Werkstoffe: Zinkkorrosion, leider auch heute noch ein Thema

  • Bei Roco ist das der erste Fall, von dem ich höre. Aber die typische Zinkkorrosion: Das Material "wächst", wrid glashart und zerbroselt dann.

    Mein gleichartiges Krokodil scheint noch intakt zu sein (Holz aalange ...).


    Freundliche Grüsse

    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Ja, mein eigenes (baugleiches) Krokodil ist auch intakt. Und ich konnte das Plastikgehäuse entfernen, ohne dass es gesprungen ist, scheinbar bei dem Modell auch nicht selbstverständlich.

    Ansonsten kenne ich bei Roco noch die C5/6 Getriebe mit Zinkpest, diese sind definitiv auch anfällig.


    Grüsse
    Rufer

  • Hat das schon einmal jemand gesehen? Die Umlaufstege des Roco Krokodil 43538, total zerfallen. Die Teile sind aus Metall, also vermutlich auch Zinkpest???


    . . .

    Bist Du sicher, dass das 43538 ist?


    Das Problem ist vor mehr als 10 Jahren bereits eingetreten, m.E. aber bei der Lok aus 43023 ("hist. Zug SBB"). Die Umläufe der Nachfolgemodelle passen. Wegen der unterschiedlichen Fahrzeugenden muss man nur darauf achten, nicht die von einem braunen Krokodil zu bestellen.


    Zinkpest gab es auch bei den Getriebekästen der C5/6 erste Serie 43200/ 43201, nicht aber bei den Nachfolgemodellen mit 63er Artikelnummer.


    Vor Zinkpest scheint niemand sicher zu sein. Bei Roco gibt es einige Modelle, die augenfällig sind. Bekannt sind mir da noch der Rahmen einer 44er (aus der Anfangszeit) sowie des ALn 1. Serie, ausgeliefert als "Mediolanum". Auch hat sich zu mir einmal eine 460 "Agfa" verirrt, die war nur noch Schrott, weil das Chassis das Gehäuse bereits gesprengt hatte. Das Zinkpest- Chassis habe ich als Demonstrationsmodell heute noch. Denn viele können sich darunter nichts vorstellen.


    Zinkpest hat bekanntermassen ihre Ursache in einem Legierungsfehler. Aber ob und wann sie zum Ausbruch kommt, scheint auch etwas mit den Lagerbedingungen zu tun zu haben. Kälte und Feuchtigkeit und Orginalverpackung scheinen den Zerfall zu begünstigen.


    Ich selbst habe einige der o.a. "gefährdeten" Fahrzeuge (o.a. C5/6, ALn, jede Menge 460/5 aus der Anfangszeit). Kein einziges Fahrzeug hat auch nur ansatzweise Zinkpest. Denen geht es auch gut, leben nicht in der Schachtel sondern stehen schlimmstenfalls monatelang im Schattenbahnhof. Aber immer und durchgängig trocken und ca. 23° warm.

  • Ja, mein eigenes (baugleiches) Krokodil ist auch intakt. Und ich konnte das Plastikgehäuse entfernen, ohne dass es gesprungen ist, scheinbar bei dem Modell auch nicht selbstverständlich.

    . . .

    Die Brüchigkeit trifft nur auf die braunen Gehäuse zu, die grünen sind unauffällig.


    Das gilt aber generell und hat nichts mit "Krokodil" zu tun.


    Rotbrauner Kunststoff ist oft extrem bruchgefährdet. Das gilt für alle Fleischmann Loks im altpreussischen Livrée. Oder für die

    Funktionshaubenwagen von Roco (nur die braunen, die anderen sind unauffällig).

  • Hallo Muni


    Du hast recht, dieses Krokodil könnte aus einem Set 43043 sein, war jedenfalls so verpackt. Es liegen auch noch die Nummern 13256 bei, was bei der Ursprungsausführung nicht der Fall war. Aber die Anleitung war die Nummer 43539.

    Da die Schachtel mit WS angeschrieben, das Krokodil definitiv DC ist, bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Verpackung mit der Lok übereinstimmt.


    Die verschiedenen Ausführungen (Aufstiege und Pufferbohle) bin ich mir bewusst. Breiter Aufstieg und lange Pufferbohle ist im Moment leider nicht lieferbar. Aber immerhin breiter Aufstieg mit kurzer Pufferbohle. Von Roco gab es so die 63897 Ce 6/8 II 14272 und diese Teile sind lieferbar. Ob das streng genommen zu einer Be 6/8 II passt, weiss ich nicht ganz genau.


    Das mit den Teleskophaubenwagen stimmt auch. Hatte da auch einen brüchigen braunen. Zum glück war nur eine Artikelnummer von den braunen brüchig.


    Gruss

    Rufer

  • Hallo Ihr Lieben.


    Oha, das habe ich nicht gewusst das es auch bei Roco solche Fälle gibt.

    Bei mir sind auch drei Krokodile der alten Generation und die werde ich im Lauf der Woche mal genauer anschauen.

    Gut diese Loks stehen bei mir auf der Anlage herum bei normalen Temperaturen, aber auch hier könnte es mal einen Fall dieses Problems geben.


    Schaue mal nach. Gottlob gibts von diesen Loks viele und wenns mal dann so ist muss ein Ersatzteil Träger her.


    Liebe Gruess us Gümligen

    Alex

  • Hallo Allemiteinander.


    Zum Thema Zinkpest habe ich mal eine Frage dazu:

    Darüber habe ich viel gelesen und viele von uns haben ihre Modelleisenbahn Anlage im Estrich.

    Gut heute sind die meisten dieser Orte Isoliert, beheizt.

    Was ich aber auch gehört habe das es einige gibt die ihre Modelleisenbahn verpackt im Estrich lagern

    und dieser ist nicht isoliert. Im Winter wirds da ebenfalls sehr kalt bis unter Null Grad.


    Hat das auch einen Einfluss wenn die Loks und Wagen solch sehr kalten Temperaturen ausgesetzt werden?


    In meinem Fall habe ich meine Roco Krokodile (2x Grün & 1x Braun) kontrolliert und keine solche Schäden feststellen können.

    Bei mir ist das H0 Rollmaterial in einem Zimmer in der Wohnung bei normalen Temperaturen.


    Liebe Gruess us Gümligen
    Alex

  • Hallo Alex


    Die meisten meiner Modellbahnfahrzeuge werden während den "Ruhepausen" in Kartonschachteln im unisolietren Estrich zwischengelagert. Diese Kartonschachteln stehen aber nicht direkt auf dem Boden, sondern auf alten Teppichen oder kleinen Holzrosten.

    Der Boden ist eine 20cm dicke Betondecke. Nicht isoliertes Dach heisst hier: Dachbalken, quer darüber die Dachlatten und darauf die Dachziegel ohne Unterdach.

    Allerdings sind alle Fahrzeuge in den Kartonschachteln zusätzlich in einen PE-Beutel eingepackt, so wie die HAG bei allen Fahrzeugen mit der Schaustoffeinlage macht/gemacht hat.

    Bis jetzt ist nur an zwei Fahrzeugen Zinkkorrosion aufgetreten:

    1. TRIX-Seetalkrokodil. Diese stand aber immer in der Vitrine in einem Zimmer im 1. Stock.

    2. Kleinbahn (Klein Modellbahn?) HUPAC-Containertragwagen. Dieser hatte schon kleine Schäden, als ich ihn an einer Börse gekauft habe. Auch diesen habe ich immer im Zimmer gelagert. Er ist mittlerweile zerfallen in kleine Fragmente.

    Ein weiterer Fall von Metallkorrosion ist beim Gewicht in einer Lima Bm4/4 aufgetreten. Auch die war nie im Estrich, sie wurde immer bei Zimmertemperatur gelagert. Auch habe ich immer mal wieder Fahrbetrieb gemacht, nachdem ich sie mit einem Faulhaberantrieb nachgerüstet hatte.

    Fazit: Bei mir sind Korrosionsschäden bis jetzt nur in klimatisierten Zimmern aufgetreten, aber nie bei der "Zwischenlagerung" im Estrich, wo vor allem im Winter und den Übergangszeiten das Umgebungsklima vorherrscht, im Sommer aber auch einmal Temperaturen über 40° auftreten können.


    Freundliche Grüsse

    Richard

    Bei meinen Beiträgen im Forum wende ich grundsätzlich die Enten-Taktik an. Über der Wasseroberfläche: Aufmerksam beobachten, kühlen Kopf und Ruhe bewahren. Unter der Wasseroberfläche: Kräftig treten. Wenn's brenzlig wird: Blitzschnell abtauchen.

  • Lieber Richard.


    Herzlichen Dank für Deine sehr ausführlichen Bericht.

    Ist schon sehr interessant, dass Rollmaterial in unisoliertem Estrich gelagert wird und es dem nichts macht und wenns im wohl Temperiertem Eisenbahnzimmer gelagert wird

    Schäden gibt.


    Das mit dem seetal Kroki habe auch ich mehrmals gelesen und auch gesehen, darauf habe ich meine kontrolliert und zum Glück nichts gefunden,

    aber Ersatzteile wie beide Getriebe komplett und die Mittelkasten Bodengruppe habe ich als Reserve sollte doch was mal bei meinem Seetalkroki sein.


    Von einem guten Freund habe ich auch erfahren, dass er bei einer Neueren Rocolok auch solch ein Problem hatte.

    Er hatte immer über Entgleisungen der Lok sich geärgert und diese dann zerlegt. Der Lokkasten brachte er fast nicht vom Chassis ab.

    Nach einigen "Chnorzereien" war der Lokkasten nun ab und er sah der Grund.

    Der Lokrahmen oder das Chassis war komplett verzogen, hatte Risse und das eine Drehgestell klemmte im Drehbereich.

    Neues Gussteil und alles Zügeln. Nun läuft wie Lok wieder super.


    Ist schon interessant, dass das Zinkproblem früher vor Allem bei Spur 0 Rollmaterial sehr ein Problem war, und nach dem zweiten Weltkrieg dann nicht mehr.

    Nun heute in unserer sehr modernen Welt wird das wieder ein Thema.

    Es wird wohl oder übel nicht mehr so auf die Zink-Qualität geschaut und wir haben nun den Ärger.


    Schöns Wochenende und ä liebe Gruess us Gümligen
    Alex

  • im wohl Temperiertem Eisenbahnzimmer gelagert wird

    Schäden gibt.

    Salü Alex

    Zinkpest oder Zinkfrass wird durch Temperaturschwankungen, vor allem wenn der Taupunkt unterschritten wird, und von hoher Luftfeuchtigkeit gefördert. Beides ist in ungeheizten Wohnräumen im Frühling oder Herbst oft vorhanden.

    Gruss Oski