Rivarossi Ee 3/3

  • Hallo!


    Mir ist günstig eine rote Rivarossi Ee 3/3 (Ee 934) untergekommen, leider allerdings in GS-Variante. Nun habe ich eine Reihe von Fragen dazu:


    1. Wie mache ich das Gehäuse auf? Ich möchte das Modell nicht schon vor der ersten Fahrt zerstören :roll: .
    2. Ist das Fahrwerk dasselbe wie bei der Em 3/3?
    3. Im Thread zur Em 3/3 wurde von einem "Krüppelschleifer" für die WS-Variante berichtet. Ist es derselbe Schleifer, welcher auch unter der Ee 3/3 verbaut wurde?
    4. Gibt es möglicherweise ein Fachhändler, der noch solche Schleifer vorrätig hat? Oder gibt es eine andere (bessere) Variante?
    5. Ist es richtig, dass das Modell keine Haftreifen hat?

  • 2. Ist das Fahrwerk dasselbe wie bei der Em 3/3?


    Ja,wie beim Vorbild :)


    3. Im Thread zur Em 3/3 wurde von einem "Krüppelschleifer" für die WS-Variante berichtet. Ist es derselbe Schleifer, welcher auch unter der Ee 3/3 verbaut wurde?


    Ja :(

    4. Gibt es möglicherweise ein Fachhändler, der noch solche Schleifer vorrätig hat? Oder gibt es eine andere (bessere) Variante?


    Leider gibt es keine bessere Variante.Der Schleifer ist gebogen,weil da Hauptantriebsrad unter dem Boden in der Mitte des Modells herausschaut.Es wurde eigentlich dem Gleichstrommodell ein Schleifer für Wechselstrom montiert. :(


    Zu Punkt 1 und 5 kann ich leider keine Angaben machen. 8)

  • Hallo


    Ich selbst bin Besitzer von je einer Rivarossi Em 3/3 und Ee 3/3. Zu den Fragen:


    1. Das Gehäuse der Ee 3/3 lässt sich laut Gebrauchsanleitung wie folgt öffnen:


    Seitliche Handläufe entfernen; durch leichtes Spreizen der Seitenwände des


    Führerhauses Kabine entfernen; die seitlichen Nocken, welche das Gehäuse mit dem


    Rahmen verbinden, mit Hilfe eines kleinen Schraubenziehers sorgfältig ausrasten.


    2. Ich nehme an, dass die beiden Fahrwerke identisch sind.


    3. Der Schleifer ist nicht so ein Krüppel, wie ich das zuerst auch gedacht habe.


    Das Problem liegt nämlich nicht am Schleifer, sondern an der Ausbuchtung des


    Zahnrades für die Antriebsachse. Diese Ausbuchtung bleibt an den Punktkontakten


    der Weichen hängen. Mit einem scharfen Messer ist diese Ausbuchtung zu entfernen


    ohne das Zahnrad zu beschädigen. Am Schluss ist der Schleifer so zu justieren, dass die beiden Schleiferenden genau in einer Linie liegen. Nach diesen Anpassungen läuft die


    Lok zufriedenstellend. Empfehlenswert ist noch, die hohen Spurkränze abzudrehen.


    4. Darüber ist mir nichts bekannt.


    5. Die mittleren Antriebsachsen haben bei mir Haftreifen.

  • Auch ich entfernte die Zahnradabdeckung in der Hoffnung, dass die Lok nachher besser über Weichenpukos läuft. Tat sie aber nicht. Das Ende vom Lied war, dass die Lok aus meinen Diensten entlassen wurde und jetzt meinen Nachfolger ärgert. Schade um das schöne Modell. Studiert man aber die Form des Schleifers, wird einem schnell klar, dass die querverlaufenden Teile des Schleifers an den Pukos hängenbleiben müssen. :(

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.


    In diesem Forum nicht mehr aktiv.

  • Hallo Napolen


    Danke Dir :) . Ich traute mich bisher nicht, fest am Führerstand zu reissen, es hakte da irgendwie immer, aber dank Deinem Tip gings nun.


    So sieht die zerlegte Maschine aus :D :



    Interessant sind die Lichtleiter, die zu den Stirnlampen führen (leider nur zu den unteren beiden), das habe ich bisher noch nirgends gesehen.


    Meine Maschine hat keine Haftreifen, dafür ist sie mit Ballastgewichten vollgestopft. Mal sehen, wo ich da noch einen Decoder unterbringen kann. Schleifermässig werde ich wohl selbst etwas basteln müssen, ich nehme nicht an, dass es da noch was an Ersatzteilen gibt.


    Zitat

    Studiert man aber die Form des Schleifers, wird einem schnell klar, dass die querverlaufenden Teile des Schleifers an den Pukos hängenbleiben müssen. :(

    Hat jemand ein Foto dieses ominösen Schleifers?

  • Hat jemand ein Foto dieses ominösen Schleifers?



    Ein Foto nicht, aber wenn ich an den bewussten Schleifer denke fällt mir immer dieses Strassenschild ein:



    Jetzt stell dir vor, dass die blockierte Stelle (rot) das tiefliegende Getriebezahnrad ist, das zu umgehen ist. Der Schleifer hat somit genau die Form des Umwegs (inklusive der Hauptachse vor und nach dem Hindernis)



    Und nun stell Dir weiter vor, dass du mit dem 4fach gekröpften Schleifer über eine abzweigende Weiche fährst, bzw. über die Pukos der abzweigenden Strecke. Da muss der Schleifer einfach dran hängenbleiben....


    Hier:


    Pukos sind mit schwarzen Punkten dargestellt. Dort wo der rote Pfeil hinzeigt, liegt das Problem.

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.


    In diesem Forum nicht mehr aktiv.

    Einmal editiert, zuletzt von 11465 ()

  • hallo zusammen


    wenn alles klappt habe ich dir Bilder von einer orginal Rivarossi in wechselstrom


    habe ich gespeichert als ein solches modell im ricardo angeboten wurde


    hoffe kanst damit was anfangen :)

  • Als ehemaliger Besitzer einer Rivarossi Ee 3/3 (der mit der optischen Gestaltung sehr einverstanden, mit der technischen Ausführung eher unzufrieden war), kann ich die genannten Beobachtungen bestätigen.
    Punkt 2 ist m.E. besonders hervorzuheben: Weil die Fahrwerke der Ee 3/3 und der Em 3/3 identisch sind, bestehen hier sehr gute Möglichkeiten der Reparatur und der Ersatzteilvorhaltung; denn immer wieder finden sich auf den Börsen äusserlich ramponierte Lokmodelle, deren Fahrwerke als Ersatzteilspender ausgezeichnet tauglich sind.


    Werner

  • Hallo Werner

    der mit der optischen Gestaltung sehr einverstanden, mit der technischen Ausführung eher unzufrieden war


    Was ist denn (bei Dir als Gleichstromfahrer) an der technischen Ausführung zu bemängeln? Ich kann zwar nun verstehen, dass der "Umwegschleifer" nicht das gelbe vom Ei war, aber als Zweileiter-Fahrer sollte das keine Rolle spielen.

  • Wartungsunfreundlichkeit und splitternder Lack waren meine Kritikpunkte an der Rivarossi Ee 3/3, auch hier in einem alten Thread nachzulesen.
    Die Lokomotive wurde mit den entsprechend austauschnotwendigen Kleinteilen an einen Forumisten verkauft, der damit erfreut und zufrieden war.
    Mein SBB/BLS-Rangierbetrieb wird seither wieder mit den mittlerweile über 50 Jahre alten Fleischmann Ee 3/3 betrieben.


    Werner

  • Ich hatte auch mal eine Rivarossi - Em3/3, allerdings die Gleichstrom-Variante. Da mir der serienmässige WS-Schleifer auch suspekt vorkam, habe ich eine andere Lösung überlegt und unter der hinteren Achse einen ganz kurzen Märklin-Schleifer (der von der alten 24cm-Blechwagen-Innenbeleuchtung) ohne das Pertinax-Plättchen druntergeklebt. Damit das zur Lokmitte weisende Schleiferende halbwegs vernünftig einfedern konnte, musste am Getriebeboden eine Menge Material weggefeilt werden, das Zahnrad lag nachher praktisch frei. Die Lok fuhr gar nicht schlecht und kam sogar über K-Gleis-Weichen jeglicher Art (Bogenweichen hatte ich nicht). Allerdings hat die Lok dann angefangen, Getriebeprobleme zu bereiten und als dann ein Decoder durch einen blockierten Motor gehimmelt wurde und das Gehäuse beim Auseinandernehmen an einer Stelle wie Glas auseinanderbrach, hab ich die Karre im hohen Bogen entsorgt. (naja...ist planmässig eh nie über den Lötschberg gelaufen, im Gegensatz zu Bm 4/4 (zumindest bis Frutigen). Ersatz dafür ist jetzt ein Dreibein der ex-DB (260), die war serienmässig am Lötschberg zuhause und kam auch durch die ETRA recht weit in der Schweiz rum....ist jetzt aber OT)


    Schön ist die Riva Em 3/3 aber technisch eine Zumutung. Mit was hat Rivarossi eigentlich die Getriebe geschmiert? Dieser weisse Schleim war in erster Linie ekelerregend....

  • Bevor wir nun alles kaputtreden: Ich besitze seit Jahrzehnten andere Rivarossi-Lokomotiven (Gruppe DB 117-119; Gruppe DB 232 u. Hersfelder Kreisbahn), mit denen ich äusserst zufrieden, äusserst zufrieden bin.
    Die Schmierung via Bodenwanne schätze ich auch nicht, weil ich irgendwann hinterher meine Gleise und Weichen putzen muss, aber ich bin pragmatisch vorgegangen und habe mein altbewährtes Fleischmann-Öl verwendet. Bisher habe ich diesbezüglich keine Klagen vorzubringen.


    Werner

  • Etwas muss ich aber doch noch loswerden: Meine Ee 3/3 schied andauernd Teile im Fahrwerksbereich aus, bzw. der sehr spröde Kunststoff brach so leicht, dass immer wieder irgendwelche filigranen Bremsbacken, Luftbehälter und so weiter abbrachen, kaum berührte man die Maschine. Dies war schlussendlich auch der Grund warum sie nicht mal mehr als Vitrinenlok taugte. Wie gesagt: Trotz aller Schönheit bin ich froh, die Krücke losgeworden zu sein.

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.


    In diesem Forum nicht mehr aktiv.

  • Meine Em 3/3 fährt bis jetzt ohne Probleme auch über abzweigende C-Gleis Weichen Aber vieleicht habe ich ein besonders gutes Exemplar erhalten


    Oder es ist...eventuell, vielleicht, könnte ja sein...nicht von Rivarossi :D um es mit altbekannten Worten zu sagen: "Sind sie ganz sicher?" :thumbsup:

    Gruss
    Peter


    No matter how much you polish a turd - it's still a turd

  • PapaTango : Ja ich bin mir sicher. Ich habe jetzt zwar nicht den Weg zur MoBa angetreten, meine Exelliste(n) welche mit viel Sorgfalt angelegt wurden, sind sich einig mit meinem Gedächnis :thumbsup: Und bis jetzt habe ich wirklich noch nie Probleme :thumbup: Wobei, keine Regel ohne Ausnahme. Nie kann sich ganz schnell ändern ;)


    Martin

  • Oder es ist...eventuell, vielleicht, könnte ja sein...nicht von Rivarossi :D um es mit altbekannten Worten zu sagen: "Sind sie ganz sicher?" :thumbsup:

    Falsches Zitat! Rivarossis Worte waren: "Ein ganz besonders gut gelungenes Modell! Stimmt's?" ;)


    Anbei noch zwei Nahaufnahmen vom Rivarossi Schleifer.