ich ebenfalls solche gesichtet. Solange die Lok in der Plastikfolie ist, spielt das keine Rolle. Irgendwo im Forum hatte ich das bereits vor einiger Zeit thematisiert.

  • Das gleiche Problem tritt bei Verpackungen von Born aus den Achzigern und Neunzigern auf, und da gibt es serienmässig keine Plasiksäcke.


    ...puuh, jetzt bin ich aber rasant ins Lager gerannt. :shock: Zum Glück überall Entwarnung, aber Born scheint zwei recht unterschiedliche Schaumstoff-Arten verwendet zu haben:


    - einen schwarzen, relativ körnigen Typ, der mir irgendwie seriöser vorkommt
    - eine helle, eher feine Sorte, die ich als bröselanfälliger einstufe

    Mit Forumistengruss, Stefan

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