Roco Motoren HO

  • Guten Morgen


    Ich hab seit einiger Zeit, Roco Motoren die rauchen….. Die Fahrt wird langsamer und mit der Zeit bleibt die Lok stehen.

    Es sind folgende Motoren N° 85093 und 85086.

    Beim rausnehmen und ausschütteln kommt ziemlich viel schwarzes Pulver hervor.

    Die Kohlebürsten sind in gutem Zustand.

    Was sollte getan werden um das zu verhindern? Müssen die Kohlebürsten ausgewechselt werden?

    Müssen die Motoren regelmässig von diesem Kohlenstaub befreit werden?

    Besten Dank für Ihre Ratschläge.


    mFg

    Philippe

    HO Gleichstrom ESU iTrain iMac Roco Liliput Hag Peco SBB

  • Vielleicht wäre es möglich, diesen Kohlenstaubabrieb auch mit Pressluft auszublasen. Dazu brauchts nicht unbredingt einen Kompressor, eine Sprühdose aus dem Baumarkt oder Moba-Geschäft tuts auch.


    Gruss

    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Die Kohlebürsten sind in gutem Zustand.

    Nein, die sind in einem miserablen Zustand, wenn solcher Abrieb feststellbar ist.


    Da reicht auch nicht wegpusten, wie oben beschrieben. Wahrscheinlich sind die - wie auch richtig vorstehend beschrieben- verölt. Da sind dann auch die Kollektorlamellenzwischenräume zugesetzt.


    Wir gehen in solchen Fällen folgendermassen vor:


    Kohlebürsten ausbauen und in Waschbenzin baden, losen Dreck mit Zahnbürstchen abreiben. Trocknen lassen, Zustand begutachten. Ggfs. neue Kohlebürsten einbauen.


    Motor ebenfalls in Waschbenzin baden, Kollektorlamellenzwischenräume mit Zahnstocher reinigen,

    Widerstand zwischen den Lamellen messen. Der muss überall identisch sein. Wenn irgendwo niedriger, hängt in einem Zwischenraum noch Kohlebürstenabrieb drin.


    Motor zusammenbauen, Motorlager minimal (!) ölen, mit Labelle 108.


    Motor ausgebaut mit 12 V laufen lassen, nach anfänglichem kurzem Funkenflug (bis Kollektor und Kohlebürsten wieder glatt aneinander liegen) beträgt der Strom im Leerlauf ca. 80mA. Unbedingt messen, ggfs. ist doch noch Dreck in den Zwischenräumen, dann dasselbe nochmal.

  • Offenbar ersäufen einzeln Modelleisenbahner ihre Motoren richtiggehend mit Öl, wenn sie die Lager nachzuschmieren versuchen. Verölte Kollektoren habe ich bis jetzt aber nie gesehen. Im Gegenteil, teilweise habe ich auf den Kupferlamellen des Kollektors tiefe Rillen gefunden. Presslift, die den Namen verdient, reicht eigentlich immer, auch den Staub in den Kollektorrillen wegzublasen. Wenn man Motore mit oder im Reinbenzin reinigt, dann hat das den grossen Nachteil, dass damit auch das Schmiermittel in den Lagern ausgewaschen wird. Der Motor stirbt dann nicht mehr wegen verstaubtem Kollektor, sondern wegen ausgeleierten Sinterlagern.


    Gruss Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.