Ee 922 "Papamobil" - jetzt wird's hoch spannend!

  • Irgendwie scheint mein Beitrag - nun schon 2 Seiten alt, untergegangen zu sein... Ee 922 "Papamobil" - jetzt wird's hoch spannend! Da habe ich das mit dem Puffern bereits erwähnt. M.e. ein Fehler der Kategorie grober Sorte.


    Wenn ich mir ein paar Bilder ansehe, passen die Überstulppuffer aber doch nicht so schlecht:
    http://www.railfaneurope.net/p…nter/Ee922/120729-161.jpg
    http://www.railfaneurope.net/p…_85_1_922_014-6_Biel1.jpg
    http://www.railfaneurope.net/p…unter/Ee922/SBB922004.jpg


    Von den lachhaften Puffertellern einmal abgesehen ;)


    Das Dach kann sicher noch ein paar Farbtupfer vertragen - ich muss endlich mal eine Ee 922 von oben erwischen.


    Ich hoffe, dass meine Luzerner Variante auch bald im Handel erscheint.

  • Anbei mal ein aktuelles Foto der Briger Ee 922 021:


    Beim ganz linken Puffer sieht man sehr gut den Aufbau des Crashpuffers, Pufferplatte mit kurzem Stück gehen direkt nach dem gelben Positionsdreieck in die Crashhülse, welche rundum Sollbruchstellen aufweist, welche sich im Fall der Fälle wie eine Sardinenbüchse aufrollen. Damit können Anprälle bis 28 km/h aufgefangen werden. Und damit sind alle Ee 922 ausgerüstet, Irrtum vorbehalten. (Die Briger, Berner, Bieler und Luzerner Maschinen haben definitiv alle diese Puffer!) Die Puffer am Modell sehen auf den ersten blick richtig aus, die Teller kommen hin, doch der grobe Fehler und doch etwas störend wenn mans kennt ist die verdrehte Verstülpung der Puffer... Das wäre defintiv machbar gwesen.

  • Die Ee 922 ist mit EST Crashpuffern des Typs G1-200 R ausgerüstet, siehe Foto mit einem dieser Puffer an einem Kesselwagen aus den Testfahrten, entspricht quasi der Serienversion des Papamobils.


    Mit den Puffern auf dem Bild haben die Puffern der Ee922 aber optisch auch nicht wahnsinnig viel gleich (Soviel zu quasi Serienversion).
    Wie aerials schon zeigte und auch hier gut zu sehen sind, sind die Puffer gegenüber der Lok schon "Überstulp"-Puffer. Der dickste Teil am Puffer ist quasi in der Mitte, an der Lok und am Pufferteller ist er schmaler. Ob man das für eine 300-Franken-Lok nachbilden kann/will/muss, soll jeder für sich selbst entscheiden.


    Der Pufferteller selbst ist aber tatsächlich etwas zu quadratisch ausgefallen. Da stört mich aber das Flachbandkabel mitten durch die Kabine mehr, das habe ich nicht unter "freiem Durchblick" verstanden.


    Der Druck sieht aber in der Tat auf den Bildern sehr gut aus.
    Bin noch hin und her gerissen...

  • Wie aerials schon zeigte und auch hier gut zu sehen sind, sind die Puffer gegenüber der Lok schon "Überstulp"-Puffer. Der dickste Teil am Puffer ist quasi in der Mitte, an der Lok und am Pufferteller ist er schmaler. Ob man das für eine 300-Franken-Lok nachbilden kann/will/muss, soll jeder für sich selbst entscheiden.


    Nein, eben gerade nicht! Der vordere Pufferteil verschwindet nach dem Dreieck in der Hülse... Der Rest ist Farbe. Im Bild oben von mir sieht man das auch schön am Schattenwurf, der nur vorne vorhanden ist.


    Und das sage ich auch nicht einfach so nur anhand irgendwelcher Bilder, sondern weil ich mit den Fahrzeugen letzten Monat noch selber im Dienst rangiert habe und man sich folglich damit auch etwas detaillierter auseinander setzt.

  • Okay, jetzt sehe ich es.
    Das Helle auf der Seite der Lok täuscht und scheint den Puffer an der Lok dünner zu machen. Aber das ist eben doch "nur Farbe". Sorry!
    Muss mir das Vorbild mal genauer anschauen, sieht man ja genug oft in der Halle in Bern ;)

  • Puffer: Mit all zu harter Kritik sollte man womöglich vorsichtig sein! Nicht immer sieht die korrekte massstäbliche Umsetzung am schönsten aus. Höchstwahrscheinlich hat HAG bis auf ein paar hundertstel alles richtig gemacht! Um diesbezüglich vorerst keine Kritik zu erhalten, hätte es HAG falsch machen müssen: z.B. die Puffer der SBB Rangierlok Ee 6/6 II verwenden: (Hobbytrain/Kato H0) Vertikal etwa gleiche Masse, aber horizontal um ca. 80% breiter, erst noch bei dünnerem Schaft/Hülse. Die Ee 922 Crashpuffer wirken im Modell halt nicht sehr attraktiv. Optisch wären die Ee 6/6 II Puffer viel schöner, gerade bei einer kurzen Lok wie die Ee 922. Aber es wäre nicht vorbildgetreu, also falsch.

  • Puffergrösse:
    oha, da habe ich übertrieben! Statt Mutmassungen, habe nun nachgemessen: die Puffertellerbreite beträgt beim HAG H0 Modell Ee 922 Modell knapp 4 mm (also effektiv fast quadratisch). Beim Modell der Ee 6/6 II beträgt die Tellerbreite gut 6 mm. Die Differenz beträgt ca. 2,2 mm x 1:87 = rund 19 cm. Demzufolge hat das SBB Vorbild eine ganze Bandbreite verschiedenster Pufferbreiten. Die Pufferbreite der Ee 922 müsste rund ca. 34 cm sein. Als Vergleich dazu die Pufferbreite der Ee 6/6 II = 53 cm. Jetzt kann, wer will, berechtigt ist, und Zugang hat, beim Ee 922 - Vorbild nachmessen... Möglicherweise stimmt das HAG Modell.
    Gruss
    Hermann

  • Hermman; Den Pufferteller habe ich selber nie beanstandet, vielmehr den Fehler, dass der Puffer ÜBER den Schaft geht statt wie korrekterweise beim Vorbild der Puffer IN den Schaft geht. => Vergleiche anhand des Musterfotos der beiden DB Loks (Nur zur Illustration!). Da gibts Modellmässig bereits hunderte Beispiele für beide Varianten. Und das hätte machbar sein müssen!


    Die Tellerdimensionen selber stimmen nach meinem Gusto optisch in den Proportionen recht gut.

  • vielen Dank Adrian, für Deine Bemühungen und Beobachtungsgabe!


    Das ist mir entgangen. Tatsächlich, wenn schon das SBB Ee 922 Vorbild so spezielle Puffer aufweist, so hätte dem der Hersteller (HAG) heutzutage etwas mehr Aufmerksamkeit geben können. Vielleicht wird dies bei der nächsten Serie berichtigt? Zumal auf der Abbildung vom Originalkarton, da ist es bereits richtig!


    Von wegen Puffer: die Lemaco H0 Ae 6/6 11425 Genf (1958 ), Modell 1987, da geht die Hülse ÜBER den Schaft, beim Lematec Spur I Modell 11403 Schwyz (1955), Modell Bj. 2012, da führt die Hülse IN den Schaft. Hatte das Vorbild nach nur 3 Jahren Bauzeit schon andere Puffer? Falls es mehrere Ae 6/6 Puffervarianten gibt, dann bestimmt nicht so viele, wie es Modelle gibt! So haben Fleischmann und Kleinbahn runde Puffer, an ihren Modellen! Umgekehrt stimmt beim 1. HAG Ae 6/6 Modell von 1956/57 "nur wenig", doch die Puffer scheinen korrekt zu sein. Theoretisch müssten alle Modelle vom gleiche Vorbild gleich aussehen! Praktisch hat jeder Hersteller seinen Stempel aufgedrückt. Diese kleinen Fehler halten das Hobby Modelleisenbahn lebendig...

  • @Hermann


    Das hast du und insbesondere Lemaco sehr gut beobachtet. Die Ae 6/6 wurden seinerzeit mit Puffern analog deinem Spur 1 Modell abgeliefert. Später wurden diese durch moderne Hochleistungspuffer ersetzt, wie sie dein H0 Modell aufweist.
    Heute weiss das kaum jemand mehr, doch die 11407 vom Verein Mikado erhielt eben diese alten Puffer bei der Rückverwandlung in den Ursprungszustand zurück. In weiser Voraussicht wurden bereits Jahrzehnte vor dem Ausschied aus dem aktiven Betrieb gewisse Komponenten in Kellern eingelagert, die sonst im Zuge von Modernisierungen in der Altmetallmulde gelandet wären.

  • Nun beginnt die Auslieferung des Modells mit der Betriebsnummer 001-3 (Vorbild-Stationierungsort Zürich).

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Für die Fans der Ee 922 gibt's hier ab Seite 4 ein paar interessante Föteli:
    http://www.amiba.ch/files/8/mo…talog-schweiz-2015-02.pdf

    Mit Forumistengruss, Stefan

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    "Die HAG Jünger sind auf dem gleichen Niveau wie die Märklin Fundamentalisten angelangt, für alles wird die passende Ausrede und Erklärung gesucht warum gerade jetzt wieder ein Fehler entschuldbar ist."

    (Heutiger "HAG-Apostel" am 25.12.2013.)

  • Kann mir mal einer auf die Sprünge helfen - was ist denn der Unterschied zwischen HAG (ich nehme an Stans) und HAG Classic?


    Gruss Christian

    Unsere Modelleisenbahn ist ein Familienprojekt - um Zeit zusammen zu verbringen und um gemeinsame Projekte zu realisieren - vor allem aber zum Fahren, zum Bauen und auch zum Schauen! :rolleyes:

  • HAG Classic gehört Adolf Schoch, er hatte ursprünglich HAG Mörschwil übernommen. Adolf Schoch verkaufte HAG Mörschwil später an Heinz Urech, das ist die heutige Firma HAG in Stans.


    Bevor HAG Stans komplett an Heinz Urech über ging, wurden bereits Teile für die Ee 922 produziert, welche Stans nicht übernahm. Hingegen gehören heute die Formen der Ee 922 HAG Stans. Damit Adolf Schoch die produzierten Teile nicht als Totalverlust abschreiben musste, liess er die Modelle in Eigenregie unter HAG Classic bauen.