HAG Re 460 Digital CV Werte

  • Hallo Forum !


    Ich habe Gestern in meine Ciba Re460 einen Märklin MLD3 Dekoder eingebaut, weil mir der ESU abgeraucht ist.


    Meine Z21 hat nach einigen "Überredungs-fluchern" den Motor-Einmess-Modus gestartet. Leider bin ich mit dem Ergebnis unzufrieden.


    Die Lok ruckelt bei niedrigen Fahrstufen erheblich. So nun meine Frage: Welche CV Werte fahrt ihr bei euren HAG Loks mit Märklin Dekoder ?


    Ich kann es mal mit den Werten von ESU probieren, bin mir aber nicht sicher ob ESU den selben Regelbereich verwendet.


    Danke :)

  • ...bist du sicher?

    ESU gibt ja an (im Gegensatz zu Märklin), in den Motorzuleitungen keine Drosseln zu verbauen. Nur ist das Thema Drosseln ein vielschichtiges und "Geister scheidendes" Thema...

    Ab Werk verbaut HAG auch Drosseln. Meine Hag-Loks haben grösstenteils keine Drosseln eingebaut.

  • Hallo Christian


    Das Thema wurde weitreichend im Moba-Forum einmal besprochen, mit dem Schluss, dass bei HAG Drosseln besser sind, da Rückströme bis zu 80V entstehen können. Erwin (Cebu Pacific) hat dies damals gut mit Fakten belegt, jedoch finde ich den Thread aktuell gerade nicht.

  • Hallo Christian


    Das Thema wurde weitreichend im Moba-Forum einmal besprochen, mit dem Schluss, dass bei HAG Drosseln besser sind, da Rückströme bis zu 80V entstehen können. Erwin (Cebu Pacific) hat dies damals gut mit Fakten belegt, jedoch finde ich den Thread aktuell gerade nicht.

    Das was Erwin gesagt hat trifft durchaus zu. Bei Abschaltspannungsspitzen helfen Drossel durchaus (die eigentlich von der Freilaufdiode erledigt werden sollten) (Bin "nur" E-Technik Student)

    Zweitens glättet eine Drossel den stark ansteigenden und abfallenden Strom (PWM) des Dekoders. Das sollte das Ruckeln vll. beheben.

  • Bei Abschaltspannungsspitzen helfen Drossel durchaus (die eigentlich von der Freilaufdiode erledigt werden sollten)

    Welche Wirkung von den Drosseln erwartet wird, kann ich noch einigermassen erahnen. Aber wo hat es Freilaufdioden? :?:

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Das kleine Orange-Braune Ding was zwischen den Anschlüssen meines Motor 88 ist. Zener Diode 471. (Korrektur... 2 Lok haben eine Diode und 4 meiner Loks anscheinend einen Kondensator (Wieso auch immer ?!?!?!)) -> Hab mich vertan :S Soll ein Kondensator sein

    Wikipedia erklärt das Super :thumbup: Oben der Fall ohne Freilaufdiode unten mit. R(L) und L sind in unserem Fall der Motor (Blau Spannung, Rot Strom)

    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/w…mmons/9/90/Catchdiode.png]

  • Das ist doch ein Kondensator und keine Diode??

    Bei meiner Re460 ist da definitiv eine Diode drin :/ Bastelarbeit die Sinn macht ??

    (Korrektur... 2 Lok haben eine Diode und 4 meiner Loks anscheinend einen Kondensator (Wieso auch immer ?!?!?!))

    Bei einer anderen Lok bin ich mir nicht sicher... ein kleines hellbraunes Dingen mit Aufschrift 471. Könnte Kondensator oder Diode sein:P

    Ich besorge mir mal ein Oszi...

  • Eine Diode zwischen den Motoranschlüssen ist nicht möglich!! Es gibt mehrere Versionen des Kondensators, die runde Version könnte im entfernten einer Diode gleichen.


    Alte Version an einem Motor 88:

    [Blockierte Grafik: http://www.mrufer.ch/modellbahn/forum/2015/IMG_4431_motor88_re44.jpg]


    Moderner Kondensator an einem Motor 88:

    [Blockierte Grafik: http://www.mrufer.ch/modellbahn/forum/2015/IMG_4432_motor88_umbau.jpg]


    Weiter gibt es meist Drosseln in den Zuleitungen zum Motor. Die sehen dann wiederum wie Widerstände aus.


    Grüsse
    Rufer

  • Stimmt auch wieder... Ich bau das DIng bei Gelegenheit aus. Für mich sieht das aber sehr nach Diode aus...

    Aber wo sitzt dann die Freilaufdiode ?

  • Salü Max

    Die Freilaufdiode ist bei den heutigen MosFet-Chip's integriert (z.B. SI9945/SI9948). Bei den guten alten Delta-Decodern (für Allstrom-Motoren) waren diese neben dem Leistungstransistor. Soll heissen die Dinger befinden sich alle auf dem Digital-Decoder und nicht am Motor.....


    Gruss Roli

  • Salü Max

    Die Freilaufdiode ist bei den heutigen MosFet-Chip's integriert (z.B. SI9945/SI9948). Bei den guten alten Delta-Decodern (für Allstrom-Motoren) waren diese neben dem Leistungstransistor. Soll heissen die Dinger befinden sich alle auf dem Digital-Decoder und nicht am Motor.....


    Gruss Roli

    Nett zu wissen ! Danke !

    Wenn das eine Diode ist fliegt die also demnächst raus...

    Ich habe mich also vertan...

  • Hallo Kollegen


    Vergesst jetzt einfach einmal, dass zwischen die beiden Mototanschlüsse eine Zenerdiode geschaltet ist.

    Die erwähnte Beschriftung 471 deutet nur auf den Wert 470 (Einzelne mögen sich vielleicht noch an den Widerstandsfarbcode vergangener Zeiten erinnern). Da es fast sicher ein Kondensator ist, also 470pF.

    Eine Zenerdiode begrenzt die Spannung in der Sperrrichtung auf einen bestimmten Wert, eben die Zenerspannung. In der anderen Richtung verhält sie sich wie eine normale Diode in Flussrichtung.

    Wenn man also eine Zenerdiode mit z. B. 15V zwischen die Motoranschlüsse löten würde, dann läuft der Motor auf eine Richtung (Polariät entspricht der Sperrrichtung), auf die andere Richtung läuft aber gar nichts, da die Dide die angelegte Spannung kurzschliesst (ca. 0.7V). Technisch gesehen ist eine Zenerdiode zwischen den Anschlüssen des Motors also ein völliger Blödsinn! (Wer's nicht glaubt, kann es ja einmal ausprobieren.).

    Es gibt schon mögliche Diodenlösungen, aber sicher nicht auf Basis einer Zenerdiode.


    Mit Forumsgrüsse

    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

    Einmal editiert, zuletzt von Richard ()

  • Hier noch das Bild eines Kondensators in "Diodenbauform" (technisch nennt man dies axiale Bauform), den ich einmal von einem Maxonmotor abgeschnitten habe:



    Die Beschriftung lautet hier: 222K.

    Wenn das erwähnte, eingebaute Objekt eine Zenerdiode wäre, dann müsste es an einem Ende ausserdem einen Polaritätsring aufweisen.


    Gruss Richard

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