Antennenabbruch bei Re 460

  • Bei einer meiner Re 460 (Hag) ist die kleine Antenne abgebrochen :( Bevor ich mich nun mit womöglich heisser Nadel an die Reparatur mache, will ich erstmal bei Euch nachfragen, ob Jemand eine Idee hat oder einen Trick kennt, wie man den Rest, also die kleine Basis des Antennenstummels, aus dem Dach heraus bekommt. Ein Ersatzantennchen hätte ich ja, aber es muss in die Mulde gebracht werden, in der sich jetzt eben der Kunststoffrest befindet. Gibt es da vielleicht einen Trick?

  • Lieber Michael,
    Die Antenne ist leider das wertvollste Teil an dieser Lok. Nach dem Abbrechen, rate ich zur Entsorgung der nun wertlosen Lok - Im Gegenzug wäre das bei einer Ae 6/6 nur eine unbedeutende Reparatur. Aber eben: Bei einer Re 460..... :mrgreen:

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  • Unsere lieber Roger, hilfreich wie immer. Im abzwicken ist er der anerkannte Profi. :mrgreen:


    Die Lösung ist ganz einfach, mit einem kleinen Bohrer, Durchmesser weiss ich nicht auswendig, den Rest vorsichtig ausbohren, neue Antenne mit wenig Klebstoff einsetzen und fertig. Musste ich auch schon mehr als einmal machen, die Re450 hat die gleiche kleine Antenne.

  • Mit einem Mini-Handbohrer (im USA-Modellbauhandel "pin vise" genannt, http://www.xacto.com/Product/X7144 , aber das gibt's sicher auch bei uns) geht das völlig problemlos. Einfach den Feinstbohrer ein paar Mal einführen, dann etwas rückwärtsdrehen, und die Kunststoffreste kommen schön herausgequellt (-quollen? - na, egal :D8) ).


    Das ist eine meiner Lieblingsarbeiten - geht übrigens auch, wenn der Rest eines Re 460-Scheibenwischers noch vorne drinsteckt.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Habt Dank für Eure aufbauenden Antworten. Die Sache mit dem Minibohrer hatte ich auch schon ins Auge gefasst, allerdings fehlte mir bisher der Mut, da ein kleiner Abrutscher schon recht folgenschwer sein kann. Nachdem ich aber vor einiger Zeit auf Erwin's Ratschlag hin erfolgreich Achsbüchsen aus einem Re-Drehgestell heraus gepresst hatte - eine Arbeit, die ich mir eigentlich nicht zugetraut hätte - will ich nun auch hier mein Glück versuchen. Im Schadensfall werde ich mit Regressforderungen dann gerne wieder auf Euch zukommen :thumbsup:

  • Ich würde aber von einem maschinellen Angriff abraten und mit einem Handbohrer arbeiten, falls Du einen hast. Dann ist die Gefahr des Abrutschens minim, bzw. richtet keinen Schaden an.

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  • Dann ist die Gefahr des Abrutschens minim, bzw. richtet keinen Schaden an.


    Ist dieser Dein Ratschlag Roger bereits Ausdruck einer allfälligen Regressangst? ;) Nein, im Ernst, mit einer Maschiene a la Minizwerg, womöglich aus freier Hand :cursing: hätte ich es wahrlich nicht versucht. Ich nehme mal den kleinsten Bohrer und lege "Hand" an. Nochmals Danke :thumbup:

  • Die Antenne ist leider das wertvollste Teil an dieser Lok. Nach dem Abbrechen, rate ich zur Entsorgung der nun wertlosen Lok - Im Gegenzug wäre das bei einer Ae 6/6 nur eine unbedeutende Reparatur. Aber eben: Bei einer Re 460..... :mrgreen:


    Das ist mal wieder typisch! Keine Ahnung von Botanik und dann eine solche Antwort! Bleibe Du besser bei Deinen Pflastersteinen! :D:D:D:D


    Ich würde aber von einem maschinellen Angriff abraten und mit einem Handbohrer arbeiten, falls Du einen hast. Dann ist die Gefahr des Abrutschens minim, bzw. richtet keinen Schaden an.


    Seit wann würde das bei einer Ae 6/6 eine Rolle spielen? (bei der wunderschönen Re 460 natürlich schon ...) :lol::lol:

    cu Roland


    Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D

  • Einfach von innenaus bohren....dann kann auch nicht soviel passieren...


    Als patentierter Prototyp-Grobmotoriker bin ich noch nie soweit gegangen, dass ich den ganzen Plunder auf der Dachinnenseite abmontiert hätte. Bist Du sicher, dass die Löcher für die Antennen durchgebohrt sind?

    cu Roland


    Don't feed the trolls! (und ich mache es halt trotzdem ...) :D

  • Bist Du sicher, dass die Löcher für die Antennen durchgebohrt sind?


    Ich glaube eher nicht. Und wie du richtig festgestellt hast, ist der Aufwand viel zu gross, all die Innereien unter dem Dach zu entfernen.

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Hallo, Michael!
    Ich würde es erstmal mit einer Stecknadel versuchen, wenn diese nicht zu dick ist.
    Wenn es nicht reicht, könnte man diese erhitzen und so den Antennenrest entfernen.

  • Die Bohrung für die Antenne dürfte schon durchgebohrt sein, allerdings ist bei dem Gehäuse das bei mir gerade griffbereit lag, der Kunststoffeinsatz im Dach eingeklebt, man kommt also nicht so einfach an die Unterseite heran. Wie bei allem im Leben geht auch der Bohrer den Weg des geringsten Widerstandes, also durch den Kunststoff. Wie Roger es beschrieben hat, von Hand bohren, z.B. mit einem solchen Halter wie Stefan ihn verlinkt hat. Kann eigentlich fast nicht schief gehen, Ausnahmen vorbehalten. :D

  • Bevor ich mich nun mit womöglich heisser Nadel an die Reparatur mache, will ich erstmal bei Euch nachfragen, ob Jemand eine Idee hat oder einen Trick kennt,


    Wenn es nicht reicht, könnte man diese erhitzen und so den Antennenrest entfernen.


    Ich würde jetzt eine Nadel wärmen und reinstecken. Nach dem Erkalten lassen sich die Kunstoffteile meist rausziehen (geht auch wunderbar bei abgebrochenen Puffern etc)


    Offenbar schwebte nicht nur mir die "heisse Nadel" vor, mit der ich morgen mal beginnen werde. Schrittweise versuche ich es dann mit zunehmenden Kalibern von Bohrern mit einem Handaufsatz a la Stefan. Das Resultat wird natürlich öffentlich gemacht :huh:
    PS: Erfreulich übrigens, was so ein kleines Teil von einem mm³ doch für eine Resonanz auslösen kann :thumbsup:

  • Ich würde es erstmal mit einer Stecknadel versuchen


    Hallo Michael - das wäre auch mein Tipp. Ich habe so schon etliche der kleinen Fitzeldinger von Antenne ersetzt - wenn's mal schwerer ging mit buchstäblich heisser Nadel (wenn die etwas abgekühlt ist - geht schnell - bleiben die Antennenreste daran hängen und lassen sich besser herausziehen).


    Viel Erfolg bei Deinem Tun und beste Grüsse ans südwestliche Ende unseres Bundeslandes :)

  • Ich glaube eher nicht. Und wie du richtig festgestellt hast, ist der Aufwand viel zu gross, all die Innereien unter dem Dach zu entfernen.


    Ich habe mir mal meine Re 460 angeschaut ( musste dies auch schon mal machen )
    Damals entfernte ich das Innenteil mit den beiden Stromabnehmern. Anschliessend konnte ich das Reststück von Innen nach Aussen drücken.
    Mein Innenteil war nicht geklebt. Habe nun zum Vergleich eine erst kürzlich erworbene Re 460 angeschaut, da ists nun geklebt.


    Mit dem Handborer sollte dies ohne Problem gehen.

  • Mein Innenteil war nicht geklebt. Habe nun zum Vergleich eine erst kürzlich erworbene Re 460 angeschaut, da ists nun geklebt.


    Das Innenteil war bei meiner Lok eingeklebt, so dass ich es dabei beliess.


    Sie sind es definiv nicht - zumindest bei den HAG 460ern, die ich in Sachen Antennenersatz in den Fingern hatte - und es kommen schon ein paar zusammen.


    Da die Antenne neben dem "Stiel" noch einen zweiten Stummel in entgegengesetzter Richtung besitzt, habe ich nach Entfernung der Reste ein kleines Loch gebohrt, in dem dieser Zapfen versenkt wurde. Beim Bohren konnte ich bemerken, dass es sich nicht um eine durchgehende Bohrung handelt. Auf jeden Fall kann der Lokführer jetzt wieder kommunizieren.

  • ...und wir erfahren erst jetzt - nach dem geglückten chirurgischen Eingriff -, dass es sich um die seltene Postlok "ohne Plakat" handelt. :D

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)