Märklin 39364 Ae 6/6 11407 stockt die ganze Zeit beim Fahren

  • Hallo zusammen


    Ich besitze seit dem Januar 2019 eine Märklin 39364 Ae 6/6.


    Die Lok wurde ca. nach einem Monat im Regal heute wieder auf die Schienen gestellt.


    Als ich die Lok fahren wollte, fuhr sie ca. 1 Sekunde und stockte, als ich sie anstupste fuhr sie wieder eine Sekunde und stockte wieder und so ging es weiter.


    Die Lok ist also nicht fahrtauglich.


    Ich habe schon mal beim Getriebe gröberen Staub entfernt.


    Soll ich die Lok öffnen?


    Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.


    Beste Grüsse


    Re 6/6

  • Re 6/6

    Hat den Titel des Themas von „Märklin 39364 Ae 6/6 11407 stockt die ganze Zeit beim fahren“ zu „Märklin 39364 Ae 6/6 11407 stockt die ganze Zeit beim Fahren“ geändert.
  • - Analog- oder Digitalbetrieb?

    - Schienenoberfläche sauber?

    - Radlaufflächen gereinigt? (Wattestäbchen mit geeigneter Reinigungsflüssigkeit)

    - Schleifer schön plan und auch parallel zur Lok ausgerichtet?

    - Schleiferoberfläche ebenfalls frei von schwarzen Abbrandstellen?

    - Öffnen der Lok bringt nur dann etwas, wenn der Motor/Kollektor verschmutzt ist und du weisst, wie man das Teil aufkriegt und wieder zusammenbaut.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Hallo


    Ich fahre digital.


    Der Schleifer ist ein bisschen verschmutzt und hat am Rand schwarze

    kleine Spuren.


    Wie schon gesagt, die Lok hat recht viel Staub aber drinnen weiss ich es nicht, da sie noch nicht aufgemacht wurde.


    Gruss Re 6/6

  • Einige wenige schwarze Stellen auf der Schleiferoberfläche sollten eigentlich noch nicht zu den von dir beschriebenen Problemen führen. Du kannst sie aber mit feinstem Schleifpapier entfernen.


    Und sonst schau dir mal gesamthaft hier die Tipps von Rainer Lüssi an: https://www.stayathome.ch/Wartung.htm#Schleifer


    Ein neuer Schleifer Nr. 7164 kostet übrigens auch nicht viel (aber bitte nicht hier im Forum wegen einer Occasion fragen... ;) ).

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Hallo Re 6/6

    Die beiden Stefan haben eigentlich schon alles erwähnt, was man dazu überhaupt bemerken kann.


    ergänzend möchte ich noch anfügen: Kauf doch einfach mal eine unschöne(!) Lok, welche ungefähr dem technischen Stand entspricht, den Du erwartest. Loks mit erheblichen Lackschaden, aber technisch noch einwandfrei original, bekommt man mit etwas Geduld und Glück zwischen ca. 15.- 20.- und 50.-


    Und dann, lege los. Mach Dich mit der Zeit durch testen und ausprobieren erfahrener. Experimente mit 220-250 Volt sind gefährlich und daher zu unterlassen! Alles andere auszuprobieren und zu testen, finde ich - gerade für einen Anfänger - sinnvoll, selbst wenn dabei das Modell draufgehen sollte. Eine technisch interessante, aber kommerziell wertlose Lok liefert in der Regel wertvolle Erkenntnisse stellvertretend für alle Loks. Man braucht wahrlich nicht jede Lok zu metzgen. Jedoch ein einziges Modell sollte fast Plicht sein! Es ist eine sehr kostengünstige Art, zu Wissen zu gelangen.


    Auch bewährt hat sich das Ausschluss-Verfahren:

    - zucken und zucken die anderen Loks auch (mehr oder weniger), dann liegt es an dem Gleis / Stromzuführung / ggf. Kurzschluss am Gleis?

    - entfernt man den Dekoder und die Lok läuft analog genau so schlecht wie vorher, stimmt an der Lok selbst etwas nicht.

    - läuft die Lok ohne Dekoder einwandfrei, dann muss der Dekoder wahrscheinlich defekt sein.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Fehlersuche:)


    Gruss

    Hermann

  • Hallo


    Vielen Dank für Eure Antworten!


    Ich habe nun Schienen und Schleifer geputzt und die Lok stockt immer noch bei dem langsamen Fahren.


    Wenn die Lok stockt, und ich Erschütterungen des Untergrundes auslöse, flackert das Licht wieder und sie fährt wieder ein bisschen weiter.


    Habt ihr noch mehr Tipps?


    Oder soll ich sie einschicken lassen?


    Gruss Re 6/6

  • Wir kommen der Sache wohl langsam näher (das mit den Erschütterungen kenne ich):


    Probiere mal exakt in jenem Gleisbereich, wo die Lok stehen bleibt und nach der Erschütterung weiterfährt, die Punktkontaktoberfläche zu reinigen bzw. sanft abzuschleifen. Verwende dazu die feinere Seite einer Fingernagelfeile, ganz billig erhältlich in der Drogerie (Kosmetikabteilung), sieht ungefähr so aus: https://www.nagelkosmetik-shop…ife-Holzkern-100-180.html


    Wie es Hermann oben richtig gesagt hat, stocken in der Regel (aber halt nicht immer) auch andere Loks an einer solchen Stelle. Manchmal genügt es auch, mit einer robusten Lok die Anlage ein paarmal abzufahren, dann sind die Punktkontakte wieder sauber. Siehe auch dazu die Tipps von Rainer Lüssi, der in einem Tunnel mit einem Reinigungsschleifer ans Werk gehen musste.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Meine Versuchslok ist eine Märklin 3080, eine kleine Diesellok DHG 500

    An dieser probiere ich Decoder, Beleuchtungen, Schleifer, Räder etc. aus.

    Für kein Geld an einer Börse erstanden ;)

  • - entfernt man den Dekoder und die Lok läuft analog genau so schlecht wie vorher, stimmt an der Lok selbst etwas nicht.

    Ich würde mal ganz spontan sagen dass diese Lok dann überhaupt nicht mehr fährt. :lol:


    Im Prinzip wurde praktisch alles Notwendige bereits gesagt. Wenn die Lok bei der Überprüfung durch den Händler in Ordnung ist dann liegt es normalerweise nicht an der Lok. Zudem hat sie ja extra Kontaktfedern auch für eine gute Masseverbindung.


    PS: Das Öffnen der Lok ist in der dem Modell beiliegenden Bedienungsanleitung erklärt.

  • Hallo zusammen

    Was wurde der "armen" Lok denn angetan, dass die schon so schlecht "zwäg" ist (stottert, Staub im Getriebe, schwarze Spuren am Schleifer)?


    Die Lok ist ja nun nicht sehr alt (war im Märklin Programm 2018/2019). Aus der Beschreibung gehe ich davon aus, dass "Re 6/6" die Lok Occasion gekauft hat. Eigentlich müsste sie ja noch Garantie haben?


    Lief sie denn, als sie erworben wurde, also bevor sie in die Vitrine kam? Wenn ja, was wurde in der Zeit an der Anlage verändert (auch Umgebungsbedingungen)?

  • Ich würde mal ganz spontan sagen dass diese Lok dann überhaupt nicht mehr fährt.

    zugegeben: nur auf`s Gleis gestellt, ist Deine Aussage völlig korrekt. Nun, es gibt Prüfkabel, zur Not tut`s auch übliches Modellbahn-Kabel und Krokodilklemmen und dergleichen.


    Was die Erfahrung angeht: es lohnt es sich, ein Modell zu opfern, welches keinen finanziellen Wert mehr hat. Man ist nur wegen sowas noch lange kein Digital-Spezialist und es besteht durchaus das Risiko, dass man dabei mehr Schaden als Nutzen anrichtet, oder versehentlich dabei weitere Elektronik zerstört und nicht (mehr) in der Lage zu erkennen ist, welches Kabel/Leiter welche Funktion inne hat. Das ist ohnehin oft nicht mehr so leicht auseinander zu halten.


    Finanziell sinnlos, eine 0815 Lok reparieren zu wollen. Wenn bereits eine "ganze" Lok im Wiederverkauf keinen grossen Wert mehr hat, dann erst recht nicht als Hobby-repariert. Und doch finde ich es eine gute Idee, sich eine billige Test-Lok anzuschaffen und daran nach Belieben herum hantieren, bis es geht oder bis man die Lok vollends zerstört hat.


    Heutzutage gibt es Extreme in beide Richtungen. Vielleicht passt dazu besser ein Vergleich vom Bergwandern: Es gibt Alpin Anfänger, die wollen gleich als erstes auf`s Matterhorn, statt sich mal vorerst an einem Jura Hügel zu versuchen. Oder aber ich erlebe mehr das Umgekehrte: Der Wanderweg vom Fronapstock zum Klingenstock ist ein gänzlich harmloser aber "langer" Wanderweg von 1,5 bis 2 Std. Allein schon seine Beschilderung wirkt Angst einflössend, völlig übertrieben. Als ginge es auf eine anspruchsvolle Expedition. Viel zu viele Leute bereiten sich Sorgen was alles schief gehen könnte. Meine Empfehlung an solche Leute: Probiere doch einfach... So ähnlich sehe ich das auch bei der Modellbahn.


    Gruss

    Hermann

  • Hallo zusammen


    Vielen Dank für Eure Hilfe!


    Die Lok wurde neu für 399 Fr. gekauft, also nicht Occasion!


    Sie hat noch Garantie und ich werde sie zum Fachhändler bringen, der sie dann zu Märklin schickt.


    Ich hoffe sehr, dass die Lok nachher wieder geht.


    Ein schönes Wochenende wünscht


    Re 6/6

  • Hallo Re 6/6


    ...danke für deine Antwort... Damit hast du jedoch noch nicht beantwortet, ob die Lok jemals lief, wie du sie fahren lässt (irgendwie muss der Staub ja in die Lok kommen) und was du in dem Monat ggf. an deiner Anlage verändert hast.


    Wenn die Lok neu war, sie zu Beginn lief und jetzt plötzlich nicht mehr, so ist das zumindest dubios.

  • Irgendetwas funktioniert nicht mit der "zitieren"- Funktion.


    Deshalb hier nochmal meine Einschätzung:


    Deutet am ehesten auf einen losen Schleifer hin oder eine abgerissenes Schleiferkabel.

    Schleiferbetrieb ist erheblich unzuverlässiger/ störanfälliger, als immer wieder kolportiert wird.

  • Schleiferbetrieb ist erheblich unzuverlässiger/ störanfälliger, als immer wieder kolportiert wird

    Muni 271,

    kannst Du das belegen? Bei (beleuchteten) Wagen stimme ich Dir zu, bei Loks nicht! Kabel können hüben wie drüben brechen, lose sein, Wackelkontakt erzeugen, egal ob DC oder AC.


    Etwas zuverlässigeres als das Märklin Mittelleiter System betr Lokomotiven gibt es gar nicht! Nun, da auch das 2-Leiter System in den letzten Jahren betr. Stromaufnahme viel zuverlässiger geworden ist, spielt dieser bekannte Märklin Pluspunkt keine so grosse Rolle mehr, als noch vor 40-50 Jahren. Auch wenn bei Märklin die Masse wörtlich doppelt ;)den Strom rückleitet und der Schleifer recht ordentlich abgebraucht, verdreht, verschmutzt sein darf, es braucht viel, bis das Märklin System seinen Geist aufgibt! Ich sehe bei Märklin H0 nicht die Funktion der Loks im Nachteil, doch bei den Wagen sieht es anderst aus. Schleifer zwecks Wagen-Innenbeleuchtung, ist immer wieder ein Grund von Entgleisungen. Stromführende Kupplungen sind viel besser als nichts, haben aber auch ihre Nachteile. Den Zug beleuchten, geht bei 2-Leiter DC viel einfacher und erzeugt erst noch weniger Rollwiderstand.


    Und doch, Märklin selber gibt Dir ja auch indirekt recht: "heimlich" unter der Lok-Haube wird Märklin immer wie "gleichstromiger". Neuheiten haben oft einen zentral eingebauten DC-Motor u. Kardan mit Schneckengetriebe. Ganz ähnlich dem Roco System, in ähnlicher Form schon seit 45 Jahren erfolgreich praktiziert. Da könnte Märklin doch gleich den Schritt ganz zum 2-Leiter System wagen?


    Die Gründe wieso nicht, haben kaum mit der bewährten AC-Technik zu tun, sondern mit der Märklin Kultur. Ich möchte die Gesichter der eingefleischten Märklin Fans sehen, wenn die Firma Märklin verkünden würde: seit einigen Jahren wurde Trix-Express (weitgehend) eingestellt, nun ist es auch für Märklin Mittelleiter AC, Zeit (ganz) für`s Museum! Die Firma Märklin würde zukünftig ausschliesslich hochwertige kompromisslose 1:87 Ausführung in 2-Leiter DC(C) unter dem Label Trix anbieten:wink:.


    Wenigen Modellbahnern käme so eine reine Erfindung gar nicht so ungelegen. Doch die treuen klassischen Märklin Kunden wären darob kaum begeistert! Teils über Generationen(!) werden Anlagen betrieben, diese Kunden soll man nicht vor den Kopf stossen. Eine bestens funktionierende Märklin Anlage will niemand mit neuen DC-Gleisen ausstatten. Vorhandene Rollmaterial billig verkaufen, nur um das Gleiche wieder in DC(C) zuzulegen, das will auch niemand tun. AC(C) und DC(C) werden weiterhin parallel existieren, oder gleichzeitig gemeinsam verschwinden.


    Gruss

    Hermann